Die Landesverbände haben sich für eine Beendigung der Saison ausgesprochen - entscheiden sollen die Vereine.
Die Landesverbände haben sich für eine Beendigung der Saison ausgesprochen - entscheiden sollen die Vereine. – Foto: Pressefoto Baumann

Kommentar zu WFV-Plänen: Die Wahl ohne Wahl

Der Verband schlägt einen Saisonabbruch vor

Warum der als Vorschlag getarnte Plan des WFV die beste unter vielen schlechten Lösungen ist. Ein Kommentar von Redakteur Mike Meyer.

Noch ist es nur ein Vorschlag des Württembergischen Fußballverbands WFV, die Saison 2019/2020 vorzeitig als beendet zu erklären. Es ist kein Beschluss – den sollen die Vereine bitteschön selber fassen. Doch dieser vermeintlich demokratische Akt bemäntelt lediglich, dass es eine Wahl ist, die keine Wahl zulässt. Denn durch den Schachzug, dass es keine Absteiger geben soll, bleibt nur ein kleiner Teil an potenziellen Gegnern des Vorhabens – jene Clubs, die eventuell noch im Kampf um die Meisterschaft hätten eingreifen können, beziehungsweise auf die Aufstiegsrelegation spekuliert haben. Es ist schwerlich vorzustellen, dass es genügend derart betroffene Vereine gibt, um das Vorhaben des Verbands noch stoppen zu können.

Unabhängig von der so erzeugten Illusion von Demokratie hat der WFV die Weichen richtig gestellt. Ja, es ist nicht die beste Lösung, eine Fußball-Spielzeit mittendrin abzubrechen. Aber angesichts der aktuellen Lage ist es zweifelsfrei die beste. Denn alle anderen Varianten ziehen zu große Folgen nach sich, als dass sie die meisten Amateurvereine schmerzfrei stemmen könnten.

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Aufrufe: 015.5.2020, 08:00 Uhr
Aus den Stadtteilen / Mike MeyerAutor

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