
Der TSV Schornach mischt in der Bezirksliga Rems/Murr/Hall in der Spitzengruppe mit. Trainer Giuseppe Greco spricht über einen gelungenen Generationsumbruch, personelle Veränderungen, Herausforderungen in der Vorrunde und eine Rückrunde, in der Punkte und individuelle Entwicklung gleichermaßen zählen sollen.
Neustart im Winter
Der TSV Schornach ist am 19.01. in die Vorbereitung gestartet. Für Trainer Giuseppe Greco ist die Rückrunde nicht nur sportlich, sondern auch strukturell eine wichtige Phase. Der Fokus liegt darauf, nach der Pause wieder Stabilität zu entwickeln und die Mannschaft in ihrer neuen Zusammensetzung weiter zu formen.
Ordentliche Bilanz trotz Umbruch
Die Bewertung der Hinrunde fällt differenziert aus. „Unter Berücksichtigung des Generationsumbruch sehr ordentlich“, sagt Giuseppe Greco. Gleichzeitig bleibt der Trainer realistisch: „Vielleicht hätten wir uns noch den einen oder anderen Punkt mehr erarbeiten können.“ Ein Blick auf die Tabelle bestätigt diese Einschätzung. Mit 31 Punkten aus 15 Spielen liegt der TSV Schornach auf Rang drei hinter dem SV Allmersbach und dem TSV Gaildorf. Die Mannschaft hat 38 Tore erzielt und 23 Gegentreffer kassiert – Werte, die den Platz in der Spitzengruppe erklären.
Neue Struktur im Kader
Ein entscheidender Faktor der Vorrunde war das Zusammenspiel zwischen erfahrenen Spielern und Neuzugängen. „Die Kompatibilität zwischen neuen und bereits TSVlern“ habe besser funktioniert als erwartet, betont Greco. Der Generationswechsel ist damit nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance, die sportliche Identität des Vereins neu zu definieren.
Urlaubsphasen als Belastungsprobe
Probleme traten vor allem in organisatorischer Hinsicht auf. „Einzige Schwierigkeit war die Überbrückung der langezogenen Urlaubsphasen“, erklärt Greco. Dennoch fand der Verein pragmatische Lösungen: „Jedoch konnten wir auf einige AHler zurückgreifen.“
Diese Flexibilität half, die personellen Engpässe zu überbrücken und die Wettbewerbsfähigkeit in der Hinrunde zu sichern.
Ambitionierter Blick nach vorne
Für die Rückrunde formuliert Greco klare Ziele. „Mehr Punkte einzufahren, als bereits in der Vorrunde geschehen“, steht im Mittelpunkt. Gleichzeitig geht es dem Trainer um mehr als Ergebnisse: „Aber natürlich auch die individuelle Entwicklung jedes einzelnen.“
Diese Doppelstrategie – sportlicher Erfolg und Spielerentwicklung – soll den TSV Schornach langfristig stabilisieren und perspektivisch weiter nach oben führen.
Große Bewegung im Kader
Der Winter bringt zahlreiche personelle Veränderungen. Auf der Abgangsseite stehen mehrere Namen: Faris Hodzic wechselt zum SV Fellbach II, Noah Pilchowski kehrt nach Uhlbach zurück, Noyan Firat verabschiedet sich aufgrund seines Studiums, Erriah Zakaria zieht beruflich nach Rom und Jermaine Andersen verlässt den Verein wegen einer beruflichen Veränderung.
Demgegenüber stehen mehrere Zugänge. Claudio De Martino kommt vom SV Fellbach II, Mohamed Nuon Sedik stößt aus Frankenthal zum Team, Mergim Collaku wechselt vom Kosova Kernen, und Altin Collaku kehrt nach überstandener Verletzung zurück.
Diese Mischung aus Abgängen, Neuzugängen und Rückkehrern verdeutlicht, wie dynamisch der Kader des TSV Schornach derzeit ist – und wie wichtig es für Greco ist, aus den vielen Veränderungen eine neue Stabilität zu formen.
Offenes Rennen an der Spitze
Die Frage nach dem Meister beantwortet Greco bewusst offen. „Gaildorf oder Allmersbach, oder vielleicht doch ein Dritter…?“ Diese Einschätzung passt zur Tabellensituation. Der SV Allmersbach führt mit 39 Punkten aus 16 Spielen, dicht gefolgt vom TSV Gaildorf mit 37 Punkten aus 14 Spielen. Dahinter lauert der TSV Schornach mit 31 Punkten.
Auch im Mittelfeld ist die Liga eng. Mannschaften wie der SV Unterweissach, der TSV Schmiden oder der TSV Schwaikheim liegen nur wenige Punkte hinter der Spitze. Gleichzeitig kämpfen mehrere Teams im unteren Bereich um den Klassenerhalt, da vier direkte Absteiger und ein Relegationsabsteiger drohen.
Zwischen Anspruch und Realität
Der TSV Schornach steht zur Winterpause an einem spannenden Punkt. Die Mannschaft hat den Generationsumbruch sportlich solide bewältigt, ist in der Spitzengruppe etabliert und besitzt eine offensive Durchschlagskraft, die in der Liga auffällt. Gleichzeitig zeigen die zahlreichen personellen Veränderungen und die Herausforderungen der Vorrunde, dass der Weg noch nicht abgeschlossen ist.
Giuseppe Greco bleibt sachlich und vorsichtig optimistisch. Der TSV Schornach will mehr Punkte holen, Spieler entwickeln und sich in einer extrem ausgeglichenen Bezirksliga behaupten. Ob am Ende der große Wurf gelingt, hängt davon ab, wie schnell aus dem Umbruch eine neue Konstanz entsteht – und ob der Verein die Chancen nutzt, die sich im Rennen um die Spitze bieten.