
Der erste Neuzugang des TSV Schott Mainz ist offiziell. Karim Zeghli kommt von Oberligist TuS Koblenz. Der 24-Jährige, der zwischenzeitlich bei Schalke 04 und dem SV Wehen Wiesbaden ausgebildet worden ist, spielte bis Sommer 2023 bei seinem Jugendverein SV Gonsenheim. Samt seines Jahres in Waldalgesheim kommt der Abwehrspieler, dessen jüngerer Bruder Anas bei der TuS Marienborn spielt, auf 148 Oberliga-Einsätze.
Nur drei bis vier Neuzugänge geplant
„Wir sind wirklich privilegiert, dass wir selbst beim bevor stehenden Abstieg aus der Regionalliga nur punktuell Spieler von anderen Vereinen verpflichten müssen“, sagt Sascha Meeth, der den Transfer als Sportlicher Leiter eingefädelt hat und der kommende Saison im Chefcoach-Duo mit Thomas Schwarz dann davon profitieren wird. Es sei, sagt Meeth, Stand jetzt von lediglich drei oder vier Neuzugängen auszugehen. Alle weiteren Kaderplätze sollen an aktuelle Schott-Spieler gehen. „Ich weiß die Verbundenheit der Jungs zum TSV sehr zu schätzen“, betont Meeth.
Zeghli ist in Koblenz Stammspieler auf der linken Abwehrseite. Nicht nur seine 20 Torbeteiligungen – 13 Tore und sieben Vorlagen – in 60 Einsätzen machten ihn zum Publikumsliebling. Auch seine kompromisslose Abwehrarbeit hebt die TuS in ihrer Pressemitteilung zum Abschied hervor. So viele rhetorische Blumen, wie darin enthalten sind, werden selten einem Spieler hinterher geworfen, der zu einem designierten direkten Konkurrenten geht. Es ist die neue familiäre Situation des frisch verheirateten, jungen Familienvaters, die, verbunden mit einem neuen Arbeitsplatz, den Wechsel zurück in die Heimat begründet.

Eine „gewisse Verjüngung“ des Kaders strebt Meeth mit den wenigen Transfers an. Zudem will der TSV weiterhin auf lokal beheimatete Spieler setzen. „Wie die TuS Koblenz ihn verabschiedet, sagt viel über seine Jahre dort“, blickt Meeth auf Zeghli: „Karim ist jemand, der immer alles gibt, der von der Mentalität top ist und auf der linken Spielfeldhälfte alles spielen kann.“ Zuvorderst komme er über die Defensive und das Zweikampfverhalten. „Er hat aber auch einen guten Zug nach vorne, und er steht mit beiden Beinen im Leben.“ Der Sportliche Leiter betont: „Auch aufgrund der Tatsache, dass Karim einige Offerten hatte, sind wir glücklich, dass er zu uns kommt. Wir hoffen, dass wir gemeinsam einige erfolgreiche Jahre haben werden.“