– Foto: Simone Kochanek

Gipfeltreffen zum Hinrundenabschluss

Neuthard erwartet Forst +++ FV Wiesental empfängt angeschlagene Odenheimer

Zum Hinrundenabschluss gibt es in der Kreisliga ein Gipfeltreffen, wenn Ligaprimus Neuthard den Dritten Forst erwartet. Der Ligazweite FV Wiesental misst sich mit dem FC Odenheim. Derweil hofft Schlusslicht Kronau auf Punkte gegen Karlsdorf.

FV Wiesental
3:0
Odenheim

Durchaus überraschend verlor der FV Wiesental beim FV Ubstadt, womit zudem der Verlust der Tabellenführung einherging. „Es war einfach kein guter Tag von uns. Ubstadt hat verdient gewonnen. Das erste Tor bekommen wir aus einem Einwurf. Sowas darf niemals passieren. Wir hatten an dem Tag wie gegen Mingolsheim einfach zu viele Ausfälle, was die Leistung betrifft, das konnten wir nicht kompensieren. Ubstadt wollte einfach mehr den Sieg als wir, das war der Knackpunkt und das hat gereicht“, berichtete Resul Polat von einem gebrauchten Tag für die Zwölfer beim 1:3.
Zum Abschluss der Vorrunde empfängt die heimstärkste Mannschaft den FC Odenheim. Dessen Abwärtstrend nimmt Polat aber nicht zum Anlass, die Viktoria zu unterschätzen: „Odenheim ist personell angeschlagen, aber ich finde, das macht das Ganze für uns noch schwieriger, denn die Odenheimer haben nichts zu verlieren und werden einfach frei aufspielen können. Ich wünsche mir natürlich zum Abschluss einen Sieg und ein gutes Spiel von beiden Seiten.“

Zum vierten Mal in Folge kassierte der FC Odenheim eine Niederlage ohne eigenen Treffer. „Unsere Negativserie setzt sich leider fort. Zu unserer generell angespannten Personalsituation kamen noch kurzfristig zwei Kranke hinzu. Außerdem haben wir aus Vorsichtsmaßnahmen einen Spieler, der mehr oder weniger Kontaktpersonen eines COVID-Erkrankten war, vom Spielbetrieb ferngehalten. In der ersten Halbzeit haben wir es noch einigermaßen passabel gespielt. Nach dem 0:1-Rückstand nach der Pause durch einen Elfmeter war klar, dass es schwer werden würde. Wir hatten dann zwar einen Tick mehr Ballbesitz, aber kamen leider zu keinen zwingenden Torgelegenheiten“, äußerte sich Luca Hodecker zum 0:2 in Neudorf.
Damit sind die Odenheimer nur einen Punkt vom Vorletzten entfernt. „Wir sind im Tabellenkeller angekommen, das ist uns definitiv bewusst“, redet Spielertrainer Hodecker nicht lange um den heißen Brei herum. Helfen würde folglich Punkte, aber ob das beim starken FV Wiesental gelingt? „Die kommende Aufgabe am Sonntag macht die ganze Situation nicht einfacher. Die Zwölfer stehen meiner Meinung nach mehr als verdient oben in der Tabelle, da sie eine herausragende Mannschaft haben. Wir hatten im August bereits das Duell im Pokal und es war ein wirklich sehr packendes Spiel. Leider stand uns zu diesem Zeitpunkt noch eine andere Personaldecke zur Verfügung bzw. nach dem genannten Spiel mussten wir zwei schwer Verletzte beklagen. Wir werden nochmal alle Kräfte sammeln und bündeln, um in das letzte Spiel der Vorrunde zu gehen. Wenn man realistisch ist, wissen wir, dass wir in unserer aktuellen Situation in Wiesental nichts groß zu verlieren haben“, weiß Hodecker, dass sein Team als klarer Außenseiter anreist.

