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Spielbericht

TSV Steinhöring gewinnt Derby „mehr als verdient“ - Traumtor aus 40 Metern

Pleite für SV Anzing-Parsdorf

von Johannes Hain · 17.11.2025, 09:20 Uhr · 0 Leser
FB KL Steinhöring (schwarz) Christoph Kufer ---  Anzing/Parsdorf TW Nico Guba
FB KL Steinhöring (schwarz) Christoph Kufer --- Anzing/Parsdorf TW Nico Guba – Foto: Sro

Nach dem 2:1 im Derby bleibt der TSV Steinhöring in der Kreisliga 3 weiter erfolgreich, während der SV Anzing-Parsdorf die fünfte Niederlage kassiert.

Der wundersame Aufschwung des TSV Steinhöring in der Kreisliga 3 geht ungebremst weiter, wohingegen der FC Anzing-Parsdorf das fünfte Spiel in Folge verlor. 2:1 hieß es am Ende für die Gastgeber und beide Coaches ordneten das Derbyergebnis gleichermaßen ein. „Wir haben mehr als verdient gewonnen“, freute sich Steinhörings Thomas Rotherbl und Gästetrainer Peter Beierkuhnlein erkannte fair an: „Heute hat der Gegner berechtigt gewonnen, er hatte in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, die bessere Spielanlage und vielleicht auch das entscheidende Glück.“

Traumtor aus knapp 40 Metern zur Vorentscheidung

Gleichzeitig spielte er damit aber auf die beiden Großchancen seiner Mannschaft vor dem 1:0 und dem 2:0 an, die der Partie eine andere Wendung hätten verleihen können. „Die hätte man schon auch machen können“, haderte Beierkuhnlein. Rotherbl hingegen lobte Schlussmann Simon Stadler: „Die hält er gut.“

Nach einer Abtastphase nahm das Kreisliga-Derby durch das 1:0 von Christoph Kufer, der eine Flanke am langen Pfosten einköpfte, Fahrt auf (19.). Das 2:0 durch Ivan Bacak hätte mehr als die 50 Zuschauer verdient gehabt. Der Routinier stoppte sich einen abgewehrten Ball perfekt und versenkte ihn aus 40 Metern unter der Latte im Tor. „Da merkt man, was der Ivan für ein guter Fußballer ist“, schnalzte Rotherbl mit der Zunge.

TSV Steinhöring verpasst weitere Tore: „Diese Chancen muss man einfach machen“

„Wir haben viel versucht, viel nach vorne geschmissen, da kam Steinhöring zu großen Chancen, um den klassischen Deckel drauf zu machen“, so Beierkuhnlein. „Da muss es 4:0 oder 5:0 stehen. Es war fußballerisch gut, aber diese Chancen muss man einfach machen“, monierte Rotherbl. Deshalb kam Anzing-Parsdorf durch einen nicht unhaltbaren Freistoß aus 20 Metern von Marco Helmich zum 1:2-Anschlusstreffer. Gerade im Herbst geht durch einen Gegentreffer die Überlegenheit oft verloren und das Spiel kippt, nicht so am späten Samstagnachmittag in Steinhöring: „Wir waren nicht zwingend genug“, bekannte Beierkuhnlein.

Entsprechend ungleich war die Stimmungslage nach dem Spiel. Während Rotherbl mit komfortablen 21 Punkten den kommenden zwei Wochen entspannt entgegenblickt („Jetzt haben wir noch zwei Highlights gegen den Ersten und Zweiten“), schaltet FCAP-Coach Beierkuhnlein in den tabellarischen Überlebensmodus: „So ist Fußball. Hilft nichts, jetzt gilt: Mund abputzen, weitermachen.“