– Foto: Alex Kölmel

FC Forst hat die Tabellenführung im Blick

Direktes Duell zwischen Erster gegen Zweiter +++ TSV Rheinhausen will gegen Menzingen nachlegen +++ FV Ubstadt möchte gegen Karlsdorf die Trendwende schaffen

Am 18. Spieltag der Kreisliga findet das Topspiel natürlich in Forst statt, hier erwartet der Zweitplatzierte den Spitzenreiter FV Neuthard. Lachender Dritter des Spieltages könnte der FV Wiesental werden, der mit einem Remis im Spitzenspiel und eigenen Sieg ebenfalls an die Spitze stürmen könnte. Nach dem verlorenen Kellerduell gegen Menzingen ist der VFR Kronau beim FC Karlsdorf unter Zugzwang. Ebenfalls unter Druck ist der FV Ubstadt beim Auswärtsspiel in Mingolsheim. Des Weiteren spielt Neudorf gegen den TSV Wiesental und Menzingen empfängt den TSV Rheinhausen.

Odenheim
2:0
FV Wiesental

Mit einem ganz wichtigen 4:1 Sieg über den FC Karlsdorf hat sich der FC Odenheim unter der Regie von Luca Hodecker etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen können. Aus der Ferne hat er auf Grund seiner Quarantäne das Spiel verfolgt und berichtet: „In dieser Höhe war mit dem Sieg nicht zu rechnen. Ich selbst konnte leider aufgrund Corona-Quarantäne nicht dabei sein, wurde aber das komplette Spiel über immer auf dem Laufenden gehalten, sodass ich mir trotzdem eine Meinung zum Spiel machen kann. Ehrlicherweise muss man sagen, dass das 4:1 zu hoch ausgefallen ist. Gerade in der ersten halben Stunde, eigentlich bis zu unserem Führungstor, waren wir überhaupt nicht im Spiel. In dieser Phase war Karlsdorf besser und hatte einige gute Einschussmöglichkeiten. Unser Keeper war jedoch zur Stelle und hat uns die Null festgehalten. Mit dem 1:0 haben wir dann etwas mehr Sicherheit ins Spiel bekommen. In der zweiten Halbzeit war uns klar, dass Karlsdorf durch den 2:0 Rückstand nochmal alles nach vorne werfen wird, um uns unter Druck zu setzen, was sie zeitweise auch wirklich gut gemacht haben. Beim Stand von 2:1 haben wir Glück, dass der FCK einen Elfmeter nicht im Tor unterbringen konnte, auch hier war uns Torwart noch dran und krönte sein überragendes Spiel. Wir schaffen es aktuell durch Kampf, Einsatz und Leidenschaft das Spielglück auf unsere Seite zu bekommen. Das haben sich die Jungs auch wirklich verdient! Die beiden letzten Tore fielen in der Nachspielzeit durch Kontersituationen, woraus das etwas zu hohe Ergebnis resultiert.“
Gut im Bilde ist er von der Mannschaft des FV Wiesental, er sieht sein Team in der Analyse jedoch trotzdem nicht chancenlos: „Am kommenden Sonntag kommt mit dem FV Wiesental eine absolute Topmannschaft zu uns nach Odenheim. Nachdem sie nicht ganz ideal aus der Winterpause gestartet sind, haben sie spätestens am vergangenen Sonntag mit dem Sieg gegen den Tabellenführer Neuthard gezeigt, was sie draufhaben. Vor allem die Bewegung der Spieler im Mittelfeld und im Sturm ist herausragend. Sie bewegen sich oft zwischen den Reihen, sodass es schwer ist, sie richtig zu verteidigen. Es ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die den Ball sauber durch ihre Reihen laufen lässt. Die 12er haben die meisten Tore der Liga geschossen, da müssen wir hellwach sein und uns als eine Einheit gegen diese enorme Torgefahr stemmen.“

