Sommerpause = Füße hochlegen
Sommerpause = Füße hochlegen – Foto: Uta Schmidt

Rückblick auf den letzten Spieltag und die Saison

Zwei Teams mit über 100 Toren +++ Meister Büchenau nur einmal geschlagen +++ Verantwortliche blicken zurück

In der Kreisklasse B Hardt waren alle relevanten Entscheidungen bereits vor dem 26. und letzten Spieltag festgestanden. Beim Saisonausklang am vergangenen Samstag ging es damit nur noch um punktuelle Platzierungen.

FuPa dankt allen Trainern oder sonstigen Vereinsverantwortlichen für deren regelmäßige Beiträge, die es uns erst ermöglichen, auch über die Spielklassen im Fußballkreis Bruchsal berichten zu können. Vielen Dank für den stets netten Kontakt und interessanten Austausch und auch für das Lob! Wir wünschen allen Spielern, Trainern, Betreuern/innen und ihren Fans eine erholsame Sommerpause und viel Urlaubsspaß. Auf ein Neues in der Saison 2022/23!

Die Trainer und Verantwortlichen der Mannschaften blicken nachfolgend auf den letzten Spieltag und auch auf die gesamte Saison zurück.

FSV Büchenau
(1. Tabellenplatz, 71 Punkte, Torverhältnis plus 83)

Eine Saison der Superlative! In allen Belangen erreichte der FSV Büchenau Bestwerte. Von 26 Spielen gewann man deren 23, spielte zweimal Unentschieden (zuletzt am 16. Spieltag, der in der Rückrunde einzige Punktverlust) und verlor nur ein einziges Mal am 5. Spieltag in Langenbrücken. Man hat ligaweit die meisten Treffer erzielt (im Schnitt 4,11) und die wenigsten aller Teams hinnehmen müssen (im Schnitt 0,92). Selbstredend war man auch in Sachen Hin- und Rückrunde, Heim- und Auswärtsklassement die beste Mannschaft. Seit dem 9. Spieltag stand der FSV durchweg am Platz an der Sonne und ist verdienter Meister! Nach 2017/18 kehrt der FSV damit in der kommenden Saison in die Kreisklasse A zurück. Das letzte Spiel in der B-Klasse Hardt gewann man mit 4:1 beim FV Wiesental II.
FSV-Trainer Michael Walch berichtet von einer feucht-fröhlichen An- und Abfahrt und resümiert die abschließende Begegnung in Wiesental: „Knapp eine Stunde vor Beginn der Partie kam unser Bus in Wiesental an und es waren auch schon die ersten Bierchen getrunken. Wir fanden nicht so recht in die Begegnung, die Zwölfer standen gut und kamen dann auch verdient zur Führung. Ein Konter wurde gut abgeschlossen und so gerieten wir mit 0:1 in Rückstand. Wir schüttelten uns kurz und fanden besser in die Partie. Nach einem Foul an Youngster Tom Schaupp verwandelte dann Kapitän Moritz Adler in seinem letzten Spiel als aktiver Spieler souverän den fälligen Elfmeter zum 1:1. In der Folge hatte insbesondere Pascal Geissler mehrmals die Chance, sein Tore-Konto zu erhöhen, doch scheiterte er mehrmals am sehr starken Patrick Klitsch im Wiesentaler Tor. Schließlich sorgte Christian Eisemann an alter Wirkungsstätte nach einem Konter für unsere Pausenführung. Nach 73 Spielminuten traf dann Ionut Foca per Direktabnahme aus knapp 20 m genau ins obere Toreck, Marke Tor des Monats und damit das 3:1. Den letzten Treffer steuerte Marcel Eckler bei, ebenfalls in seinem letzten Spiel als Aktiver. Alles in allem ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg. Dem besten Spieler auf dem Platz, Patrick Klitsch, hatten es die Wiesentaler zu verdanken, dass es nicht höher ausging. Egal ob Eckler, Geissler, Dehm, Schaupp oder Adler, alle scheiterten teilweise mehrfach am überragenden Torhüter. Nach dem Schlusspfiff wurde dann noch ausgiebig gefeiert und nach dem Duschen ging es ab nach Büchenau zur Aufstiegsfeier. Da wurde dann auch mit den Spielern und Verantwortlichen mit einem Bierchen die abgelaufene Saison analysiert.“
Damit ist Walch auch bei seinem persönlichen Rückblick auf die Saison: „Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen, Rückschlägen und vor allem vielen Verletzungen. Schon nach 6 Spieltagen hatten wir 4 Spieler, bei denen klar war, dass es diese nach ihren schweren Verletzungen schwer haben sollten, in dieser Saison nochmals auf dem Platz zu stehen. Uns war klar, dass wir in der Winterpause reagieren mussten, wollten wir weiterhin an unserem Ziel, dem Aufstieg, festhalten. Wir gingen mit einer Niederlage und einem Unentschieden in die Winterpause und konnten mit Martin Hassmann und Christian Eisemann zwei Unterschiedsspieler für uns gewinnen. Allerdings konnte zu Beginn nur Hassmann für Furore und Tore sorgen, denn Eisemann zeigte Zivilcourage, verletzte sich aber schwer, sodass er erst in den letzten Spielen mitwirken konnte. In der Rückrunde ließen wir lediglich noch beim 1:1 beim FC Forst II Punkte liegen. Dazu bekamen wir nur sieben Gegentore und sind meines Erachtens ein absolut verdienter Aufsteiger. Es war lange Zeit ein Kopf an Kopf Rennen mit dem FV Hambrücken II, in dem wir am Schluss das glücklichere Ende für uns hatten. Aber 23 Siege, 2 Unentschieden sowie nur eine Niederlage sprechen eine deutliche Sprache. Dazu haben wir noch die stärkste Offensive (107) sowie die beste Defensive (24). Wenn man die Saison Revue passieren lässt, gab es für mich 3 Schlüsselspiele (die Redaktion: Hierzu in Kürze in einem Interview mit Trainer Walch mehr) und damit solche Partien, die man in der Vorsaison nicht gewonnen hätte. Dass Kronau II und Huttenheim gegen uns nicht antraten, kam uns auch gelegen, konnte so doch der eine oder andere angeschlagene Spieler seine Blessuren oder Wehwehchen auskurieren. Wir hatten zwei starke Vorbereitungen und waren, so glaube ich, der einzige Verein, der den Aufstieg als Ziel ausgerufen hatte. Und dieses Ziel haben wir eindrucksvoll erreicht! Jetzt haben wir bis zum 2. Juli erst einmal Pause, ehe dann die Vorbereitung auf die neue Saison losgeht. Mit Moritz Adler und Marcel Eckler werden uns zwei wichtige Spieler nicht mehr zur Verfügung stehen und Gvintan Navaneethakrishnan zieht es zur neuen Runde zum Landesligisten FV Hambrücken. Neu zu uns werden Eduard Groß und Sascha Klinger (beide vom SV 62 Bruchsal) kommen. Dazu hoffen wir auf die Rückkehr der Langzeitverletzten Jonas Liebe und Maurizio Pusch. Dazu werden wir noch mit 2, 3 Spielern sprechen. Mal schauen, was die Zeit noch bringen wird. Dir Eric, danke ich für tolle Telefonate und immer faire Berichte. Du hast einen tollen Job gemacht. Dir alles erdenklich Gute für deine Zukunft und nochmals ein fettes Danke.“

