Spitzenduell der Vorjahre: Mingolsheim II vs. Hambrücken II
Spitzenduell der Vorjahre: Mingolsheim II vs. Hambrücken II – Foto: Alex Kölmel

Spitzen-Quartett in Favoritenrollen

Büchenau weiterhin in der Pole-Position +++ Hambrücken II bleibt dem Tabellenführer auf den Fersen +++ Spannendes Duell zwischen Philippsburg II und Rheinhausen II im Abstiegskampf

Im Gleichschritt bewegen sich Büchenau und Hambrücken II an der Tabellenspitze. Die Büchenauer liegen dabei nach wie vor zwei Punkte vor. Dahinter lauern Karlsdorf II mit 6 und Forst II mit 7 Punkten weniger gegenüber Platz 1. Auch am 20. Spieltag befinden sich alle Vier in Favoritenrollen, Büchenau, Hambrücken II und Forst II jeweils auswärts in Huttenheim (6ter), bei Mingolsheim II (9ter) und bei Graben-Neudorf II (13ter), Karlsdorf II zuhause gegen Stettfeld II (12ter). Die schon ein gutes Stück hinter den Top4 zurückliegenden Langenbrückener empfangen den 10ten TSV Wiesental und in Kronau kommt es zum Mittelfeldduell VfR II (7ter) gegen FV Wiesental (8ter). Schließlich geht es noch zwischen Philippsburg II (11ter) und Rheinhausen II (14ter) um wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

Philippsburg II
2:0
Rheinhausen II
In Kronau konnte der SV Philippsburg II einen 3:2-Sieg feiern und seine zuletzt gute Serie auf 7 Punkten aus 4 Spielen ausbauen. SV-Coach Kai Zieger blickt auf diese Begegnung zurück: „Es war ein von Anfang an temporeiches Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. In der 9. Minuten flankte Jonas Ullrich den Ball von der rechten Seite auf Höhe des langen Pfostens. Sedat Korkmaz spielte von dort zurück auf Nico Sauer, der nicht lange fackelte und das Ding aus 18 Metern zu unserem 1:0 ins lange Eck zimmerte. Es ging weiter hin und her. In der 18. Minute war es wieder eine Flanke von der rechten Seite, die Yusuf Bülbül dann mit einem mustergültigen Seitfallzieher zum 2:0 versenkte. Bis zur Halbzeit blieb es, trotz vieler Chancen auf beiden Seiten, auch dank unserem an diesem Tag scheinbar unüberwindbaren Keeper Marcus Mayr beim 2:0. In der 2. Halbzeit merkte man beiden Mannschaften die hohe Laufintensität in der 1. Hälfte an, aber es blieb trotzdem bei vielen Torchancen. Nach einem langen Ball hinter die Abwehrkette auf unseren eingewechselten Stürmer Calo Jagono, kam dieser ganz frei vors Tor und schob zum 3:0 in der 70. Minute ein. Kronau II gab trotzdem nicht auf und belohnte sich, nach einem Fehler im Mittelfeld, dann in der 72. Minute für seine Mühen mit dem 3:1. In der 90. Minute bekamen die Gastgeber noch einen Handelfmeter zugesprochen, den sie zum 3:2 verwandelten. Dieser hätte niemals entstehen dürfen, aber wenn du dir in der Vorwärtsbewegung einen unnötigen Ballverlust leistest, dann passiert so etwas halt leider.“ Trotz dieses, sich nicht mehr auswirkenden Fehlers, war Zieger mit dem Auftritt seiner Mannschaft insgesamt sehr zufrieden: „Ein großes Lob an mein Team und vor allem an unsere A-Jugendspieler, die das richtig stak gemacht haben!“
Philippsburg II hat 6 Punkte Vorsprung gegenüber dem Abstiegsrang und damit vor Rheinhausen II. Zieger wurde auf die Tabellensituation und den nächsten Gegner bereits vor dem Rheinhausener Nachholspiel am Ostermontag angesprochen und antwortete: „Ob Rheinhausen gegen Karlsdorf gewinnt oder verliert, ist mir ehrlich gesagt egal. Für mich zählt das kommende direkte Duell, da müssen wir an unsere Leistung vom Kronau-Spiel anknüpfen, dann habe ich da keine Bedenken!“

Durch die Niederlage des TSV Rheinhausen II am Ostermontag gegen Karlsdorf II ist es beim 6-Punkte-Abstand zwischen Philippsburg II und Rheinhausen II geblieben. Das Rheinhausener Team verkaufte sich gegen den Tabellendritten Karlsdorf II jedoch gut und schnupperte beim knappen 1:2 sogar an einem Punktgewinn. Rheinhausens Spielausschuss Stefan Neher dazu: „Am Ende haben uns wieder einmal individuelle Fehler zumindest einen Punkt gekostet. Wobei man nicht vergessen darf, dass Karlsdorf II eine hervorragende Mannschaft hat. Am Ende ist der Sieg dann verdient, über eine Punkteteilung hätte sich Karlsdorf allerdings auch nicht beschweren können.“
Zieger freut sich auf das Gastspiel im nur etwas mehr als 5 Kilometer entfernt liegenden Philippsburg: „Wir arbeiten diese Woche weiter an uns, um dann mit einer gehörigen Portion Motivation in Philippsburg aufzutreten und hoffentlich einen weiteren Schritt zu unserem Ziel tun zu können. Natürlich wird uns Philippsburg II mit seinem Trainer Kai Zieger das Leben so schwer wie möglich machen, nichtsdestotrotz würden wir aber gerne die 3 Punkte mit nach Rheinhausen nehmen.“

