Jetzt zählt für uns nur, an bessere Laune, Motivation und diesen Sieg zu denken,danach können wir rechnen. SCBV-Trainer Gediminas Sugzda
Jetzt zählt für uns nur, an bessere Laune, Motivation und diesen Sieg zu denken,danach können wir rechnen. SCBV-Trainer Gediminas Sugzda – Foto: SRO EBERSBERG

SC Baldham-Vaterstetten sucht sein Heil im Angriff vor Duell gegen direkten Konkurrenten

Jedes Spiel ein Endspiel

Bei vier ausstehenden Spieltagen, ergo vier Rettungschancen, lässt sich im Fall des SC Baldham-Vaterstetten so ziemlich jedes Szenario wahlweise schön-, oder schlechtrechnen.

Vaterstetten – Der an diesem Spieltag einzig relevante Fakt für das Team von Trainer Gedi Sugzda, ist der Rückstand von fünf Zählern auf den TSV Siegsdorf. Der direkte Konkurrent ist an diesem Samstag im Vaterstettener Sportzentrum zu Gast (Anstoß 15 Uhr).

SC Baldham
0:3
Siegsdorf

„Jetzt zählt für uns nur, an bessere Laune, Motivation und diesen Sieg zu denken“, sagt Sugzda, „danach können wir rechnen“.

Der Endspiel-Charakter im vorletzten Heimspiel verstehe sich nach vier Niederlagen in Folge aber von selbst. Mit einer deutlich ansteigenden Formkurve reisen die Gäste mit ihrem Coach Franz Huber an. Seit fünf Partien sind die Siegsdorfer unbesiegt, haben dabei elf Punkte eingesammelt. „Weil sie zwei sehr gute Stürmer haben, die zuverlässig treffen. Das reicht in dieser Liga oft schon“, warnt Sugzda vor dem Angriffsduo Jonas Neuhofer/Stefan Mauerkirchner, das gemeinsam neun der letzten elf TSV-Tore erzielte.

Im Vergleich erzielte der SCBV seit gut 280 Spielminuten kein einziges eigenes Tor mehr. „Und unsere Offensivspieler haben seit vier Spielen kein Tor mehr gemacht“, kritisiert Sugzda. Nichtsdestotrotz will und muss der Fußballehrer gegen Siegsdorf das Baldhamer „Heil in der Offensive suchen“. Fünf Abwehrstützen drohen der Heimelf auszufallen, die man schlichtweg nicht adäquat ersetzen kann. Darunter Mario Sieger und Fabian Kreissl, die mit muskulären Beschwerden kämpfen.

Taktisch hat Sugzdas Team zwar sowohl die Dreier-, als auch Vierer-Abwehrkette im Repertoire. „Wenn du aber in unserer Situation solche Probleme im Personal und Spielaufbau hast wie wir, musst du mit offenem Visier volles Risiko nach vorne gehen. Wir wollen nicht abwarten, sondern dominant und mutig angreifen!“ Dass man Spiele gewinnen kann, habe seine Mannschaft schließlich nach der Winterpause bewiesen. „Das stimmt mich zuversichtlich“, so Sugzda. „Nachdenklich stimmt mich, dass wir in den letzten Spielen Selbstvertrauen verloren haben.“ Mit Offensivpower, Torerfolgen und Punkten gegen Siegsdorf, wollen Baldhams Bezirksliga-Kicker ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen. (Julian Betzl)

Aufrufe: 029.4.2022, 17:22 Uhr
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