– Foto: Frank Burghart

Stettfeld fordert Mingolsheim

Kellerduell zwischen Ubstadt und Zwölfern +++ Neudorf erstmals in Rheinhausen seit fast 30 Jahren +++ Menzingen will in Flehingen überraschen

Am siebten Spieltag fordert der TSV Stettfeld den TuS Mingolsheim zum Spitzenspiel heraus. Im Tabellenkeller steht das wichtige Duell zwischen dem FV Ubstadt und dem FV Wiesental an. Interessant dürfte auch das Lokalduell zwischen Flehingen und Menzingen werden. Außerdem messen sich der TSV Rheinhausen und die FVgg Neudorf - erstmals seit der Saison 1992/93!

TSV Wiesenta
abg.
Karlsdorf

Lange führte der TSV Wiesental in Neudorf, ehe er in der 88. Minute den Ausgleich kassierte. Die Elf von Tim Ronecker konnte aber tatsächlich noch zurückschlagen und mit einem zweiten Treffer alle Punkte mitnehmen. „Das gerechte Ergebnis wäre wahrscheinlich ein Unentschieden gewesen. Aber Fußball ist nicht immer gerecht und deshalb sind wir froh, dass nötige Glück diesmal auf unserer Seite war“, freute sich Ronecker über den Sieg in letzter Minute. Dabei vergaß er auch den Gegner nicht: „Am Ende des Spieles verletzte sich noch ein Spieler von Neudorf ohne Gegnereinwirkung. Ihm wünschen wir schnelle Genesung und viel Kraft für die kommende Zeit.“
Der TSV ist guter Vierter, zehrt dabei aber vor allem von den guten Auswärtsauftritten. Deshalb möchte man sich auch daheim von einer besseren Seite zeigen. „Am kommenden Sonntag wollen wir unsere negative Heimserie stoppen und unsere Anzeigetafel im positiven Sinne zum Glühen bringen“, meint Ronecker augenzwinkernd. Dann präsentiert er vor dem Duell mit Karlsdorf noch einen Wunsch: „Ich hoffe, dass meine beiden Kapitäne Kolb und Köhler bis dahin wieder fit sind.“

Auf wichtige Säulen musste Goran Barisic am Sonntag verzichten. Diese Ausfälle wogen bei der 0:3-Niederlage gegen Mingolsheim zu schwer, wie der Karlsdorfer Trainer ausführte: „Ich bin nicht derjenige, der jammert. Das habe ich bis jetzt auch nicht gemacht. Aber wenn Marius Ruppert nicht spielt und dann noch Leandro Hellriegel beim Aufwärmen verletzt passen muss, dann ist es schwer, die zwei zu ersetzen. Wir haben es in der ersten Halbzeit gut gemacht und wenig zugelassen, aber ein Tabellenführer macht aus einer Chance gleich das Tor. Wir haben jedoch zu wenig im Spiel nach vorne gemacht – zwei, drei Ecken und ein guter Freistoß, mehr nicht. Nach der Pause wollten wir mehr ins Risiko gehen und sind dann brutal bestraft worden. Der Gegner war einfach zu stark und bei uns kamen weitere zwei Spieler wegen Schmerzen raus, so dass wir am Ende noch gut bedient sind mit dem 0:3. Das war die erste Niederlage, die absolut verdient war.“ Gleichwohl hob Barisic auch die Leistung der Mingolsheimer hervor: „Der Gegner war eine Klasse besser.“
Die Germania muss also nun ihre Wunden lecken. „Wir müssen schauen, was mit den angeschlagenen Spielern passiert und wer noch spielen kann“, sagt Barisic, der sich schon eine Alternative für das Gastspiel in Wiesental überlegt hat: „Aber wir haben noch ein paar junge Spieler. Die müssen dann gleich zeigen, dass sie auf diesem Niveau spielen können. Ob das reicht, um in Wiesental was zu holen, das müssen wir sehen.“

