– Foto: Simone Kochanek

Verfolgerduell beim FV Wiesental

Die Germania reißt zum FV Wiesental +++ VFR Kronau möchte nachlegen +++ Ubstadt will gegen Flehingen die ersten Rückrundenpunkte holen

Auch der 19. Spieltag der Kreisliga bietet Spannung. An der Spitze kämpfen noch sechs Teams um den Aufstieg und im unteren Bereich der Tabelle trennt der vorletzte Abstiegsrang und Rang neun nur vier Punkte. Unbedingt punkten sollte der FV Ubstadt im Heimspiel gegen den FC Flehingen. Ebenfalls etwas Zählbares erhofft sich der VFR Kronau im Heimspiel gegen den gut aufgelegten FC Odenheim. Das Spitzenspiel des 19. Spieltages findet in Wiesental statt, hier trifft der FV auf die Germania aus Forst. Bereits am Samstag tritt außerdem der FC Karlsdorf in Rheinhausen an. Interessant dürfte auch die Partie zwischen Mingolsheim und dem TSV Wiesental werden, da beide Teams noch Richtung Aufstiegsränge schielen.

Ubstadt
1:2
FC Flehingen

Knüppeldick kommt es aktuell für den FV Ubstadt, denn nach einer Niederlagenserie ist das Team von Andreas Bronner aktuell auf dem Vorletzten Rang zu finden. Ein wenig verbittert berichtet der Trainer von der abermals knappen Niederlage in Mingolsheim: „Es ist schon nahezu ein Wahnsinn, was bei uns aktuell passiert. Wenn man unsere letzten fünf Spiele betrachtet, dann sieht man auf den ersten Blick zwar null Punkte, jedoch waren wir leistungsmäßig sogar die aktivere Mannschaft. In Summe ist das für die junge Mannschaft schon ein hartes Brot. Trotzdem sind wir absolut Konkurrenzfähig und werden weiter Gas geben. Es sind aktuell nur Nuancen, die den Unterschied ausmachen und zwei ganz klare Faktoren, die die Sache ungemein schwieriger machen. Zum einen machen wir auf jeden Fall immer ein Fehler mehr als der Gegner, der dann auch gleich mit einem Gegentor bestraft wird. Zum anderen ist die mangelhafte Chancenverwertung, gerade wenn ich den Sonntag betrachte, hatten wir in der letzten halben Stunde klare Möglichkeiten, welche wir nicht nutzen konnten. Wir haben ehrlicherweise die Klasse im Sturm nicht und keinen Torjäger, der in dieser Klasse 25 Tore erzielt.“
Trotzdem ist der Übungsleiter hoffnungsfroh gestimmt, dass sich die Situation auch wieder bessert: „Wir sind trotzdem positiv eingestellt. Wir wussten, dass es mit dieser Mannschaft immer Höhen und Tiefen geben wird und waren deshalb auf einen Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag eingestimmt. Wir sind jetzt nicht überrascht oder niedergeschlagen, da unser Ziel schon immer der Nichtabstieg war. Jetzt kommt Flehingen, die eine brutale Qualität auf den Platz bringen. Wir wollen alles rausholen und 110 Prozent geben und auf die letzte halbe Stunde vom letzten Sonntag aufbauen. Nach Flehingen kommen dann direkte Konkurrenten und dann sieht die Welt mit ein paar Siegen hoffentlich schon besser aus. Es wird auf jeden Fall wieder ein Happy-End geben in Ubstadt!“