Stettfeld
0:2
FC Flehingen

Trotz 1:0-Führung verlor der TSV Stettfeld durch ein spätes Gegentor 1:2 beim TSV Wiesental. Das veranlasste Elvis Karam zu einer durchaus außergewöhnlichen Rückschau: „Spieler machen Fehler und dadurch entstehen Tore. Trainer machen ebenfalls sehr viele Fehler im Laufe einer Saison, wodurch Spiele manchmal anders laufen als geplant. Am Sonntag habe ich zwei Mannschaften gesehen, die kaum Fehler gemacht haben. Wiesental hatte nicht eine klare Torchance und wir nur im Stand von 1:0 einige sehr gute Konterchancen, die wir schlecht zu Ende spielen. Ich bin mir auch sicher, dass wir das so über die Zeit gebracht hätten. Da gibt es dann aber noch ein drittes Team, das an diesem Tag sehr viele falsche Entscheidungen getroffen hat und damit das Spiel gedreht hat. Ein Elfmeterpfiff, der ein purer Witz war, der Spieler hält sich nach einem Kopfballduell am Kopf und der Schiedsrichter sagt, er habe ihn am Fuß getroffen. Dem 2:1 gingen ein klares Foul und eine Konterunterbrechung direkt voraus und muss abgepfiffen werden. Wenn du so verlierst, dann kannst du der Mannschaft nichts mehr sagen, außer sie wieder aufzubauen. Und zu den Unparteiischen: Sie dürfen genauso Fehler machen wie wir. Sie sollten diese erkennen, analysieren und daraus lernen. Siehst du immer alles anders, dann lernst du nichts daraus. Ich habe am Sonntag dazu gelernt: Rutscht ein Spieler aus und köpft im Fallen den Ball, dann ist es gefährliches Spiel und Freistoß für den Gegner.“
Als Ligaachter gehen die Stettfelder nun in das Hinrundenfinale. Dort wartet ein schwerer Gegner, wie Karam in der Vorschau beschreibt: „Gegen Flehingen sind wir absoluter Außenseiter. Die Flehinger haben eine sehr gute Kaderzusammenstellung und sind für mich der absolute Topfavorit für die Meisterschaft. Gerade die Offensive und das Mittelfeld sind eine brutale Waffe. Sie haben aber auch schon mehr Spiele abgegeben als ich erwartet hätte.“ Daraus zieht Karam aber einen interessanten Schluss: „Und in unserer Situation ist das vielleicht gerade der richtige Gegner. Wir können befreit und ohne Druck aufspielen, müssen defensiv gut und hart arbeiten, dann ist alles möglich. Wir müssen sicherlich unsere beste Saisonleistung abrufen, um erfolgreich zu sein.“

Mit einem klaren 4:0 gegen Menzingen brach der FC Flehingen den Negativtrend. „Zuallererst will ich Genesungswünsche nach Menzingen senden, Andreas Vogel hat sich leider schwer verletzt“, begann Christian Rohr seinen Rückblick mit einem Gruß nach Menzingen. Dann schaute er auf das Sportliche zurück: „Wir haben zum Glück den negativen Trend gebrochen und mal wieder als Sieger den Platz verlassen. Jedoch war es ein schweres Stück Arbeit. Meine Jungs müssen noch enger zusammenwachsen und noch geschlossener auftreten.“
Einen Zähler liegt der FCF nun hinter dem Spitzentrio. Rohr will unbedingt dranbleiben und schwört seine Mannschaft auf den Abschluss ein: „In Stettfeld erwartet uns zum Hinrundenabschluss eine richtig harte Nuss, welche wir nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung knacken können. Wir sind auf dem richtigen Weg, jedoch muss jeder bereit sein, immer alles für die Mannschaft zu geben! Ich werde meine Mannschaft auf Stettfeld vorbereiten und ich hoffe, die Jungs werden am Sonntag nochmals alles geben, damit wir mit einem Sieg in die Winterpause gehen!“

