– Foto: Frank Burghart

Spitzenreiter in Ubstadt gefordert

Neuthard empfängt Rheinhausen +++ Flehingen erwartet Menzingen +++ Odenheim vor wichtiger Partie in Neudorf

Am zwölften Spieltag der Kreisliga fährt Spitzenreiter FV Wiesental zum FV Ubstadt. Verfolger FV Neuthard misst sich mit dem TSV Rheinhausen, während im Hinterfeld die FVgg Neudorf und der FC Odenheim um wichtige Punkte ringen.

FC Flehingen
4:0
Menzingen

Das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein brachte Christian Rohr und seinen Flehingern eine 1:3-Niederlage ein. „Meine Jungs waren gleich drin im Spiel und haben sich mit der ersten Chance belohnt. Leider haben wir es verpasst, das 2:0 nachzulesen. Die Chancen waren dazu da in den ersten zehn Minuten. Danach kam Wiesental besser ins Spiel und kam nach einem Eckball zum 1:1. Danach hatten wir zu einfache Ballverluste und die Bälle hinter unsere letzte Kette wurden schlecht verteidigt. Da muss ich erwarten können, dass wir besser verteidigen. Knackpunkt war dann ein solcher Ball, welcher zum Elfmeter und zur roten Karte führt. Nach der Halbzeit hat Wiesental dann den ersten Konter zum 3:1 genutzt. Jedoch muss ich meiner Mannschaft ein Lob aussprechen, wie sie 65 Minuten Unterzahl den Kampf angenommen hat. Leider wurde der Einsatz nicht belohnt, entweder war der Torhüter im Weg, der letzte Ball kam nicht an bzw. wir bekamen den Elfmeterpfiff nicht“, fasste Rohr die Geschehnisse zusammen.
Durch zwei Niederlagen in Folge ist der FCF nur noch Vierter. „Klar, zwei Niederlagen in Folge schmerzen, jedoch bin ich mir sicher, dass meine Jungs alles dafür geben, dass wir die nächsten Spiele erfolgreich gestalten. Gegen Menzingen steht nun ein Derby an, da gibt es nach den letzten Spielen nur eins: Kopf freibekommen und jeder einzelne muss auf dem Platz Gas geben! Davon bin ich auch nach der zweiten Halbzeit in Wiesental überzeugt“, ist Rohr vor dem Duell gegen Menzingen zuversichtlich.

Nach dem Remis gegen Mingolsheim punktete der SV Menzingen gestern auch in Neuthard. Mit dem 1:1 verhinderten die Kraichtaler nicht nur den FVN-Sprung auf Rang eins, sondern schoben sich an Odenheim vorbei auf Rang zehn. Moritz Bahm zeigte sich insgesamt zufrieden: „Mit einem 1:1 im Gepäck gegen Neuthard sind wir gestern nach Hause gefahren. Wir sind natürlich mit einem Punkt gegen einen sehr starken Gegner zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir wenig Chancen zugelassen und vorne leider unsere Chancen nicht nutzen können. Ärgerlich war dann natürlich das 0:1 kurz vor der Halbzeitpause. Trotzdem haben wir den Kopf nicht hängen gelassen und sind mit breiter Brust aus der Kabine. Nach nur kurzer Spielzeit in der zweiten Halbzeit haben wir uns mit dem 1:1 durch Bernd Zeller belohnt. Danach hieß die Devise, diesen Punkt zu verwalten und durch vereinzelte Konter noch zum Sieg zu kommen. Letzteres gelang uns jedoch nicht, aber trotzdem können wir mit einem gestärkten Selbstbewusstsein ins nächste Spiel am Sonntag.“
Damit geht die Elf von Kai Ledermann durchaus gestärkt in das nächste schwere Spiel. Gelingt den Menzingern auch in Flehingen ein Punktgewinn? „Mit dem nächsten Auswärtsspiel in Flehingen kommt gleich der nächste starke Gegner. Wenn wir an unsere Leistungen von gestern und Sonntag anknüpfen, wird auch da was für uns drin sein. Bei dieser starken Offensive wird es wichtig sein, dass wir hinten wieder sicher stehen und vorne unsere Chancen nutzen werden“, blickt Bahm voraus.