Mingolsheim
2:2
Stettfeld

Das 3:0 in Karlsdorf bedeutete für den TuS Mingolsheim den sechsten Sieg in Folge. Dabei half Trainer Andreas Schmidt am Ende in durchaus ungewohnter Position mit – nämlich auf dem Spielfeld. „Das bringst es schon auf den Punkt. Die Tatsache, dass ich mich selber einwechselte, spiegelt die dünne Personaldecke am Wochenende wieder“, erklärte Schmidt diese Maßnahme. Insgesamt war er mit dem Spiel zufrieden: „Dafür haben wir es aber auf einem sehr schwer bespielbaren Platz recht ordentlich gemacht und auch verdient gewonnen. Karlsdorf hat sich als die erwartet aufopfernd kämpfende Mannschaft erwiesen. Wichtig für uns war, dass sich in dem immer fairen Spiel kein weiterer Spieler zu dem momentanen Lazarett dazu gesellt hat.“
Der unangefochtene Spitzenreiter geht nun ins Spitzenspiel mit dem Ligadritten Stettfeld. „Beide Mannschaften kennen sich sehr gut, Elvis hat mich Fussballgrazie ja auch in Karlsdorf bewundern können“, spielt Schmidt auf einen besonderen Gast beim letzten TuS-Spiel an. Für das Duell mit Stettfeld wünscht er sich eine packende Partie: „Ich denke, das Leistungsvermögen ist in etwa gleichstark. Deshalb wird es auf jeden Fall auf die Tagesform ankommen, wer dieses Spiel gewinnt. Ich hoffe aber auch aufgrund der starken Offensivreihen beider Mannschaften, dass es das erwartet spannende und torreiche Lokalderby wird.“

Anders als im Pokal zog der TSV Stettfeld im Ligaspiel gegen Flehingen den Kürzeren. Nicht nur deshalb war das 2:3 für Elvis Karam eine denkwürdige Partie: „Ich kann mich nach über 20 Jahren Aktivität an keine unglücklichere Niederlage erinnern. Flehingen hatte im gesamten Spiel nicht eine einzige Torchance und lediglich drei Torschüsse - einen Freistoß, einen Schuss aus 45 Metern und einen aus 35 Metern. In der 91. Minute haben wir die Riesenchance auf das 3:2 und fast im Gegenzug bekommen wir das Gegentor. Das ist Fußball in seiner bitteren Form.“
Karam will die Niederlage schnell aus den Kleidern schütteln und da kommt das Duell mit Spitzenreiter Mingolsheim vielleicht gerade richtig. „Zum Glück dürfen wir uns nicht lange mit dem letzten Spiel befassen“, so Karam, der Hochachtung vor dem Gegner hat: „Es steht eine richtige Mammutaufgabe vor uns. Der TuS hat eine super Mannschaft. Alle Positionen sind top besetzt und die Mingolsheimer haben eine richtig gute Balance in ihrem Spiel, was Verteidigen und Angreifen betrifft. Ähnlich wie wir haben sie seit über einem Jahr kein Pflichtspiel mehr verloren.“ Dennoch hat sich Karam einiges vorgenommen: „Unsere Serie ist gerissen, aber wir wollen eine neue starten und dabei die Liga spannend halten.“ Eines indes verspricht er: „Ein Trainerduell wird es zum Glück nicht geben, da ich noch genug Spieler habe, die laufen können.“

Flehingen
1:0
Menzingen

Mit einem 3:2-Erfolg kehrte der FC Flehingen aus Stettfeld zurück und revanchierte sich so für die Niederlage in der ersten Pokalrunde. Spielertrainer Patric Gutknecht war über den Erfolg sehr glücklich: „Ja, absolut. Ich freue mich sehr. Es begann für uns ja super mit dem frühen Tor, aber dann haben wir leider gleich einen berechtigten Elfmeter kassiert. Stettfeld hatte ganz klar die größeren Spielanteile und bestimmte die Partie. Wir haben allerdings wenige klare Chancen zugelassen und uns in der Defensivarbeit gut geschlagen. Die rote Karte und der folgende 2:2-Ausgleich hätten durchaus ein Nackenschlag sein können, aber meine Mannschaft hat beides gut verkraftet und mit dem Platzverweis gegen Stettfeld war bald wieder nummerische Gleichzahl hergestellt. In der Nachspielzeit stand das Ergebnis auf Messers Schneide. Wir verloren im Strafraum den Ball und Stettfeld hatte eine Chance, mit der der TSV das 3:2 machen muss. Mit viel Glück kommen wir davon und machen dann unsererseits das Siegtor. Defensiv bin ich wirklich zufrieden, im Vergleich zum Pokalspiel waren wir deutlich besser. Nach vorne ging bei uns dieses Mal sehr wenig bis fast nichts, aber unsere Priorität lag nach den fünf Gegentoren im Pokal auf einer stabilen Defensive. Ein Unentschieden wäre wohl gerecht gewesen, aber den Dreier nehmen wir natürlich auch mit.“
Flehingen ist also auf Rang zwei vorgerückt und hat nun die Aufgabe Menzingen vor der Brust. „Natürlich wollen wir gewinnen, zumal ja Mingolsheim gegen Stettfeld spielt“, hat Gutknecht die Ligalage genau im Blick. Das wird aber keineswegs einfach, wie er sagt: „Diese Liga ist sehr ausgeglichen. Menzingen hat jetzt gegen Ubstadt verloren, aber das haben wir auch. Man darf keine Mannschaft unterschätzen und deshalb müssen wir gegen den SVM an unsere Grenzen gehen. Im Guten wie im Schlechten hat meine Mannschaft schon gezeigt, was möglich ist. Dafür muss man sich die Pole, die die Partien gegen Stettfeld und Ubstadt beispielsweise bilden, nur anschauen. Wir können es uns nicht leisten, irgendwie nachzulassen. Deshalb erwarte ich eine engagierte Leistung. Dann sind wir natürlich auch in der Lage, die Partie zu gewinnen.“