FV Hambrücken II
(2. Tabellenplatz, 65 Punkte, Torverhältnis plus 76)

Mit dem erreichten Punktekonto von 65 Zählern, mit 21 Siegen in 26 Spielen und mit einem Torverhältnis von 103:27 Toren hätte der FV Hambrücken II in der anderen B-Klasse Kraichgau in allen Bereichen Bestwerte erreicht und wäre dort Meister geworden. In der Staffel Hardt hat es wegen der Übermannschaft Büchenau aber nicht ganz gereicht. Unstrittig aber eine bärenstarke Saison der Hambrückener, die auch am letzten Spieltag bei Rheinhausen II mit 4:1 siegreich waren.
FVH-Coach Frank Schlegel geht auf das letzte Spiel ein und lobt auch den Gegner: „Mit Rheinhausen II hatten wir unseren letzten Gegner, der uns lange Zeit das Fußballleben schwer gemacht hat. Wenn der TSV II immer so gespielt hätte wie an diesem Tag, wäre er in meinen Augen nie abgestiegen.“
Schlegel geht auf eine starke Saison seiner Hambrückener Mannschaft ein, die er nun – wie bereits angekündigt – als Trainer verlassen wird: „Unsere Saison war schon echt klasse. Leider war eine Mannschaft besser als wir. Nichtsdestotrotz kann ich unsere Jungs nur loben. Auch als ich im Winter meinen Abschied bekannt gegeben hatte, haben alle weiterhin bis zum Schluss mega mitgezogen. Klar war nach der Niederlage in Büchenau (die Redaktion: am 15. Spieltag ein 0:2) erst einmal die Enttäuschung groß. Leider hatten wir an diesem Spieltag auf 6, 7 Spieler verzichten müssen und wurde unser großer Kampf so nicht belohnt. Hiermit möchte ich aber nochmals Büchenau zum Aufstieg gratulieren! Dir Eric, möchte ich meinen Dank aussprechen, für die klasse Berichte, die du immer geschrieben hast. Auch allen anderen jetzt erst einmal eine angenehme Sommerpause. Bis demnächst!“
Auf ein „demnächst“ mit Frank hoffen auch wir sehr. Er selbst äußert sich hierzu wie folgt: „Ich werde die Ligen natürlich weiter beobachten. Wenn sich dann etwas ergibt, schauen wir mal was dann passiert.“

FC Karlsdorf II
(3. Tabellenplatz, 59 Punkte, Torverhältnis plus 56)

An 11 von 26 und an 9 der letzten 10 Spieltage, stand der FC Karlsdorf II auf dem 3. Tabellenplatz und hatte diesen Rang damit von allen Teams am häufigsten inne. Dies nicht nur in Sachen Gesamttabelle, auch in der Hin- und Rückrundentabelle, beim Heim- und Auswärtsklassement sowie bei den erzielten Toren und Gegentreffern holte man die drittbesten Werte. Verdientermaßen kam man damit auch auf dieser Position ins Ziel. Ein Torverhältnis von plus 56 ist richtig stark! Leider trat Gegner Mingolsheim II zum letzten Spiel nicht an.
FCK-Coach Tobias Weschenfelder: „Kampflos haben wir Platz 3 verteidigt. Das ist natürlich super, aber wir hätten sehr gerne gespielt. Bei uns sah es personell auch nicht so rosig aus wie sonst, so wären nur 15 von 35 Spielern aus Urlaubs- und Verletzungsgründen übriggeblieben. Mingolsheim II hingegen konnte wohl gar keine Mannschaft stellen, was mich etwas verwundert hat.“
Weschenfelder blickt auf die Runde zurück: „Die Saison 21/22 war unterm Strich natürlich absolut gelungen. Als Ziel hatten wir uns vorgenommen, mindestens Platz 5 zu erreichen. Zum quasi Verfehlen dieses Ziels (Platz 6) haben wir 27 Punkte Vorsprung. Auch wenn man sich unsere Torbilanz (die Redaktion 86:30 Tore) anschaut, ist dies natürlich ein super Ergebnis. Ich denke trotzdem, dass wir nächstes Jahr noch das eine oder andere Gegentor vermeiden und auch in dem einen oder anderen Spiel vorne unsere Chancenverwertung steigern können. Gerade Letzteres war nicht so unsere Stärke gewesen, auch wenn sich das jetzt vielleicht ´dumm` anhört. Schöne Momente waren auf jeden Fall unsere beiden zweistelligen Siege (die Redaktion 11:1 und 10:0). So etwas erlebt man natürlich nur selten bzw. manch einer gar nicht und wir haben dies gleich zweimal gepackt. Das für mich absolute Highlight war das Hinspiel gegen Hambrücken. Nicht nur, dass mir natürlich das Ergebnis gefallen hat (die Redaktion: 2:0-Sieg), sondern auch das Spiel war von beiden Mannschaften wirklich Spitze! Unterm Strich möchte ich allen Spielern, Verantwortlichen und Unterstützern für das Vertrauen, die Leidenschaft und die Unterstützung in dieser Saison danken. Desweitern noch Grüße an alle Kritiker und Zweifler: Wir haben geschwiegen und schönen Fußball gespielt. Das ist die beste Reaktion, die man zeigen konnte. Wir konzentrieren uns auf die Vorbereitung und werden daran anknüpfen, wo wir aufgehört haben. Eine gute Zeit und danke für deinen Einsatz bei FuPa, Eric!“