Mingolsheim
2:1
FC Karlsdorf

Den dritten Sieg in Folge verpasste der TuS Mingolsheim, denn in Menzingen musste sich die Elf von Andreas Schmidt mit einem torlosen Remis begnügen. Dieses ging für Schmidt allerdings in Ordnung: „Gegen Menzingen gab es letztendlich eine gerechte Punkteteilung. Wir konnten leider nicht an die letzten guten Leistungen anknüpfen, dennoch ist der eine Punkt kein Beinbruch, wenn man unsere sehr angespannte Situation sieht. Die Jungs gehen insgesamt gesehen schon auf dem Zahnfleisch. Bis zur Winterpause sind es Gott sei Dank nur noch zwei Spiele und die sehnen wir herbei.“
Noch ist die Pause aber nicht erreicht und so befasst sich Schmidt dann auch mit dem FC Karlsdorf, der am Sonntag nach Mingolsheim kommt: „Natürlich wollen wir in unserem letzten Heimspiel in diesem Jahr gegen Karlsdorf versuchen, alles zu geben, um einen guten Abschluss zu Hause zu haben. Karlsdorf kommt allerdings mit Rückenwind und wird uns alles abverlangen.“

Einen Sieg hatte Goran Barisic gegen Neudorf gefordert und seine Mannschaft lieferte eindrucksvoll. „Gegen Neudorf haben wir keine Wahl gehabt. Wir mussten gewinnen, alles andere wäre katastrophal gewesen“, unterstrich Barisic nochmal die Wichtigkeit des Sieges, den er dann folgendermaßen resümierte: „Ich habe erstmals alle sechs Stürmer gehabt und so konnte ich endlich so spielen, wie ich das gerne oft machen würde. Wir haben begonnen im 4-2-4 und alles nach vorne geworfen, so dass der Druck auf die Abwehr von Neudorf sehr groß war. Daraus haben wir gute Chancen gehabt und relativ schnell geführt, was uns Sicherheit gegeben hat. Am Ende war der Sieg verdient.“
Als Neunter fährt der FCK nun nach Mingolsheim. Mit einem Sieg wäre die Germania am TuS vorbei, aber Barisic weiß, dass dies beileibe kein Spaziergang wird: „Mingolsheim habe ich auch ganz oben erwartet und als erster Kandidat für den Aufstieg gesehen. Am Anfang haben die Minolsheimer wie viele andere Probleme gehabt. Warum das so war, kann ich aus der Ferne nicht sagen, aber jetzt sind sie in die Erfolgsspur gekommen. Ich hoffe, dass wir mit der besten Mannschaft nach Mingolsheim fahren und dass Bartolović sich noch zurückmeldet bis Sonntag. Dann können wir dort auch sicherlich versuchen etwas zu holen. Natürlich wird die Leistung aus dem Spiel in Forst wird reichen. Jeder muss 100 Prozent geben und als Mannschaft zusammenstehen. Nur so haben wir die Chance, in Mingolsheim etwas nach Karlsdorf mitzunehmen.“

Neudorf
2:0
Odenheim

Letztlich ohne Chance war die FVgg Neudorf in Karlsdorf. „Wir waren leider nicht konzentriert von Anfang an, daher haben wir gleich zwei Tore bekommen und auch der Schiedsrichter hat ein bisschen nachgeholfen. Aber wir haken das ab, Karlsdorf war besser als wir an dem Tag und hat auch verdient gewonnen“, kommentierte Arif Saglam das 0:4 in Karlsdorf.
Daheim lief es zuletzt aber mit zwei Siegen deutlich besser. Daran will Saglam gegen Odenheim anknüpfen: „Diese Woche spielen wir gegen Odenheim zu Hause dann müssen wir wieder drei Punkte holen, dass wir auch von unten rauskommen. Ich hoffe, es gelingt uns, die drei Punkte zu holen und als Sieger vom Platz zu gehen.“