Prognose: Beide Teams holten zuletzt 7 Punkte, Philippsburg aus 4, Rheinhausen aus 5 Spielen. Daraus schöpfen beide Hoffnung. Nachholbedarf hat derweil jeder in Sachen Heim- bzw. Auswärtsbilanz. Philippsburg erreichte in 9 Heimspielen erst 2 Punkte. Rheinhausen holte in 10 Auftritten in der Fremde erst 4 Zähler, wenngleich diese allesamt in den letzten beiden Auswärtsbegegnungen. Der SVP II könnte mit einem Sieg den TSV II um dann 9 Punkte distanzieren, die Rheinhausener dagegen mit einem eigenen Erfolg den Rückstand auf 3 Punkte verkürzen. FuPa sieht eine spannende Begegnung, in der Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden werden. Auch ein Unentschieden ist möglich, welches den Gastgebern mehr als den Gästen einbringen würde.

VfR Kronau II
1:1
FV Wiesental II
Die letzten Auftritte von Kronau II verliefen – sagen wir mal – etwas holprig; nur 2 Punkte aus den letzten 5 Spielen. Zuletzt gab es eine 2:3-Heimniederlage gegen Philippsburg II, bei der man nach 70 Minuten mit 0:3 im Rückstand gelegen hatte. Pleger blickt auf diese Begegnung zurück: „Die Niederlage gegen Philippsburg II war wiederum vermeidbar. Ich muss mich da die letzten Spiele betreffend leider immer wiederholen. In den ersten 20 Minuten war Philippsburg besser im Spiel und ist auch folgerichtig mit 2:0 in Führung gegangen. Danach haben wir die Partie nach und nach besser in den Griff bekommen und hatten über das gesamte Spiel hinweg eine Vielzahl an hochkarätigen Torchancen. Leider haben wir daraus nur 2 Tore erzielt und zudem den Gegner beim 3. Gegentor quasi eingeladen. Ohne die Leistung von Philippsburg II in irgendeiner Weise schmälern zu wollen, haben wir uns aufgrund der mangelhaften Chancenverwertung leider wieder einmal selbst geschlagen.“
Pleger begrüßte die Auszeit über Ostern und schaut voraus auf die nun folgende Begegnung gegen den FV Wiesental II: „Die Osterpause kam uns ganz gelegen, da wir einige angeschlagene Spieler hatten, die sich dadurch erholen konnten. Wir wissen, woran wir für das Spiel gegen den FV II arbeiten müssen und wo momentan unsere Baustellen liegen. Dass es sicherlich kein leichtes Spiel werden wird, wissen wir aus dem Hinspiel (die Redaktion: knapper Kronauer 3:2-Sieg).“

Nach dem Ortsderbysieg Mitte März gab´s für den FV Wiesental II aus den letzten 4 Spielen nur 2 Remis. Das Team von Trainer Marco Gerhardt hat dabei aber u.a. gegen die Spitzenmannschaften Karlsdorf II, Hambrücken II und Forst II gespielt und darunter immerhin ein Remis gegen den erstgenannten Verein erreicht. Über die zuletzt 0:2-Niederlage gegen Forst II berichtet Gerhardt: „Im Spiel zuvor hatte unsere neuformierte Viererkette wirklich überzeugt und ich dachte eigentlich, dass wir endlich die richtige Formation gefunden haben. Doch leider fielen gegen Forst beide Innenverteidiger (Christian Becker und Raphael Dohn) wegen Arbeit bzw. Krankheit aus. Auch auf den dritten Innenverteidiger, Jan Schlochtermeyer, mussten wir weiterhin wegen Krankheitsnachwirkungen verzichten. Luis Wörz (Studium) und Robin Schermesser (private Gründe) standen ebenfalls nicht zur Verfügung. Somit musste ich wieder einmal diverse Änderungen vornehmen. Die ersten 30 Minuten waren wir dennoch die spielbestimmende Mannschaft, doch leider konnten wir keine unserer 3-4 guten Möglichkeiten nutzen. Danach wurde das Spiel ausgeglichener und auch Forst hätte kurz vor der Pause in Führung gehen können. Nach Wiederbeginn wollten wir an die starken ersten 30 Minuten anknüpfen, doch bereits in der 46sten gerieten wir mit 0:1 in Rückstand. Nach einem Eckball flog der Ball durch den Fünfmeterraum und am langen Pfosten verlor Kapitän Sebastian Lehn das Kopfballduell gegen D. Schneider. Es war ein sehr rustikal geführtes Kopfballduell und ich glaube, dass 4 von 5 Schiedsrichtern hier auf Stürmerfoul entschieden hätten, doch für Schiedsrichter Demel war es keine Regelwidrigkeit. Naja, so isses nun mal. Für mich war es primär der Fehler, dass wir wieder völlig unnötig einen Eckball verursacht hatten. Standards können immer gefährlich sein. Danach ging bei meiner Truppe leider nichts mehr. Ich bin da teilweise sprachlos. Die Köpfe gingen nach unten und Körpersprache, Laufbereitschaft, Willen usw. waren nun, wie wenn jemand einen Stecker gezogen hätte. Ich versuchte durch diverse Wechsel entgegenzuwirken, doch auch dies brachte leider nichts ein. Forst war die gesamte 2. Halbzeit spielbestimmend. Die Entscheidung dann in der 75. Minute: Unser Torwart Eric Wittemaier wollte auf Höhe des 16ers den Ball nach vorne schlagen. Der Schuss wurde von A. Schneider geblockt und der Ball flog über unseren Torwart hinweg zurück ins eigene Tor. Der Sieg für Forst geht aufgrund der 2. Halbzeit in Ordnung, aber es war für uns definitiv was drin. Leider sollte es nicht sein. Wir hatten bisher mit Hambrücken II, Karlsdorf II, Forst II und zu Jahresbeginn eigentlich auch Huttenheim, hochkarätige Gegner. Um gegen diese Teams punkten zu können, hätte alles reibungslos funktionieren müssen. Dies ist uns leider nur teilweise gelungen. Niederlagen schmerzen zwar, sind aber bei diesen Gegnern zu verkraften.“
Gerhardt blickt nun nicht nur auf die kommende Begegnung beim VfR Kronau II voraus, sondern gleich auch noch ein Stück weiter: „Nun kommen die Wochen der Wahrheit. Kronau II, Neudorf II, Rheinhausen II, Mingolsheim II und dann Stettfeld II – alles Gegner auf Augenhöhe. Nun wird sich zeigen, ob wir den 6. Platz noch erreichen können (die Redaktion: aktuell als 8ter 5 Zähler Rückstand), oder ob wir nochmals in den Abstiegskampf gezogen werden (die Redaktion: aktuell 13 Punkte Vorsprung auf Platz 14). Zuerst fahren wir zu Kronau 2, den aktuell Siebten. Wir wollen und müssen dort punkten. Es wird eine sehr schwere Aufgabe. Aber wenn die Basis stimmt, ist alles möglich. Ein nur ´Wir spielen ein bisschen Fußball` wird dabei definitiv nicht reichen. Talent gewinnt keine Spiele, sondern Mentalität. Und diese haben wir bisher leider zu oft vermissen lassen.“