Nach zwei Rückschlägen in der Rückrunde hat sich der FV Wiesental mit einem 2:0 Sieg gegen den Tabellenführer aus Neuthard mehr als eindrucksvoll im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Obwohl Coach Resul Polat aus gesundheitlichen Gründen nicht beim Spiel sein konnte, hat er sich den Spielverlauf natürlich genau schildern lassen. Er erzählt: „Leider war ich erkrankt und somit nicht mit dabei, deswegen kann ich nur das berichten, was mein Co-Trainer Tino Heiler mir berichtet hat. Es war einfach eine tolle Mannschaftsleistung. Vom Spiel her haben wir nicht viel umgestellt. Wir haben einfach mal die Zweikämpfe angenommen, sind füreinander gelaufen und haben wirklich eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt.“
Dies möchte er auch gegen Odenheim wiederholen, jedoch hat er auch den starken Rückrundenauftakt des kommenden Gegners registriert und warnt deshalb: „Odenheim ist super in die Rückrunde gestartet. Wir durften schon zweimal gegen Sie spielen und haben es auch geschafft, zweimal gegen sie zu gewinnen. Das Hinspiel kann man jedoch nicht mit dem Spiel am Wochenende vergleichen. Odenheim mit ihrem Spielertrainer Luca Hodecker, den ich auch persönlich sehr schätze, hatte sehr viele Ausfälle und ist wirklich mit dem letzten Aufgebot zu uns nach Wiesental gefahren. Jetzt wird es ein ganz anderes Spiel. Ich denke, dass die Tagesform entscheiden wird. Wir werden natürlich auf Sieg spielen und versuchen, genauso wie gegen Neuthard eine gute Leistung zu zeigen.“

FC Flehingen
1:1
Stettfeld

Mit dem zweiten Sieg in Serie hat der FC Flehingen den schlechten Rückrundenauftakt vergessen lassen und befindet sich nun wieder mittendrin im Aufstiegsrennen. Coach Christian Rohr bewertet den 2:1 Sieg über den TSV Rheinhausen wie folgt: „Die ersten 45 Minuten waren wir gar nicht präsent, meine Jungs waren überhaupt nicht im Spiel. In der Halbzeit haben wir unsere Fehler angesprochen. In der zweiten Halbzeit waren meine Jungs in den Zweikämpfen viel präsenter und die zweiten Bälle gehörten uns. An dieser Stelle möchte ich meinen Jungs ein Lob aussprechen, hier hat man gesehen, was in der Mannschaft steckt. Klar haben wir leider noch zu viel zugelassen und zum Schluss hätte Rheinhausen noch zum Ausgleich treffen können. Am Sonntagen haben sich meine Jungs in der zweiten Halbzeit das Glück jedoch alles in allem erkämpft.“
Genau die gleiche Einstellung wie in der zweiten Halbzeit erwartet er, um gegen Stettfeld siegreich zu sein: „Stettfeld wird am Sonntag wieder eine harte Nuss, welche wir nur als Team knacken können. Elvis wird seine Mannschaft wieder top einstellen und er hat wieder einen Teil seiner verletzten und erkrankten Spieler zurück. Meine Jungs kann ich nur vorwarnen, dass Sie von der ersten Minute an hellwach sein und die wenigen Torchancen eiskalt nutzen müssen.“