Rheinhausen
3:0
Menzingen

Nach dem 3:3 in der Vorwoche gab es für Rheinhausen nun erneut ein Remis, bei dem dieses Mal aber die Tore fehlten. Ein durchaus gemischtes Fazit zog Dominik Feuerstein: „Im Vorfeld hätte ich den Punkt unterschrieben. Wenn man allerdings das Spiel Revue passieren lässt, dann hätte ich im Nachhinein gerne drei Punkte mitgenommen. Es war insgesamt ein attraktives 0:0-Spiel mit mehr Spielanteilen und Torchancen für uns. Wir hatten zwar nicht viele Chancen, dafür steht Neuthard auch viel zu gut gegen den Ball, allerdings waren wir, wie ich finde, näher dran am 1:0 als die Heimmannschaft.“ Seine Mannschaft lobte er dennoch: „Ich bin mit der Leistung meiner Jungs zufrieden. Das haben sie insgesamt sehr gut gemacht.“
Seit Ende September ist der TSV nun ohne Niederlage und so bleibt man bei drei Punkten Rückstand in Schlagdistanz zur Spitzen. Obwohl man fast doppelt so viele Punkte wie der kommende Gegner hat, rechnet Feuerstein gegen Menzingen gewiss nicht mit einem Spaziergang: „Eine Mannschaft, die in dieser Liga jeden schlagen kann. Natürlich wünschen wir uns einen positiven Abschluss der Vorrunde mit drei Punkten, aber das will der Gegner ja auch. Uns muss bewusst sein, dass wir nochmal alles raushauen müssen, um am Ende weitere ein bis drei Punkte zu haben!“

Letztlich ohne Chance war der SV Menzingen in Flehingen, wie Moritz Bahm nach dem 0:4 anmerkte: „Ein Glückwunsch geht nach Flehingen für einen verdienten Sieg am Sonntag. Wir hatten nur sehr wenige Chancen und konnten nicht ins Spiel finden. Leider fehlten uns auch sehr viele Spieler am Sonntag, was dieses Spiel noch erschwert hat für uns.“
Nur noch einen Zähler sind die Kraichtaler vom vorletzten Rang entfernt. Folglich will sich die Mannschaft von Kai Ledermann in Rheinhausen nach Möglichkeit Luft verschaffen. „Jetzt heißt es nochmal alle Kräfte zusammen zu bündeln für das letzte Rundenspiel. Auch dies wird schwer für uns werden. Jetzt heißt es das Spiel gegen Flehingen abzuhaken und an der Leistung der Spiele davor anzuknüpfen. Dass wir es können, wissen die Spieler“, meint dazu Bahm.

VfR Kronau
4:1
FC Karlsdorf

Auch in Forst ging der VfR Kronau leer aus. „Ich habe ja in meinem Vorbericht zum Spiel in Forst geschrieben, dass wir eine Leistung abliefern müssen, bei der wir uns am Ende nicht vorwerfen können, nicht alles probiert und getan zu habe,n um als Sieger vom Platz zu gehen und genau so war es auch. Die Einstellung, der Wille, der Einsatz – alles hat gestimmt. Wir haben an die Leistungen der letzten Auswärtsspiele in Wiesental und Stettfeld angeknüpft, so wie am Sonntag kann und muss man den Abstiegskampf bestreiten“, war Mark Geckler mit dem Auftritt prinzipiell einverstanden. Im Anschluss kam er auf die Knackpunkte beim 0:1 zu sprechen: „Dass der Gegentreffer nach einem Standard fällt, ist bezeichnend. Aus dem Spiel heraus haben wir wenig zugelassen, obwohl uns Forst gerade in der ersten Halbzeit schon sehr in die Defensive gedrängt hat, aber ein Feuerwerk an Torchancen habe ich auf beiden Seiten nicht gesehen. In der zweiten Halbzeit waren wir meiner Meinung nach auf Augenhöhe und hätten auf jeden Fall einen Punkt verdient. Es hat aber mal wieder nicht sein sollen, dass wir uns für eine gute Leistung belohnen, so sind nun mal die ‚Fußballgesetze‘: Wenn‘s sch... läuft, dann läuft‘s sch… Das beziehe ich z.B. auf die Nachspielzeit, als unser Torwart mit im gegnerischen Strafraum war und auch zum Kopfball kommt. Den Ball haben wohl alle schon im Winkel gesehen, aber der Forster Keeper holt den sensationell da raus, Respekt dafür. Da hat er dem FC den Sieg gerettet und uns die rote Laterne bis ins Frühjahr angehängt.“
Wie der Kronauer Verantwortliche bereits gesagt hat, ist durch die jüngste Niederlage klar, dass Kronau als Letzter in die Winterpause gehen wird. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den Vorletzten aus Neudorf. „Leider haben wir trotz einer akzeptablen Leistung wieder keine Punkte geholt und so bleibt uns für das Spiel gegen Karlsdorf nur eines: Alles auf eine Karte, es zählt nur ein Sieg. Wir wollen uns unbedingt mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause verabschieden. Wie groß am Ende der Vorrunde dann der Abstand zum rettenden Ufer ist, werden wir sehen“, will Geckler ein weiteres Anwachsen des Rückstands unbedingt verhindern. Mit kämpferischem Mut blickt er auch schon über die Winterpause hinaus: „Aber egal wie viele Punkte es sind, wir werden nicht aufgeben und in der Rückrunde alles versuchen, doch in der Liga zu bleiben.“