Mehr als ein Unentschieden sprang für den FC Flehingen gegen Stettfeld nicht hinaus und damit verpasste das Team von Christian Rohr den Sprung auf den Relegationsplatz, da der FV Wiesental parallel gepatzt hatte. Der Trainer bemängelt vor allem die Effizienz vor dem gegnerischen Tor: „Das Unentschieden tut sehr weh, wenn man die 90 Minuten bewertet. Fußball kann so eklig sein. Die erste Halbzeit war recht ausgeglichen. In dieser gehen wir durch einen schönen Freistoß in Führung und hatten hinten Glück, dass wir keins bekamen. In der zweiten Halbzeit haben es meine Jungs dann richtig stark gespielt, jedoch haben Sie sich nicht belohnt und so kann ich Ihnen nur einen Vorwurf bei der Chancenverwertung machen. Das Stettfeld noch das 1:1 macht, passte dann dazu!“
Auch wenn er die aktuelle Niederlagenserie des FV Ubstadt registriert hat, schätzt er das Team besser ein, als es die Ergebnisse aktuell aussagen: „Ubstadt hat noch keinen Punkt geholt und die Spiele nur knapp verloren. Sie sind extrem Jung, schnell und geben 90 Minuten Vollgas. Dies wird sehr eklig. Meine Jungs müssen daher hellwach sein, denn wir wollen mit einem dreier zurück in die Erfolgsspur.“ Dafür wünscht er sich: „Nun heißt es die Woche weiter hart an uns arbeiten und den Kopf freibekommen. Sowas wie am Sonntag kommt vor im Fußball. Meine Jungs sind auf dem richtigen Weg und der Knoten platzt auch vorne. Da bin ich mir sicher und dann belohnen sich meine Jungs!“

TSV Wiesent.
4:0
Mingolsheim

Drei Teams stehen aktuell mit 32 Punkten einen Zähler hinter Rang zwei in der Tabelle. Eine davon ist der TSV Wiesental, der die letzte Partie auswärts in Neudorf mit 1:3 gewinnen konnte und so weiter Druck auf die vorderen Plätze macht. Der Trainer der aktuell besten Rückrundenmannschaft berichtet: „Ich denke, der Sieg war verdient. Neudorf lag aber mit Sicherheit das Spiel gegen Rheinhausen noch etwas in den Beinen, weshalb sie vielleicht nicht aus dem Vollen schöpfen konnten. Dennoch war es ein sehr reifer Auftritt von meiner sehr jungen Mannschaft.“
Jetzt bietet sich dem TSV mit einem Sieg gegen Mingolsheim die Gelegenheit, den Verfolger zu distanzieren. Dies weiß auch der Trainer, jedoch erwartet er eine schwierige Aufgabe: „Mingolsheim schätze ich sehr stark ein. Ich finde sie von den Einzelspielern mit die beste Mannschaft der Kreisliga. Daher wundert es mich ein wenig, dass sie noch hinter uns stehen. Wir wollen aber unbedingt unsere Serie weiter ausbauen und Mingolsheim nicht an uns heranlassen.“

Auch Mingolsheim reißt mit drei Punkten im Gepäck nach Wiesental, die sie sich beim knappen 2:1 gegen den FV Ubstadt aus Sicht des Trainers Moritz Neuburger auch größtenteils verdient hatten. Er berichtet jedoch von einer spannenden Schlussphase: „Wir waren von Beginn an hellwach und belohnten uns innerhalb der ersten fünf Minuten mit einem Treffer. Auch in der Folgezeit waren wir spielbestimmend und hatten die Kontrolle über das Spiel, leider verpassten wir das zweite Tor, welches sicherlich ein weiterer Rückschlag für die Ubstädter gewesen wäre. Nach der Pause änderte sich am Spiel zuerst nicht viel, weshalb wir nach kurzer Zeit auf 2:0 erhöhen konnten. Mit dieser Führung im Rücken waren wir uns wohl zu sicher und stellten quasi das Fußballspielen ein. Die letzten 20 Minuten, speziell nach dem Anschlusstreffer, gehörten nur Ubstadt und wir waren nur noch am Verteidigen. Am Ende, auch wenn wir über 60 Minuten alles im Griff hatten, war der Sieg ein wenig glücklich, denn der Ausgleich für die Ubstädter wäre nicht unverdient gewesen.“
Gut in Erinnerung ist ihm noch das Hinspiel gegen den TSV: „Jetzt fahren wir nach Wiesental, zu einer starken Truppe mit richtig guten Ergebnissen. Wiesental hat einen Lauf und sie stehen absolut zurecht da oben. Das Hinspiel haben wir in der letzten Minute der Nachspielzeit verloren, weshalb wir jetzt umso mehr gewinnen möchten. Es wird ein schweres Spiel und wir müssen alles geben um punkten zu können. Jedoch bin ich von unseren Stärken überzeugt und freue mich auf das Duell.“