Dritte Niederlage ohne eigenes Tor in Serie, zum zweiten Mal 0:1 – der Trend sieht für den FC Odenheim nicht gut aus. Das sah Luca Hodecker nach der Niederlage gegen Forst ähnlich: „Ich kann nur zustimmen, der Trend ist aktuell wirklich nicht positiv für uns. Wir schaffen es leider nicht, gefährlich vor das Tor zu kommen, was unsere Torausbeute zeigt! Gegen Forst waren wir leider nicht willensstark genug, sodass der Sieg verdient an den FC Forst geht.“
So ist Odenheim mittlerweile auf Rang elf abgerutscht. Ein gewisser Druck vor dem Gastspiel beim Vorletzten aus Neudorf ist also vorhanden. „Wir sind in einem Abwärtsstrudel, welchem es am kommenden Sonntag entgegenzuwirken gilt! Es sind noch zwei Spiele bis zur Winterpause, da erwarte ich von meiner Mannschaft, dass man merkt, dass auf dem Platz alles dafür getan wird, um erfolgreich zu sein! Sollte es dann am Ende des Tages nicht zu einem Sieg reichen, können wir uns nichts vorwerfen. Mit dieser Einstellung müssen wir am Sonntag in Neudorf agieren“, fordert Hodecker volles Engagement ein.

FC Forst
1:0
VfR Kronau

Dank eines Tores feierte der FC Forst in Odenheim den dritten Sieg in Folge. Zwar entdeckte Christopher Holzer noch Verbesserungspotenzial, insgesamt zeigte er sich aber mit dem 1:0 zufrieden: „Ein Sieg, der geprägt war von einer vorbildlichen Einsatzbereitschaft, einem unbändigen Willen und einem hohen Maß an Disziplin. Ich bin stolz auf diese Mannschaft! Kritikpunkt ist lediglich, dass wir aus der Vielzahl an Chancen - insbesondere in der zweiten Halbzeit - mehr Kapital schlagen müssen und damit früher für eine Entscheidung sorgen können.“
Durchaus still und heimlich hat sich der FC Forst in der Tabelle nach vorne geschoben. Holzer lässt das in der Vorschau auf das Heimspiel gegen Schlusslicht Kronau aber recht kalt. Stattdessen fährt er im Duktus der Odenheim-Rückschau fort: „Wir wissen, was unsere Stärken sind. Wir wissen aber auch, wo wir noch Optimierungspotenzial haben. Mit diesem klaren Blick auf uns und unsere aktuelle Situation werden wir in das letzte Heimspiel des Jahres gehen - mit Ziel zu gewinnen.“

Auf das Lebenszeichen des VfR Kronau, nämlich den Sieg beim TSV Wiesental, folgte (wieder) eine herbe Enttäuschung. Gleich mit 0:5 verloren die Rasenspieler gegen Neuthard und hinterließ einen gleichermaßen enttäuschten wie ratlosen Mark Geckler: „Leider hat uns der Sieg in Wiesental nicht den erhofften Schub gebracht. Bereits nach zwölf Minuten, mit dem zweiten Gegentreffer, war das Spiel für uns gelaufen. Danach war es keine Frage mehr, ob wir das Spiel verlieren, sondern nur noch wie hoch. Uns gibt die Situation natürlich auch Rätsel auf: Wieso schafft es die Mannschaft nicht, Konstanz in ihre Leistung zu bringen? Schon sehr ernüchternd für uns alle, weil wir uns nach dem Spiel in Wiesental und einer guten Trainingswoche auf dem richtigen Weg gewähnt hatten und dann liefern wir erneut so eine Leistung ab. Wir sind zum wiederholten Male nicht in der Lage, individuelle Fehler im Kollektiv auszugleichen. Solange wir keine Stabilität in unsere Leistungen bekommen, wird es schwer regelmäßig Punkte zu holen.“
Die Lage bleibt in Kronau unverändert schwierig. Dementsprechend schaut Geckler weniger auf den Gegner, als vielmehr nur auf sich: „Deshalb sind die Vorgaben für das Spiel in Forst recht simpel: Fehler minimieren, einfache Dinge machen, als Einheit auftreten und kämpfen bis zum Schluss. Ob das dann für was Zählbares reicht, werden wir sehen. Wenn wir dies aber alles beherzigen, dann können wir uns nach dem Spiel wenigstens nichts vorwerfen.“

