– Foto: Simone Kochanek

Spitzenreiter FV Neuthard empfängt Derbysieger TSV Wiesental

Kellerduell zwischen Menzingen und Odenheim +++ TSV Rheinhausen steigt gegen Mingolsheim wieder ins Geschehen ein +++ Bisher punktlose Flehinger möchten gegen den VFR Kronau die Wende schaffen

Am 16. Spieltag der Kreisliga kommt es zwischen dem FV Neuthard und dem TSV Wiesental zu einem Spitzenspiel. Der FV Wiesental möchte die Derbyniederlage mit einem Sieg in Karlsdorf vergessen machen. Mit viel Selbstbewusstsein reißt der FC Odenheim zum Derby nach Menzingen. Spannung versprechen außerdem noch die Partien zwischen dem FC Forst und dem FV Ubstadt, sowie dem FVgg Neudorf und dem TSV Stettfeld.

FC Karlsdorf
4:2
FV Wiesental
Spieltext
Lange Zeit sah der FC Karlsdorf gegen Menzingen wie der sichere Sieger aus, doch machten die Gäste mit ihrem Treffer zum 1:1 in der Nachspielzeit die Hoffnung auf einen Heimsieg in allerletzter Sekunde zunichte. Coach Goran Barisic sah eine wechselhafte Leistung seiner Elf: „So wie es Flehingen gegen uns erlebt hatte, so erging es uns jetzt im Heimspiel gegen Menzingen. Wir haben gut begonnen, jedoch nach dem frühen 1:0 komplett den Faden verloren. Diese Phase hat 20 Minuten gedauert, danach waren wir wieder besser im Spiel und hatten auch Chancen auf das 2:0. Die zweite Hälfte begann dann noch schlechter, wir hatten sehr viele Fehler in unserem Spiel und trotzdem hatten wir wiederum die Chance auf das 2:0, die wir auch dieses Mal vergaben. So wie der Fußball dann leider ist, wurden wir dafür bestraft und haben mit der letzten Ecke das 1:1 kassiert. Das war jetzt schon fünfmal in dieser Saison, dass wir den Sack nicht zumachen und am Ende bestraft werden.“
Die Derbyniederlage des FV hat der Trainer registriert, trotzdem schätzt er den Gegner wie folgt ein: „Am Wochenende kommt für mich die beste Mannschaft der Liga. Warum sie so hoch verloren haben, kann ich nicht sagen, aber genau das macht es für uns noch schwerer. Wir müssen eine ganz andere Leistung bringen, um überhaupt etwas zu holen. Das hat mein Team im Hinspiel trotz der späten Niederlage auch schon gezeigt, dass sie es draufhat. Mit einem Sieg in Menzingen hätten wir befreit aufspielen können, jetzt stehen wir jedoch unter Druck, da alle Mannschaften im Keller punkten und sich kein Team aufgegeben hat. So bleibt der Abstiegskampf bis zum Ende spannend.“

Ganz bitter verlief aus Sicht des FV Wiesental das Derby gegen den TSV und so stand am Ende eine deutliche 0:5 Klatsche zu Buche. Coach Resul Polat versucht erst gar nicht, das Debakel schön zu reden, sondern legt den Finger in die Wunde: „Leider war das Derby unsere schlechteste Saisonleistung bisher. Wir waren an diesem Tag fünf Tore schlechter, das muss man einfach sagen. Das war für mich und ich glaube für den ganzen Verein eine riesige Enttäuschung. Aber eins muss ich sagen, wir sind immer noch zweiter in der Tabelle und da oben möchten wir auch bleiben. Das ist unser Ziel.“ Er fügt hinzu: „Im Fußball verliert und gewinnt man zusammen. Wir müssen einfach im nächsten Spiel ein anderes Gesicht zeigen, das sind wir jedem einzelnen im Verein und uns als Mannschaft schuldig.“
Das Ziel für das nächste Spiel ist für den Trainer klar: „Gegen Karlsdorf wird es auf jeden Fall nicht einfach, aber wir möchten unseren Platz als zweiter verteidigen. Schon im Hinspiel haben die Jungs von Goran uns alles abverlangt, aber ich glaube an meine Mannschaft das wir dort ein anderes Gesicht zeigen und dort gewinnen.“

