Der TSV Solingen darf sich auf neue Sportanlagen freuen.
Der TSV Solingen darf sich auf neue Sportanlagen freuen. – Foto: Denis Petikic

Neue Sportstätten für den TSV Aufderhöhe

Im wachsenden Stadtteil Aufderhöhe werden Millionen investiert. Die Stadt baut den neuen Kunstrasenplatz Höher Heide II, der TSV Solingen investiert in ein seit Jahren geplantes neues Vereinsheim nebst Sporträumen.rn

Der „Spielauftakt“ war am Mittwoch eher unspektakulär. Doch der erste Spatenstich für den 13. Kunstrasenplatz in der Klingenstadt beendete immerhin ein langwieriges bürokratisches Verfahren, das sich mehr als zwei Jahre hinzog. Insofern können die Bau- und Förderexperten der Solinger Stadtverwaltung, aber auch die Politik nach mehreren „Spielverlängerungen“ mit „baufachlichen Stellungnahmen“, etlichen Gesprächen mit dem Landesbetrieb Bauen und der Oberfinanzdirektion Münster und letztlich das Warten auf die endgültige Freigabe der Fördermittel jetzt aufatmen.

Groß war der Jubel im April 2019, als Fördergelder in Höhe von 2,08 Millionen Euro aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ für den geplanten neuen Kunstrasenplatz Höher Heide II in Aufderhöhe avisiert worden waren. Geld floss jedoch zunächst nicht. Erst kurz vor Weihnachten 2019 war der lang ersehnte Förderbescheid endlich in Solingen eingetroffen, der das Verfahren schließlich in Gang setzte.

Enorme Aufwertung garantiert

Der neue Platz ist als Ersatz für den Kunstrasenplatz in Ohligs vorgesehen. Dort, im hinteren Bereich des ehemaligen Stadions am Hermann-Löns-Weg, wird allerdings schon seit längerer Zeit kein Fußball mehr gespielt. Reihen- und Doppelhaushälften wurden dort hochgezogen.

Nun wird der Blick nach vorne gerichtet auf ein Projekt, für das bereits seit 2018 eine Baugenehmigung vorliegt, wie Horst Schulten, Leiter des Stadtdienstes Sport und Freizeit, erklärte. Ein Umstand, den auch TSV-Vorsitzender Ernst Kugel hervorhob. „Doch bei den Fördergeldern wollten und mussten wir zugreifen, auch wenn sich dadurch das Verfahren verlängert hat“, sagte Schulten. Dafür zeigte am Mittwoch beim ersten Spatenstich auch der TSV-Vorsitzende Verständnis. Er wertet das Bauprojekt als „Meilenstein für Aufderhöhe. „Wir sind froh, dass es jetzt losgeht“, ergänzte Ernst Kugel.

Denn auch der TSV Solingen mischt bei der Bebauung des Geländes im Josefstal unterhalb der Star-Tankstelle mit. „Wir investieren 1,8 Millionen Euro für unser neues Vereinsheim, das wir seit sechs Jahren planen. Das Gebäude verfügt über zwei Etagen und hält einen Verwaltungstrakt vor, außerdem Gymnastik- und Sporträume“, sagte Kugel. Dafür steht insgesamt eine Fläche von 800 Quadratmetern zur Verfügung. Läuft jetzt alles nach Plan, könnte laut Ernst Kugel das Vereinsheim im Frühjahr 2022 fertiggestellt sein.

Höher Heide II: Neuer Kunstrasenplatz ist 2022 fertig

Etwas länger braucht dagegen der neue Kunstrasenplatz Höher Heide II. Hier werden insgesamt 3,3 Millionen Euro investiert. Darin enthalten sind besagte Fördergelder in Höhe von 2,08 Millionen Euro. Mit etwa 1,2 Millionen Euro wird das Projekt zudem aus dem städtischen Haushalt unterstützt. „Der Platz wird frühestens im Sommer 2022 fertig sein. Das dazugehörige Umkleidegebäude frühestens Ende 2022“, sagte der Leiter des Stadtdienstes Sport und Freizeit.

Wobei Horst Schulten darauf aufmerksam macht, dass auf diesem Kunstrasenplatz nicht nur der TSV zum Zuge kommt. „Hier werden auch andere Vereine spielen und trainieren, zumal Höher Heide II ja als Ersatzplatz für die weggefallene Kunstrasen-Spielstätte am ehemaligen Ohligser Stadion gilt. „Wir hoffen, dass am neuen Platz in Aufderhöhe auch ein Stützpunkt des Fußballkreises hinkommt“, sagte Schulten.

Neben Sportdezernentin Dagmar Becker, der Bezirksbürgermeisterin von Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid, Gundhild Hübel, sowie Sportausschussvorsitzender Ernst Lauterjung war auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach zum ersten Spatenstich nach Aufderhöhe gekommen. Er sprach von „einem besonderen Moment in der Geschichte des wachsenden Stadtteils Aufderhöhe“. Das Projekt sei „eine richtig große Sache“, erklärte der Oberbürgermeister: „Wir machen das hier für die Kinder und Jugendlichen der Stadt“.

Aufrufe: 07.6.2021, 08:00 Uhr
RP / Uwe VetterAutor