Neuthard
0:0
Rheinhausen

Zwar verpasste der FV Neuthard durch das 1:1 gegen Menzingen die Tabellenführung, Senad Nadarevic konnte mit dem Remis aber leben: „Das war alles in Ordnung. Drei spiele in sieben Tagen ist nicht einfach, das habe ich ja schon gesagt. Wir hatten einige Abwesenheiten und Verletzungen und mussten umdisponieren. Daher war alles in Ordnung.“
Zum Jahresausklang trifft der Ligazweite nun noch auf zwei eigene Verfolger. „Jetzt kommen zwei Brocken mit Rheinhausen und Forst“, meint Nadarevic. Das erste dieser Duelle beleuchtet er im Anschluss: „Wir müssen bis zum Wochenende abwarten, wer alles zur Verfügung steht, und werden das Bestes geben. Die Mannschaft hat bis jetzt tolles geleistet und wir sind sehr froh drüber. Rheinhausen spielt eine tolle Vorrunde, wir auch und deshalb freuen wir uns auf tolles Spiel Sonntag.“ Zur Taktik hat Neuthards Coach ein vermeintlich einfaches Rezept: „Gute Frage: Hinten die null halten, vorne eins machen. Wenn es auf geht, ist das toll.“

Spiegelverkehrt zum TSV-Gastspiel beim FV Wiesental lag Rheinhausen nun gegen Wiesental 0:2 und 2:3 hinten, kam aber noch zu einem Punkt. „Am Ende können wir unterm Strich mit dem Punkt zufrieden sein. In der ersten Halbzeit war es mehr oder weniger ein offener Schlagabtausch. Meiner Meinung nach haben wir gegen den Ball nicht so gearbeitet, wie wir uns das vorgestellt hatten. Auch in den Eins-zu-Eins-Situationen haben wir uns nicht gut angestellt. In Halbzeit zwei sind wir dem Rückstand hinterhergerannt und Wiesental hat das gut verteidigt. Nehmen wir das Positive mit und das ist die gezeigte Moral. Wenn man zweimal zurückkommt, spricht das für meine Mannschaft“, konnte sich Dominik Feuerstein schließlich mit dem Remis arrangieren.
Angesichts der guten Tabellenlage kann man entspannt zum anspruchsvollen Auswärtsspiel nach Neuthard fahren. Auf den interessanten Vergleich freut sich Feuerstein: „In Neuthard gehen wir als Außenseiter ins Spiel. Senad hat da eine tolle Truppe zusammengestellt, die sowohl spielerisch als auch läuferisch und kämpferisch zu überzeugen weiß. Dass das in der kurzen Zeit so funktioniert, davor muss man den Hut ziehen. Das wird auf jeden Fall eine ganz, ganz schwere Aufgabe. Der stellen wir uns aber gerne.“

TSV Wiesent.
2:1
Stettfeld

2:0 und 3:2 führte der TSV Wiesental in Rheinhausen, am Ende gab es aber „nur“ einen Zähler. Der ging für Tim Ronecker indes in Ordnung: „Wir können mit dem Punkt absolut leben. Wir sind super in die Partie gestartet, kriegen dann aber zu schnell den Anschluss und Ausgleichstreffer. Gegen Ende des Spiels können wir dann auch verlieren, wobei ich aber von einem gerechten Unentschieden sprechen würde. Die Zuschauer haben definitiv ein attraktives Spiel erlebt.“ Ein besonderes Lob zollte der TSV-Spielertrainer seiner Auswahl: „Auch noch ein großes Kompliment an meine Jungs, die jede Woche daheim auf den Sack bekommen und auswärts dann eine super Leistung zeigen. Das ist nicht selbstverständlich.“
Nun unternimmt der TSV Wiesental einen erneuten Anlauf, den ersten Heimsieg einzufahren. „Stettfeld sehe ich, in Bezug auf die Einzelspieler, als absoluten Favoriten in diesem Spiel, dennoch wird der Heimfluch irgendwann ein Ende haben. Hoffentlich am Sonntag gegen 16:30 Uhr“, hofft Ronecker auf drei Punkte.