Neudorf
0:0
Stettfeld

Kurzfristig wurde das Spiel zwischen dem TSV Rheinhausen und der FVgg Neudorf auf Grund von Coronafällen beim Heimteam abgesagt. Dem Trainer Arif Saglam kam die Pause jedoch nicht gänzlich ungelegen: „Die Pause hat uns gu getan. Wir konnten uns ausruhen und diese Woche bereiten wir uns auf das nächste Heimspiel gegen Stettfeld vor. Es wird natürlich nicht einfach, da Stettfeld auch Punkte braucht und natürlich erwartet uns ein schweres Spiel. Die Ergebnisse diese Woche haben alle für uns gespielt und wir hoffen natürlich, dass wir wieder für unsere eigenen Zuschauer die drei Punkte daheimlassen. Ich hoffe, dass auch die ganzen Verletzten und auch die Kranken wieder einsatzbereit sind und dann werden wir unser Bestes geben, damit die drei Punkte bei uns bleiben!“

Knapp unterlag der TSV Stettfeld im Heimspiel gegen den FC Forst mit 0:1. Coach Elvis Karam sah zwar keinen komplett unverdienten Auswärtssieg, das Gegentor hätte jedoch aus seiner Sicht so nicht fallen dürfen. Er blickt zurück: „Leider haben wir wieder gegen eine Spitzenmannschaft knapp den Kürzeren gezogen. Betrachtet man die 90 Minuten, hatte Forst mehr klare Möglichkeiten, auch wenn auf beiden Seiten wenig zugelassen wurde. Allerdings bekommen wir ein Gegentor, das so hätte nie passieren dürfen. Vor dem Angriff von Forst wird Burhan Türedi klar gefoult. Der Forster Abwehrspieler war letzter Mann, aber ob daraus eine klare Torchance hätte entstehen können, sei mal dahingestellt. Aber es muss hier zumindest einen Freistoß aus einer für uns guten Position geben. Dann kommt noch dazu, dass wir den daraus resultierenden Gegenangriff schlecht verteidigen. Zwei Mal haben wir die Möglichkeit, den Ball zu klären und machen dabei genau das Falsche. Forst hat nicht unverdient gewonnen, hat das über weite Strecken ordentlich gemacht, aber wie das Gegentor fällt, ist einfach nur ärgerlich.“
Gegen Neudorf erwartet er ebenfalls keinen Selbstläufer: „Neudorf hat sich in der Winterpause punktuell sehr gut verstärkt und ist in einer guten Form. Das zeigen die Ergebnisse aus der Vorbereitung und auch das erste Spiel der Rückrunde. Wir müssen an die Leistungen der beiden Spiele anknüpfen, denn das war trotz der Ergebnisse ordentlich. Wir müssen an unser Können glauben, wieder mutiger spielen und weiterkämpfen, dann kommt auch irgendwann das Erfolgserlebnis und die Kehrtwende.“

Mingolsheim
3:0
Rheinhausen

Nach dem 1:1 im Lokalderby gegen den Letzten aus Kronau überwiegt beim Trainer der TuS, Andreas Schmidt, die Enttäuschung über den nicht geholten Sieg. So analysiert der Übungsleiter: „Ein Punkt ist zwar besser als gar keiner, aber zufrieden sind wir mit dem Punkt und unserem Spiel nicht. Wir haben uns sehr schwer getan mit dem tief stehenden und leidenschaftlich kämpfenden Gegner, fanden selber leider nicht so ins Spiel und haben uns deshalb auch nicht so viele klare Chancen erarbeitet. Trotzdem hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Aber so ist es manchmal im Fußball.“
Das möchte er jetzt gegen Rheinhausen ändern und effizienter werden: „Rheinhausen war für mich in der Hinrunde mit der stärkste Gegner. Dominik hatte die Mannschaft gegen uns hervorragend eingestellt und unser Spiel nicht wirklich zugelassen. Das wird am kommenden Sonntag wahrscheinlich wieder zutreffen, sodass eine enorme Leistungssteigerung gegenüber dem Kronau Spiel von Nöten sein wird, um als Sieger vom Platz zu gehen. Aber ich bin mir sicher, dass wir zu Hause wieder unser wahres Gesicht zeigen werden.“