Prognose: Für Kronau verläuft die Rückrunde bisher nur schleppend. Nach einem Auftakterfolg gab es aus den letzten 5 Spielen nur 2 Unentschieden. Damit ist man von Platz 5 auf Rang 7 zurückgefallen. Die Zwölfer haben ihren 8. Platz gehalten, sodass es nun zum Tabellennachbarschaftsduell kommen wird. Kronau liegt aktuell 3 Zähler vor dem FV. Während die Kronauer auswärts bereits 16 Zähler sammeln konnten, waren es zuhause bisher erst deren 9. Die Wiesentaler holten 9 ihrer 22 Punkte in der Fremde. Auch hier ist eine enge Partie zu erwarten, ein eindeutiger Favorit lässt sich nicht ausmachen.

Langenbrücke
4:2
TSV Wiesent. II
War er zuvor 10 Spiele ungeschlagen gewesen, so zog der TSV Langenbrücken erstmals seit dem 17.10.2021 wieder den Kürzeren. Da man sich dabei jedoch beim Klassenprimus aus Büchenau stark präsentierte, war TSV-Übungsleiter Jochen Schlegel alles andere als unzufrieden: „Wir haben uns in Büchenau sehr sehr gut verkauft und haben dem FSV 80 Minuten lang Paroli geboten. Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, wir haben gekämpft bis zum Schluss. Ein großes Lob an unsere beiden A-Jugendspieler Milan Straub und Moritz Müller, die in diesem Topspiel überragend gespielt haben. Eine klasse Leistung von der gesamten Mannschaft! Dies mag sich bei einer 0:3-Niederlage bescheuert anhören, dies ist es aber nicht. Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wieder. Der Sieg der Büchenauer war zwar verdient, aber um ein, zwei Tore zu hoch. Trotzdem Glückwünsch und Anerkennung nach Büchenau!
Langenbrücken konnte an den Osterfeiertagen zufrieden auf die letzten Monate zurückblicken und möchte dort weitermachen, wo man vor der kurzen Pause aufgehört hat. Schlegel zur nächsten Partie: „Jetzt ist der TSV Wiesental II zu Gast bei uns in Langenbrücken. Dieses Spiel wird nicht einfach für uns. Können wir jedoch an die Leistungen aus den vergangenen Spielen anknüpfen, dann bin ich mir sicher, dass wir die Punkte in Langenbrücken behalten werden.“