Wie fast alle Mannschaften im Keller konnte auch der TSV Stettfeld seine Partie gegen Mingolsheim gewinnen. Trainer Elvis Karam berichtet jedoch von einem Spiel, welches auch anders ausgehen konnte: „Der Sieg war für die Moral enorm wichtig. Ich bin hier ganz ehrlich, es hat die glücklichere Mannschaft gewonnen. Der TuS war stark und ist aufgrund der letzten Ergebnisse sehr sicher und selbstbewusst aufgetreten. Sie haben das Spiel dominiert, aber wir haben leidenschaftlich verteidigt. Sie hatten dennoch ihre Chancen, man kann gegen so eine gute Tuppe nicht alles wegmachen. Wir hatten halt auch einen bärenstarken Torhüter! Mit einem guten Gegenangriff haben wir uns einen berechtigten Elfmeter erspielt und letztendlich die drei Punkte geholt. Ich weiß, das war eine sehr bittere Niederlage für unsere Freunde vom TuS, das kennen wir aus eigener Erfahrung in dieser Saison.“
Gegen Flehingen erwartet er jetzt ein ähnliches Spiel: „Mit dem FC Flehingen erwartet uns ein Kaliber ähnlich dem TuS. Das Spiel gegen den Ball und die Einstellung müssen wir ganz genau so beibehalten. Der Sieg wird uns im Ballbesitz wieder mehr Lockerheit, Sicherheit und Mut geben. Das wird uns wieder einen Schritt weiterbringen!“

Menzingen
3:1
Rheinhausen

0:2 ging das Kellerduell zwischen dem Letzten VFR Kronau und dem Vorletzten SV Menzingen aus. So konnte Menzingen den Abstand zum Schlusslicht vergrößern und hat auf Grund der Siege der Konkurrenz den Abstand zum rettenden Ufer nicht größer werden lassen. Erleichtert blickt Coach Kai Ledermann zurück: „Der Sieg gegen einen direkten Konkurrenten ist natürlich doppelt viel wert, aber zum Vergolden müssen wir zu Hause gegen Rheinhausen nachlegen. Ich fand den Auswärtssieg alles in allem hochverdient, obwohl wir einfach zu viele Chancen für ein Tor brauchen. Wir hätten das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden müssen. So wurde es in der zweiten Hälfte nochmals eng, als Kronau „All in“ spielte.“
Jetzt blickt der Trainer nach vorne und hat auch ein wenig Mitleid mit der Situation des TSV Rheinhausen: „Rheinhausen ist ein sehr unangenehmer Gegner, die noch etwas mit Coronaproblemen zu kämpfen haben. Mit der Genesung ist es nämlich nicht getan. Die Spieler brauchen einfach noch eine Weile, um auf einen guten Level zu kommen. Ich hoffe, dass es alle gut überstanden haben, aber wir kennen ja die Problematik auch. Wir hatten auch sechs Infizierte in den letzten Wochen. Wir freuen uns auf das Spiel und die Mannschaft um ihren Coach Dominik Feuerstein.“

Am Nachholspieltag gegen den FVgg Neudorf war es endlich soweit und die Mannschaft von Dominik Feuerstein konnte endlich den ersten Sieg 2022 einfahren. Dafür war jedoch ein hartes Stück Arbeit nötig, denn die Gäste konnten sowohl die 1:0 Führung, als auch den Zwischenstand zum 2:1 egalisieren. Außerdem fiel die Entscheidung erst in der Nachspielzeit. Trotzdem wird Coach Dominik Feuerstein ein Stein vom Herzen gefallen sein.
Mit Menzingen wartet nur ein weiteres Team aus dem unteren Tabellendrittel auf den TSV. Das Hinspiel endete 3:0, der TSV dürfte auch gegen ein solches Ergebnis im Rückspiel nichts einzuwenden haben.