Nachdem der TSV Rheinhausen beim ersten Spiel schon massiv Personalprobleme auf Grund Coronafällen hatte, wurde das Spiel letztes Wochenende gegen Neudorf kurzfristig abgesagt. Dies kam dem Trainer Dominik Feuerstein entgegen, wie er erzählt: „Unser Spiel wurde abgesagt bzw. verlegt. Hatten ja schon in Forst einige Ausfälle zu beklagen. Im Laufe der Woche kamen dann weitere Coronafälle dazu, sodass wir am Ende passen mussten. Insgesamt ist die ganze Situation einfach bescheiden. Logischerweise ziehen sich die Quarantänezeiten auch noch in diese Woche, so dass wir einfach das bestmögliche aus der Situation machen müssen.“
So sieht er den TSV gegen Mingolsheim in der Außenseiterrolle: „In Mingolsheim sind wir daher der klare Außenseiter. Uns erwartet für mich noch immer die stärkste Mannschaft in dieser Klasse. Aber jedes Spiel muss erstmal gespielt werden, vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung.“

FC Flehingen
2:1
VfR Kronau

Trotz der Niederlage beim FC Odenheim sah Coach Christian Rohr eine Leistungssteigerung seiner Elf im Vergleich zur Auftaktpartie. Er berichtet: „Meine Jungs haben gegen Odenheim die richtige Reaktion gezeigt. Sie waren von Beginn an präsent. Leider meint es der Fussballgott aktuell nicht gut mit uns so kamen krankheitsbedingt Ausfälle am Sonntag hinzu und es mussten Spieler 90 Minuten spielen, welche aus einer Verletzung oder Krankheit kamen und dann hatten die Jungs noch Pech. Odenheim hatte das Glück, alle Mann an Bord zu haben, und konnte nachlegen und die Spieler haben noch getroffen. Aber so ist es halt nun.“
Trotzdem möchte er den Kopf nicht in den Sand stecken: „Nun heißt es Kopf hoch und weitermachen! Wir werden die Woche hart an uns arbeiten und ich werde meinen Jungs verinnerlichen, dass Sie den Kopf freibekommen müssen und einfach Ihren Fußball spielen sollen, es sind alle überragende Fußballer, jedoch machen Sie sich wohl zu viele Gedanken. Wir werden diese Woche Gas geben und ich bin mir sicher, meine Jungs sind am Sonntag bereit für den ersten Dreier 2022.“