Der TSV Wiesental sah sich zum Rückrundenbeginn mit einem schweren Startprogramm konfrontiert und musste nach den ersten 4 Spielen die Plätze jeweils als Verlierer verlassen. Am vorletzten Spieltag stand man nach einer zwischenzeitlichen 3:0-Führung bereits kurz vor dem ersten Sieg in 2022, am Ende reichte es aber nur zu einem 4:4-Unentschieden bei Graben-Neudorf II. Umso erleichterter ist TSV-Coach Yasin Salmaz, dass es nun gegen Mingolsheim II endlich zum ersten Dreier gereicht hat. Salmaz berichtet vom 2:0-Heimsieg: „Wir hatten uns auf dieses Spiel spezifisch vorbereitet und haben unseren Plan auch von der ersten Minute an umgesetzt. Gegen den Ball wurden die Räume im Zentrum eng gemacht, das Spiel wurde von hinten heraus eröffnet. Endlich hat es auch geklappt, dass die Jungs gemeinsam zum Angriff aufgerückt sind und zusammen gegen den Ball, nämlich direkt nach einem Ballverlust, gearbeitet haben. Sobald wir die Spielmacher der Mingolsheimer aus dem Spiel genommen hatten, konnte die gegnerische Truppe auch nicht mehr viel ausrichten. Wobei Mingolsheim aufgrund unserer Leichtsinnsfehler doch die ein oder andere Torchance besaß. Unsere Tore waren dann nur noch eine Frage der Zeit. Hätten wir unsere Chancen besser genutzt, wäre das Ergebnis eventuell noch deutlicher ausgefallen. Vor allem möchte ich hier Jonathan ´Jonny` Schweikert hervorheben, der jetzt sein erstes Jahr bei den Herren erlebt. Bei ihm kann man von Spiel zu Spiel die Steigerung deutlich sehen. Er ist ein Beispiel für Ehrgeiz und Fleiß, den man mitbringen muss.“
Salmaz kennt selbstverständlich den Langenbrückener Aufschwung, sieht beim Tabellenfünften aber Chancen für sein Team: „Der kommende Gegner ist bekanntlich kein leichter. Langenbrücken spielt nicht umsonst da oben mit. Nichtsdestotrotz kennen wir deren Stärken, aber auch deren mögliche Schwächen, über die wir unsere Stärken ausspielen möchten. Wir dürfen bloß nicht einen Höhenflug haben, weil wir jetzt endlich einen Sieg eingefahren haben. Die Konzentration und der Kampf um jeden Quadratzentimeter werden sehr wichtig sein. Ich hoffe auch, dass uns wieder die Spieler zur Verfügung stehen werden, die in den letzten Wochen verletzungs- bzw. krankheitsbedingt gefehlt haben. Dann brauchen wir uns auch in Langenbrücken nicht verstecken und uns nach dem Gegner richten. Auch wir wissen inzwischen, dass jeder Gegner gegen uns ein schwieriges Spiel hat, sofern wir einen guten Tag erwischen!“

Prognose: Langenbrücken hat auch in Büchenau überzeugt und möchte nun gegen den „TuS“ auch wieder in die Punkte kommen. Die Gäste aus Wiesental konnten vor Ostern endlich ihren ersten Sieg in diesem Jahr feiern und wollen nun nachlegen. Aufgrund des Tabellenstands und 15 Punkten mehr für den TSV Langenbrücken, ist dieser favorisiert. FuPa tippt daher auf einen knappen Sieg, wäre aber auch nicht überrascht, wenn die Gäste punkten würden.

SG Neudorf II
3:4
FC Forst II
Graben-Neudorf musste in 2 Spielen 10 Gegentore einstecken, davon eines im Kellerduell bei Rheinhauen II und zuletzt gleich deren 9 beim Tabellenzweiten Hambrücken II. Graben-Neudorf-Coach Michael Feuerstein macht keinen Hehl daraus, dass die Schlappe in Hambrücken auch in dieser Höhe in Ordnung ging: „Die Niederlage in Hambrücken war verdient, auch in dieser Höhe.“ Laut Feuerstein konnte diese Begegnung jedoch schnell abgehakt werden: „Das Spiel haben wir mit einem Teamabend gut verarbeitet.“
Zur kommenden Begegnung gegen das nächste Spitzenteam Forst II merkt Feuerstein an: „Jetzt geht es gegen den FC Forst II. Wir sind wieder der totale Außenseiter. Wir müssen erstmal schauen, was uns alles an Personal zur Verfügung stehen wird. Wir werden trotzdem versuchen, das Beste rauszuholen. Es gilt nur noch die Devise: Von Spiel zu Spiel schauen und immer 90 Minuten Vollgas geben!“

Nur ein Wochenende lag zwischen zwei Auftritten des FC Forst II in jeweils Wiesental. Ende März hatte man mit 1:0 beim TSV II gewonnen, nun vor Ostern konnte man auch das Gastspiel beim FV II mit 2:0 erfolgreich gestalten. FCF-Coach Marcel Gentner spricht von einem „wichtigen Sieg beim FV Wiesental II, da der Zwölfer eine starke Mannschaft hat und es nicht leicht ist, gegen diese zu gewinnen.“ Weiter führt er aus: „In der 1. Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel, wobei wir zu Beginn mit dem kleinen Platz so unsere Probleme hatten und uns daher nicht hätten beschweren dürfen, wenn wir zurückgelegen hätten. So nach rund 25 Minuten bekamen wir das Spiel jedoch immer besser in den Griff und hätten bei einer besseren Chancenverwertung auch in Führung gehen müssen. Insgesamt betrachtet war das 0:0 zur Halbzeit aber leistungsgerecht. Die 2. Halbzeit hatten wir dann komplett unter Kontrolle und konnten zwei Treffer erzielen, die zum verdienten Sieg beitrugen."
Gentner warnt vor dem kommenden Gegner: "Nach einer für meine Mannschaft kleinen Pause über die Feiertage, geht es jetzt nach Graben-Neudorf. Ein gefährliches Spiel, da der Gegner jeden Punkt gebrauchen kann und daher auch gegen uns seine Chance wittern wird, um Punkte zu erzielen. So wie wir jedes Spiel angehen möchten, heißt es für meine Jungs auch dieses Mal, auf 100 % zu kommen, sowohl von der Einstellung als auch vom Spielerischen her, um zum Schluss die Punkte nach Forst mitnehmen zu können.

