– Foto: Simone Kochanek

Schlägt Stettfeld erneut Neuthard?

Verfolgerduell am Waldsee +++ richtungsweisender Kellergipfel zwischen Neudorf und Kronau +++ Pokalfinalisten im Duell

Zum Start der Rückrunde in der Kreisliga trifft der FV Neuthard mit dem TSV Stettfeld auf die einzige Mannschaft, die den FVN in der Vorrunde schlagen konnte. Im Verfolgerduell messen sich der FC Forst und der TSV Rheinhausen. Spannung verspricht auch der Kellergipfel zwischen Neudorf und Kronau. Zudem treffen sich die Pokalfinalisten Menzingen und Wiesental.

Menzingen
2:4
FV Wiesental

Nach einem guten Saisonstart, als man auch an der Spitze mitmischte, fiel der SV Menzingen in der Tabelle stark ab. Der letzte Ligasieg datiert auf den 26. September (2:0 gegen Stettfeld), seitdem gab es acht nur zwei Zähler aus acht Partien. Besser lief es dagegen im Kreispokal, dort steht die Elf von Kai Ledermann nämlich im Finale. Auf die Kraichtaler wartet also eine spannende Rückrunde. Für diese hat man entsprechende Grundlagen gelegt, wie Moritz Bahm berichtet: „Mit der Vorbereitung sind wir im Verein ganz zufrieden. Wir haben oft trainieren und Vorbereitungsspiele erfolgreich absolvieren können.“
So sehen sich die Menzinger eigentlich gut gerüstet – eigentlich, denn die Pandemie erschwert die Vorbereitung auf das erste Rückrundenspiel: „Im Moment haben wir leider das Pech, wegen Corona auf Spieler verzichten zu müssen. Trotz allem freuen wir uns alle, dass es am Sonntag wieder mit der Rückrunde los geht.“ Gegen den Ligazweiten aus Wiesental sind die Kraichtaler in der Außenseiterrolle, gleichwohl will Bahm punkten: „Da geht es gleich gegen den FV Wiesental einen starken Gegner. Ich hoffe, wir können gleich unsere komplette Stärke abrufen. Dann sollte auch in diesem Spiel daheim in Menzingen was für uns drin sein.“

Stand der FV Wiesental beim Abbruch der Vorsaison noch tief im Tabellenkeller, grüßt man nach 13 Spielen nun von Rang zwei. Hinter der Mannschaft von Resul Polat liegt also eine starke Vorrunde. Träume von der Landesliga wachsen aber aktuell nicht, lieber beschäftigt sich Polat mit den Einheiten der letzten Wochen: „Mit der Vorbereitung war ich zufrieden. Wir hatten eigentlich immer zehn bis 14 Leute im Training plus zwei Tormänner. Da kann ich nicht meckern.“ Auch mit den Testspielen ist er insgesamt einverstanden, wobei die beiden Höhepunkte in negativer und positiver Sicht heraushebt: „Die Freundschaftsspiele haben wir positiv gestalten können und uns weiter entwickeln können. Bis auf das Spiel gegen Dossenheim, das war ein schwaches Spiel von uns. Aber das passiert mal, da fand ich unsere Reaktion sehr gut. Wir haben das letzte Spiel in der Vorbereitung gegen die erste Mannschaft aus Kirrlach bestritten. Das Spiel hat mir nochmal gezeigt, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt. Wir haben da mit dem und auch gegen den Ball sehr gut gearbeitet und nicht unverdient gewonnen.“
Mit einiger Zuversicht geht der einstige Verbandsligist also in die Rückrunde. In der spielt man zunächst beim Pokalfinalisten Menzingen. „Über den SV Menzingen kann ich leider nichts sagen, da ich selbst im Hinspiel gefehlt habe. Es ist sehr wichtig, dass wir gut starten, aber das möchten alle Mannschaften“, äußert sich Polat recht zurückhaltend.