Schon nach einer Viertelstunde stand der FC Karlsdorf in Mingolsheim auf verlorenem Posten, denn da lag die Germania bereits 0:2 hinten. Mehr als den Anschluss schaffte Karlsdorf nicht mehr und so musste Goran Barisic von einer Niederlage berichten: „Wir haben leider, wie so oft, individuelle Fehler gemacht, die uns am Ende drei Punkte gekostet haben. Das 0:1 darf so schnell nicht passieren. Wir haben den Gegner sehr gut analysiert und es was zu 100 Prozent so, wie wir es vor dem Spiel gesagt haben. Leider gab es den ersten groben Fehler in zwei Minuten und so lagen wir schon 0:1 zurück. Dann war es einfach für Mingolsheim, aus einer sicheren Defensive mit langen Bällen zu spielen. Das 0:2 resultierte aus einem Eckball, obwohl wir das auch angesprochen hatten. Für die zweite Halbzeit haben wir umgestellt und alles nach vorne geworfen, leider konnten wir nur ein Tor machen. Mingolsheim hat zum Schluss noch ein paar gute Chancen gehabt, weil wir hinten nur mit zwei Spielern spielten, aber unser Torwart hat uns noch im Spiel gehalten. Leider konnten wir nicht das zweite Tor schießen, am Ende hat Mingolsheim verdient gewonnen.“
Zwar belegt Karlsdorf gerade noch einen einstelligen Platz, aber der Schein trügt ein wenig: Nur drei Punkte liegt man nämlich vor dem vorletzten Rang. So kommt dem Duell mit Schlusslicht Kronau durchaus Brisanz zu. „Kronau steht überraschend als Tabellenletzter da und hat definitiv eine bessere Mannschaft, als es der aktuelle Platz vermittelt. Das ist sehr guter Verein mit guten Möglichkeiten. Warum es aktuell so ist, kann ich nicht sagen“ ist Barisic vom schlechten Abschneiden der Kronauer überrascht. Wie wichtig die Partie ist, weiß er: „Letztendlich stehen wir auch nicht da, wo ich uns erwartet habe. Am Sonntag ist nochmal für beide Mannschaften wichtiges Spiel. Wir kommen nach Kronau, um drei Punkte zu holen. Es wird bestimmt nicht einfach. Solche Fehler dürfen wir uns nicht erlauben wie in Forst oder Mingolsheim, sonst werden wir auch mit leeren Händen nach Hause gehen.“