Prognose: Graben-Neudorfs Vorsprung auf den Abstiegsplatz ist auf 3 Zähler geschrumpft und die Mannschaft steht nun noch mehr in der Pflicht. Punkte müssen her. Gegen den Tabellenvierten aus Forst wird dies aber ein schweres Unterfangen werden. Unsere Prognose wird nicht überraschen, wenn wir schreiben, dass mit einem Auswärtssieg zu rechnen sein wird. Selbstverständlich aber, wird Graben-Neudorf überraschen wollen.

FC Karlsdorf II
6:0
Stettfeld II
Betreffend dem Ostermontagsspiel in Rheinhausen berichtet Karlsdorf II-Trainer Tobias Weschenfelder von bescheidenen Voraussetzungen im Vorfeld: „Kurz vor dem Spiel ereilte uns die Hiobsbotschaft seitens unseres Kapitäns, dass dieser aufgrund eines Sturzes nicht spielen kann. Zudem standen wir in Rheinhausen ohne Trikots da, da sich keiner angesprochen gefühlt hatte, diese mitzunehmen. Des Weiteren hatten wir zahlreiche Ausfälle aufgrund von Verletzungen, Urlaub und Corona zu beklagen, sodass sogar ich selbst auf der Bank Platz nehmen musste. Zu guter Letzt haben wir – wie ich auch erwartet hatte – auf dem Nebenplatz gespielt. Dieser ist nicht nur klein, sondern vom Zustand her ein kleiner Rübenacker. Dieses Spielfeld hat uns gar nicht in die Karten gespielt.“ Karlsdorf II ging am Ende dennoch als knapper 2:1-Sieger vom Platz. Weschenfelder führt hierzu aus: „So wie die ganze Vorbereitung zum Spiel verlaufen war, so war es dann auch im Spiel. In der ersten Minute machten wir nach einem sehr starken Spielzug zwar das 1:0, danach gelang uns aber eigentlich gar nichts mehr, wie es geplant war. Trotzdem besaßen wir immer wieder Chancen. Aber auch Rheinhausen hatte natürlich das eine oder andere Ding. Der Ausgleichstreffer ging dann auch schon in Ordnung, wir hatten auch irgendwie darum gebettelt. Zum Glück steht unser Philipp am Ende des Tages doch meist am richtigen Fleck und er konnte noch das 2:1 machen (die Redaktion: Philipp Reineck nun mit 17 Treffern auf Platz 2 der Ligatorschützenliste). Ein gebrauchter Tag. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. In Summe denke ich, dass dies schon in Ordnung geht.“
Karlsdorf II empfängt nun Stettfeld II. Weschenfelder eingangs dazu: „Für das nächste Spiel gegen Stettfeld II hoffe ich darauf, dass wir alle zusammen etwas sortierter zum Sportplatz kommen werden. Die Stettfeld-Begegnung wird das letzte Spiel sein, bevor es danach dann an die wirklich großen Aufgaben geht.“ Natürlich ist auch Weschenfelder Stettfelds Niederlageserie bekannt: „Der Gegner hat zwar eine relativ deutliche Negativbilanz, aber das Hinspiel in Stettfeld war sehr schwer für uns. Das ist schon eine ganz unangenehme Mannschaft.“ Weschenfelder appelliert an seine Mannschaft: „Wir wollen natürlich alles dafür tun, um unseren eigenen Siegeslauf fortzusetzen. Dies ist natürlich auch das klare Ziel. Es kommen wieder einige zurück, sodass der Kader wieder sehr groß und breit sein wird. Trotzdem erfordert es jetzt mal eine Reaktion und Leistungssteigerung! Bisher konnten wir noch nicht unseren Biss und Willen der Hinrunde abrufen. Ich hoffe wir finden den Schalter und legen ihn um.“