PROGNOSE:
Auf dem Papier sind die Rollen trotz des Menzinger Einzugs in Pokalfinale klar verteilt: Wiesental, auf das der SVM im Endspiel treffen wird, ist gerade auch nach der jüngsten Testspielduftmarke gegen Kirrlach gegen den SV Menzingen favorisiert. Doch auch die Kraichtaler haben sich in ihren Testspielen ebenfalls warmgeschossen. Ein Selbstläufer wird das Auswärtsspiel für den Ligazweiten also nicht.

Neuthard
3:1
Stettfeld

Nach zuletzt schweren Jahren thront der FV Neuthard zur Saisonhälfte nun auf dem Platz, auf dem man auch 2016/17 stand – dem Platz an der Sonne. Geht es für den FVN nun wieder hoch hinaus? Senad Nadarevic, der Trainer des Tabellenführers, ist jedenfalls mit den Wochen der Vorbereitung insgesamt zufrieden: „Die Vorbereitung war so weit gut. Wir hatten gute Spiele dabei, aber auch Spiele, die nicht so optimal verlaufen sind. Wir haben zwei Neuzugänge bekommen und ich bin da sehr zufrieden.“
Rein Tabellarisch ist Neuthard gegen Stettfeld favorisiert. Vom bisher eher mäßigen TSV-Abschneiden lässt sich Nadarevic allerdings nicht blenden: „Auch wenn Stettfeld ein bisschen hintendran ist, sagt das nichts aus. Elvis wird seine Mannschaft richtig einstellen und es wird ein enges Spiel. Ich hoffe, dass mir alle Spieler zur Verfügung stehen. Dann werden wir alles tun, um die Punkte bei uns zu behalten.

Nur 15 Punkte konnten die in den letzten Jahren erfolgsverwöhnten Stettfelder in der Vorrunde einsammeln – Luft nach oben ist durchaus vorhanden. Das weiß auch Elvis Karam, der mit seinem Team im Winter intensiv gearbeitet hat: „Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Die Trainingsbeteiligung war top und jeder hat richtig Gas gegeben. In den Spielen haben wir gut gespielt und enorm viel Aufwand betrieben, auch wenn die Ergebnisse nicht den Anschein haben. Wir haben aber auch enorm viele ‚Böcke‘ gebaut, die der Gegner bestrafen musste.“
Damit leitet Karam schon zur Vorschau auf das Kräftemessen mit dem Tabellenführer über: „Das darf uns während der Runde in der groben Form nicht passieren, schon gar nicht gegen den Spitzenreiter.“ In Bezug auf den FVN ruft Stettfelds Trainer mit einem Schmunzeln auch seine eigenen hellseherischen Fähigkeiten in Erinnerung: „Vielleicht könnt ihr euch an meine Worte nach dem Hinrundenspiel erinnern: ‚…der FV Neuthard wird für einige Überraschung sorgen!‘ Ich glaube, ich habe Recht behalten, wenn man die Tabelle sich anschaut.“ Karam hofft trotz schwerem Gegner auf einen guten Auftakt: „Wir werden alles versuchen und kämpfen, um positiv zu starten, denn wir müssen so schnell wie möglich viele Punkte holen, um uns nach unten abzusichern. Die denkbar schwerste Aufgabe wartet direkt zum Start auf uns. Es kann aber auch gut sein, wenn Neutharder noch nicht im Rhythmus sind.“ Zuletzt schickt er Grüße an die Liga: „Ich freue mich, dass es endlich wieder los geht. Ich wünsche allen Mannschaften, dass sie gesund und verletzungsfrei durch die Rückrunde kommen.“

PROGNOSE:
Den FV Neuthard hatte Stettfelds Trainer Elvis Karam zurecht vorne erwartet - und dem FVN dabei auch die einzige Niederlage der Vorrunde beschert. Trotz des bisher mittelmäßigen Abschneidens ist mit den Stettfeldern zu rechnen. Dagegen dürfte FVN-Coach Senad Nadarevic nicht nur auf eine Revanche brennen, sondern auch die Ansprüche Neuthards, die aus der starken Vorrunde erwachsen sind, untermauern wollen. Der Besuch dieses Duell dürfte das Eintrittsgeld wert sein.

