Schmerz lass nach: Niklas Stepanek und der SC Baldham-Vaterstetten mussten den nächsten Rückschlag hinnehmen.
Schmerz lass nach: Niklas Stepanek und der SC Baldham-Vaterstetten mussten den nächsten Rückschlag hinnehmen. – Foto: stefan rossmann

SC Baldham-Vaterstetten: „Zurecht da unten“ - minimalste Restchance auf Rettung

SCBV verliert 0:3

Beim SC Baldham-Vaterstetten wird es immer dunkler im Tabellenkeller. Selbst die Verantwortlichen glauben nicht mehr an eine Rettung.

Vaterstetten – Das Heimspiel gegen den TSV Siegsdorf war für die akut abstiegsgefährdeten Bezirksliga-Kicker des SC Baldham-Vaterstetten fast schon ein vorgezogenes Endspiel um den Anschluss an die Relegationsplätze. Insofern gab sich SCBV-Abteilungsleiter Helmut Lämmermeier nach der 0:3 (0:1)-Niederlage keiner Illusion hin: „Jetzt sind es fünf Punkte Rückstand und Forstinning, Endorf und Aschheim haust du nicht einfach so weg. Für die Relegation sieht‘s zappenduster aus und die Restchance ist minimalst.“

SC Baldham
0:3
Siegsdorf

Ein schweres Eingeständnis für den langjährigen Baldhamer Fußballchef, der in dieser Funktion mit dem ersten Herren-Anzug keine andere Liga als die Bezirksliga kennt: „Aber wenn du heute nicht gewinnst, stehst du auch zurecht da unten.“

Woran es der Liga-Institution in dieser Spielzeit mangelt, offenbarte dieser Samstagnachmittag par excellence. Seinen Ausrutscher wollte Baldham-Vaterstettens Verteidiger Marco Höferth im Nachsetzen korrigieren, holte im eigenen Strafraum dabei jedoch ungeschickt den TSV-Stürmer von den Beinen – es folgte das 0:1 (11.) durch Felix Maaßen.

„Wir gehen wieder mal durch einen unnötigen Fehler in Rückstand“, kommentierte Lämmermeier. Defensiv leiste man sich zu oft solche Schnitzer, die eine verunsicherte Offensive zu selten ausbügeln könnte. Allein Youngster Nelson Rook ließ in der ersten Halbzeit drei Großchancen aus, ehe sich die Heimelf nach dem Seitenwechsel ihren mittlerweile (obligatorischen) zehnten Platzverweis in dieser Saison abholte. Marco Höferth sah zunächst Gelb wegen Meckerns, führte daraufhin einen Freistoß aus, den der Unparteiische noch nicht freigepfiffen hatte (49.). „Wenn nicht der Schiedsrichter-Beobachter auf der Tribüne sitzt, kann man das mit Fingerspitzengefühl anders regeln“, ärgerte sich Lämmermeier. „Die Mannschaft hat in Unterzahl vor vollem Haus alles gegeben, war sogar spielbestimmend und am Ausgleich dran. Am Ende ist in dieser Situation mancher aber qualitativ überfordert und es ist auch viel Pech dabei.“

Anders die Gäste. Díe Siegsdorfer nutzten zwei Konterchancen maximal effizient zum Raumgewinn im Abstiegsrennen aus. „Es ist sehr schade, aber nicht diese Niederlage war entscheidend“, resümierte SCBV-Trainer Gedi Sugzda. „Leider konnten wir die Frühjahrseuphorie nicht fortsetzen. Lässt man die gesamte Saison Revue passieren, haben wir den Klassenerhalt nicht verdient. Wir bereiten uns jetzt auf die Kreisliga vor.“

Ganz so entschieden hat Helmut Lämmermeier die Bezirksliga noch nicht abgehakt: „Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie in den letzten drei Spielen Charakter zeigt, nach außen als Einheit auftritt und mit aller Macht versucht, die minimale Restchance zu nutzen.“ (Julian Betzl)

Aufrufe: 02.5.2022, 10:01 Uhr
Julian BetzlAutor