Beim TSV Stettfeld II läuft es aktuell leider wie verhext. Obwohl die Leistungen in den meisten Spielen wohl gestimmt hatten, wartet man jahresübergreifend nun seit bereits 9 Begegnungen auf einen Punktgewinn. TSV-Spielertrainer Christian Klink kennt die Ursachen: „Es ist halt echt eine Zumutung mit dem Personal! Und dabei will ich auf keinen Fall meine Spieler schlechtreden. Man betrachte aber das Training mit nur 7-8 Mann. Woher soll da die Kraft kommen, die du für die Spiele brauchst?! Und aufs Spiel bereitet man sich mit einem 16köpfigen Kader vor, wovon dann aber nur 12-13 Mann übrigbleiben.“ Für Klink kam die Osterpause gerade Recht: „So eine Pause kam uns gelegen, um Kraft zu tanken und damit sich verletzte Spieler erholen konnten!“
Zur 0:2-Heimniederlage vor Ostern gegen Huttenheim merkt Klink an: „Dieses Spiel war recht mühselig. Das war zum einen dem Platz geschuldet, der unbespielbar war. Zum anderen hat man einfach gemerkt, dass bei vielen der Biss und der Wille gefehlt hatten. Huttenheim hatte mehr vom Spiel und hat dies genutzt. Wir wurden erst in den letzten 15 Minuten gefährlich, u. a. durch einen Volleyschuss von Paolo Lapolla, der aber genau auf den Torhüter kam. Und durch einige zweite Bälle, diese Situationen konnten wir aber auch nicht verwerten. Und hinten mussten wir dann etwas aufmachen und Huttenheim hat dies genutzt.“
Klink ist sich der Situation bewusst. Sein Team ist durch die Niederlagenserie von Platz 8 auf 12 abgerutscht und der Vorsprung auf den Abstiegsrang geschmolzen. Er blickt jedoch unverdrossen positiv nach vorne: „Natürlich ist die Situation im Moment nicht sehr vielversprechend, was die Tabellensituation angeht, aber weder meine Spieler noch ich werden jetzt den Kopf in den Sand stecken. Wir haben ja noch ein paar Spiele gegen die Konkurrenz, bei denen wir daheim spielen, wie gegen die beiden Wiesentaler Mannschaften, gegen Rheinhausen und Philippsburg. Diese MUSS man gewinnen! Und zum Abschluss geht´s dann noch gegen den vielleicht bereits Aufsteiger aus Büchenau.“ Im Hinblick auf das nun zunächst Gastspiel der Stettfelder bei Karlsdorf II bezieht sich Klink zunächst auf das Hinspiel, in welchem der TSV bis zur 44. Minute mit 1:0 geführt hatte, dann aber in Unterzahl noch mit 1:3 verloren hatte: „Im Hinspiel gegen Karlsdorf haben wir stark begonnen. Nach der Roten Karte haben wir es dann aus der Hand gegeben.“ Für das Rückspiel verspricht Klink: „Wie jeden Sonntag werden wir wieder Gas geben und denen das Leben schwer machen!“

Prognose: In Stettfeld gibt man von Spiel zu Spiel alles, mit dem Punkte holen ist es aber nun bereits seit Wochen wie verhext. Waren es nach 14 Spielen noch 12 Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz, so ist dieser nun auf nur noch 5 Zähler geschrumpft. Es heißt damit ´aufpassen` und möglichst bald wieder in die Punkte zu kommen. Bei der viertstärksten Heimmannschaft, dem Tabellen4ten Karlsdorf II, wird dies natürlich alles andere als leicht. Es käme sicherlich einer Überraschung gleich, würden die Stettfelder ausgerechnet hier punkten. Zumal Karlsdorf oben dranbleiben und keine Geschenke verteilen will.

Mingolsheim II
2:2
Hambrücken II
Als erste Mannschaft in 2022 musste der TuS Mingolsheim II eine Niederlage gegen den TSV Wiesental II einstecken. Entsprechend unzufrieden über das 0:2 zeigt sich TuS-Coach Oliver Jahnke: „Der Rückblick auf die Begegnung beim TSV Wiesental II fällt sehr ernüchternd aus. Wir hatten uns für dieses Spiel viel vorgenommen und wussten aus dem Hinspiel wie es funktionieren kann (die Redaktion: im September 2021 9:1-Sieg für Mingolsheim), aber über weite Strecken der 90 Minuten war es sehr dürftig, was meine Mannschaft auf den Platz gebracht hat. Wir wollten spielerische Lösungen finden, was aber der aufopferungsvoll kämpfende Gegner immer wieder zunichtemachte. Zudem wurde dann auch noch ein Schuss der Gastgeber von uns ins eigene Tor befördert. Uns fehlte im letzten Drittel einfach die Durchschlagskraft, um an diesem Tag mit 3 Punkten nach Hause fahren zu können. Und wenn wir mal eine Chance hatten, wurde diese leichtfertig vergeben. Mit dem 2. Treffer Wiesentals war das Spiel dann auch schon entschieden. Es war eine verdiente Niederlage, war uns der TSV an diesem Tag doch vor allem kämpferisch überlegen.“
In den beiden Vorjahren duellierten sich Mingolsheim II und der kommende Gegner Hambrücken II in jeweils Spitzenspielen. Unter anderen Vorzeichen kommt es nun zum erneuten Aufeinandertreffen. Während Hambrücken II erneut um den Aufstieg mitspielt, bewegt sich Mingolsheim II in dieser Saison „nur“ im Tabellenmittelfeld. Für Jahnke fällt die Favoritenrolle daher dieses Mal klar dem Tabellenzweiten aus Hambrücken zu: „Alles Jammern über die Niederlage in Wiesental hilft nichts, denn nach den Osterfeiertagen kommt nun mit Hambrücken II eine Spitzenmannschaft zu uns in den Sportpark. Die Vorzeichen sind klar verteilt: Möchte Hambrücken ganz nach oben, dann dürfen sie sich keinen Patzer mehr erlauben. Vielleicht tut das meiner Mannschaft ja gut, hat sie am Sonntag ja nichts zu verlieren. Ich werde die Jungs schon so einstellen, das wir es Hambrücken auf jeden Fall nicht ganz so einfach machen werden, die drei Punkte zu holen. Es sind alle Mann an Bord. Ich hoffe, dass ich mit der Wahl meines Kaders ein glückliches Händchen besitzen werde und uns dann vielleicht eine Überraschung gelingen kann. Im Fußball ist nichts unmöglich, man muss es nur machen, d.h. das Unmögliche probieren, um das Mögliche zu erreichen. In diesem Sinne freue ich mich auf Hambrücken II und wünsche mir ein schönes Spiel, viele Zuschauer, viele Tore und eine Mannschaft, die vom Anfang bis zum Ende dagegenhält.“

