4x Angreiferin gegen Torhüterin ... 4 Treffer ... so gehts

Im Landespokalachtelfinale musste unser Team zum TSV Vineta Audorf. Kurios dabei, dass es ausgerechnet eine von denen Mannschaften ist, die auf eine Spielklasse trotz Klassenerhalt (Oberliga SH) verzichtet hat, und deren Platz nun von unserer Mannschaft eingenommen wird.

Im ersten Spielabschnitt passierte nichts außergewöhnliches. Beide Teams hatten wenige aber keine zwingenden Strafraumszenen, der Gastgeber dabei leichte spielerische Vorteile, aber letztendlich ging es mit einem torlosen Remis in die Pause, wobei die Höhepunkte in der 2. Halbzeit folgen sollten.

Zunächst vergab der Gastgeber unmittelbar nach Wiederanpfiff eine 100%ige, als eine Angreiferin völlig ungedeckt an der 5 m Linie zum Abschluß kam. Eine Szene wie diese wiederholte sich bis zum Schlußpfiff noch zweimal. Zum einem nach dem 1:0, zum anderen nach dem 2:0. Bei beiden Spielsituationen fehlte die eigene Geschwindigkeit in der Rückwärtsbewegung in Richtung eigenes Tor, um die Gegenspielerin klar zu stellen. Glücklicherweise gingen beide Abschlüsse unkontrolliert über das Tor. Im Vorwege konnten die Hereingaben von der seitlichen Strafraumlinie nicht verhindert werden.

Bezüglich der Ausnutzung von klaren Chancen hatte unser Team mehr Kaltschnäuzigkeit vorzuweisen. Beim 1:0 passte Johanna Schmidt auf, erlief sich einen mißglückten Paß zur Torhüterin, und verwandelte sicher. Ebenso Lina Beuck, die sich einen Torwartabschlag von Jasmin Matysiak erlief, und zum 2:0 abschließen konnte. Ein Doppelschlag in der 52. und 57. Minute, jeweils kurz darauf die oben erwähnten vergegeben Möglichkeiten des TSV, hinzu kam noch ein Distanzschuß, der gegen die Torlatte gelenkt werden konnte. Eine nicht unerhebliche spielentscheidende Phase von 15 Minuten mit dem besseren Ende für unsere Mannschaft. Die letzten beiden Tore erzielte erneut Lina Beuck. Zunächst passte Johanna Schmidt ihr den Ball in den Lauf, es folgte die dritte 1 - 1 Situation gegen die Torhüterin, die dann erneut das Nachsehen hatte. Beim 4:0 erkämpfte sie sich den Ball selber, diesmal musste allerdings der Nachschuß herhalten um den Treffer zu erzielen. Zwischenzeitlich hätte Arlinda Lahi nach einem guten Konter ebenfalls treffen können, scheiterte aber an der Torhüterin.

Letztendlich war das Ausnutzen der 100%igen Torschancen der alles entscheidende Unterschied. Zwar müssen Möglichkeiten in dieser Form auch genutzt werden, bessere gibt es kaum, mitunter scheitert man als Spieler aber auch, und wird im Anschluß von solchen Szenen bis zum Spielende nicht sicherer. Dieses trat in dieser Partie bei unseren Offensivkräften nicht ein, so muss es sein :-) .

Kompliment an das gesamte Team. Das Ziel wurde erreicht, im Pokal zählt nur "Weiterkommen" oder "Ausscheiden", und somit kann man sich auf das Landespokal - Viertelfinale am kommenden Sonntag 18.08.2019 um 15:30 Uhr gegen TuRa Meldorf freuen.

Kurioses zu Beginn des Berichtes, kurioses auch zum Abschluß.Eine Woche später geht es beim Saisonauftakt ebenso gegen diesen Gegner !

Aufrufe: 011.8.2019, 20:08 Uhr
Stephan MohrAutor

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