FC Forst
5:0
Rheinhausen

Auch dank einer starken Siegesserie zum Vorrundenende, die nur im Spitzenduell von Neuthard gestoppt wurde, überwinterte der FC Forst auf einem guten fünften Platz. In dieser Tabellenregion will man am Waldsee sicher gerne verweilen. „Im Großen und Ganzen war die Vorbereitung zufriedenstellend. Die ersten drei Wochen waren richtig gut, dann kamen sieben bis zehn Tage, in denen wir aufgrund diverser Gründe etwas die Belastung dosieren mussten, bevor wir die letzten Tage wieder richtig Gas geben konnten und nahezu der komplette Kader zur Verfügung stand“, berichtet Christopher Holzer von einer letztlich ordentlichen Vorbereitung.
Mit einem Heimspiel gegen Rheinhausen eröffnet der FCF die Rückrunde. Holzer lobt den Gegner, der einen Platz vor der Germania steht: „Spiele gegen Rheinhausen sind nie leicht, das wissen wir von den Aufeinandertreffen der letzten Jahre. Die Stärke unseres kommenden Gegners zeigt sich ebenso in der aktuellen tollen Platzierung. Rheinhausen hat enorme Qualität, was das Umschaltspiel und die Schnelligkeit im Offensivbereich angeht. Damit können unsere Gäste jedem Gegner richtig wehtun.“ Ungeachtet des Lobes will Holzer den TSV Rheinhausen natürlich ohne Punkte heimschicken. „Es wird wichtig sein, dass wir gut in die Rückrunde starten, um unsere gesteckten Ziele zu erreichen. Daher möchten wir am Sonntag punkten - gerne dreifach“, so Forsts Trainer.

Nachdem man beim Abbruch der Vorsaison auf Rang fünf stand, schlägt sich das jüngste Mitglied der Kreisliga weiterhin tapfer. Nach 13 Spielen liegt der TSV Rheinhausen auf Position vier – nur drei Punkte hinter Platz eins. Die gute Ausgangslage will die Mannschaft von Dominik Feuerstein nun entsprechend nutzen. Der routinierte Spielertrainer ist aber nicht so wirklich glücklich mit den letzten Wochen: „Unsere Wintervorbereitung lief definitiv nicht so, wie ich das gerne gehabt hätte. Zu Beginn waren noch alle Mann an Board, in den letzten Spielen mussten wir personell zwangsläufig immer ein wenig experimentieren.“ Experimentieren und improvisieren kann man aber am Rhein, wie der Sommer gezeigt hat, als sich der TSV trotz massiver Corona-Ausbrüche wacker schlug. Das unterstreicht Feuerstein: „Da hatten wir im Sommer eine schwierigere Phase nach unserem Corona-Ausbruch.“
Zwar liegt der TSV knapp vor dem ersten Gegner, die Favoritenrolle schiebt Feuerstein aber ein bisschen der Germania aus Forst zu: „Im ersten Spiel erwartet uns mit Forst eine Spitzenmannschaft, die ergebnistechnisch eine bessere Vorbereitung als wir gespielt hat. Es geht endlich wieder um Punkte, daher sehen wir im Prinzip erst danach, wo wir stehen. Wenn wir aus Forst etwas Zählbares mitnehmen würden, wäre das für uns überragend.“

PROGNOSE:
Im Hinspiel fuhr der FC Forst einen knappen Sieg ein. Mit einem deutlichen Ergebnis ist beim Verfolgerduell auch dieses Mal nicht zu rechnen. Im Vergleich zweier guter Mannschaften wird auch der Tagesform eine gewisse Bedeutung zukommen. Klar ist: Der Sieger ist weiterhin ganz vorne dabei. Das dürfte Motivation genug für ein packendes Duell sein.

