
Mainz. Ohne seinen erfolgreichsten Torjäger will der TSV Schott Mainz den Klassenerhalt in der Regionalliga packen. Kurz vor Ablauf der Transferfrist unterschrieb Takero Itoi für ein halbes Jahr bei Liga-Konkurrent FSV Frankfurt.
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„Wir hätten ihn gern behalten, aber die Chance im bezahlten Fußball wollten wir ihm als Ausbildungsverein nicht verbauen“, sagt Trainer Samuel Horozovic. „Wir möchten ihn bei dieser für ihn wohl einmaligen Möglichkeit unterstützen“, sagt der Sportliche Leiter Sascha Meeth. „Er wollte das unbedingt, und wir sehen in unserem Kader das Potenzial, die Lücke zu schließen.“ Vertraglich geregelt sei, dass Itoi im Sommer nach Mainz zurückkehrt. Sollte sich der Japaner aber beim FSV durchsetzen und/oder der TSV absteigen, werden die Karten sicher neu gemischt.
Der 27-Jährige ist nach Torwart Armin Olayo (Ziel offen) der zweite Winter-Abgang. Neuzugänge gab es nicht. „Wir vertrauen den Spielern, die wir im Kader haben, sonst würden wir es nicht machen“, betont Horozovic. Keinesfalls, stellt auch Meeth fest, soll der Abgang des Vier-Tore-Mannes als Signal gedeutet werden, man habe die Saison bereits abgeschrieben.
Die ersten Testspiele sprechen auch eine andere Sprache. Zuletzt gegen Viktoria Aschaffenburg (3:1), Drittletzter der Regionalliga Bayern, knipste sich Abdellatif El Mahaoui mit einem Dreierpack quasi selbst das Rampenlicht an. „Wir waren sehr dominant“, spricht Horozovic von einem deutlich zu knappen Resultat.
Beim Blitzturnier in Godendorf an der deutsch-luxemburgischen Grenze ging es gegen zwei Erstligisten aus dem Nachbarland. Gegen Victoria Rosport (3:5) fügte sich der neu als Hybridspieler hochgezogene A-Junior Jan Seliger direkt mit einem Tor ein. Gegen Jeunesse Esch, immerhin Sechster im Großherzogtum, schnürte Jacob Roden beim 4:0 einen Doppelpack. Daniel Bohl, Kimi Boss, El Mahaoui und ein Eigentor kamen beim Zwei-Tages-Turnier hinzu. Auch das 0:0 gegen die U23 des FC Schalke 04 ordnet Horozovic als „super Test“ ein.
„Es gibt viele, die in die Bresche springen können“, betont der Chefcoach mit Blick auf Itois Position. „In unserem System mit zwei Stürmern können das acht Jungs im Kader spielen.“ Zwei Arrivierte und ein Eigengewächs gaben bereits mit Testspiel-Toren ihre Bewerbungsschreiben ab.