Während die wackeren Weningser in den grünen Trikots leider den Abstieg in die Kreisoberliga Büdingen nicht verhindern können, steigen die Niddaer Viktorianer (weiße Trikots) in die Verbandsliga Süd auf.	Foto: erg/Archiv
Während die wackeren Weningser in den grünen Trikots leider den Abstieg in die Kreisoberliga Büdingen nicht verhindern können, steigen die Niddaer Viktorianer (weiße Trikots) in die Verbandsliga Süd auf. Foto: erg/Archiv

Wundertüte

BILANZ: +++ Große Namen, Aufholjagden und kuriose Ergebnisse prägen Gruppenliga Ost +++

Nidda/Wenings . Spannende Spiele, große Namen und kuriose Ergebnisse. Die Saison 2016/17 der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ist hatte allerhand zu bieten. Mit Hanau 93 und Viktoria Nidda stiegen wieder einmal zwei Teams in die Verbandsliga auf. Da auch fünf Teams absteigen mussten, wird die Liga nach der Sommerpause wieder ein anderes Gesicht haben. Neu hinzukommen Verbandsliga-Absteiger Germania Großkrotzenburg sowie die Aufsteiger FC Erlensee, SV Altwiedermus, SV Germania Steinheim, VfB Oberndorf, FC Langen und FSV Bad Orb.

Ambitionen

Aus der Hessenliga kommen Sportfreunde Seligenstadt als freiwilliger Absteiger als 18. Team der Liga hinzu. Der FC Hanau 93 ist von Beginn an recht offen mit seinen Ambitionen umgegangen – und der mit vielen höherklassig erprobten Akteuren für einen Gruppenligisten herausragend bestückte Kader hielt dem Druck stand. In der Vorsaison war dies noch anders. Großen Anteil am Erfolg hatte das neue Trainergespann Slavisa Dacic und Christoph Prümm. Und natürlich auch Ex-Profi Ervin Skela, dem ebenso wie Kapitän Kahraman Damar 19 Saisontreffer gelangen. Meist waren es die wichtigen. So wie im Derby gegen Türk Gücü Hanau, als der ehemalige albanische Nationalspieler mit zwei blitzsauberen Freistoßtreffern nach einem 1:2-Rückstand das Match im Alleingang drehte. Im Rennen um die Vizemeisterschaft hatte Viktoria Nidda gegenüber dem JSK Rodgau die Nase vorne. Mit einer bärenstarken Rückserie kompensierte die Viktoria im siebten und letzten Jahr von Coach Stephan Belter den missglückten Saisonstart. Bei den Rodgauern verlief die Formkurve genau umgekehrt. Starke Hinrunde, mittelmäßige Rückrunde machte bedeutete im Endeffekt den undankbaren dritten Platz. Nidda buchte als Tabellenzweiter der Aufstiegsrunde das letzte Ticket zur Verbandsliga Süd. Dazu reichten dem Büdinger Kreisvertreter zwei 3:3-Uentschieden gegen Mitaufsteiger SG Rot-Weiß Frankfurt II sowie die SG Unter-Abtsteinach aus.

Fluktuation

Die Fluktuation in der Gruppenliga Frankfurt Ost ist riesengroß. Da Germania Großkrotzenburg in der Verbandsliga Süd den Klassenerhalt verfehlte, musste erneut die maximal vorgegebene Zahl an fünf Absteigern ausgeschöpft werden. Kickers Viktoria Mühlheim signalisierte bereits im Winter den freiwilligen Rückzug und beim VfR Kesselstadt zeichnete sich nach personellem Aderlass schnell ab, dass eine Rettung unrealistisch ist. Der SV Pfaffenhausen und der VfR Wenings konnten zwar einige Farbtupfer setzen, unter dem Strich war die Punktausbeute aber nicht ausreichend. Da die Sportfreunde Seligenstadt II aufgrund der nahenden Rückversetzung der ersten Mannschaft von der Hessenliga in die Gruppenliga ebenfalls Anfang Mai den freiwilligen Abstieg in die A-Liga Offenbach beantragten, durfte ein Pulk von Vereinen, der gegen den fünftletzten Platz kämpfte, durchatmen. Konkret war die SG Rosenhöhe Offenbach der Nutznießer der Seligenstädter Entscheidung. Als Dreizehnter des Klassements wären die Offenbacher ursprünglich abgestiegen.



Aufrufe: 025.6.2017, 19:00 Uhr
Kreis-AnzeigerAutor

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