Nicht schlecht ging das Heimspiel gegen Ubstadt für den SV Menzingen los, doch der SVM verspielte die Halbzeitführung. Dementsprechend musste Moritz Bahm auf eine Niederlage zurückblicken: „Gegen Ubstadt haben wir bis zum 1:0 guten und ansehnlichen Fußball gespielt. Danach standen wir uns, warum auch immer, selbst im Weg. Wir haben dann durch einen unnötigen Elfmeter den Ausgleich kassiert. Anschließend hat Ubstadt die drei Punkte gerochen und das Spiel in die Hand genommen. Quasi mit dem Schlusspfiff haben wir dann nach einer Ecke das 1:2 bekommen und somit mindestens den verdienten Punktgewinn verschenkt.“ Nicht vergessen wollte Bahm indes die Leistung des Gegners: „An dieser Stelle ein Lob nach Ubstadt – für die gute kämpferische Leistung.“
Lange aufhalten will sich Bahm mit dieser Niederlage aber nicht. Viel lieber schaut er voraus, denn das Duell mit Flehingen wartet: „Die Jungs haben diese Woche gut trainiert und werden den Fokus voll und ganz auf das Auswärtsderby gegen Flehingen legen. Natürlich müssen wir gegen Flehingen einen guten bis sehr guten Tag erwischen um hier etwas Zählbares mit nach Menzingen nehmen zu können.“

Ubstadt
2:1
Wiesental

Andreas Bronner führt eine junge Mannschaft in Ubstadt, doch den Auswärtserfolg in Menzingen sicherte Routinier Philipp Schmitt. „Ja, vollkommen richtig. Der Alte hat's gedreht, das muss man so sagen“, kommentierte Bronner diesen Umstand augenzwinkernd, um dann die Wichtigkeit seiner erfahrenen Säulen zu betonen: „Natürlich, ich habe mit Philipp Schmidt und Richard Baff zwei erfahrene, alte Spieler drin, die Gott sei Dank das Ganze dann auch ab und zu mit Routine machen. Dazu darf man Kai Schweiger nicht vergessen, der uns in Menzingen dann auch mit zwei, drei Paraden dann beim 0:1 noch im Spiel hält.“ Auch zum gesamten Spielverlauf beim 2:1 fand Ubstadts Trainer einordnende Worte: „Es war in meinen Augen eher ein durchschnittliches Kreisligaspiel, bei dem ich schon der Meinung bin, dass wir verdient gewonnen haben. In der Spielanlage waren wir ein bisschen sauberer und anständiger. Wir haben relativ ruhig Fußball gespielt, ohne große Hektik, Auch nach dem 0:1 sind wir nicht unbedingt nervös geworden. Ich denke, das war dann auch ein verdienter Sieg, auch wenn er spät erreicht wurde.“
Die rote Laterne leuchtet nicht mehr in Ubstadt und das sorgt bei Bronner für eine gewisse Entspannung: „Es ist natürlich für uns super gut, dass wir jetzt tabellarisch ein bisschen Luft schnappen – weg von den Abstiegsrängen. Wir freuen uns jetzt einfach aufs nächste Spiel.“ Dieses bringt den FV Wiesental nach Ubstadt. Zwischen beiden Mannschaften sieht der FVU-Coach gewisse Unterschiede: „Ich glaube, der FV Wiesental ist auch ein bisschen unter Zugzwang und auch etwas unter Druck. Sicherlich hat sich der FVW das anders vorgestellt in dieser Runde. Wir wussten, was auf uns zukommt. Bei uns heißt es Abstiegskampf von eins bis Spieltag 26.“ Was folgert Bronner daraus? „Dementsprechend ändert sich für uns nichts. Wir müssen die Basis abrufen, kämpfen, fighten, alles geben. Im Heimspiel vor den eigenen Zuschauer müssen wir alles, was geht, reinhauen. Dann schauen wir, was dabei rauskommt. Ganz klar, wenn wir punkten, dann sieht die Welt, denke ich, ganz gut aus.“