Neudorf
2:0
VfR Kronau

Schon im Vorjahr stand die FVgg beim Saisonabbruch weit hinten, nun ist sie wieder im Tabellenkeller zu finden. Mit elf Punkten liegt man auf dem vorletzten Platz. Soll es mit dem Klassenerhalt etwas werden, muss man sich hier deutlich steigern. Dessen ist sich die Mannschaft offenbar bewusst, wie Arif Saglam nach der Vorbereitung erzählt: „Ich war mit der Vorbereitung von meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben in der Winterpause auch Verstärkungen bekommen. Ich bin mit der jetzigen Situation sogar sehr zufrieden. Man hat jetzt bei den Vorbereitungsspiele gesehen, dass die Mannschaft natürlich auch besser dasteht.“
Ich hoffe natürlich, dass wir gegen Kronau die drei Punkte daheimlassen. Das wäre natürlich wichtig, vor unseren eigenen Zuschauern zu gewinnen, da wir im Moment einen Punkt vor Kronau sind, wünsche ich mir, dass wir mit einem guten Start in die Rückrunde kommen.“

Dass der VfR Kronau nach der Hinrunde auf dem letzten Platz der Kreisliga stehen würde, hatte wohl kaum jemand erwartet. Die Rasenspieler wollen den ersten Abstieg aus Bruchsals Beletage seit gut 20 Jahren (zuletzt 1999/2000) aber unbedingt verhindern. Schon in der Vorrunde kehrte Matthias Kahle nach der kurzen Ära von René Lahr auf den Trainerstuhl zurück. Mit Kahle bereitete sich der VfR auch intensiv vor, wie Mark Geckler berichtet: „„Mit der Vorbereitung sind wir, was die Beteiligung und die Durchführung angehen, sehr zufrieden. Da haben wir schon ganz andere Wintervorbereitungen erlebt. Die Testspiele waren von den Ergebnissen und Leistungen her durchwachsen, ob diese Spiele aussagekräftig sind, wird sich am Sonntag zeigen.“
Der Ligastart ist aber auch mit einigen Unabwägbarkeiten verbunden, die von Corona nun noch verstärkt werden. „Leider erwischt uns die Coronawelle gerade jetzt, wo‘s wieder so richtig losgeht, da haben wir wohl einige Ausfälle zu verzeichnen. Hinzu kommen an den ersten Spieltagen noch der ein oder andere Verletzte bzw. Urlauber, so dass die Trainer zum Auftakt wohl immer wieder an der Aufstellung basteln müssen“, gibt Geckler Einblicke. In jedem Fall muss eine schlagkräftige Aufstellung gefunden werden, denn zum Start wartet das Kellerduell in Neudorf auf die Olympia. „Wir werden versuchen, gut aus den Startlöchern zu kommen. Jeder weiß, wie wichtig ein guter Start ist, gerade für den Kopf bzw. das Selbstvertrauen. Von daher wäre es gut und wichtig, etwas Zählbares aus Neudorf mitzunehmen“, steckt der VfR-Verantwortliche die Marschroute ab. Von einem „Endspiel“ will er indes noch nicht sprechen: „All zu hoch würde ich die Gewichtung des Spiels aber nicht hängen, denn auch danach werden noch ausreichend Punkte vergeben.“

PROGNOSE:
Auch wenn es im tabellarischen Hinterfeld eng zugeht und nach dem Kellerduell noch zwölf Spiele ausgetragen werden: Sowohl für Neudorf als auch für Kronau hat dieses Spiel große Bedeutung. Verlieren verboten lautet also die Devise - weniger vielleicht ob des Punktverlusts, sondern wegen des atmosphären Dämpfers. Gerade auch weil sich die Neudorfer in der Winterpause gut verstärkt haben, dürfte eine Wiederholung des 4:0-Hinrundenerfolgs durch Kronau unwahrscheinlich sein. Eine enge Partie auf Augenhöhe scheint dagegen wahrscheinlicher.