FC Forst II
(4. Tabellenplatz, 59 Punkte, Torverhältnis plus 34)

Der FC Forst II bewegte sich ab Spieltag 7 stets unter den Top 4. Neben einmal Platz 2 (8. Spieltag), stand man acht Mal auf Rang 3 und zehn Mal auf Position 4. Bis auf einmalig am 23. Spieltag, war es zum Schluss ab Spieltag 18 durchweg Platz 4. Letztendlich steht man in allen Bereichen auf diesem 4. Rang: End-, Hin- und Rückrundentabelle, Heim- und Auswärtsklassement, viertmeiste Tore, viertwenigste Gegentreffer. Die Endplatzierung #4 ist damit absolut passend, auch wenn man Platz 3 nur aufgrund des Torverhältnisses verpasst hat. Der Vorsprung auf Platz 5 beträgt satte 23 Punkte.
Zum Saisonabschluss gewann man mit 5:0 bei Kronau II. FCF-Trainer Marcel Gentner hierzu: "In Kronau konnten wir nochmals einen souveränen Sieg feiern und ich denke auch in dieser Höhe war dieser verdient. Dieses Spiel hat auch wieder gezeigt, was in dieser Saison unser hauptsächliches Ziel war. Und zwar jedes Spiel mit Ernsthaftigkeit und voller Motivation anzugehen, um als Sieger vom Platz gehen zu können."
Gentner äußert sich sehr positiv zur abgelaufenen Saison: "Mit der kompletten Runde bin ich sehr zufrieden, wir haben unser Saisonziel mit dem Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes sehr früh erreicht und konnten entspannt in den Großteil der Rückrundenspiele gehen. Wir wollten bereits letztes Jahr den Umbruch mit jungen Spielern vorantreiben und waren auf einem guten Weg, bis Corona uns in die Quere kam. In dieser Saison nun, wollten wir den Umbruch noch etwas mehr und intensiver betreiben, da aus der A-Jugend nochmals talentierte Spieler in die Aktivität gewechselt sind. Dazu brauchten wir auch eine 3. Mannschaft, um den Spielern, die schon länger in der 2. Mannschaft aktiv waren, trotzdem weiterhin die Möglichkeit zu geben, Wettbewerbsfußball zu spielen. Aber auch im Hinblick darauf, dass für manche jungen Spieler der Sprung in die Aktivität zu früh kommen könnte und wir dann hier auf Erfahrung zurückgreifen konnten. Im Endeffekt muss man sagen, dass die jungen Spieler eine tolle Entwicklung genommen haben und wenn wir auf Spieler der 3. Mannschaft zurückgreifen mussten, war es zumeist aus Verletzungsgründen. Was mir am besten gefallen hat, war, dass wir trotz manchmal unglaublichem Verletzungspech oder kurz vor Rundenschluss einigen Abiturienten, die wegen Prüfung fehlten, nie gejammert haben und zum Schluss jeder, der auf dem Platz stand, sein Bestes für das Team gegeben hat und dies meistens sehr erfolgreich. Als Fazit kann man mit der Runde und dem 4. Tabellenplatz hochzufrieden sein. Wir haben eine junge Mannschaft mit extrem viel Entwicklungspotential und dazu noch viele Spieler, die aus der eigenen Jugend stammen und sich extrem gut kennen und verstehen. Man konnte in der Rückrunde als einzige Mannschaft dem Aufsteiger aus Büchenau Punkte abknöpfen (die Redaktion: 1:1-Unentscheiden) und das zeigt, was in Zukunft mit diesem Team möglich sein kann. Jetzt freuen wir uns auf eine erholsame Fußballpause und auf die neue Saison."