Gerne hätte der VFR das Derby gegen Mingolsheim verlegt, doch spielte da laut Aussage von Sportvorstand Mark Geckler der Gegner nicht mit. Ein wenig konsterniert berichtet er: „Ich habe mir lange und intensiv Gedanken gemacht, ob ich über die Vorgänge im Vorfeld des Derbsy hier ausführlicher berichten soll, oder nicht und habe mich letztendlich dazu entschieden, es nicht zu tun. Ich werde die Kritik dort anbringen wo sie hingehört und dazu nicht dieses Medium nutzen. Nur einen Satz möchte ich loswerden, weil mich das Ganze doch zu sehr beschäftigt. Das es in unserer heutigen Zeit und gerade in der allgemeinen momentanen Lage Sportkameraden gibt, denen es an Solidarität, sportlicher Fairness und partnerschaftlichem Miteinander fehlt, ist für mich unbegreiflich und hat mich zutiefst schockiert. Es wird leider zu selten über den Tellerrand hinausgeschaut, es zählt zu oft nur der eigene Nutzen, das stimmt mich doch sehr traurig.“ Jetzt geht er auch auf den Punktgewinn ein: „Das Spiel konnte nur stattfinden, da die zweite Mannschaft vom Tus der Spielverlegung zugestimmt hatte. Vielen Dank an Oliver Jahnke und seinem Team. Am Ende war es ein verdienter Punkt für uns, weil unser letztes Aufgebot eine tolle Leistung ablieferte. Kampf und Einsatz haben über 90 Minuten gestimmt.“
Da auch die Konkurrenz erfolgreich war, hat sich an der prekären Situation nicht viel geändert. So blickt der Trainer auf die Tabelle und auf den kommenden Gegner: „Ich habe es bei meinem Vorbericht zum Derby schon erwähnt, wir müssen nur nach uns schauen und welcher Verein welche Spiele und Ergebnisse abliefert, kann und darf uns nicht interessieren. Stand jetzt spielt die halbe Liga um den Abstieg und da fährt man am besten damit nur auf sich und die eigene Leistung zu schauen, denn nur die können wir beeinflussen. Wir schauen jetzt wie die Woche abläuft und ob ein geregelter Trainingsbetrieb möglich ist und dann hoffen wir, mit einer Truppe nach Flehingen fahren zu können, die in der Lage ist, über 90 Minuten wieder alles zu geben. Ob der Gegner dort noch Null oder schon sechs Punkte geholt hat, spielt für uns keine Rolle, wir müssen an unser Limit und dann schauen wir, zu was es am Ende reicht“

Menzingen
1:3
Odenheim

Nach einem frühen Rückstand beim FC Karlsdorf hat sich der SV Menzigen nicht aufgegeben und in der Schlussphase noch mit dem Treffer zum 1:1 einen wichtigen Punkt für die Moral geholt. Dementsprechend zufrieden zeigt sich Coach Kai Ledermann: „Mit einem Punkt im Gepäck, in wahrlich letzter Minute, reisten wir aus Karlsdorf zurück. Das Spiel stand wiederrum ganz im Zeichen von Corona. Hatten in der Vorwoche noch Kai Michenfelder und Mathias Schäfer Corona, gesellten sich diese Woche noch Julian Fersching und Felix Bahm dazu. Weiterhin hat es wohl jetzt auch noch Andreas Vogel erwischt. Außerdem fehlten noch die Verletzten Andreas Killian, Andreas Vogel, sowie der auf Arbeit weilende Eugen Bortnikov. Mit dem wahrlich letzten Aufgebot, zwei Auswechselspielen plus unserem Co Trainer Sven Holzwarth auf der Bank war die Freude über den Last Minute Punkt durch das Tor von Thorben Zeh natürlich Balsam auf die Seele und zeigt von einer tollen Mannschaftsmoral.“
Den Erfolg des FCO über Flehingen hat der Trainer natürlich registriert: „Was es heißt auf viele Spieler verzichten zu müssen?! Da kann unser heutiger Gast wahrscheinlich auch ein Lied davon singen. Zum ersten Mal seit langer Zeit haben sie beim letzten Heimspiel gegen Flehingen wieder auf ihre Stammkräfte zurückgreifen können und prompt einen souveränen 3:0 Heimsieg eingefahren. Mit Wadi und Beer haben sie wieder Unterschiedsspieler in ihren Reihen und verfolgen das Ziel, schnell aus der Abstiegszone zu gelangen. Wenn man davon weiß, dass beide Spieler erst zur zweiten Halbzeit ins Spiel kamen, zeugt das von einer neuen Breite im Odenheimer Kader. Wie unser Kader zum Wochenende aussieht, kann ich zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht sagen, da hier noch einige Tage vergehen werden. In diesem Bezug können wir gerade nicht Agieren, sondern eher nur Reagieren. Aber es hilft ja nichts zu klagen. Es ist wichtig in der momentanen Situation, trotz aller Nackenschläge, der Mannschaft Selbstvertrauen einzuhauchen. Aufgrund des Sieges gegen Flehingen werden die Odenheimer natürlich mit breiter Brust nach Menzingen reisen und versuchen, das neue Selbstvertrauen auf den Rasen zu bringen. Daher erwarten wir ein sehr kampfbetontes und intensiv geführtes Spiel, auf das wir uns trotzdem sehr freuen.“