Neudorf
1:2
Neuthard

Ersatzgeschwächt trat der FVgg Neudorf das schwere Heimspiel gegen den bestens aufgelegten TSV Wiesental an und unterlag am Ende mit 1:3. Coach Arif Saglam sah jedoch auf Grund der Umstände ein gutes Spiel seiner Notelf: „Ich musste leider auf fünf Stammspieler verzichten und dann lief es auch so wie gegen Rheinhausen, als wir die ersten zehn Minutne komplett verschlafen haben und somit auch gleich in Rückstand gerieten. Trotzdem haben wir im Hinblick auf die Ausfälle ein gutes Spiel gemacht, es hat jedoch nicht zu etwas Zählbarem gereicht.“
Mit Neuthard wartet jetzt jedoch erneut ein Aufstiegsaspirant auf den Tabellenzwölften. Der Trainer hofft: „Wir müssen schauen, dass ein paar meiner Stammspieler zum Wochenende wieder fit sind. Das Spiel wird nicht leicht, jedoch werden wir alles geben gegen den Tabellenführer und ein gutes Spiel abliefern.“

Mit einem 0:2 Auswärtserfolg hat der FV Neuthard den Angriff auf die Tabellenführung des FC Forst abwehren können. Zufrieden blickt Coach Senad Nadarevic zurück: „Wir sind natürlich glücklich, das Spiel gewonnen zu haben, auch wenn es nicht einfach war. Forst hatte in Hälfte eins mehr vom Spiel, wir standen jedoch gut und haben auf unsere Möglichkeiten gewartet. Das hat sich dann in der zweiten Halbzeit ausgezahlt. Nach der Führung haben wir nicht mehr viel zugelassen und konnten die Begegnung runterspielen. Der Sieg war immens wichtig und wir sind glücklich über die drei Punkte.“
Eine Einschätzung zu Neudorf fällt ihm dagegen aktuell schwer: „Neudorf ist gut gestartet, die letzten Spiele hat es jedoch nicht so funktioniert. Wir fahren nach Neudorf und wollen auf jeden Fall dreifach punkten!“

FV Wiesental
2:1
FC Forst

Auf Grund der direkten Begegnung zwischen dem Spitzenreiter und dem Zweitplatzierten hatte der FV Wiesental unabhängig vom Ergebnis die Chance, aus eigener Kraft zumindest den zweiten Platz zu erobern. Dieses Unterfangen ging jedoch schief und der FV musste sich auswärts beim FC Odenheim geschlagen geben. Coach Resul Polat war mit dem Auftritt seiner Elf nicht zufrieden: „Leider haben wir das Spiel verloren. Es war eine schlechte Leistung und Odenheim wollte den Sieg mehr als wir, das war der große Unterschied. Sie haben verdient gewonnen.“
Das Team hat jetzt jedoch gegen einen direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf die Chance, den Ausrutscher wieder wettzumachen. Deshalb nimmt der Trainer die Mannschaft in die Pflicht: „Gegen Forst müssen wir einiges besser machen. Ich denke, dass Forst mehr mitspielen wird und das uns vielleicht mehr entgegenkommt. Es wird auf jeden Fall ein interessantes Spiel. Wir freuen uns drauf.“