FC Karlsdorf
1:2
VfR Kronau

Mit 4:1 unterlag der FC Karlsdorf beim FC Odenheim. Ein Ergebnis, welches auf den ersten Blick auf einen einseitigen Spielverlauf schließen lässt. Nach Ansicht von Karlsdorfs Goran Barisic war die Angelegenheit jedoch längst nicht so klar: „In Odenheim haben wir wieder ein Spiel verloren, das man niemals verlieren darf. Wir sind besser gewesen in der ersten halben Stunde und hatten super Chancen in Führung zu gehen, aber leider hat uns die Ruhe vor dem Tor gefehlt und der Torwart von Odenheim erwischte einen Sahnetag. Im Anschluss haben wir, wie so oft, aus dem nichts ein Gegentor bekommen und lagen dann 1:0 in Rückstand. Zu allem Überfluss bekam der Gegner in der Schlussphase der ersten Hälfte auch noch einen Elfer zugesprochen und so ging es mit 2:0 in die Kabine. Die zweite Halbzeit hat dann begonnen wie die erste, jedoch haben wir dann endlich auch einen Treffer zum Anschluss erzielt und waren drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Leider vergaben wir sogar einen Elfer und Odenheim konnte dann in der Nachspielzeit noch zwei Tore erzielen, da wir komplett aufgemacht haben.“
Obwohl es nun gegen das Schlusslicht geht, hat der Trainer noch die Niederlage im Hinspiel im Kopf: „Gegen Kronau haben wir schon das Hinspiel verloren und diese verlorenen Punkte taten uns sehr weh. Deshalb müssen wir das Spiel gewinnen, egal wie und egal was es kostet. Kronau muss unbedingt gewinnen auf Grund der Tabellensituation und ich wünsche mir einfach eine Leistung wie gegen Odenheim, nur mit einer besseren Chancenverwertung.“

Etwas resigniert analysiert Sportvorstand Mark Geckler das verlorene sechs Punkte Spiel gegen Menzingen: „Das war ein sehr, sehr überschaubares Niveau von beiden Mannschaften. So wie man es eben erwarten konnte, wenn der Vorletzte beim Letzten antritt. Menzingen hatte in der ersten Halbzeit die klar besseren Chancen und wir waren mit dem 0:1 zur Pause noch gut bedient. In der zweiten Hälfte waren wir etwas besser in der Partie, leider aber ohne die ganz großen Ausgleichschancen.“
Die Tabellensituation wurde mit dieser Niederlage natürlich nicht besser und so schwinden die Hoffnungen beim Verantwortlichen: „Ich denke, man muss jetzt kein großer Prophet sein um vorauszusagen, dass ein Klassenerhalt für uns immer unwahrscheinlicher wird. Auch wenn der Glaube an eine Wende natürlich mit jeder Niederlage schwindet, werden wir weiter alles geben und versuchen Spiele zu gewinnen. Schon die sportliche Fairness verlangt das von uns und wer weiß, vielleicht geht nach einem Erfolgserlebnis mal ein Ruck durch die Mannschaft? Wie heißt es so schön: die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.“

FC Forst
0:2
Neuthard

1:1 trennten sich die Teams vom TSV Wiesental und dem FC Forst am vergangenen Spieltag. Den Sprung auf Platz eins hat das Team von Christopher Holzer zwar verpasst, jedoch zeigt sich der Coach in der Nachbetrachtung zufrieden mit dem Remis: „Das Unentschieden geht in Ordnung. Wenn man bedenkt, dass wir mit der letzten Aktion des Spiels den Ausgleichstreffer erzielen, dann muss man damit auch einfach mal zufrieden sein. Die erste Halbzeit war sehr stark, wir hatten nach ca. fünf gespielten Minuten und dann nochmals kurz vor dem Halbzeitpfiff je eine Großchance. Wenn wir eine der beiden Chancen setzen, dann gehen wir mit der Führung im Rücken in die zweiten 45 Minuten. Aber „wenn“ zählt hier nicht. Die zweite Halbzeit war dann deutlich ausgeglichener, der TSV war besser im Spiel und nutze in der Folge unseren einzigen Fehler eiskalt aus. Die Reaktion meiner Mannschaft nach dem Rückstand war dann wieder mal der Wahnsinn. Jeder hat an den Ausgleich geglaubt, jeder war bereit nochmals alles zu geben und am Ende wurden wir mit dem 1:1 auch dafür belohnt. Ich freue mich sehr für meine Mannschaft, den Punkt hat sie sich verdient.“
Jetzt am Wochenende kommt es zum Duell erster gegen zweiter. Anstatt den Gegner zu analysieren, glaubt der Coach an die eigenen Stärken und fügt noch kurz hinzu: „Mit dem Wissen und dem Vertrauen in unsere eigene Stärke wollen wir auch am Sonntag wieder punkten - am besten dreifach.“