2:2 spielte der FV Wiesental gegen Forst. Auf die Frage, ob er denn mit dem Remis leben könne, fand Kristian Tomasovic eine ganz klare Antwort: „Ich muss die Frage mit einem eindeutigen Ja beantworten. In den ersten 30 Minuten hätten wir uns nicht beklagen können, wenn Forst zwei, drei oder sogar vier Tore schießt. Da hatten wir schon Glück und einen überragenden Nico Malorgio. Wir gingen dann mit einem schönen Freistoßtreffer überraschend mit 1:0 in Führung. Danach ließen wir dann viel weniger zu und trotzdem schlug Forst in der zweiten Halbzeit mit einem Doppelschlag zu. Wir hatten direkt vor dem 1:2 eine Hundertprozentige zur eigenen Führung und nach dem 1:2 vergaben wir wieder eine Hundertprozentige zum direkten Ausgleich. Das 2:2 war dann purer Wille und im Endeffekt können wir mit dem Remis besser leben als Christopher Holzer und seine Mannen.“
Trotz des Punktgewinns sind die Zwölfer Vorletzter. So kommt dem Duell mit Ubstadt schon eine gewisse Bedeutung zu. Das weiß auch Bronner, der nicht lange um den heißen Brei herumredet: „Zum Spiel beim FV Ubstadt gibt es nicht viel zu sagen. Beide Mannschaften wollen oder müssen vielleicht dieses Spiel gewinnen. Wir haben zwar aus den letzten zwei Begegnungen vier Punkte holen können. Aber wir können mit Tabellenplatz 13 nicht zufrieden sein und müssen schauen, dass wir weiter konstant punkten. Ubstadt ist aber ein harter Brocken, das zeigen die Siege gegen Flehingen und Menzingen. Wir brauchen auf jeden Fall eine Topleistung, um dort zu bestehen.“

FC Forst
abg.
VfR Kronau

2:2 spielte der FC Forst beim FV Wiesental und für Christopher Holzer war das berühmte Glas danach eher halbleer: „Gefühlt haben wir zwei Punkte liegen lassen, da wir insbesondere in den ersten 20 bis 30 Minuten das Spiel klar dominiert haben und eine Reihe von hochkarätigen Torchancen vergeben haben. Hier bestand die Möglichkeit, früh für klare Verhältnisse zu sorgen und das Spiel entscheidend in die richtige Richtung zu steuern. Aber wir haben es wieder mal verpasst, uns für einen tollen und engagierten Auftritt zu belohnen. Daher müssen wir mit einem Punkt leben.“
Dennoch steht der Aufsteiger als Siebter solide da. Holzer honoriert das besonders mit Blick auf die Altersstruktur seines Kaders: „Meine Mannschaft ist sehr jung und wir befinden uns mitten in einem Entwicklungsprozess, der Zeit braucht. Wir hatten vor der Saison schon gesagt, dass wir der Mannschaft Zeit geben müssen, um sich zu entwickeln, und wir geduldig bleiben müssen. Hinzu kommt, dass wir seit vielen Jahren mal wieder eine Mannschaft haben, die aus vielen Eigengewächsen und ehemaligen Jugendspielern besteht. Das ist die Philosophie des Vereins, mit der ich mich voll und ganz identifiziere. Ich bin daher sehr stolz auf das bisher Geleistete nach sechs Spieltagen, wenn auch sicherlich der ein oder andere Punkt mehr drin war. Im Gesamtkontext bin ich aber sehr zufrieden.“
Noch zufriedener wäre Holzer sicherlich, wenn der FCF auch gegen Kronau punktet. „Mit dem VfR Kronau kommt eine erfahrene und gut besetzte Mannschaft nach Forst. Hier wird sich mal wieder zeigen, wie weit wir schon sind und wie wir uns gegen eine Mannschaft, die seit Jahren auf diesem Niveau spielt, präsentieren. Ich freue mich auf den Vergleich“, blickt Forsts Trainer dem nächsten Kräftemessen gespannt entgegen.