Auch der FC Forst erlitt gegen den FV Neuthard einen kleinen Dämpfer, im Gegensatz zu seinem Trainerkollegen aus Wiesental war Christopher Holzer jedoch größtenteils zufrieden mit der Darbietung seiner Elf und hätte gerne zumindest einen Zähler mitgenommen. Er fasst zusammen: „Es war ein Spiel, das man keinesfalls zwingend gewinnen muss, aber auch kein Spiel, das man verlieren muss. Am Ende haben zwei direkt verwandelte Freistöße den Unterschied ausgemacht. Sehr bitter für uns, da es über die kompletten 90 Minuten ein sehr ausgeglichenes Spiel war.“
Vor dem nächsten Spitzenspiel möchte er wieder in die Erfolgsspur biegen und fügt deshalb hinzu: „Aber auch solche Erfahrungen, auch wenn man auf diese gerne verzichtet, gehören zu einer Entwicklung einer Mannschaft dazu. Wir können dies richtig einschätzen und werden auch daraus unsere Lehren ziehen, mit dem Ziel am Sonntag wieder zu punkten.“

VfR Kronau
2:1
Odenheim

Ein Lebenszeichen hat der VFR Kronau mit einem 1:2 Auswärtssieg beim FC Karlsdorf gesendet. Zwar konnte der VFR die rote Laterne nicht abgeben, auf Grund der Ergebnisse der Konkurrent wäre der Abstand mit sieben Punkten auf Rang 12 bei einer Niederlage sehr groß gewesen. Die Erleichterung ist Sportvorstand Mark Geckler anzumerken, wenn er über den Auswärtssieg spricht: „In erster Linie freut mich der Sieg für die Jungs, dass sie sich für ihr Engagement mal wieder belohnt haben und sie endlich mal wieder das Gefühl eines Sieges erleben konnten. Es kommen ja mit jedem nicht gewonnenen Spiel mehr Selbstzweifel auf und da tut es einfach gut mal wieder zu spüren, dass man doch noch in der Lage ist, Spiele zu gewinnen. In Karlsdorf konnten wir unsere Leistung von der ersten bis zur letzten Minute auf dem gleichen Niveau halten und dann hatten wir zugegebenermaßen auch das Spielglück auf unserer Seite, was in den letzten Wochen trotz aller Bemühungen nicht immer der Fall war. Dieses Mal haben wir öfters die richtigen Entscheidungen getroffen als unser Gegner und sind deshalb meiner Meinung nach der verdiente Sieger. Klar war Karlsdorf mit dem letzten Aufgebot am Start, aber dennoch haben wir immer noch gegen eine gute Kreisligamannschaft gespielt und unter Beweis gestellt, dass wir in der Lage sind mitzuhalten, wenn alle mit voller Leidenschaft und dem richtigen Willen ins Spiel gehen. Mit Ausnahme des Menzigen-Spiel, welches wir meiner Meinung nach im Kopf verloren haben, haben die Jungs in den bisherigen Spielen wirklich alles versucht und alles gegeben. Leider zu oft ohne Ertrag, hier tut so ein Erfolg einfach mal wieder gut. Nicht nur wegen den drei Punkte, sondern auch darum mal wieder bestätigt zu haben, dass man doch noch erfolgreich sein kann.“
Gerne möchte der Sportvorstand den Schwung mitnehmen. Jedoch hat er den Lauf des Odenheim auch registriert und so merkt er an: „Ob und welche Auswirkungen der Sieg auf das kommende Spiel haben wird, werden wir am Sonntag sehen. ich denke jetzt unter der Woche werden wir erstmal eine andere Stimmung und Laune während des Trainings haben und was das bewirken kann, dass weiß jeder, der schon mal in so einer Situation war. Fakt ist, mit Odenheim kommt die nächste Mannschaft der Stunde zu uns und wird uns vor eine schwere Aufgabe stellen. Am Sonntag müssen wir wieder alles, was wir im Tank haben, raushauen und dann schauen wir ob es für ein oder mehrere Punkte reicht. Sollten wir punkten, dann können wir auch mal wieder auf die Tabelle schauen. Nach nur einem Sieg verbietet sich das noch, zumal in einer Liga in der gefühlt jeder jeden schlagen kann.“