TSV Langenbrücken
(5. Tabellenplatz, 36 Punkte, Torverhältnis plus 8)

Der TSV Langenbrücken darf für sich verbuchen, die einzige Mannschaft in dieser Saison gewesen zu sein, die Meister Büchenau hat schlagen können. Am 5: Spieltag war´s mit einem 4:1-Sieg. Mit einer Serie von 10 ungeschlagenen Spielen (7 Siege, 3 Unentschieden) zwischen Mitte Oktober und Mitte April hat man sich schon frühzeitig Tabellenplatz 5 gesichert. Beginnend mit einer Rückrundenniederlage gegen Meister Büchenau holte man in den letzten 8 Spielen dann aber nur noch einen Sieg bei 7 Niederlagen, davon am Ende gleich deren 6 am Stück, zuletzt ein 2:4 in Huttenheim.
TSV-Trainer Jochen Schlegel zum letzten Spiel: „Also ich muss schon sagen, dass der Sieg der Huttenheimer in Ordnung geht.“
Seinen Saisonrückblick beschränkt Schlegel auf die letzten Wochen: „Wenn du deine Chancen nicht machst, dann gehst du meistens als Verlierer vom Platz. Bei uns ging einfach seit Wochen nichts mehr. Woran es gelegen hat, dass wissen wir ganz genau. Daran werden der Verein, mein Trainerteam und ich sehr genau arbeiten. Die Mannschaft muss und wird noch mehr in die Pflicht genommen. Wer nicht bereit ist, alles für das Team und den Verein zu geben, der ist hier fehl am Platz. Wir sind keine Stammtisch-Mannschaft, in der jeder machen kann was er will. Dennoch möchte ich Spieler wie Samuel Ströhle, Nico Keilbach, Niklas Olheide, Kai Burzan oder Jonas Kahler hervorheben, die für mich in dieser Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Mit Lukas Becker und Pascal Hemberger haben wir zwei klasse Spieler, die alleine ein Spiel entscheiden können. Es sind noch einige talentierte Jungs in meiner Mannschaft, die sicherlich mit der richtigen Einstellung ebenfalls nicht aus dem Team wegzudenken sind. Jetzt gehen wir in die Sommerpause und ich möchte mich an dieser Stelle bei dir Eric sowie dem FuPa-Team für die gute Zusammenarbeit bedanken.“

FV Wiesental II
(6. Tabellenplatz, 32 Punkte, Torverhältnis minus 11)

Nach 3 Spieltagen stand der FV Wiesental II auf dem vorletzten Rang, arbeitete sich dann aber bis Spieltag 9 auf Platz 6 hoch. Diese Platzierung ging aber schnell wieder verloren, ehe man sich von Spieltag 11 bis 21 auf Platz 8 einpendelte. Nach dem Derbysieg am 15. Spieltag gegen den TSV blieb man 7 Spiele ohne Siege (3 U, 4 N) und rutschte dadurch kurzzeitig auf den 9. Rang ab. Durch dann jedoch 3 Siege in Folge erklomm man am vorletzten Spieltag zum erst zweiten Mal Platz 6, auf dem man trotz der abschließenden 1:4-Niederlage gegen Meister Büchenau auch ins Ziel kam.
FVW-Trainer Marco Gerhardt zur Begegnung gegen Büchenau: „Zum letzten Spiel der Saison hatten wir den Meister FSV Büchenau zu Gast. Das 1:4 für die Gäste war natürlich verdient und hätte auch höher ausfallen können. Unser AH-Torwart Patrick Klitsch verhinderte Schlimmeres. Trotzdem war ich nach dem Spiel einigermaßen zufrieden, denn die Jungs haben das eigentlich richtig gut gemacht. Besonders in der 1. Halbzeit haben wir richtig Paroli geboten, wobei man aber auch zugeben muss, dass die Gäste schon da viele Chancen hatten liegen lassen. Vor der Partie waren die Vorzeichen miserabel gewesen, da 17 Mann der 1b-Mannschaft fehlten. Auch einige der 1c, welche ja ab und zu mal aushalfen, waren verplant. Am Ende waren noch 5 Spieler der 1b verfügbar und wir füllten den Restkader mit Spielern aus der A-Jugend und 3. Mannschaft auf. Folglich gaben 5 Spieler ihr Debüt in der 2. Mannschaft und dies gegen Meister Büchenau. Wenn man all das berücksichtigt, dann kann man mit dem Spiel, auch wenn man es verloren hat, vollkommen zufrieden sein. Denn die junge Truppe machte es richtig klasse, Potential ist da vorhanden!“
Gerhardt führt zur gesamten Spielzeit aus: „Wir schließen die Saison nun auf einem hervorragenden 6. Platz ab. Dies ist eigentlich das Optimum, was zu erreichen war. Büchenau, Hambrücken II, Forst II und Karlsdorf II waren zumindest tabellarisch in einer anderen Liga unterwegs. Man hätte höchstens noch Langenbrücken abfangen können, aber dafür haben wir einfach viel zu viele Punkte unnötig liegengelassen. Im Großen und Ganzen passten die Ergebnisse der Vorrunde auch zu den Spielverläufen, aber in der Rückrunde hätte man eigentlich mehr Punkte holen müssen. Am Ende hat man sich diverse Male durch individuelle Fehler selbst um den Erfolg gebracht. Besonders schmerzen die Niederlagen gegen Graben-Neudorf II und Rheinhausen II, aber auch bei den Punkteteilungen gegen Karlsdorf II, Kronau II und Philippsburg II war eigentlich mehr drin, zumal man in diesen 3 Partien jeweils geführt hatte. Ein weiteres großes Problem war es, dass ich jede Woche 5 bis 7 Positionen neu besetzen musste, weil Spieler wegen Verletzung, Krankheit, Arbeit, Urlaub oder anderen seltsamen Gründen nicht spielen konnten. Das Team hat unglaubliches Potential, in Bestbesetzung kann es jedes Team der B-Klasse schlagen, davon bin ich überzeugt. Aber wenn jede Woche zig Leute fehlen und man die individuellen Fehler nicht abstellt, dann kann man auch gegen jeden verlieren. Ich gebe nun nach acht Jahren das Zepter an meinen Nachfolger und Freund Klaus Dietrich weiter. Des Weiteren konnten wir bisher 3 Neuzugänge verpflichten, die vielleicht ein wenig mehr Zug in die Truppe bringen werden. Charakterlich ist die Mannschaft top, aber besonders im Bereich der fußballerischen Grundeinstellung wie Kampf, Gier, Entschlossenheit und absoluter Siegeswille, ist noch Luft nach oben. Und da meine ich nicht nur die Spiele, sondern vor allem die Art und Weise wie trainiert wird. Wer im Training nur 70 % gibt, wird sonntags keine 100 % erreichen können. Grundlage für jedes erfolgreiche Spiel ist die Trainingseinstellung unter der Woche. Nur wer hier Gas gibt, wird auch erfolgreich sein. Zu guter Letzt bedanke ich mich bei meinem Team, den Zuschauer/innen, den Verantwortlichen sowie den Spielern der 1. Mannschaft für die schöne Verabschiedung am Wochenende. Es war mir eine Ehre. Vielen Dank. Vielen Dank auch an FuPa und dich Eric, wir sehen uns bestimmt.“ Da Gerhardt nun mit dem Traineramt aufhört, wünschen auch wir von FuPa ihm alles Gute und vor allem Gesundheit.