Mingolsheim
2:0
Odenheim

Ziemlich genau im Tabellenmittelfeld liegt der TuS Mingolsheim, 19 Punkte führten zu Rang sieben. Abstand ist nach oben wie auch nach unten vorhanden. In welche Richtung nähert sich der TuS in der Rückserie an? Geht es nach den Wünschen der Mingolsheimer Verantwortlichen, würde man sicher noch die eine oder andere Position vorrücken. Eine Verortung der eigenen Situation fällt Trainer Andreas Schmidt aber momentan doch schwer: „Ich glaube, dass niemand so genau weiß, wo er gerade steht. So wie ich es mehrfach gehört habe, hatten viele Mannschaften in der Vorbereitung Probleme mit Corona und es mussten deshalb einige Spiele und Trainingseinheiten abgesagt werden. So war es eben bei uns auch. Deshalb sind wir erstmal froh, dass es am Sonntag überhaupt losgehen kann. Die Einschätzung, wie der momentane Leistungsstand ist, fällt deshalb sehr schwer.“
Ein erstes Indiz könnte der Ligaauftakt werden. Dann trifft der TuS auf den Drittletzten aus Odenheim. Schmidts Ziel ist ein Dreier: „Wir wollen aber natürlich alles daransetzen, um mit einem Sieg in die Rückrunde zu starten.“

Deutlich hinter den Erwartungen kam der FC Odenheim in die Winterpause. Nur zwölf Zähler sammelten die Viktorianer ein, was im Klassement lediglich zu Rang zwölf reichte – zwei Pünktchen vor dem Tabellenende. Odenheim muss sich also steigern, um das Abstiegsgespenst aus dem Siegfriedstadion zu vertreiben. Ein Hoffnungsschimmer ist da die aktive Trainingsbeteiligung der Mannschaft, wie Luca Hodecker zufrieden resümiert: „Mit der Vorbereitung bin ich wirklich zufrieden. Wir haben meiner Meinung nach gut gearbeitet und hatten eine hohe Trainingsbeteiligung. Außerdem waren im Training sehr viel Zug und Engagement vorhanden, was gerade bei einer Wintervorbereitung (kalt, nass, schlechte Plätze) nicht selbstverständlich ist. Diese Dinge stimmen mich positiv, dass wir uns bewusst sind, eine andere Rückrunde im Vergleich zu der Hinserie zu zeigen.“ Ein gemischtes Fazit zieht er zu den Vorbereitungsspielen: „Wir hatten zwei Testspiel, mit denen ich wirklich sehr zufrieden war, und zwei, die überhaupt nicht nach meinen Vorstellungen liefen.“
Möglichst rasch müssen die Odenheimer Punkte einfahren, um einen Sicherheitspuffer nach unten aufzubauen. Ob das aber schon in Mingolsheim gelingt? Hodecker weiß auch eingedenk des Hinspiels um einen schweren Gegner: 2Unser Rückrundenauftakt hat es wirklich in sich. Die Reise zum TuS Mingolsheim ist eine sehr schwere. Beim Heimspiel in der Hinrunde muss man ehrlicherweise gestehen, dass wir sehr verdient mit 3:0 verloren haben und Mingolsheim uns nahezu das gesamte Spiel über wirklich dominiert hat, das war schon enorm stark! Deshalb hat es mich auch gewundert, dass die Ergebnisse danach nicht mehr ganz so gut bei den Mingolsheimern waren.“ Dennoch brennt er auf den Wiederbeginn: 2Wir sind froh, dass es am Sonntag wieder mit dem ‚Wettkampfmodus‘ los geht und es bei den Spielen wieder um drei Punkte geht, da werden wir alles dafür tun, unser Punktekonto aufzubessern.“

PROGNOSE:
Der FC Odenheim braucht Punkte, sonst droht ihm Abstiegskampf. Dafür muss die Hodecker-Elf vor allem die eigene Trefferquote (bisher erst neun Tore) signifikant erhöhen. Ob das aber schon in Mingolsheim gelingt? Zwar hat auch der TuS nicht immer brilliert, geht als drittbestes Heimteam aber doch als Favorit in die Partie - zumal die Schmidt-Elf die Odenheimer in der Hinserie deutlich schlug.