Würde man nur die Rückrundentabelle betrachten, so wäre der FC Odenheim jetzt alleinig an der Tabellenspitze zu finden, denn mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen hat das Team von Luca Hodecker einen fulminanten Rückrundenauftakt hingelegt. Auch beim Nachholspiel in Menzingen gab sich das Team keine Blöße, wie der Trainer schildert: „Das Spiel gegen Menzingen war wie erwartet sehr intensiv. Beide Mannschaften haben ein sehr körperliches und robustes Spiel geliefert, sodass es dem Derby-Charakter definitiv gerecht wurde, aber stets fair ablief. In den ersten 20 Minuten waren wir noch zu inkonsequent in den Zweikämpfen und haben unseren Gegenspielern oft einen Schritt zu viel Platz gelassen. Der 1:0 Rückstand geht deshalb in Ordnung. Mit dem Gegentor wurde es dann aber besser und ab da an waren wir sehr präsent. Die zwei schnellen Tore hintereinander taten natürlich enorm gut. Zum Ende des Spiels wurde Menzingen logischerweise offensiver. Da bin ich mit dem Verhalten meiner Mannschaft aber wirklich zufrieden, da wir nicht hektisch wurden und endlich mal clever und abgeklärt die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Alles in allem war der Sieg meiner Meinung nach letztendlich verdient.“
Nach Menzingen kommt erneut ein vermeintlich leichter Gegner. Diesen will der Trainer jedoch auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen und erläutert: „Am Sonntag reisen wir zum Tabellenschlusslicht nach Kronau, was überhaupt nichts zu bedeuten hat. Wie bereits oft erwähnt ist die Liga so ausgleichen, dass jeder jeden schlagen kann. Außerdem haben die Kronauer eine Mannschaft, die definitiv nicht ans Tabellenende gehört, sie zu unterschätzen wäre fatal. Der Sieg des VfR gegen Karlsdorf in der vergangenen Woche bestätigt dies. Gerade auch mit der Rückkehr von Matthias Kahle auf den Trainerposten kommt Routine zurück. Wir sind aktuell sehr gut drauf und wollen den Trend fortsetzen. Wenn wir an die Leistungen der letzten Woche anknüpfen, werden wir auch am Sonntag erfolgreich sein.“

Rheinhausen
1:3
FC Karlsdorf

Gar nicht groß um den heißen Brei herum reden möchte Trainer Dominik Feuerstein im Hinblick auf die 3:1 Niederlage in Menzingen und legt den Finger in die Wunde: „Was wir in Zukunft besser machen müssen? Einfach alles. So eine schlechte Leistung habe ich selten von uns gesehen. So wird es in der Rückrunde weiter schwer, etwas Zählbares zu holen.“ Außerdem muss er den Ausfall einer Stammkraft kompensieren, wie er hinzufügt: „Des Weiteren hat sich unser Spielführer Maxi Müller wohl schwerer verletzt. Gute Besserung an ihn! Insgesamt war es ein gebrauchter Sonntag.“
Somit gibt es für ihn am Sonntag nur eine Option: „Gegen Karlsdorf kann es folglich nur besser werden!“

