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FuPa-Medizincheck: Der plantare Fersensporn

FuPa-Serie / Regelmäßige Tipps und Infos rund um Verletzungen im Sport

Im FuPa-Medizincheck berichtet Dr. Simeon Geronikolakis über Verletzungen im Sport und wie diese behandelt werden können. In dieser Ausgabe geht es um den plantaren Fersensporn.
Nicht nur Sportler, insbesondere in Lauf- und Sprungsportarten, sondern auch Nicht-Sportler beklagen immer wieder stärkere Schmerzen im unteren Bereich der Ferse. Hierbei lässt sich in vielen Fällen das Krankheitsbild einer Plantarfasciitis, also einer Entzündung der Plantarfascie, diagnostizieren. Bei der Plantarfascie handelt es sich um eine Sehnenplatte an der Fußsohle, die von der unteren vorderen Kante des Fersenbeins bis zum Fußballen zieht und somit das Längsgewölbe des Fußes aufrechterhält.
An ihrem Ansatz am Fersenbein ist manchmal auch ein meist spitzer knöcherner Anbau, ein sogenannter plantarer bzw. unterer Fersensporn, zu finden (nicht zu verwechseln mit dem dorsalen/hinteren Fersensporn, der sich im hinteren Bereich des Fersenbeines, am Ansatz der Achillessehne, ausbildet). Allein das Vorliegen eines solchen Fersenspornes hat keinen wirklichen Krankheitswert, das Krankheitsbild und die Prognose einer Plantarfasciitis können durch ihn aber ungünstig beeinflusst werden.

Entstehung
Zu einer Entzündung der Plantarfascie, meistens an ihrem Ansatz am Fersenbein, und in der Folge dann bedingt durch Kalkablagerung evtl. auch zur Ausbildung eines plantaren Fersenspornes, kommt es hauptsächlich durch Überbeanspruchung, die aus mehreren Faktoren resultieren kann. Um letztendlich den bestmöglichen Therapieansatz zu finden, müssen diese genau erfragt und gründlich untersucht werden.

Bildgebung
Die Diagnose der Plantarfasciitis wird durch die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) gesichert, in manchen Fällen kann auch die Kernspintomographie (MRT) herangezogen werden. Hierbei können weitere mögliche Schmerzursachen, wie zum Beispiel ein Knochenödem oder ein Anriss der Plantarfascie, ausgeschlossen werden. Liegt ein plantarer/unterer Fersensporn vor, so lässt er sich schon im Röntgen, auf einer seitlichen Aufnahme der Ferse, nachweisen, was jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die nachfolgende Therapie hat.

Therapie
Beim Sportler müssen in erster Linie die sportlichen Bewegungsabläufe sowie die Trainingsumstände analysiert und ggf. korrigiert werden. Insbesondere sind Trainingsintensitäten und –umfänge anzupassen, während Fehler im Bewegungsablauf, funktionelle Defizite oder eine ungünstige Fußstatik durch entsprechende Eigenübungen, Physiotherapie, Tapes oder einer Einlagenversorgung angegangen werden können.
In der Therapie kommen auch entzündungshemmende Medikamente sowie Enzympräparate zum Einsatz und durch die richtige Art und Technik einer Stoßwellentherapie können ebenfalls sehr gute und nachhaltige Erfolge erzielt werden.
In hartnäckigen Fällen kann die konservative Therapie um weitere Maßnahmen erweitert werden, ein operativer Eingriff ist in der Regel jedoch nicht notwendig und aufgrund der bisher nicht zufriedenstellenden Ergebnisse wenig Erfolg versprechend.

Informationen zu Dr. Simeon Geronikolakis

Der in der Privatpraxis Dr. Geronikolakis in Ludwigsburg praktizierende und nicht nur in Fußballerkreisen bekannte Sportmediziner und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie kümmert sich schon seit vielen Jahren um die Betreuung von Spitzensportlern und Vereinen aus unterschiedlichen Sportarten und Klassen.

Große Erfahrung und spezielle Kenntnisse beruhen bei Dr. Geronikolakis auch auf seine langjährige und sehr intensive sowie umfangreiche Tätigkeiten im Fußball, zum Beispiel als Verbandsarzt des württembergischen Fußballverbandes (WFV), Referent in der Fußball-Lizenztrainerausbildung, Mannschaftsarzt beim VfB Stuttgart und Nationalmannschaftsarzt der DFB Junioren (u.a. Team-Arzt der deutschen U15-, U18-, U19- und U20-Nationalmannschaft).

Über Jahre wirkte Dr. Geronikolakis auch als betreuender Arzt der Kaderathleten des Olympiastützpunktes Stuttgart, Nationalmannschaftsarzt der deutschen Mannschaft der rhythmischen Sportgymnastik und leitender Arzt des entsprechenden Nationalmannschaftszentrums.

Ferner übernahm er die medizinische Betreuung von mehreren nationalen und internationalen Sportereignissen (u.a. Welt- und Europameisterschaften in vielen unterschiedlichen Sportarten) und ist als Universitätsdozent und Referent in der Ausbildung von Sportphysiotherapeuten tätig sowie als ärztlicher Leiter beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Nähere Infos über Dr. Geronikolakis unter www.dr-geronikolakis.de oder www.fussballarzt.de

Hierüber oder unter mail@dr-geronikolakis.de ist für unsere FuPa-Leser auch eine Terminvereinbarung möglich.

3860 Aufrufe28.1.2021, 12:00 Uhr
FuPa / Heiko SchmidtAutor

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