Einigermaßen Unzufrieden mit dem torlosen Remis gegen Neuthard zeigte sich Mark Geckler, denn seiner Ansicht nach war für den VfR Kronau mehr drin: „Bei diesem 0:0 müssen wir ganz klar von zwei verlorenen Punkten reden. Wir haben stark angefangen, nach 15 Spielminuten standen bereits vier Großchancen auf meinem Notizzettel. Leider tun wir uns derzeit sehr schwer, diese Chancen auch zu nutzen. Mal scheitern wir an der Latte, mal am Torhüter oder der Ball wird in letzter Sekunde noch von der Linie gekratzt. In der Defensive standen wir sicher, ich kann mich an keine größere Chance des FV erinnern. Ich behaupte daher: Ein Tor für uns hätte wohl zum Sieg gereicht, das ist ja das Ärgerliche. Wir haben das Spiel klar bestimmt und gerade zum Ende noch mal alles versucht, aber im Moment hat uns etwas das Schussglück verlassen. Das 0:0 bedeutet zwar, dass wir zuhause weiterhin ungeschlagen sind, es fühlte sich aber nach dem Spiel dennoch eher wie eine Niederlage an.“
Einen Punkt und einen Platz liegen die Rasenspieler vor der Forster Germania. Vor dem kommenden Gegner wollen die Kronauer auch bleiben, weshalb sie am Waldsee Punkte anvisieren. Geckler skizziert die Aufgabe: „Ich denke, in Forst erwartet uns jetzt mal wieder ein Gegner, der sich nicht nur auf das Zerstören des Spielflusses des Gegners konzentriert, sondern auch selbst Fußball spielen möchte. Vielleicht liegen uns solche Gegner mehr. Wir brauchen auf jeden Fall wieder eine starke Defensive, weil der FC herausragende Offensivkräfte in seinen Reihen hat, die ein Spiel alleine entscheiden können. In der Offensive müssen wir einfach noch mehr investieren, nach heißer darauf sein, das Tor erzielen zu wollen. Dann, da bin ich sicher, kommt irgendwann auch das Glück zurück und es klappt wieder mit dem Tore schießen. Ich rechne am Sonntag mit einem ausgeglichenen Spiel, die Siegchancen sehe ich bei 50:50. Kleinigkeiten oder die Tagesform werden wohl entscheiden, wer als Sieger vom Platz geht.“

Neuthard
0:2
Odenheim

Ein torloses Remis brachte das Gastspiel in Kronau dem FV Neuthard ein. Den Zähler nahm der FVN gerne mit, wie Kai Zimmermann zu Protokoll gab: „Mit dem Punkt in Kronau kann ich auf jeden Fall leben. Aufgrund unserer personellen Situation haben wir uns darauf konzentriert, hinten die Null zu verteidigen. Das haben wir über 90 Minuten mit Einsatz, Willen und einem überragenden Torhüter geschafft. Daher sind wir mit dem Punktgewinn sehr zufrieden. Mit etwas Glück machen wir mehr aus unseren zwei oder drei Kontersituationen, aber das wäre wahrscheinlich auch zu viel des Guten gewesen.“
Kann der FVN nun ein zweites Spiel ohne Niederlage anfügen? „Voraussichtlich wird der eine oder andere ausgefallene Spieler am Wochenende wieder einsatzfähig sein, ob dann von Beginn an oder als Einwechselspieler, bleibt abzuwarten. Mit der Einstellung vom letzten Spiel rechne ich uns durchaus Chancen gegen Odenheim aus. Odenheim ist jedoch ganz klar Favorit. Aber wir spielen zuhause und wollen die Punkte bestenfalls bei uns behalten. Wir sind alle heiß auf das Spiel“, will Co-Trainer Zimmermann aus der Außenseiterrolle heraus angreifen.