Auch der FC Karlsdorf hat sich am letzten Wochenende nicht mit Ruhm bekleckert und musste sich beim VFR Kronau geschlagen geben. Ausschlaggebend war hierfür jedoch die angespannte Personallage, wie Coach Goran Barisic schildert: „Wir haben mit dem Personal wieder Pech, was schon unter der Woche begann. Hier hatten wir schon drei Coronafälle und zusätzlich noch zwei verletzte Spieler, sodass wir mit 12 Mann die Reise antraten. Dann hat sich direkt nach fünf Minuten Krismeyer auf Grund Knieschmerzen auswechseln lassen. Ich musste das vorhandene Spielermaterial auf Positionen aufstellen, welche sie teilweiße noch nie gespielt haben. So konnten wir folglich das Spiel nicht dominieren und Kronau agierte nicht wie ein Schlusslicht. Normal geht es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause, wir bekamen jedoch in letzter Sekunde noch einen Elfmeter gegen uns, der im Nachschuss verwandelt wurde. In der zweiten Hälfte haben wir etwas umgestellt und waren dadurch auch besser im Spiel. Leider bekamen wir hier durch einen Patzer das 0:2. Die Jungs haben sich trotzdem nicht aufgegeben und bis zur letzten Sekunde alles probiert. Mehr als der Anschlusstreffer in der 90. Minute sollte jedoch nicht herauskommen und auch die Torchance in der Nachspielzeit wurde knapp vergeben.“
Der Trainer befürchtet, dass in Rheinhausen wieder Personalmangel herrschen wird: „Es kann sein, dass wir wieder mit einer Rumpftruppe antreten, am Dienstag haben wir nur zu siebt trainiert. Es wird schwer, aber wir werden trotzdem alles geben.“

Stettfeld
1:0
Menzingen

Keinen Sieger gab es zwischen dem FC Flehingen und dem TSV Stettfeld am letzten Wochenende. Nach Ansicht von Stettfelds Coach Elvis Karam sahen die Zuschauer jedoch trotzdem ein ansehnliches Spiel: „Am Sonntag haben die Zuschauer in Flehingen ein richtig gutes Kreisliga Spiel gesehen. Beide Mannschaften hatten fußballerisch ein hohes Niveau. Wir haben super angefangen und hatten einige große Chancen um in Führung zu gehen. Das 1:0 durch einen direkt verwandelten Freistoß war zu dem Zeitpunkt schmeichelhaft und hat uns einen Knick gegeben. Wir hatten danach ca. zehn Minuten die schlechteste Phase des Spiels. Wir haben uns dann wieder gefangen und waren ein ebenbürtiger Gegner. In der zweiten Halbzeit war es weiterhin ein gutes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Irgendwann mussten wir hinten auflösen und glücklicherweise nutzten die Flehinger ihre Konterchancen nicht. Am Ende haben wir uns das Glück verdient, weil wir immer an unsere Stärken geglaubt haben. Direkt nach dem 1:1 hatten wir sogar mit der letzten Aktion noch die ganz große Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen. Das bleib dem FCF dann doch noch erspart.“
Auf diese Leistung möchte der Trainer nun aufbauen: „Aus den Spielen gegen Mingolsheim und Flehingen sieht man, was die Mannschaft im Stande ist zu leisten, wenn jeder einfach nur sein bestes gibt. Gegen den TuS haben wir gut verteidigt und gegen den FCF haben wir zusätzlich sehr schönen Fußball gespielt. Nur weil Menzingen in der Tabelle schlechter steht, dürfen wir nicht meinen, dass das von alleine läuft. Wir haben gegen den SVM diese Saison zweimal verloren und wissen also ganz genau wie unangenehm der Gegner ist. Wenn wir allerdings zu 100% so auftreten wie in den letzten Spielen, dann ist ein Heimsieg möglich. Machen wir nur einen Schritt weniger, wird das ein kampstarker und leidenschaftlicher Gegner ausnutzen.“

Mit sieben Punkten aus drei Spielen hat sich der SV Menzingen etwas aus dem Tabellenkeller befreien können. Beim ebenfalls bestens aufgelegten FC Odenheim war jedoch im Nachholspiel unter der Woche nicht viel zu holen und so musste sich das Team trotz früher Führung 1:3 geschlagen geben. Das 1:0 durch Dario Richter wurde nämlich schon in der ersten Halbzeit in ein 1:2 umgebogen. Im zweiten Abschnitt machten die Gäste dann alles klar.
Trotzdem ist die Situation des SVM jetzt besser als zu Beginn der Rückrunde. Da die Konkurrenz jedoch auch punktet, wäre ein Sieg oder ein Punkt in Stettfeld äußerst hilfreich im Abstiegskampf.

Aufrufe: 08.4.2022, 08:00 Uhr
Dennis SpechtAutor