Der Spaßfaktor kam bei der Charity Challenge nicht zu kurz.
Der Spaßfaktor kam bei der Charity Challenge nicht zu kurz. – Foto: TSV Rohrbach

TSV Rohrbach sammelt 15.000 Euro mit Charity Challenge

Mehr als 5.000 Kilometer wurden gelaufen

Der TSV Rohrbach hat mit seiner Charity Challenge mehr als 15.000 Euro einnehmen können. Der Erlös kommt verschiedenen Zwecken zugute. Trainer Stefan Klos ist zufrieden.

Rohrbach - Der TSV Rohrbach hat mit seiner Charity Challenge mehr als 15.000 Euro einnehmen können. Im Zeitraum vom 15. Januar bis zum 15. Februar liefen insgesamt 36 Läufer des TSV sowie zahlreiche weitere Privatpersonen für den guten Zweck. Die Sportler des Klubs, bestehend aus dem Kader der ersten und zweiten Herrenmannschaft sowie den Trainern, liefen in den 32 Tagen rund 3560 Kilometer - somit ist jeder Teilnehmer durchschnittlich mehr als 100 Kilometer gelaufen. Private Teilnehmer trieben die gelaufenen Distanz auf fast 5.000 Kilometer hoch.

Trainer Stefan Klos: „Meine Spieler sind sensationell viele Kilometer gelaufen.“

Stefan Klos, der Coach der ersten Mannschaft des TSV, ist stolz auf seine Jungs: „Meine Spieler sind sensationell viele Kilometer gelaufen, ich bin sehr zufrieden mit der Leistung.“ Klos betont aber auch, dass nicht alle seine Kicker hundert Prozent geben konnten: „Man muss auch bedenken, dass viele Spieler parallel noch Rad- oder Fitnesseinheiten absolviert oder sich anderweitig sportlich betätigt haben. Der eine oder andere war aber auch verletzt oder im Trainingsrückstand und konnte daher weniger laufen als gewollt. Daher ist der Schnitt mit Vorsicht zu genießen.“

Auch Robert Maier, der Präsident des TSV Rohrbach, sieht die Bereitschaft und die Leistung der Spieler positiv: „Der TSV hat in diesen schwierigen Zeiten ein Zeichen gesetzt. Er hat gezeigt, dass sich etwas bewegt im Verein. Bei den widrigen Wetter- und Straßenverhältnissen der vergangenen vier Wochen mit viel Regen, Wind, Schnee und eisiger Kälte musste von den Läufern schon oft der innere Schweinehund überwunden werden.“

TSV Rohrbach: Höchste Spende kommt vom einem regionalen Unternehmen

Die insgesamt 15.547,47 Euro setzen sich aus Festbeträgen von mehreren Unternehmen und Privatpersonen sowie von Spenden pro gelaufenen Kilometer zusammen. Im Bereich von fünf Cent bis zu einem Euro lag den Sponsoren die Höhe der Summe pro gelaufenen 1000 Metern frei. Einige Wohltäter haben ihre Spendensumme nach Abschluss der Challenge aufgerundet.

Die größte Summe spendete mit der H-G Haustechnik übrigens ein regionales Unternehmen. Der Betrieb gehört Familie Herrmann, dessen Sohn Pascal im Verein zwischen den Pfosten steht. Mit beachtlichen 4.000 Euro unterstützte der Haushalts- und Sanitärdienstleiter das Projekt.

TSV Rohrbach: 15.000 Euro werden an fünf soziale Zwecke gespendet

Die 15.000 Euro kommen insgesamt fünf verschiedenen Institutionen zugute: „‘Goals for Kids‘ und ‚Familien in Not‘ sind unsere zwei Hauptspendenzwecke“, so Trainer Klos. Während ‚Goals for Kids‘ die Wünsche von Kranken und sozial benachteiligtenn Kindern und Jugendlichen in und um Ingolstadt erfüllt, unterstützt ‚Familien in Not‘ in existenzbedrohende Notlagen geratene Familien und Senioren in der Region der Donaustadt.

Zusätzlich dürfen sich drei weitere Empfänger über eine finanzielle Unterstützung freuen, unter anderem ein Zoo in München: „Jedem Spender wurden unsere Zwecke vorgestellt, sie konnten aber auch eigene Ideen vorschlagen. So erhalten ‚Miriams Hoffnung‘, die Mukoviszidose-Hilfe ‚cf-initiative-aktiv‘ und der Münchner Tierpark Hellabrunn einen Teil der Spendengelder.“

Stefan Klos: „Ich versuche immer, mit gutem Vorbild voranzugehen.“

Der Coach selber spulte mit knapp 400 Kilometern die meisten ab: „Ich versuche einerseits mit gutem Vorbild voranzugehen, um die Spieler auch zusätzlich anzuspornen. Andererseits komme ich eher aus dem Laufbereich, daher sind auf meinem Laufplan immer mehr Kilometer als bei den Fußballern.“

Der Gedanke, sich in der aktuell schwierigen Zeit karitativ einzusetzen, war schon länger geplant: „Im letzten Jahr haben wir schon eine ausgiebige Challenge veranstaltet, um den Lockdown zu überbrücken. Das Gleiche wie damals wollten wir aber nicht machen. Deswegen kam aus der Mannschaft die Idee, etwas sinnvolles zu machen, weshalb wir eine Challenge in Verbindung mit Spendengelder geplant haben“, ergänzt der Trainer.

Stefan Klos: „15.000 Euro sind Wahnsinn“

Das Fazit von Stefan Klos könnte nicht besser ausfallen: „Von den 15.000 Euro waren wir schon überwältigt, mit soviel haben wir nicht gerechnet. Es ist durch die Decke gegangen. Das ist phänomenal und Wahnsinn.“ Der Großteil der Spenden wurde bereits überwiesen.

Neben dem wohltätigen Aspekt hielt die Aktion nebenbei auch einen weiteren Vorteil für die Spieler des TSV inne: „Jetzt sind die Fußballer fit. Es wäre schön, wenn der Fußball bald losgehen könnte“, so Präsident Maier. In der Bezirksliga Oberbayern Nord steht der TSV auf dem dritten Tabellenplatz, einen Aufstieg hält der Coach aber für unrealistisch: „Es stehen auf dem vierten und fünften Platz noch Mannschaften, die uns mit der Quotientenregel noch überholen würden. Aber im Rahmen unserer Möglichkeiten stehen wir sehr gut da. Unsere Ziele vor der Saison hatte nichts mit dem Aufstieg zu tun, deswegen ist es sehr, sehr gut, wie wir aktuell stehen.“

(Paul Ruser)

378 Aufrufe5.3.2021, 14:12 Uhr
Münchner Merkur / Fussball Vorort / Paul RuserAutor

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