FC Huttenheim
(7. Tabellenplatz, 31 Punkte, Torverhältnis minus 9)

Blickt man auf die „Fieberkurve“ des FC Huttenheim, so bewegte sich dieser zwischen einmalig Platz 4 und einmalig Position 9 und dazwischen in einem häufigen Auf und Ab. Man lag eigentlich fast ausschließlich zwischen Platz 6 und 8, ehe man am vorletzten Spieltag auf Rang 9 abrutschte. Mit einem abschließenden 4:2-Heimsieg gegen Langenbrücken hat man sich jedoch wieder auf Position 7 verbessert, eine angesichts des Rundenverlaufs dann auch verdiente Platzierung.
Co-Spielertrainer Gürkan Hambsch zum Spiel gegen Langebrücken: "Es war ein guter Abschluss. Zuhause gewonnen und auch noch die bestmögliche Platzierung in der Tabelle erreicht. Besser hätte der letzte Spieltag nicht laufen können. Wir wussten, dass auch Langebrücken personell angeschlagen sein wird. Wir hingegen konnten ausnahmsweise mal etwas aus dem Volleren schöpfen. Dementsprechend hatten wir mehr Spielanteile. Der TSV kam zwar zwischenzeitlich auf 3:2 heran, aber wir konnten gut dagegenhalten und das 4:2 erzielen. Damit war der Deckel natürlich drauf. Wie bereits in meinem Vorbericht vermutet, war es ein gutes Fußballspiel mit wieder einmal 'vielen' Toren gegen den TSV. Dieses Spiel war das letzte in dieser Konstellation. Viele werden den Verein verlassen."
Damit sind wir auch schon bei Hambschs persönlichem Saisonabschluss: "Zum Ende der Saison atmen wir als Trainerteam erstmal durch. Ich muss sagen, dass insbesondere die letzten Wochen sehr anstrengend waren. Absagen am Vortag oder sogar am Spieltag. Wie willst du innerhalb so kurzer Zeit reagieren und gleichzeitig auch von 'Gewinnen' sprechen, wenn du 5 bis 6 Spieler ersetzen musst?! Ich muss leider auch an einige Mitspieler appellieren, die die kommende Saison bei einem anderen Verein aktiv sein werden, dass diese etwas an ihrer Einstellung zum Team ändern. Wir sind alle geschäftstätig, wir haben alle Omas, die dreimal im Jahr Geburtstag haben und auch andere Verantwortungen, die dem Fußball vorgezogen werden sollten. Aber sich teilweise wochenlang nicht blicken zu lassen, ist nicht im Sinne des Teams. Sei‘s drum. Wie im Rückblick auf das Langebrücken-Spiel bereits erwähnt, war dieses das letzte in dieser Konstellation. Viele werden den Verein verlassen. Ich wünsche allen Mitspielern und unserem Coach alles Gute und eine verletzungsfreie Zeit, in der Hoffnung, dass wir uns irgendwann mal wieder auf dem Platz treffen, dieses Mal dann als Gegner. Was wir alle definitiv in Erinnerung behalten werden, ist das Spiel gegen Hambrücken II, in dem wir in doppelter Unterzahl, dem Gegner eventuell die Chance auf die Meisterschaft genommen haben. Ein großes Dankeschön an alle, die ich kennenlernen durfte. Auch bei dir Eric und dem Fupa-Team, möchte ich mich für die unterhaltsamen Beiträge bedanken. Und zu guter Letzt, möchte ich mich beim FCH bedanken. Es war nicht immer einfach, aber dennoch schön. Da ich meinen Heimatverein verlasse, wünsche ich dem FCH alles Gute für die Zukunft."

TuS Mingolsheim II
(8. Tabellenplatz, 30 Punkte, Torverhältnis plus 3)