Für eine Überraschung des letzten Spieltages sorgte der FC Odenheim mit einem klaren Heimsieg über den FC Flehingen. Angesprochen auf die Frage, ob mit einem solchen Heimsieg zu rechnen war, antwortet Trainer Luca Hodecker: „Mit dem 3:0 sind wir wirklich sehr zufrieden und da gebe ich dir recht, zu rechnen war damit nicht unbedingt. In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften auch gute Torchancen hatte. Hier hatten wir auch das nötige Spielglück, dass ein sehenswerter Schuss der Flehinger gegen das Lattenkreuz und eben nicht ins Tor ging. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel mehr und mehr übernommen und meiner Meinung nach letztendlich verdient gewonnen. Wir haben personell endlich wieder mehr Optionen, weshalb wir von der Bank „nachlegen“ konnten und somit den Druck nochmal erhöhen. Dies war am Sonntag bei den Flehingern nicht der Fall, da dort doch der ein oder andere Spieler gefehlt hat. Christian drücke ich an diese Stelle die Daumen, dass sie zügig wieder vollzähliger werden.“
Nach dem Sieg fordert er: „Der Sieg gegen Flehingen war ein wichtiger Schritt, es war aber auch erst der erste Schritt. Wir dürfen auf keinen Fall meinen, dass jetzt alles von alleine geht und müssen deshalb weiter konzentriert arbeiten und uns der aktuellen Situation bewusst sein. Gerade das Hinspiel gegen Menzingen hat gezeigt, dass man zurecht verliert, wenn man seine Leistung nicht bringt. Die 0:2 Hinspielniederlage war da nämlich sehr verdient. In Menzingen treffen wir auf viele bekannte Gesichter, deshalb stimmt es, dass man das Spiel mit einem „Derby-Charakter“ versehen darf. Unser klares Ziel ist es an der Leistung von letzter Woche anzuknüpfen und wollen unbedingt den nächsten Sieg einfahren.“

Neuthard
1:1
TSV Wiesent.

Neben dem Behaupten der Tabellenführung konnte der FV Neuthard auf Grund der Patzer der Konkurrenz den Vorsprung auf Rang zwei sogar ausbauen. So hätte der Spieltag aus Sicht des FV auch schlechter laufen können, wie Trainer Senad Nadarevic berichtet: „Wir waren alle von dem Ergebnis in Wiesental überrascht. Auch der Sieg des FC Odenheim war so nicht zu erwarten. Zum Glück haben wir drei Punkte geholt, aber ich muss schon den FV Ubstadt loben, sie haben über 90 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir hatten am Sonntag einige Krankheitsfälle und sind froh, dass wir gewonnen haben. Meine Jungs haben 90 Minuten gut gearbeitet und versucht, so gut wie nichts zuzulassen.“
Den guten Saisonstart des TSV hat er natürlich aus der Ferne verfolgt: „Der TSV Ist sehr gut gestartet, genauso wie wir und hat jetzt im Derby eine super Leistung gebracht, sonst würde dieses Ergebnis nicht zu Stande kommen. Ich glaube, dass am Sonntag für beide Mannschaften alles drin ist. Nach unserem Spiel in der Vorrunde sind beide Mannschaften einen beachtlichen Weg gegangen. Der TSV ist eine Einheit und hier müssen wir am Sonntag alles abrufen.“