Neuthard
4:2
FC Forst

Zum zweiten Mal in Folge gab es für den FV Neuthard ein Remis. Das 0:0 gegen Rheinhausen reichte sogar, um die Tabellenführung zu übernehmen. „Das war nicht geplant, aber der Gegner war erwartet gut. Eine sehr, sehr unangenehme Mannschaft, weil Rheinhausen brutalen Speed nach vorne hat. Der Punkt war, denke ich, für beide Seiten in Ordnung. Wir haben in den letzten 14 Tagen nicht alle an Bord. Einige waren erkältet und deshalb war das Unentschieden okay“, konnte sich Senad Nadarevic mit dem Remis arrangieren.
Zum Jahresabschluss wartet auf den FVN nun noch ein echtes Spitzenspiel. „Alles ist sehr, sehr eng und Forst hat einen guten Lauf“, so Nadarevic, der warme Worte nach Forst schickt: „Ich möchte mal meinen Gegenüber erst einmal loben. Chris hat Forst damals im Niemandsland übernommen, ist mit der Mannschaft aufgestiegen und macht tolle Arbeit. Jetzt steht die Germania wieder super da. Kompliment von mir, tolle Arbeit seit Jahren. Ich frage mich nur, wie lange Forst diesen Trainer noch halten kann.“ Dann blickt er auf den sportlichen Vergleich: „Klar können wir oben bleiben, dafür müssen wir aber das Spiel am Sonntag gewinnen. Das geht aber nur mit einer tollen Leistung und einem Sahnetag. Wir werden alles dafür tun, um zuhause die Punkte da zu lassen.“ Zuletzt hat er auch die pandemische Lage im Blick: „Ich hoffe, dass wir Sonntag spielen dürfen.“

„Ein verdienter Sieg, wenn auch etwas glücklich hinten raus“, kommentierte Christopher Holzer das 1:0 gegen Kronau mit einem Satz. Den ergänzte er folgendermaßen: „Sehr gute 20 Minuten nach Anpfiff und weitere gute 25 Minuten nach der Halbzeitpause haben genügt, um drei Punkte einzufahren. Einzig in den Schlussminuten des Spiels, als Kronau alles nach vorne warf, hatten wir neben einem sehr gut parierenden Tormann auch das Glück, das man manchmal braucht, um solche Siege einzufahren.“
Nach vier Siegen hat der Ligadritte nach Punkten zur Tabellenspitze aufgeschlossen. Das kümmert Holzer aber weiterhin wenig. Vielmehr möchte er einfach die Erfolgsserie fortsetzen: „Wir möchten unsere Leistung der letzten Wochen auch in Neuthard bestätigen und streben einen erfolgreichen Jahresausklang an.“

TSV Wiesent.
2:1
Neudorf

Auch gegen Stettfeld lag der TSV Wiesental hinten, konnte aber doch eine Niederlage verhindern und dank eines späten Treffers sogar den ersten Heimsieg feiern. „Ja, der Fluch ist beendet, Gott sei Dank. Ich fand die erste Halbzeit sehr ausgeglichen, nur dass Stettfeld einen guten Konter besser als wir ausspielte und das 0:1 erzielte. In der zweiten Halbzeit kamen wir dann super rein und haben mächtig Druck ausüben können. Stettfeld hatte zwar noch ein, zwei gefährliche Konter, nichtsdestotrotz konnten wir das Spiel drehen. Darüber sind wir sehr glücklich“, so Siegtorschütze und Spielertrainer Tim Ronecker.
Mit der positiven Erfahrung im Rücken geht es gleich in das nächste Heimspiel. „Wir freuen uns jetzt auf das letzte Saisonspiel in diesem Jahr. Natürlich, wie auch jede Mannschaft, will man das letzte Spiel erfolgreich gestalten, um mit einem positiven Gefühl in die Winterpause zu gehen. Dafür brauchen wir nochmal die letzten Reserven, aber ich bin davon überzeugt, dass wir die drei Punkte in Wiesental lassen können“, zeigt sich Ronecker vor dem Duell mit Neudorf optimistisch.

