
Beim TSV Rotthalmünster herrscht Klarheit auf der Kommandobrücke. Wenn die „Münsterer“ im Sommer in die neue Spielzeit starten, wird Steven Dillinger die Verantwortung an der Seitenlinie tragen. Der ehemalige Spieler des SV Schalding-Heining übernimmt das Amt von Florian Bruckmeier, der seinen Heimatverein nach dem erfolgreichen Wiederaufstieg stabilisiert hat und nun den Weg für einen neuen Impuls freimacht.
Der TSV Rotthalmünster blickt auf drei überaus erfolgreiche Jahre zurück. Nachdem man 2024 als souveräner Meister der A-Klasse Pocking die direkte Rückkehr in die Kreisklasse feierte, belegt die Mannschaft derzeit einen starken fünften Tabellenplatz. Maßgeblichen Anteil daran hat Florian Bruckmeier. Das 45-jährige Urgestein, das bereits zu glorreichen Zeiten in der Bezirksoberliga das Trikot des TSV trug, übernahm seinen Heimatklub nach dem Abstieg in die A-Klasse zum zweiten Mal.

"Wir waren sehr froh, dass 'Brucki' uns nach dem Abstieg in die A-Klasse übernommen hat. Mit seiner Arbeit hat er uns in die Kreisklasse zurückgeführt und zu einem souveränen Kreisklassisten gemacht. Er hat auf und neben dem Spielfeld eine super Mannschaft geformt, und er kann nun ruhigen Gewissens sein Amt weitergeben. Platz 5 ist eine Top-Platzierung für uns, und mit der zweiten Saisonhälfte sind wir absolut zufrieden – wir haben dem Tabellenführer DJK Vornbach II die einzige Niederlage der Saison beigebracht", zieht Stefan Pfaffinger, der sportliche Leiter des TSV, ein durchweg positives Fazit zur Ära Bruckmeier.
Mit Steven Dillinger folgt nun ein Mann, dessen fußballerische Vita nicht weniger beeindruckt. Der 35-Jährige war zuletzt drei Spielzeiten beim DJK-SC Sandbach tätig und blickt auf langjährige Erfahrungen beim SV Schalding-Heining zurück – unter anderem mit Einsätzen in der Bayern- und Regionalliga. In Rotthalmünster will er sich künftig primär auf die Trainerrolle konzentrieren und die Fußballschuhe nur noch im Notfall schnüren. "Wir waren auf der Suche nach einem neuen Trainer, der als Spieler höherklassig unterwegs war. So sind wir auf Steven aufmerksam geworden. Bei den ersten Treffen haben wir uns sofort gut verstanden, und es hat sich schnell gezeigt, dass es passt. Auch mit unserem Co-Trainer Daniel Schuhbauer hat es sofort gematcht, und es hat sich gezeigt, dass sie die gleichen Ansichten haben, wie wir Fußball spielen wollen", erklärt Pfaffinger, warum die Wahl auf den Ex-Schaldinger fiel.
Die Planungen für die kommende Saison laufen bereits auf Hochtouren, wobei der Verein nicht nur an der ersten Mannschaft arbeitet. "Es ist wieder eine zweite Mannschaft geplant, mehr kann ich im Moment aber noch nicht sagen", so Pfaffinger über die Planung, wieder eine Reserve ins Rennen zu schicken.
"Das Team der Ersten bleibt bis auf zwei Abgänge zusammen – mit potenziellen Neuzugängen sind wir im Gespräch, es ist aber noch nichts in trockenen Tüchern. Wir wollen in der kommenden Saison eine ähnlich gute Rolle wie in dieser Saison spielen. Eine Platzierung zwischen Platz 3 und 5 wäre ein toller Erfolg für uns."