Trotz der Niederlage gegen den FV Wiesental steht der FV Neuthard weiterhin auf Tabellenrang eins, der Vorsprung zu den Verfolgern ist jedoch auf Grund von lediglich einem Punkt aus den letzten beiden Partien auf ein Minimum geschrumpft. Cheftrainer Senad Nadarevic kann seiner Mannschaft beim 0:2 trotzdem keinen Vorwurf machen: „Wir haben am Sonntag das Maximale herausgeholt, mehr war nicht drin und die Niederlage war verdient. Wir können aktuell nicht unser Leistungsvermögen abrufen und dafür gab es Gründe. Wiesental war von Anfang an fokussiert und hat verdient gewonnen.“
Bevor er dem scheidenden Forster Trainer Holzer alles Gute für die Zukunft wünscht, fordert er von seinem Team: „Jetzt bei Forst müssen wir anderes Gesicht zeigen und das traue ich meine Mannschaft zu. Das dies schwierig wird, ist glaube ich jedem klar. Ich möchte außerdem noch meinem Kollegen auf der anderen Seite alles Gute für die Zukunft wünschen und hoffe, dass er einen sehr guten Abschluss bekommt.“

Neudorf
1:3
TSV Wiesent.

Nach einem famosen Rückrundenstart mit sieben Punkten aus vier Spielen musste sich der FVgg Neudorf zum ersten Mal 2022 geschlagen geben. Nach Ansicht des Trainers wäre jedoch ein Unentschieden gerecht gewesen und insbesondere in Richtung der Schiedsrichter möchte Arif Saglam noch etwas loswerden: „Das Spiel in Rheinhausen haben wir uns komplett anders vorgestellt. Wir warten nicht von Anfang an wach und haben dann direkt das 1:0 bekommen. Nach etwa 20 Minuten haben wir uns jedoch deutlich gesteigert und uns mit dem Ausgleich belohnt. Auch die zweite Hälfte begann eigentlich vielversprechend, leider bekamen wir ein unnötiges Tor, was uns jedoch nicht aus der Bahn warf, denn kurz darauf konnten wir wieder ausgleichen. Danach kassierten wir das 3:2, was meiner Meinung nach meilenweit Abseits war. Ich weiß nicht, was die Unparteiischen hier gesehen haben. Allgemein wurden viele Entscheidungen gegen uns getroffen und eine klare gelb-rote Karte wurde dem TSV auch nicht gegeben. So mussten wir am Ende aufmachen und fingen uns noch einen Konter zum 4:2. Meiner Mannschaft kann ich jedoch keinen Vorwurf machen.“
Im Hinblick auf den kommenden Sonntag wünscht er sich: „Jetzt wünsche ich mir, dass wir zuhause gegen den TSV Wiesental die drei Punkte einfahren, dann würde die Tabelle auch wieder besser aussehen. Außerdem wünsche ich mir, dass die Schiedsrichter nicht mehr so einseitig pfeifen!“

Ein Déjà-vu erlebte Wiesentals Coach Tim Ronecker bei der Partie gegen den FC Forst. Abermals lag sein Team in Führung und musste dann spät noch den Ausgleich hinnehmen. Er blickt kurz zurück: „Wie im Hinspiel bekommen wir kurz vor Schlusspfiff per Eckball den Ausgleich. Das ist schon sehr bitter. Trotzdem geht im Großen und Ganzen das Remis in Ordnung. Wichtig ist uns, dass wir mit allen Spitzenmannschaften mithalten konnten, wenn nicht sogar besser waren. Das lässt uns positive in die Zukunft blicken.“
Sein Ziel für die Auswärtspartie in Neudorf ist klar: „Jetzt spielen wir gegen eine sehr gute Rückrundenmannschaft. Wir sind aber auch nicht ganz so schlecht drauf, weshalb wir die drei Punkte aus Neudorf gerne mitnehmen würden.“