Den dritten Heimsieg in Serie sammelte die FVgg Neudorf gegen Odenheim ein. „Am Sonntag war es genauso, wie ich es mir gewünscht habe, dass wir von Anfang an Gas gegeben, jeden Zweikampf gewonnen, nach vorne gut gespielt und verdient gewonnen haben. Das Ergebnis hätte auch ein bisschen höher ausgehen können, aber meine Mannschaft hat das sehr gut gemacht“, war Arif Saglam rundum zufrieden.
Nun hat die FVgg den Anschluss an die davor platzierten Teams aus Menzingen und Odenheim geschafft. Bei einem Sieg in Wiesental könnte nach langen Wochen ganz im Tabellenkeller auch eine tabellarische Verbesserung gelingen. Dass dieser möglich ist, davon ist Neudorfs Spielertrainer überzeugt: „Wenn wir so weitermachen, dann bin ich mir sicher, dass es auch den ersten Auswärtssieg kommen kann gegen den TSV Wiesental. Wir müssen halt dranbleiben. Wenn wir das Spiel gewinnen sollten, dann sind wir höchstwahrscheinlich auch unten raus und nach der Winterpause geht es dann weiter.“

Ubstadt
1:0
Mingolsheim

Ein Coup gelang dem FV Ubstadt mit dem 3:1 über den bisherigen Tabellenführer FV Wiesental. Andreas Bronner verteilte Lob an den Gegner, war aber auch mit seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Das letzte Heimspiel war dann endlich mal auch von, wie soll ich sagen, ein bisschen Glück gekrönt war. Ich glaube, dass auch die Heimspiele vorher, wenn man jetzt Rheinhausen nimmt oder auch davor, alle Spitz auf Knopf standen und wir auch, glaube ich, nie die schlechtere Mannschaft waren. Wir haben einfach immer verpasst habe, Tore zu schießen und unsere Chance auch wirklich zu nutzen. Am Sonntag war's dann auch wirklich so, dass wir in den richtigen Momenten die Tore geschossen haben. Ich glaube, das 2:0 kam genau auf den richtigen Punkt. Dann haben wir auch das Dritte noch geschossen, was auch in der Vergangenheit nicht immer der Fall war. Aber es war ein toller Heimsieg, gerade für die Jungs war's natürlich ganz toll gegen doch diese starke Wiesentaler Mannschaft. Ich meine, es macht schon Spaß, Wessam Noureddine oder Nikolai Loes beim Fußballspielen zuzuschauen. Deswegen kann man umso mehr stolz drauf sein, wenn man die drei Punkte dann in Ubstadt hält.“
Gleich wieder tritt der FVU daheim an. „Grippewelle und viele Verletzte, im Moment muss man jetzt gucken, welche und wie viele Spieler wir zur Verfügung haben“, ist Bronner gespannt, wer letztlich auflaufen kann. Dann steckt er noch die Marschroute ab: „Wir werden dann im letzten Heimspiel vor dem Pokalhalbfinale nochmal alles reinhauen, um dann wirklich nochmal Punkte in Ubstadt zu halten. Ich glaube, dann kann man auch sagen, dass man eine erfolgreiche oder tolle Runde gespielt hat.“

Dank eines guten Starts setzte sich der TuS Mingolsheim gegen Karlsdorf durch. Die frühe 2:0-Führung verteidigten die Mingolsheimer trotz eines Gegentores bis zum Schluss und fuhren so den dritten Sieg aus den letzten vier Partien ein. „Das war ein hartes Stück Arbeit in der zweiten Halbzeit gegen Karlsdorf. Wir freuen uns natürlich über die drei Punkte, haben allerdings zugelassen, dass Karlsdorf sehr stark zurückkam. So war das Unentschieden vielleicht ein bisschen glücklich. Dafür war die erste Halbzeit in etwa so, wie wir uns das vorstellen“, war Andreas Schmidt froh über den dreifachen Punktgewinn.
Vier Punkte fehlen dem Ligasechsten zur Tabellenspitze und fünf Zähler liegt der TuS vor dem nächsten Gegner. Überraschenderweise reklamiert Schmidt für das Duell aber zumindest teilweise die Außenseiterrolle: „Gegen Ubstadt wollen wir natürlich versuchen, über 90 Minuten zu überzeugen, um einen optimalen Hinrundenabschluss zu erreichen. Die Spiele gegen Ubstadt sind allerdings immer sehr umkämpft und deswegen sehe ich gerade nach dem FVU-Sieg gegen Wiesental Ubstadt leicht in der Favoritenrolle.“

Aufrufe: 018.11.2021, 19:55 Uhr
Florian WittmannAutor