Nicht so ganz konnte der FC Odenheim an den schwungvollen Auswärtsauftritt der Vorwoche anknüpfen. Die Mängelliste war durchaus umfangreich, wie Luca Hodecker bemerkte: „Wir haben es leider nicht geschafft, die Leistung der beiden Wochen zuvor abzurufen. Im eigenen Spielaufbau waren wir ideenlos, was mit unserer viel zu niedrigen Laufbereitschaft zu tun hatte. Gegen den Ball waren wir immer einen Schritt zu spät. Wie sagt man im Fußball dann immer: wir haben nur reagiert und nicht agiert!“ Daher reichte es gegen einen guten Gegner nur zu einem Remis, wie Kilian Lamsfuß ergänzte: „Rheinhausen war definitiv die wachere und agilere Mannschaft. Zum Spielende hin haben wir mehr investiert, wodurch wir dann zu mehr Ballaktionen kamen und somit auch noch den Ausgleich erzielen konnten.“
Der Ligafünfte ist auf dem Papier beim Zwölften aus Neuthard favorisiert. Ob dies auch auf dem Rasen so ist, da sind sich die beiden Spielertrainer nicht ganz so sicher: „Es ist immer schwer zu sagen, ob es von Vor-oder Nachteil ist, wenn der Gegner unter Zugzwang ist. Zum Einen wird Neuthard vermutlich nicht vor Selbstbewusst strotzen, so dass der Druck möglicherweise auch ein bisschen Unsicherheit mit sich bringt. Anderseits wird der FVN hochmotiviert sein, um ein positives Ergebnis zu erzielen und dadurch den nicht idealen Saisonstart zu verbessern. Uns ist klar, dass die Mannschaft mir individueller Klasse bestückt ist. Vor allem mit Wessam Noureddine haben die Neutharder beispielsweise die Torgefahr in Person für sich gewinnen können. Da muss man 90 Minuten konzentriert und fokussiert sein.“

Rheinhausen
3:0
Neudorf

„Am Ende haben wir gefühlt zwei Punkte verloren. Nach dem 1:0 hatten wir die Riesenchance, auf 2:0 zu stellen. Außerdem hätten wir die eine oder andere Umschaltsituation noch besser ausspielen müssen. So stand es am Ende 1:1. Vom gesamten Spielverlauf her geht das aber absolut in Ordnung! Wir haben gegen eine starke Odenheimer Mannschaft mit einer engagierten Leistung einen Punkt geholt!“
„Wir spielen daheim und wollen an die gezeigten Leistungen gegen Kronau und Odenheim anknüpfen. Und am Ende sollen drei Punkte stehen, auf Dauer kommt man mit einzelnen Punktgewinnen nicht weiter! Wir müssen vor allem auf die Neudorfer Offensive aufpassen und gegen den Ball konzentriert zu Werke gehen. Dann liegt ein Sieg gegen eine erfahrene Mannschaft im Bereich des Möglichen, denke ich.“

Die 1:2-Niederlage der FVgg Neudorf gegen den TSV Wiesental passte in die Kategorie „Pleiten, Pech und Pannen“. Ein kurioses Eigentor und ein später Elfmeterpfiff, der bei den Neudorfern auf großes Entsetzen stieß, sorgten für das Ergebnis. „Zum Spiel will ich nicht viel sagen. Die Niederlage war unnötig, wir haben uns selbst die Dinger rein gemacht. Zur letzten Minuten kann man nicht viel sagen und erklären. Diejenigen, die da waren, haben den Pfiff gehört, aber keiner im Stadion außer dem Schiedsrichter hat was gesehen. Nicht einmal der Gegner hat einen Elfmeter gefordert, die Wiesentaler waren selbst überrascht. Damit ist auch genug gesagt“, kommentierte Senad Nadarevic die Partie.
Damit ist die FVgg ganz unten in der Tabelle angelangt. Die Neudorfer brauchen möglichst bald Punkte, wie ihr Trainer weiß: „Wir müssen endlich uns belohnen und mal einen Dreier holen. Sonst wird es ganz schwer, unten rauszukommen.“ Ob das beim soliden Aufsteiger gelingt? „Wir haben auswärts jetzt wieder eine schwere Aufgabe vor der Brust und ich hoffe, dass einige Verletzte zurückkommen. Rheinhausen ist zuhause stark und holt seine Punkte“, so Trainer Nadarevic.

Aufrufe: 22.10.2020, 07:53 Uhr
Florian WittmannAutor

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