FC Flehingen
0:1
FC Karlsdorf

Aussichtsreich im Aufstiegsrennen ist auch der FC Flehingen positioniert, denn die Flehinger rangieren einen Zähler hinter dem Spitzenduo. Trainer Christian Rohr berichtet zwar von einer gemischten Vorbereitung, hebt aber einen Aspekt besonders positiv heraus: „Naja, eine typische Wintervorbereitung, Plätze nicht wirklich gut, krankheitsbedingte Ausfälle, Spiele auf den ungeliebten Kunstrasenplätzen… Trotz allem bin ich über den Fitnesszustand meiner Spieler nach dieser langen Pause positiv überrascht!“
Um weiterhin vorne mitzumischen, wäre ein guter Start sicher nicht verkehrt. Doch Rohr warnt davor, den Gegner aus Karlsdorf zu unterschätzen: „Klar, Karlsdorf ist ein sehr unangenehmer Auftaktgegner. Goran und der Verein haben sich einen Platz weiter oben erhofft und werden daher in der Rückrunde Gas geben, um dies noch zu erreichen.“ Die eigenen Ansprüche sollen auf dem Platz aber zur Geltung kommen: „Für uns gibt es am Sonntag zum Rückrundenauftakt nur ein Ziel und dieses lautet, mit einem Heimsieg zu starten, damit wir oben dranbleiben! Meine Jungs sind heiß und wollen endlich wieder um Punkte spielen und auf dem Platz Gas geben.“

Nicht ganz die eigenen Erwartungen hat der FC Karlsdorf bisher erfüllt. Die Abstiegszone ist für den Geschmack der Germania-Verantwortlichen doch etwas zu nahe, um wirklich zufrieden zu sein. Auch die Wintervorbereitung lief nicht ganz nach dem Geschmack von Trainer Goran Barisic: „Die Vorbereitung ist mal wieder nicht so gut gelaufen. Es gab wieder Ausfälle durch Corona, verschiedenen Verletzungen, Urlaub etc. und so konnten wir nicht das, was wir uns vorgenommen hatten, durchziehen. Wir haben viermal gespielt und man kann wieder nicht sagen, ob die Ergebnisse gut oder schlecht sind. Entweder waren wir nicht komplett oder der Gegner spielte mit dem letzten Aufgebot. In der Bilanz stehen also ein Unentschieden, eine Niederlage und zwei Siege. Ein Spiel musste ich absagen, weil wir zu wenige Spieler gehabt haben.“
Nun wartet gleich eine hohe Hürde. „Flehingen war schon bei uns sehr stark und hat verdient 3:0 gewonnen“, erinnert sich Barisic an das Hinspiel. Er hofft aber, dass trotz des starken Gegners die Karten nun neu gemischt werden: „Jetzt ist das erste Rückrundenspiel und mal sehen, was passiert. Dort ist nicht einfach zu spielen, durch Christian haben die Flehinger einen guten Trainer und so noch mehr Qualität.“ Auch aus einem speziellen Grund fiebert Barisic auf die Auswärtsfahrt hin: „Aber ich freue mich trotzdem, besonders auf die berühmten ‚Balkon-Fans‘. Ich hoffe, dass ich wieder mit Coca-Cola beschenkt wird. Bis jetzt war das immer der Fall.“

PROGNOSE:
FCK-Coach Goran Barisic hofft auf eine Cola-Spende von den Flehinger "Balkon-Fans", mehr noch würde ihm aber ein Punktgewinn schmecken. Um den Flehingern Paroli zu bieten, braucht die Germania jedoch eine starke Leistung. Bringen die Karlsdorfer diese nicht, werden sie auch das zweite Duell mit Flehingen in dieser Saison verlieren.