Der TuS Mingolsheim hatte in den beiden Corona-bedingt abgebrochenen Spielzeiten zuvor den 1. und 2. Platz belegt und galt damit in der Liga als einer der Mitfavoriten. Vom 2. bis 8. Spieltag stand man stabil auf Platz 6, mit hier bereits 9 bis 10 Punkten Rückstand war die Spitzengruppe jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits weit entfernt. Anhand danach nur noch 2 Remis bei 3 Niederlagen, fiel der TuS zum Vorrundenende auf Platz 11 zurück. Es sollte dies die nach Spieltag 1 schlechteste Saisonplatzierung bleiben. Wenngleich die Ergebnisse auch danach schwankend waren, ging es am vorletzten Spieltag nochmals hoch auf Platz 7. Da man abschließend aber bei Karlsdorf II nicht antrat und damit nicht punkten konnte, steht am Ende Rang 9, den man bereits von Spieltag 14 bis 21 belegt hatte.
TuS-Coach Oliver Jahnke erklärt die Hintergründe bzgl. des Nichtantritts in Karlsdorf: „Es war uns - aufgrund der Terminfestlegung durch den Fußballkreis - aus mehreren Gründen (Zeltlager, Urlaub, Festival etc.) leider nicht möglich, eine Mannschaft nach Karlsdorf zu schicken."
Jahnke berichtet von einer durchwachsenen Saison der Mingolsheimer: "Es gab in der zurückliegenden Runde positive Highlights, aber auch negative Erlebnisse. Positiv war auf jeden Fall die 1. Runde im Kreispokal, als wir als unterklassige Mannschaft dem SV 62 Bruchsal lange Zeit Paroli geboten haben und über die gesamte Spielzeit hinweg zumindest nicht schlechter waren. Leider mussten wir uns damals im Elfmeterschießen geschlagen geben. Weitere Highlights waren in der Runde die Spiele bei Philippsburg II, gegen den TSV Wiesental II sowie die beiden Derbys in der Rückrunde bei Kronau II und in Langenbrücken. Negativ war es, dass wir z. B. gegen den Meister Büchenau in 2 Spielen 11 Gegentreffer kassiert haben. Beide Derbys in der Vorrunde waren aus meiner Sicht auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Abschließend gilt es festzuhalten, dass wir uns in vielen Spielen unter Wert geschlagen geben mussten. Es liegt also viel Arbeit vor uns. Ich möchte mich auch nochmals bei FuPa, Dennis und Eric, für die gute Berichterstattung bedanken. Ich freue mich schon auf die Saison 2022/23."

VfR Kronau II
(9. Tabellenplatz, 30 Punkte, Torverhältnis minus 13)

Der VfR Kronau II war perfekt in die Saison gestartet, stand von Beginn an auf Platz 2 und vom 5. bis 7. Spieltag sogar ganz oben. Auf 6 Siege und 2 Remis folgten dann jedoch 5 Niederlagen, was zum Vorrundenende aber immerhin noch Platz 6 bedeutete. Ein Sieg im 1. Rückrundenmatch ließ hoffen, diese Platzierung zumindest halten zu können. Dies gelang auch bis einschließlich Spieltag 18, im weiteren Rückrundenverlauf aber nur noch 1 Sieg und 4 Remis bei 7 Niederlagen, ließen das Team auf Platz 9 abrutschen. Ausgerechnet zum Saisonende belegt man damit den insoweit schlechtesten Rang in dieser Saison.
Zum Abschluss gab es eine 0:5-Heimniederlage gegen Forst II. TSV-Spielertrainer Jens Pleger hierzu: "Das letzte Saisonspiel war leider eine herbe Enttäuschung, aufgrund mangelnder Einstellung und Bereitschaft. Wir waren zu keinem Zeitpunkt gedanklich richtig auf dem Platz. So war der Sieg für Forst völlig verdient und ungefährdet."
Zur gesamten Saison sagt Pleger: "Wenn man sieht, wo wir hergekommen sind und tabellarisch standen (die Redaktion: In den beiden coronabedingt abgebrochenen Spielzeiten auf Platz 12 und 14), war es alles in allem eine ordentliche Saison. Andererseits konnte man in der Vorrunde sehen, was für uns möglich sein kann, wenn sich jeder zu 100% einbringt. Der Saisonstart und die hier beiden Derbysiege waren für mich die Highlights der Saison. Dagegen verlief die Rückrunde leider sehr enttäuschend, wo vieles einfach nicht mehr gepasst hat und sich jeder einzelne bei uns diesbezüglich auch hinterfragen muss. Ich wünsche allen Vereinen, Verantwortlichen und Spielern und auch dir Eric eine erholsame Sommerpause.“

TSV Wiesental II
(10. Tabellenplatz, 25 Punkte, Torverhältnis minus 25)

Bis Spieltag 9 rangierte der TSV Wiesental II auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dank 5 Spielen ohne Niederlage, darunter 4 Siegen, ging´s dann aufwärts. Exakt zum Vorrundenende erreichte man mit Platz 9 die außer dem 1. Spieltag beste Saisonplatzierung. Zum Rückrundenauftakt ging´s aufgrund 4 Niederlagen in Folge runter auf #12, den man ab dem 15. Spieltag durchgehend bis Saisonende innehatte. Eine bessere Platzierung verpasste der „TuS“ aufgrund einer schlechten Auswärtsbilanz. War man zuhause das sechstbeste Ligateam, so war man in der Fremde das zweitschlechteste (nur einen Sieg und 2 Remis). Auch am letzten Spieltag konnte man außerhalb von Wiesental nicht punkten, bei Stettfeld II gab´s ´ne 1:3-Niederlage.
TSV-Spielertrainer Yasin Salmaz konnte in Stettfeld selbst nicht mit dabei sein, kann aber über das ihm Überlieferte berichten: „Leider konnte ich bei der letzten Partie nicht vor Ort sein, jedoch kann ich mir nach detailreichen Kommentaren ruhigen Gewissens ein kurzes Resümee zum Spiel erlauben. Aufgrund von vielen verletzungs- und urlaubsbedingten Ausfällen waren wir froh, überhaupt eine Mannschaft stellen zu können. Es war das siebte Spiel in dieser Saison, in dem wir nach einer Führung noch Punkte haben liegenlassen. Die Gedanken waren an diesem Tag wohl eher beim anschließenden wichtigen Spiel der 1. Mannschaft. Auch die Tatsache, zu wissen, dass die Runde auf dem 10. Tabellenplatz safe ist, hat anscheinend für einen starken Konzentrationsmangel gesorgt. Da auch die Gegentore sehr einfach gefallen sein sollen, ist für mich keine andere Folgerung möglich.“
In seinem Saisonrückblick gewährt Salmaz auch einen Blick hinter die Kulissen: „Das Team wurde in den letzten drei Jahren dreimal neu zusammengewürfelt. Wir haben nicht nur einen Umbruch innerhalb der Mannschaft eingeleitet, sondern auch versucht, die Qualität und Disziplin innerhalb des Teams zu strukturieren. Einen Zusammenhalt zwischen 20+ Erwachsenen zu bilden, war die einfachste Aufgabe, da die Jungs alle locker und offen für neue Freundschaften sind. Leider schafften dies meine Vorgänger nicht bzw. wollten dies nicht angehen. Auch meinen Posten als frischer Trainer, der noch ein Jahr zuvor der alte Mitspieler war, musste ich mir hart erarbeiten. Auch die sehr gereizte Stimmung zwischen der 1. und 2. Mannschaft musste angegangen werden. Die hervorragende Kommunikation mit 1.M.-Coach Tim Ronecker war gottseidank keine Mammutsaufgabe. Nun ist es nicht nur das neugeformte Team der 2. Mannschaft, sondern beide Teams sind stark zusammengewachsen. Kurzgefasst, mussten wir das ganze Projekt, wie ich das nenne, nicht nur fußballtechnisch, sondern auch sozial, pädagogisch und organisatorisch angehen. Das Team hinter dem Team mit vor allem Rico Krämer und Michael Käpplein, hat hier eine ultrawichtige Rolle gespielt und beide sind stets unterstützend an unserer Seite gestanden. Das Potential, welches mein Team hat, wurde dieses Jahr bei weitem nicht ausgeschöpft. Ich würde schätzen, dass dieses Jahr nicht einmal 50% abgerufen wurden. Zwei, drei hauptsächliche Faktoren haben dabei eine Rolle gespielt, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte. Die kommende Vorbereitung werden wir dazu nutzen, um eben diese Faktoren aus der Welt zu schaffen.“