Nachdem sich Elvis Karam im Vorfeld des Lokalduells gegen Ubstadt über die kurzfristig verschärften Corona-Regeln echauffiert hatte, war er ob einer Anpassung nun milder gestimmt: „Einen Tag nach meiner Aussage machte der Verband einen Schritt zurück und ein Schnelltest genügte, das war nicht nur für uns alle eine Erleichterung. Ich habe nur das ausgesprochen, was sich viele andere gedacht haben, ich habe die ein oder andere Nachricht erhalten.“ Dann ging er auf das Derby an, das der TSV Stettfeld schlussendlich mit 3:1 für sich entschied: „Es war ein sehr anschauliches Derby und vor allem sehr fair. Beide Mannschaften haben gut begonnen und hatten die Chance zur Führung. Wieder einmal waren wir es, die in Rückstand geraten sind. Wir hatten in der Situation zwar die Möglichkeit, den Ball rauszuschlagen, entschieden uns für die falsche, spielerische Variante, was Pascal Schadt ausnutzen konnte. Wir haben Ruhe bewahrt, an unserem eigenen Spiel festgehalten und dadurch von Minute zu Minute das Spiel mehr kontrolliert. Die zwei schnellen Tore taten uns gut. Nach dem 3:1 wuchs das Selbstvertrauen und wir konnten das Spiel dominieren.“ Im Fazit hob Stettfelds Übungsleiter noch drei Aspekte hervor: „Drei Dinge möchte ich noch erwähnen: Erstens haben wir wieder einmal einen Rückstand aufgeholt, das zeigt die gute Moral der Mannschaft. Zweitens war das Tor zum 2:1 durch Kushtrim Ajdini den Eintritt wert, einfach nur schön das Ding. Drittens hat der FVU eine gute junge Truppe, die, wenn sie zusammengehalten wird, in ein paar Jahren oben mitspielen wird.“ Die letzte Aussage ergänzte er um ein gewisses Augenzwinkern zum Stichwort „Ausbildungsverein“, das FVU-Coach Andreas Bronner in der Vorwoche bemüht hatte: „Ähnlich begann es bei uns vor knapp acht Jahren.“
Nun kommt es zum Mittelfeldduell zwischen Wiesental und Stettfeld. Auf die Partie blickt Karam gespannt: „Der TSV Wiesental ist meiner Meinung nach unberechenbar. Auch eine sehr junge Mannschaft und wenn Tim spielt, hat sie einen Leader auf dem Platz, der ihr sehr gut tut. Das ist schon nochmal was anderes als von außen. Zu Hause haben die Wiesentaler erst einen Punkt geholt, da hoffe ich natürlich auf die Konstanz ihrerseits. Auf der anderen Seite stehen wir mit nicht gerade der besten Auswärtsbilanz. Daher sehe ich ein sehr offenes Spiel zweier Mannschaften, die beides können, Fußball spielen und eklig sein. Um den Derbysieg zu vergolden, müssen eigentlich die nächsten drei Punkte her, dann ist auch die Tabelle etwas schöner anzuschauen für unsere verwöhnten Augen.“