TSV Wiesent.
2:0
Ubstadt

Als sechste und letzte Mannschaft hat der TSV Wiesental in den ersten 13 Spielen mehr als 20 Punkte eingesammelt und so konnte man auch ohne großen Druck die Rückserie angehen. „Mit der Vorbereitung bin ich sehr zufrieden, leider haben sich jetzt nur kurz vor Rundenbeginn zwei wichtige Spieler verletzt. Trotzdem haben wir super Freundschaftsspiele bestritten, auf denen wir gegen Ubstadt aufbauen wollen“, blickt Tim Ronecker auf die letzten Wochen gut gelaunt zurück.
Der Fokus des TSV-Trainers für das Heimspiel ist dann auch klar: „Deshalb sollen bestmöglich die drei Punkte beim TSV Wiesental bleiben. Wir freuen uns sehr, dass es endlich wieder los geht.“

Die beste Mannschaft aus der Gemeinde Ubstadt-Weiher ist nach der Hinrunde der FV Ubstadt, denn man schob sich am 13. Spieltag noch an Stettfeld vorbei auf Rang acht. Insgesamt eine passable Leistung für den FVU, dessen Trainer Andreas Bronner geradezu begeistert über die Vorbereitung spricht: „Die Vorbereitung war bei uns wirklich, das muss ich nach so langen Jahren als Trainer sagen, ganz nach dem Geschmack eines Trainers. Wir haben fast immer 20 Mann im Training gehabt und die waren auch unheimlich engagiert. Auch wenn teils die Platzverhältnisse nicht so gut waren, haben wir in der Halle oder auch in der Ortschaft oder so immer wirklich intensive Läufe gehabt und gut gearbeitet. Das muss man ganz klar sagen. Also die Vorbereitung war echt top. Die Jungs sind, was die Gemeinschaft und das Soziale anbelangt, eine super Truppe. Die sitzen zusammen, die feiern zusammen. Sie helfen aber auch aus, zusammen Sachen umzubauen, was wir gemacht haben. Wir haben ja auch jetzt im sportlichen Bereich mit Hendrik Gutekunst und Stephan Birkenmeyer zwei super Leute dazu bekommen, die unterstützen, wo sie nur können. Insofern ist eigentlich alles toll, Glück pur.“ Ein kleiner Wermutstropfen hat sich aber in das Glas der Glückseligkeit gemischt, wie Bronner einräumen muss: „Leider ist es jetzt so, dass immer auch eine Zeit kommt, die nicht so toll läuft. Zum Wochenende habe ich vier Fälle von Corona. Das ist leider aber in unserer Zeit die Normalität und damit müssen wir umgehen.“
Den Rückrundenauftakt bestreitet der FVU beim vier Punkte besser stehenden TSV Wiesental. Dort will sich Bronner gegen einen guten Gegner wacker schlagen: „Wir werden nach Wiesental fahren, die bestmögliche Mannschaft stelle und das bestmögliche aus uns raushauen, ohne Frage. Dass wir beim TSV auswärts eher der Underdog sind, das sehe ich einfach so. Die Mannschaft ist kampfstark und auch spielerisch sehr gut. Ich glaube, wir müssen alles raushauen, um dann im Endeffekt vielleicht einen Punkt oder, wenn's der goldene Sonntag ist, gerne auch drei Punkte mitzunehmen. Aber wir freuen uns ohne Ende auf den Rundenstart und darauf, dass es jetzt losgeht und dass auch wirklich so jetzt Normalität einkehrt.“

PROGNOSE:
Nach langem Warten fuhren die Wiesentaler kurz vor der Winterpause doch noch zwei Heimsiege ein. Dennoch bleibt die TSV-Heimbilanz von erst sieben Punkten ausbaufähig. An diesem Hebel will Tim Ronecker mit seiner Elf ansetzen. Doch Vorsicht vor Ubstadt, denn der FVU kommt mit einem guten Gefühl aus der Pause und ist auch in Wiesental alles andere als chancenlos.

Aufrufe: 028.2.2022, 14:50 Uhr
Florian WittmannAutor