TSV Stettfeld II
(11. Tabellenplatz, 22 Punkte, Torverhältnis minus 39)

Nach Spieltag 10 noch auf Platz 8 und zum Ende der Vorrunde noch auf Position 10 gelegen, war für den TSV Stettfeld II eine Negativserie von 10 Niederlagen in Folge fürs Abrutschen auf Platz 12 verantwortlich. Mit danach zunächst 2 Unentschieden konnte man die Talfahrt einbremsen und sich mit einem 3:0-Sieg über Rheinhausen II am 23. Spieltag quasi retten. Trotz anschließend 2 Niederlagen musste man nicht mehr wirklich zittern und durch einen abschließenden 3:1-Sieg über den TSV Wiesental II sprang man sogar noch auf Rang 11, den man zuvor zuletzt nach dem 18. Spieltag innegehabt hatte.
TSV-Spielertrainer Christian Klink geht zunächst auf den Erfolg über den „TuS“ ein: „Gegen den TSV Wiesental II war es ein gutes Spiel unsererseits, obwohl dieses anhand eines frühen Gegentreffer mies begonnen hatte. Wir hatten hier die Situation nicht richtig klären können und mein Freund Danny Fischer schloss aus der Drehung gut ab. Nach diesem Treffer haben wir uns jedoch gut gefangen und konnten dann mit einem Fernschuss das 1:1 erzielen. Nun waren wir besser im Spiel, haben uns das 2:1 und 3:1 jeweils gut herausgearbeitet und das Ergebnis dann über die Spielzeit gehalten. Wenngleich wir noch mehr Möglichkeiten hatten, um zu erhöhen, diese Chancen konnten wir aber nicht verwerten.“
Zur gesamten Saison führt Klink aus: „Auf die ganze Saison zurückgeblickt, war diese sehr durchwachsen. Die Hinrunde war gemessen an der Punkteausbeute definitiv besser. In der Rückrunde waren viele unglückliche Punktverluste mit dabei, dafür war der Zusammenhalt top! Ich möchte mich bei allen Spielern bedanken, die sich bereiterklärt haben, der Mannschaft und mir zu helfen. Ich hoffe natürlich, dass der Personalstand in der nächsten Saison deutlich besser werden wird als er es in dieser Saison war. Ich denke, jetzt werden alle den Urlaub genießen und versuchen, sich zu erholen. Damit man dann gut in die neue Saison starten kann! Uns verlassen wird Stand jetzt, Christian Tomic, der zum FV Neuthard wechselt. Ihm wünsche ich alles Gute und viel Erfolg! Danke an Benny Feller, der aus der AH zurückkam sowie pure Leidenschaft gezeigt hat, und dies in jedem Spiel! An Dennis Grupp, der nach Mailand wechselt, natürlich nur vom Wohnsitz her. Ein mega Danke von mir an alle Spieler!“ Klink mit einem Zwinkern: „Wir sehen uns auf jeden Fall, den einen mehr, den anderen weniger.“ Und mit einem Lachen: „Neuthard ist näher als Mailand!“ Klink beschließt die Saison mit den Worten: „Auch dir Eric eine schöne Urlaubszeit und mach weiter so!“

SpG Graben-Neudorf II
(12. Tabellenplatz, 22 Punkte, Torverhältnis minus 55)

