
Der Nachfolger von Marco Streker ist gefunden. Thomas Schwarz heißt der neue Cotrainer beim TSV Schott Mainz, Vize-Herbstmeister in der Oberliga. Der 35-Jährige war vor drei Jahren als Trainer von Eintracht Bad Kreuznach zurückgetreten. Vorige Saison war Schwarz bereits als U19-Cotrainer beim TSV Schott im Gespräch, doch eine Einigung gelang nicht. Nun klappt es, mit demselben Chefcoach, doch.
Samuel Horozovic hatte einen Assistenten gesucht, der mindestens drei Einheiten pro Woche begleiten kann und mit dem er sich quasi permanent austauschen kann. Auch Erfahrung im Aktivenbereich und ein fester Platz im Berufsleben waren Kriterien, wie der Sportliche Leiter Sascha Meeth sagt. Das ist bei dem Polizisten gegeben, der mit seinem Arbeitgeber und daheim die zeitliche Verfügbarkeit geklärt hat und am Montagabend der Mannschaft vorgestellt wurde.
„Er bringt einen unheimlichen Enthusiasmus mit, sich fußballerisch weiterzuentwickeln“, sagt Meeth, „in Bingen und Kreuznach hat er bereits auf ambitioniertem Niveau gecoacht.“ Nun wolle Schwarz zunächst die TSV-Prinzipien verinnerlichen. Bei der Hassia war der 35-Jährige in einer kurzen Episode Cotrainer. Einige Jahre in spielender Chef- und Cotrainer-Rolle unterklassig in Spiesheim und Lonsheim gingen voraus. Zuletzt stieg Schwarz als Cotrainer in Ebersheim wieder ein.
Zuvor hatte sich Streker bei der TSG Pfeddersheim als Nachfolger von Nauwid Amiri vorgestellt. Der Oppenheimer unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende 2025/26. Bis Montag war der 34-Jährige noch in Diensten von Schott Mainz. Beim Oberligisten war Streker der Mann an der Seite von Coach Samuel Horozovic. Er erhielt die Freigabe, um zur TSG zu wechseln.
Der Tabellenzehnte aus Pfeddersheim hatte sich nach dem 2:3-Debakel vor einer guten Woche beim VfB Bodenheim von Nauwid Amiri getrennt. Mit Marco Streker, der zuletzt eigenverantwortlich erfolgreich Basara Mainz in der Verbandsliga coachte, verpflichtete die TSG ihren absoluten Wunschkandidaten, sagte der Sportliche Leiter, Manuel Wöllner. Er hofft, dass die Kurve seiner Mannschaft nun wieder nach oben geht. Idealerweise springt Mittwoch nächster Woche auch die Qualifikation fürs Südwestpokal-Halbfinale raus. Die Pfeddersheimer müssen zum FV Dudenhofen. Am Wochenende sind sie spielfrei, sodass der Mannschaft und Marco Streker ein paar Tage bleiben, um sich zu beschnuppern.