Der FV Hambrücken II zeigt sich aktuell nicht nur erfolgreich, sondern auch sehr treffsicher. Die vergangene Begegnung gegen die SpG Graben-Neudorf II konnte mit sage und schreibe 9:0 gewonnen werden. FVH-Coach Frank Schlegel wurde bei diesem Spiel krankheitsbedingt von Co-Trainer Daniel Zeisel vertreten. Dieser kann nur Gutes berichten und spart Sportsmann-like auch nicht an Anerkennung für den Gegner: „Mit dem Ergebnis und dem Verlauf des Spiels gegen Graben-Neudorf sind wir natürlich vollauf zufrieden. Die Mannschaft hat von Anfang an das umgesetzt, was wir vorgegeben hatten und ging konzentriert zu Werke. Mit schönen Ballstafetten und schnörkellosem Fußball fiel dann auch das eine ums andere Tor. Zudem haben wir wieder zu Null gespielt und im gesamten Spiel nur eine Chance des Gegners zugelassen. Das war defensiv wie offensiv eine klasse Leistung der Jungs! Den Graben-Neudorfern Jungs will ich trotzdem ein Lob aussprechen. Die junge Mannschaft hat sich meines Erachtens läuferisch gut geschlagen und hat trotz des Ergebnisses den Kopf nicht hängen lassen. Weiterhin war es auf beiden Seiten ein faires Spiel und ein dickes Lob geht auch an den Schiedsrichter, der stets auf der Höhe war.“
Hambrücken II und der nächste Gegner Mingolsheim II hatten an den letzten beiden Corona-bedingt abgebrochenen Spielzeiten jeweils um die Tabellenspitze gekämpft. 2019/20 wurde der TuS II 2ter und Hambrücken II 3ter, 2020/21 lagen die Mingolsheimer vor den Hambrückenern an der Spitze. Die damaligen insgesamt nur 2 Duelle konnte jeweils Mingolsheim mit 2:0 für sich entscheiden. In dieser Saison drehte der FVH II den Spieß um und gewann in der Vorrunde mit 2:1. Zeisel blickt in seiner Vorschau daher auch auf die vergangenen Duelle zurück: „Die Osterpause kam uns eigentlich nicht so gelegen. Die Mannschaft ist bestens aufgelegt und wir hätten gerne am Osterwochenende gespielt. Nichtsdestotrotz wartet nach der Zwangspause nun der TuS aus Mingolsheim auf uns. Das waren die letzten Jahre immer heiße Duelle auf Augenhöhe. Ich bin mir sicher, dass uns der TuS alles abverlangen wird und wir nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und der nötigen Einstellung die Punkte nach Hambrücken entführen können. Das wissen unsere Jungs und wir sind uns sicher, dass wenn sie ihr Potential abrufen, dies dann auch gelingen wird.“

Prognose: Mingolsheims Rückrunde ist bisher ein Auf und Ab (Heimsieg, Heimniederlage, Auswärtssieg, Auswärtsunentschieden, Heimniederlage, Auswärtsniederlage). Im Niemandsland der Tabelle wird es schwer, noch den einen oder anderen Platz gutzumachen, nach unten besteht aber keine echte Gefahr. So kann der TuS befreit aufspielen und wird im Hinblick auf die engen Duelle in der Vergangenheit, Hambrücken sicherlich ein Schnippchen schlagen wollen. Druck hat dagegen der FVH II, will er auch weiterhin an Büchenau dranbleiben und am Ende noch den Aufstiegszug besteigen. Hambrücken erzielte in den letzten 3 Spielen 18:0 Tore, in den letzten 4 deren 21:1, und reist als klarer Favorit nach Mingolsheim.

Huttenheim
0:3
FSV Büchenau
§
Update 23.04., 11.30 Uhr: Spiel abgesagt (Nichtantritt Huttenheim)

Nach zuvor 4 sieglosen Begegnungen konnte Huttenheim beim strauchelnden TSV Stettfeld II mit 2:0 wieder mal gewinnen. Co-Spielertrainer Gürkan Hambsch, der sich dabei selbst in die Torschützenliste eintragen konnte, resümiert: „Das Spiel in Stettfeld war für uns endlich mal wieder ein erfolgreiches. Auch wenn die personelle Situation erneut nicht vielsprechend war. Mit nur einem Spieler auf der Bank und vielen angeschlagenen Spielern in der Startelf, war es ein hartes Stück Arbeit. Wir haben die Aufgabe dennoch gut gemeistert. Die Zweikämpfe im Mittelfeld wurden angenommen und schnell nach vorne gespielt. Wir haben zwar zu Null gewonnen, was aber nicht heißt, dass Stettfeld keine Chancen besessen hätte. Auf der anderen Seite: Wären die Platzverhältnisse besser gewesen, hätten wir auch deutlich höher gewinnen können. Aber der Konjunktiv ist irrelevant. Fakt ist, dass wir gewonnen haben. Dieser Sieg ist natürlich enorm wichtig für das Selbstbewusstsein, insbesondere im Hinblick auf das kommende Spiel.“
Damit schlägt Hambsch auch gleich einen Bogen zum folgenden Match, zu dem Huttenheim den Tabellenführer aus Büchenau herausfordern wird. Hambsch: „Jetzt dürfen wir den Ligaprimus begrüßen. Jeder in der Liga weiß um die Qualität vom FSV Büchenau. Sie sind personell und qualitativ sehr gut aufgestellt. Das ist kein Geheimnis. Wir brauchen einen Sahnetag. Wir haben zwar nichts zu verlieren, aber auch nichts zu verschenken. Der FSV geht als ganz klarer Favorit in die Partie. Zudem muss man bedenken, dass aufgrund der Tabellensituation jedes Spiel für den FSV Endspielcharakter hat. Je länger es 0:0 steht, umso höher wird der Druck für Büchenau. Hier werden wir wohl anknüpfen.“ Mit einem Augenzwinkern blickt Hambsch auch schon etwas auf das überübernächste Duell gegen Büchenau-Verfolger Hambrücken II voraus: „Mal schauen, vielleicht können wir am Sonntag dem Tabellenersten in die Suppe spucken und Hambrücken damit vorerst einen Gefallen tun, um einen solchen dann zwei Wochen später wiederum den Büchenauern zu tun.“