Ubstadt
3:1
FV Wiesental

Trotz Führung unterlag der FV Ubstadt in Stettfeld. Hatte sich also die erfahrenere Mannschaft durchgesetzt? Andreas Bronner bejahte diese Frage: „Das trifft den Nagel eigentlich auf den Kopf mit der erfahrenen Mannschaft. Wir haben in Stettfeld sehr gut begonnen. Wir haben gepresst und sind vorne drauf, weil ich von Anfang an gesagt habe, dass wir sie unter Druck setzen müssen und nicht ins Spiel kommen lassen dürfen. Das hat 20 Minuten eigentlich super geklappt. Wir haben auch dann 1:0 geschossen, haben dann aber durch die ganz doofe Aktion mit einer Fehlerkette bis zum Elfmeter, wo wir dann einfach nicht mit genug Spannung im Körper stehen. Dann kriegen wir den Elfmeter zum 1:1 und drei Minuten später gibt ein wunderschönes Tor von Stettfeld, das muss man anerkennen. Das war super rausgespielt zum 2:1. Dann war bei meiner Mannschaft leider Gottes mental komplett alles gebrochen, was du brechen kannst. Die Mannschaft war völlig leblos, hat eigentlich nur noch über Einzelaktionen funktioniert. Im Spiel miteinander war gar nichts mehr. Man hat wirklich gemerkt, dass der Doppelschlag ein Volltreffer war. Dann ist so eine junge Mannschaft leider doch einer so spielstarken Mannschaft, wie man klar sagen muss, unterlegen. Stettfeld absolut verdient dann in dem Derby die drei Punkte zu Hause behalten.“
Vor einer ganz ähnlichen Aufgabe wähnt sich Bronner auch beim Heimspiel gegen den FV Wiesental: „Wiesental ist ähnlich wie Stettfeld eine Mannschaft, die gespickt von tollen Einzelspielern ist. Ich glaube, gerade in der Offensive sind die Wiesentaler durch die Bank weg super ausgestattet.“ Dementsprechend formuliert er die Ansprüche an sein Team: „Ich glaube, da, gibt es für meine junge Mannschaft nichts wie einfach alles zu versuchen und wieder einen Schritt nach vorne zu machen, wieder besser zu werden, um irgendwie einfach zum Erfolg zu kommen. Das ist einfach unser Gen und ich bin überzeugt davon, dass diese Spieler, die ich habe, irgendwann auch vor allem in der Offensive wieder zünden, weil sie einfach im Training und jede Woche mit so viel Engagement dabei sind. Offensiv ist im Moment unsere Not am größten. Wir schießen einfach keine Tore. Die Jungs vorn, die noch sehr jung sind, brauchen Erfolgserlebnisse. Es muss irgendwann jetzt mal der Knoten platzen, dass der ein oder andere da vorne vielleicht mal ein, zwei Tore macht, um dann auch zu sehen, aha, so geht es ja. Ich kann das ja, es passt ja alles. Dann können wir erfolgreich in der Zukunft zu sein.“

Im Spitzenspiel gegen Flehingen lag der FV Wiesental schon kurz nach dem Spielbeginn hinten. „Wir sind wirklich sehr früh in Rückstand geraten“, so Resul Polat, der dann aber davon berichten konnte, wie die Wiesentaler die Partie drehten: „Aber wir haben dann auch eine sehr gute Reaktion gezeigt als Mannschaft und auch verdient denn Ausgleich gemacht. Danach waren wir super im Spiel, haben wirklich eine Chance nach der anderen uns erarbeitet. Mit dem Elfmeter, der verdiente Führung und dem Platzverweis für die Gäste war es dann natürlich für uns einfacher, Ball und Gegner laufen zulassen und uns mehrere Chancen rauszuspielen. Leider haben wir verpasst, in der ersten Halbzeit viele unsere Tormöglichkeiten zu nutzen, um das Spiel frühzeitig zu beenden. In der zweiten Halbzeit hatten wir den besseren Start und haben auch früh den dritten Treffer durch Enes erzielt. Hier muss ich auch nochmal die ganze Mannschaft loben, da wir es wirklich sehr gut rausgespielt haben. Danach war es aber ein offener Schlagabtausch, bei dem die Flehinger Mannschaft uns alles abverlangt hat. Nichtsdestotrotz war es am Ende ein verdienter Erfolg für uns.“
Der Tabellenführer geht mit einem Punkt Vorsprung in den zwölften Spieltag und ist gegen Ubstadt der klare Favorit. Auf die leichte Schulter nimmt Polat das Spiel indes nicht: „Durch viele krankheitsbedingte Ausfälle wird es am Sonntag eine große Herausforderung. Das Ziel ist es, auch in Ubstadt eine gute Mannschaftliche Leistung zu zeigen. Wir werden die junge Mannschaft aus Ubstadt nicht unterschätzen. Wir werden uns gut auf das Spiel vorbereiten und versuchen, wieder ein gutes Spiel zu zeigen.“

Aufrufe: 011.11.2021, 17:22 Uhr
Florian WittmannAutor