2026-05-15T09:36:57.455Z

Ligabericht

TSV Schott Mainz: Generalprobe missglückt

Das 0:2 in Trier besiegelt die schwächste Regionalliga-Saison der Clubgeschichte +++ Viele Rückkehrer rechtzeitig vor dem Pokalfinale

von Torben Schröder · Heute, 19:13 Uhr · 0 Leser
Blick zurück, Blick voraus - TSV-Trainer Samuel Horozovic hat nach seinem letzten Punktspiel für seinen Heimatverein zum Pokalfinale wieder zahlreiche personelle Optionen.
Blick zurück, Blick voraus - TSV-Trainer Samuel Horozovic hat nach seinem letzten Punktspiel für seinen Heimatverein zum Pokalfinale wieder zahlreiche personelle Optionen. – Foto: Kristina Schäfer

Mit zwei Niederlagen klingt die Regionalliga-Saison für den TSV Schott Mainz aus. Damit hat der Aufsteiger, dessen direkter Wiederabstieg seit Wochen klar ist, auch das Minimalziel Viertletzter zu werden verpasst. Immerhin gibt es Hoffnungsschimmer bezüglich des zweiten, großen Traums.

„Wir mussten sogar zwei fitte Spieler aus dem Kader streichen“, sagt Trainer Samuel Horozovic nach dem 0:2 (0:1) bei Eintracht Trier. Rechtzeitig zum Verbandspokal-Finale gegen den FK Pirmasens kommen die meisten Spieler zurück. Robin Balters im Tor, Luis Hesse, Daniel Bohl und Sean Horozovic von der Bank, bald auch Etienne Portmann im Mannschaftstraining – der Chefcoach wird in seinem letzten Pflichtspiel bei seinem Heimatverein reichlich Optionen haben.

„Die Niederlage ist auf jeden Fall verdient“, sagt Horozovic. Weiter Ball, Brustablage, Dominik Kinscher läuft durch und trifft voller Überzeugung (2.) – schon früh war der Plan dahin. Zumal Damjan Marceta nach einem hohen Ball in aller Seelenruhe auf 0:2 stellen konnte (31.). Erst kalt erwischt, dann schwach verteidigt, so kam vor knapp 2.000 Zuschauern kein rechtes Selbstvertrauen auf.

Praktisch keine TSV-Torchance verbuchte Horozovic vor dem Seitenwechsel – und einen zu Unrecht wegen Abseits weggepfiffenen Anschlusstreffer sowie eine Handvoll Halbchancen danach. „Gerade, als wir uns gefangen hatten, fangen wir das 0:2“, resümiert Horozovic, dem hinten raus das Verteilen von Einsatzzeit wichtiger war als das Resultat.

Alle Augen aufs Endspiel gerichtet

Das fällt, auf die gesamte Saison geblickt, enttäuschend aus. Hinrunden-Schlusslicht und Rückrunden-14., nur drei Heimsiege trotz des vermeintlichen Kunstrasen-Vorteils – es war vom Punkteschnitt (0,74) her deutlich die schwächste aller fünf Regionalliga-Saisons. Immerhin, Letzter waren die Mainzer noch nie.

Nichts geht durch den Abstieg kaputt im bodenständigen Breitensportverein, der genau weiß, dass Regionalliga-Rang 16 der Normalfall ist und der Ligaverbleib die Sensation wäre. Und falls die Mainzer den Verbandspokal in die Höhe recken und ihre vierte DFB-Pokal-Teilnahme perfekt machen sollten, wäre all die Enttäuschung für den Moment vergessen. Verpatzte Generalprobe hin oder her.

TSV Schott Mainz: Balters – Just (46. Blum), Ahlbach, Gans, Neal – Robotta (59. Horozovic), Mairose – Schwarz (46. Kern), El Mahaoui, De Sousa (62. Hesse) – Roden (81. Bohl).