Der FSV Büchenau hat sich zuletzt auch gegen die zuvor 10 Spiele ungeschlagenen Langenbrückener schadlos gehalten Co- und Torwarttrainer Christian Lamprecht berichtet vom vorausgesagten engen Spiel, das der FSV mit einem Schlussspurt doch noch klar mit 3:0 gewann: „Langenbrücken war der erwartet unangenehme Gegner. Sie spielten sehr zweikampfbetont, wurden bei jedem Zweikampf gepuscht. In den ersten 20 Minuten hatten wir damit unsere Probleme, doch dann kamen wir besser damit zurecht und auch zu einzelnen Torchancen. Doch außer einem Pfostenschuss von Geissler kam nichts dabei heraus. In der 2. Halbzeit wurde die Partie dann zerfahrener. Es wurde hektischer, es gab viele kleine Fouls von beiden Seiten. Spielerisch war es kein Hochgenuss, doch spannend war es zu jedem Zeitpunkt der Begegnung. Die erste sehr gute Torgelegenheit für Langenbrücken hatte der stark aufspielende Lukas Becker, der vom ebenfalls sehr agilen Moritz Müller blendend eingesetzt wurde. Sein Hammer aus gut 20 Metern konnte jedoch von Simmerling entschärft werden. Das erlösende 1:0 dann nach knapp 80 Minuten. Ein Freistoß von Adler fand den Kopf von Torjäger Geissler, der zur eminent wichtigen Führung traf. Damit war der Bann gebrochen. Langenbrücken brach ein und auch von außerhalb kamen keine aufmunternden Worte für die 80 Minuten lang aufopferungsvoll kämpfenden, jungen Gäste aus Langenbrücken mehr. Das 2:0 durch Divi und das 3:0 durch Hassmann waren dann noch die Sahnehaube auf die imposanten letzten 10 Spielminuten. Damit bewahrheiten sich die Worte von Langenbrückens Torwarttrainer Marc Keilbach, der auf dem Weg in die Kabine meinte, dass derjenige gewinnen würde, der heute das erste Tor erzielt. So sollte es dann auch sein. Auf Seiten der Gastgeber eine geglückte Revanche für die Hinrundenniederlage.“
FSV-Trainer Michael Walch steht wieder auf der Kommandobrücke und ordnet den nächsten Gegner wie folgt ein: "Huttenheim ist eine unangenehm zu spielende Mannschaft und sehr launisch. Ich habe den FCH in starker Erinnerung, als er im Hinrundenspiel den FC Forst II mit 1:0 besiegen konnte. Spielerisch eine sehr gute Truppe, der aber die Konstanz fehlt. Aus unserer Sicht rollt das Personal coronabedingt mal wieder durch. Adler und Divi werden definitiv nicht mitwirken können. Hinter Knoch steht ein Fragezeichen und auch Schaupp wird uns nicht zur Verfügung stehen. Für uns gilt es, alles reinzuhauen, um die 3 Punkte zu holen, denn ich persönlich rechne mit keinen Punktverlusten von Hambrücken II mehr. Falls doch, wäre es fatal, wenn wir ebenfalls Punkte liegen lassen würden."

Prognose: Nach zuvor 4 Spielen ohne Sieg, konnte Huttenheim beim 2:0 in Stettfeld erstmals seit Anfang März wieder gewinnen und sich dadurch auf den 6. Tabellenplatz verbessern. Die fünfbeste Heimmannschaft (5 S, 2 U, 2 N) hat dabei zuletzt aber ausgerechnet gegen 2 Teams aus unteren Tabellenregionen zuhause nur einen Zähler geholt. Die Bilanz im heimischen Molzaustadion will man nun wieder aufbessern. Dazu steht man jedoch gegen Tabellenführer Büchenau vor der wohl denkbar schwersten Herausforderung. Der FSV konnte bereits 7 von 9 Begegnungen in der Fremde gewinnen und wird wie in jedem Spiel auch in Huttenheim Favorit sein. Finden die Gastgeber jedoch nach der Osterpause zu ihrer Heimstärke zurück, wäre eine Überraschung denkbar. Dafür muss aber schon vieles, nahezu alles, passen.

Aufrufe: 021.4.2022, 15:30 Uhr
Eric WagnerAutor