
Die Serie hält, und sie wird immer beeindruckender. Durch den 15. Sieg am Stück steht der TSV Schott Mainz im Halbfinale des Fußball-Verbandspokals. Der Oberliga-Zweite setzte sich beim zwei Klassen tiefer angesiedelten FC Bienwald Kandel mit 2:0 (1:0) durch. Ende August, gegen Herbstmeister 1. FC Kaiserslautern II (1:1), ging der TSV letztmals nicht als Sieger vom Feld.
Etienne Portmann, der einen Freistoß direkt versenkte (27.), und Eliakim Kukanda, der an der Mittellinie zum Sololauf bis in den Strafraum ansetzte (66.), schossen die Sieg für den klar überlegenen Favoriten heraus. „Wir kamen gut in die Partie rein, hatten absolute Spielkontrolle und gute Gegenpressingimpulse“, sagt Trainer Samuel Horozovic.
Robin Rosenberger ließ in der Startphase ebenso eine Hundertprozentige aus wie Jacob Roden am Ende, und Takero Itois 3:0 wurde wegen Abseits weggepfiffen. „Dabei kam der Ball vom Gegner“, erzählt Horozovic. Wichtiger ist, was aus Portmann und Righteous Vodi wird, denn beide mussten nach Fouls angeschlagen vom Feld. Genaueres war am Abend noch nicht klar. Portmann, Leistungsträger und Top-Torschütze, erwischte es schon in der Startphase. Danach biss er auf die Zähne.
„Bei sechs Änderungen im Vergleich zum Samstag war klar, dass nicht alle Abläufe sitzen“, sagt Horozovic. So rotierte A-Junior Benedikt Blum erstmals in die Startelf. Hinten raus konnte auch Jan Schulz, der im Pokal im Tor steht, ein, zwei Mal nach Pfälzer Standards seine Klasse zeigen.
Samstag startet die Rückrunde
Am Samstag (17 Uhr) bei Arminia Ludwigshafen dürfte im großen Stil zurückrotiert werden, wenn auch womöglich nicht vollständig – je nach Genesung der Angeschlagenen. „Und der ein oder andere hat sich empfohlen“, sagt Horozovic, „Elias Sololauf beispielsweise war schon gut.“ Es ist der Rückrunden-Auftakt, zum Saisonstart gewannen die Mainzer 3:0. Ein unangenehmes Flutlichtspiel beim Fünftletzten erwartet Horozovic gleichwohl.
Womöglich gibt es ja ein weiteres Duell mit der Arminia, die parallel in Hermersberg (4:0) ins Halbfinale mitmarschierte – und dabei, wie der TSV-Trainer beobachtet hat, weit weniger rotierte. „Wir müssten also mehr Körner haben.“ Für das Halbfinale wünscht sich Horozovic ein Heimspiel. Tabellennachbar Pirmasens und Verbandsliga-Primus Dudenhofen sind noch mit im Topf.
TSV Schott Mainz: Schulz – Blum (83. Schwarz), Just, Gans, Rimoldi – Bohl – Portmann (63. Mairose), Kukanda – Rosenberger (63. Kern), Gansmann (63. Itoi), Vodi (72. Roden).