F: Senzel
F: Senzel

Schweres Los für erwartungsfrohe Aufsteiger

GL FFM OST: +++ Drei Aufsteiger mussten den direkten Gang nach unten antreten +++

Nidda/Wenings . Die Aufsteiger haben es in der Regel in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost richtig schwer – nicht selten geht es auf direktem Weg wieder nach unten. So passiert in dieser Saison mit dem SV Pfaffenhausen, dem VfR Wenings und dem VfR Kesselstadt. Die beiden Neulinge aus dem Kreis Offenbach, Germania Klein-Krotzenburg und Kickers Obertshausen, trotzten dem Trend und spielten eine komplett sorgenfreie Runde.

Aufstiegsrundensieger Obertshausen etablierte sich sogar im vorderen Tabellendrittel und schloss die Runde auf einem hervorragenden vierten Platz ab. Anfangs gehörte auch der FSV Bischofsheim zu den positiven Erscheinungen. Aufgrund der Abgänge von Leistungsträgern war den „Fröschen“ von einigen Experten eine schwere Saison prophezeit worden. Nach durchwachsenem Auftakt startete die Mannschaft von Trainer Michael Raudnitzky aber richtig durch und schnupperte sogar an den Spitzenplätzen. Erst im letzten Viertel der Runde ging dem FSV ein wenig die Luft aus. Platz acht spiegelte am Ende nicht die Tatsache wider, dass die Maintaler phasenweise sogar von den Aufstiegsrängen träumen durften.

Enttäuschungen

Von der Kreisliga A Hanau direkt in die Gruppenliga Frankfurt Ost: Der VfR Kesselstadt vermochte die Euphorie von zwei Aufstiegen in Folge nicht zu nutzen. Als das Thema Geld plötzliche eine größere Rolle spielte und die Niederlagen sich häuften, kippte die Stimmung. Als Folge verließen nahezu alle Stammspieler den VfR in der Winterpause. Über einen Rückzug wurde intern debattiert, doch Interims-Vereinschef Thorsten Wolter entschied sich für die sportliche Lösung. Die neu verpflichteten Akteure waren jedoch überwiegend unerfahren und der Gruppenliga nicht gewachsen. Etliche Partien gingen zweistellig verloren, negativer Höhepunkt war das 1:27 gegen den FC Hochstadt. In einer Rubrik waren aber die mitleidenswerten Kesselstädter vorne: Mit dem 60-jährigen Peter Pavel stellte der VfR den mit Abstand ältesten Saisontorschützen der Liga. Der FC Hochstadt und Türk Gücü Hanau landeten auf einstelligen Platz. Mit Platz fünf waren die Lila-Weißen am Ende zufrieden, nicht aber mit dem Fakt, zu keinem Zeitpunkt der Saison etwas mit dem Aufstiegskampf zu tun gehabt zu haben. „Für mehr hat es eben nicht gereicht“, zielt Spielertrainer Marc Außenhof und wochenlanges Verletzungspech ab. Aufsteiger Türk Gücü Hanau trumpfte im Frühjahr ordentlich auf und meisterte so den Abstiegskampf mit Bravour. Als Sahnehäubchen obendrauf gab es noch den Hanauer Kreispokalsieg (4:1 gegen Kreisoberligist Germania Niederrodenbach) zu feiern.

Saisonfinale

Die SG Marköbel freute sich diesmal über ein entspanntes Saisonfinale. Bereits am drittletzten Spieltag stand der Klassenerhalt der Hammersbacher fest, das zwölfte Gruppenliga-Jahr in Folge kann kommen. In den beiden Spielzeiten zuvor rettete sich die SGM erst am letzten Spieltag.

Der familiär und solider geführte Verein setzt auf Identifikation und Bewährtes: Trainer Wolfram Rohleder startet nach der Sommerpause bereits in sein achtes Trainerjahr bei den Marköbelern.



Aufrufe: 025.6.2017, 19:06 Uhr
Kreis-AnzeigerAutor

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