Der Gewinner des 15. Spieltages ist eindeutig der TSV Wiesental, denn mit einem 0:5 Auswärtssieg im Derby hat das Team von Tim Ronecker einen historischen Triumph errungen und sich nebenbei im Aufstiegsrennen der Kreisliga angemeldet. Dementsprechend fällt auf das Fazit des Trainers aus: „Um so ein Ergebnis gegen einen individuell starken Gegner zu erzielen, brauchst du einerseits einen Sahnetag andererseits auch einen Gegner, der dies zulässt. Wir sind überglücklich, das Ergebnis des Hinspiels ausgeglichen zu haben und jetzt steht es 2:0 für den TSV, würde ich sagen. Es war eine starke Leistung meiner Mannschaft, nicht nur in der Offensive durch die fünf Treffer, sondern insbesondere auch in der Defensive.“
Die gleiche Leistung ist aus seiner Sicht notwendig, um beim Tabellenführer zu bestehen: „Genau diese Einstellung, mit allen Mann aggressiv und clever zu verteidigen, sowie dazu noch frech zu kicken, müssen wir gegen den Aufstiegsfavorit abrufen. Gelingt uns das, können wir Senad‘s Team ein wenig ärgern. Wir freuen uns, ein solches Spitzenspiel bestreiten zu dürfen.“

FC Forst
2:1
Ubstadt

Lediglich ein Treffer gelang dem FC Forst gegen den TSV Stettfeld, doch sollte dies an diesem Tag ausreichen, um alle Punkte mit nach Forst zu nehmen. Gewohnt detailliert analysiert Forsts Cheftrainer Christopher Holzer die knappe Partie: „Das Spiel war sehr umkämpft und hatte phasenweise ein sehr überschaubares spielerisches Niveau. Aber auch solche Spiele gibt es, und dann muss man in der Lage sein den Schalter umzulegen und die dafür erforderlichen Tugenden auf den Platz zu bringen. Das hat meine Mannschaft an diesem Tag eindrucksvoll geschafft und sich damit für einen kämpferischen Auftritt mit drei Punkten belohnt.“
Obwohl er die verbesserte tabellarische Lage natürlich mitbekommen hat, möchte der Trainer weiterhin nur auf sich schauen und ergänzt: „Wir schauen nur auf uns und unsere Leistung. Auf alles andere haben wir auch keinen Einfluss und werden es so nehmen, wie es kommt. Mit dieser Einstellung fahren wir derzeit sehr gut und meine Mannschaft möchte diesen Weg auch konsequent fortsetzen, am besten mit einem Dreier am Sonntag.“

Trotz einer knappen Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Neuthard war Coach Andreas Bronner mit der Leistung seiner Elf mehr als zufrieden und sah eine aus seiner Sicht unglückliche Niederlage: „Das 0:1 war total ärgerlich. Es war meiner Meinung nach unverdient, da es insgesamt wenige Torchancen und insgesamt konnte man von einer ausgeglichenen Partie sprechen. Die erste Chance hatten sogar wir, diese konnten wir jedoch leider nicht nutzen. Das Gegentor fiel dann durch eine dumme Standardsituation, bei der wir den zweiten Ball nicht geklärt bekommen. Eigentlich war das ein sauberes 0:0 Spiel, da sich meine junge Truppe echt gut geschlagen hat. Die Enttäuschung war dann natürlich riesig, da mein Team alles in die Waagschale geworfen hatte. Nichtsdestotrotz war das trotzdem eine klare Steigerung im Vergleich zum Spiel die Woche zuvor gegen den TSV Wiesental. Wir versuchen dann auch, die positiven Aspekte des Spiels mitzunehmen.“
Gegen den FC Forst erwartet er folgendes: „Jetzt kommt mit dem FC Forst gleich die dritte Mannschaft aus den Top vier. Das ist für uns natürlich nicht einfach. Hier haben wir und werden wir merken, dass wir mit unserer jungen Mannschaft noch lernen müssen und dies auch tun werden. Auch gegen Forst ist der Favorit klar, trotzdem werden wir wieder versuchen, das Beste herauszuholen. Aktuell habe ich jedoch auch den Fall, dass manche Spieler ein wenig in einem Loch sind. Das ist aber bei der Entwicklung ganz normal, dass man auch mal so eine Phase hat. Hier gilt es trotzdem die Geduld zu haben, die Jungs werden sich da auch wieder herausarbeiten!“

Aufrufe: 017.3.2022, 17:00 Uhr
Dennis SpechtAutor