Die SpG Graben-Neudorf stand am 22. Spieltag einmalig sogar auf dem letzten und damit potentiellen Abstiegsplatz, sonst zumeist auf dem vorletzten 13. Rang, dies durchweg vom 10. bis 21. Spieltag. Mit in den letzten 4 Spielen 2 Siegen, einem 2:2-Remis und nur einer Niederlage sicherte man sich nicht nur den Klassenerhalt, sondern erreichte sogar noch Platz 12. An den Spieltagen 24 und 25 hatte man sogar Rang 11 inne, besser war man nur zweimal, am 1. und 4. Spieltag, gewesen. Mit einem abschließenden 2:2-Remis beim SV Philippsburg II verteidigte man gegenüber diesem zumindest Rang 12.
SpG-Spielertrainer Michael Feuerstein zum 2:2 in Philippsburg: „Hierzu gibt es nur zu sagen, dass wir unser Ziel, vor Philippsburg zu bleiben, erreicht haben. Unser 2. Ziel, unter 100 Gegentreffer zu bleiben, haben wir leider knapp verpasst (die Redaktion: 45:100 Tore). Mit dem Kader, der uns zur Verfügung stand, haben wir in Philippsburg gut gespielt. Fünf Spieler waren bei den 1. Mannschaften im Einsatz und drei waren schon im Urlaub. Somit sind wir mit dem 2:2 zufrieden.“
In seinem Rückblick auf die Saison spricht Feuerstein von schwierigen Voraussetzungen, gepaart mit viel Stolz auf sein Team: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir zusammen den Klassenerhalt geschafft haben. Dies war jetzt unsere komplette erste Saison als Spielgemeinschaft. Wir konnten leider nie von unseren 1. Mannschaften profitieren, dies war so leider nicht geplant. Das muss man dann auch erstmal so schaffen. Besondere Augenblicke waren die Siege über Langenbrücken und Huttenheim (die Redaktion: am viert- und drittletzten Spieltag), diese Siege waren für den Klassenerhalt sehr wichtig. Wir werden jetzt noch eine schöne Abschlussfeier machen und uns dann auf die neue Saison vorbereiten.“

SV Philippsburg II
(13. Tabellenplatz, 21 Punkte, Torverhältnis minus 50)

Hatte der SV Philippsburg teilweise bis zu 9 Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrang, so waren es vom 16. bis 18. Spieltag nur 3 und am 22. Spieltag nur deren 4. Danach aber wieder immer mindestens 5 und am Ende sogar 6. Man konnte sich zwar nie sicher sein, in wirkliche Gefahr geriet der Klassenerhalt aber eigentlich auch nicht. Dennoch rutschte man am letzten Spieltag noch auf den vorletzten Tabellenplatz ab – ausgerechnet zum Schluss die schlechteste Saisonplatzierung. Zuvor war man 10 mal auf Platz 12 gestanden. Mit einem abschließenden Sieg gegen Graben-Neudorf hätte man sogar noch auf Rang 11 vorrücken können, es reichte jedoch nur zu einem 2:2-Unentschieden.
SVP-Spielertrainer Kai Zieger zum Spiel gegen Graben-Neudorf II: "Leider war ich aufgrund meines Urlaubs, den ich leider nicht anders legen konnte, nicht da. Es war eines unserer besten Spiele in der Rückrunde, wie man mir berichtet hat. Leider hatten wir nicht das nötige Glück, um uns mit mehr Toren und damit einem Sieg zu belohnen."
Zur kompletten Spielzeit sagt Zieger: "Mit der Saison bin ich, was die Ergebnisse und die Platzierung angehen, nicht zufrieden! Aber egal, die Jungs haben alles gegeben, wir haben die Klasse gehalten und nicht mit einer Niederlage die Runde beendet."

TSV Rheinhausen II
(14. und letzter Tabellenplatz, 15 Punkte, Torverhältnis minus 58)

Nach 14 Spieltagen stand der TSV Rheinhausen II mit nur 2 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Perspektive aussichtlos? Nicht für diese Mannschaft. Dem TSV gebührt Respekt, wie er sich nochmals herangekämpft hat. Aus den nächsten 8 Spielen holte man 13 Punkte und stand damit am 22. Spieltag plötzlich, wenn auch nur einmalig, auf dem rettenden vorletzten Tabellenplatz. Während die Konkurrenz punktete, gingen jedoch die letzten 4 Spiele allesamt verloren und Rheinhausen steht damit nun doch auf dem letzten Tabellenplatz.
TSV-Spielausschuss Stefan Neher blickt zunächst auf die vorerst letzte B-Klassenbegegnung gegen den Zweiten Hambrücken II zurück: „Mit dem Spiel gegen Hambrücken II bin ich sehr zufrieden. Die Mannschaft, bestehend aus jungen Spielern und ein paar Fußballruheständlern, hat ihr Bestes gegeben. Natürlich war Hambrücken besser, allerdings ist das Ergebnis um ein Tor zu hoch ausgefallen."
Neher blickt auf die Saison zurück und auch schon darüber hinaus: "Es ist einfach zu vieles zusammengekommen. Verletzungspech, Abstellungen an die 1. Mannschaft und oft auch individuelles Unvermögen sind die Gründe für unser schlechtes Abschneiden. In der Rückrunde sah es dann besser aus und wir konnten mehr Punkte einfahren. Hat leider am Ende nicht gereicht. Für die nächste Runde haben wir natürlich das Ziel, um den Aufstieg mitzuspielen. Ich denke auch, dass uns dies gelingen wird."
Es ist aber noch nicht soweit, vom Wiederaufstieg zu sprechen, denn vielleicht gibt es ja noch ein Hintertürchen, die Klasse doch noch zu halten. Je nach Ausgang der Landesligarelegation, d.h. falls sich Büchig im Finale durchsetzen sollte, würde dies einen verminderten Abstieg bis in die unteren Klassen bedeuten. In diesem Fall hätte Rheinhausen II dann die Chance, über ein Entscheidungsspiel gegen den 13ten der B-Klasse Kraichgau, die FzG Münzesheim II, doch noch in der B-Klasse zu bleiben. Neher dazu: "Jetzt drücken wir natürlich nächsten Sonntag Büchig die Daumen, um eventuell ein Entscheidungsspiel bestreiten zu dürfen. Bis dahin werden wir natürlich weiter trainieren."

Aufrufe: 014.6.2022, 15:00 Uhr
Eric WagnerAutor