Mingolsheim
2:1
Ubstadt

Das zweite Spiel an der Seitenlinie endete für Moritz Neuburger mit der ersten Niederlage. Doch auch wie sein siegreicher Kollege aus Stettfeld sah der Trainer sein Team keinesfalls unterlegen. Er moniert: „Der Fußball kann manchmal ein wirklich sehr undankbarer Sport sein und das mussten wir am Sonntag leider erfahren. Wir haben eines unserer besten Saisonspiele gemacht und waren die kompletten 90 Minuten dominant hinsichtlich Ballbesitz, Torchancen, Laufbereitschaft sowie Zweikampfstärke. Stettfeld kam überhaupt nicht ins Spiel und hatte bis zum Elfmeter (welchen man geben kann) keine einzige Torraumszene. Es ist ärgerlich, wenn man sieht wie viele gute Chancen wir uns erarbeitet haben und uns trotzdem nicht belohnen konnten. Einen Elfmeter hätten wir meiner Meinung noch bekommen müssen. Nach einer Niederlage hört sich das irgendwie seltsam an, aber ich bin mit der Leistung meiner Jungs absolut zufrieden und muss sie für die Art und Weise, wie sie gespielt haben, loben. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden weiter an unserer Chancenverwertung arbeiten.“
Die Partie aus der Hinrunde hat der Trainer noch im Kopf und so fordert er von seiner Elf: „Nun haben wir gegen Ubstadt einen unangenehmen Gegner, welcher unbedingt punkten muss, um da unten rauszukommen. Wir haben was aus dem Hinspiel gutzumachen und wollen deshalb natürlich zuhause gewinnen. Wenn wir an das Spiel von Stettfeld anknüpfen bin ich mir sicher, dass wir die drei Punkte in Mingolsheim behalten.“

In der Rückrundentabelle ist der FV Ubstadt nach der Niederlage gegen Neudorf ganz am Ende zu finden. Das ist ein Umstand, der den Leistungen des FV in den letzten Spielen nach Ansicht von Andreas Bronner nicht gerecht wird. So wäre auch gegen Neudorf ein Unentschieden absolut verdient gewesen, wie der Trainer berichtet: „Ich frage mich, ob der Fußballgott uns in Ubstadt nicht mehr auf der Landkarte hat. Wobei man auch sagen muss, dass wir nicht nur Pech haben, es kommt teilweiße auch Unvermögen und Dummheit hinzu. Am Sonntag spielen wir eigentlich 20-25 Minuten einen sehr guten Fußball und setzen die Vorgaben gut um. Dann machen wir einen Fehler und geraten in Rückstand und dann gehen die Köpfe nach unten und wir hatten in dieser Phase Glück, dass wir kein weiteres Gegentor bis zur Halbzeit kassierten. In der Pause konnte ich den Jungs dann wieder Mut machen und etwas nachjustieren und dann starten wir wieder gut in die zweite Hälfte, schießen das 1:1 und der Gegner bekommt sogar noch eine rote Karte. Alles war angerichtet, dass wir den Karren umschmeißen, nach der roten Karte wurden wir jedoch überheblich und agierten viel zu hektisch. Jeder wollte mit dem Kopf durch die Wand, da hat einfach die Geduld und die Erfahrung gefehlt. Dann schwächen wir uns sogar mit einer eigenen roten Karte selbst und zu allem Überfluss kassieren wir mit einem Sonntagsschuss in letzter Sekunde das 1:2. Das war sehr ernüchternd und die Verunsicherung ist absolut zu spüren.“
Dem Trainer ist jedoch nicht bange und so führt er noch aus: „Das ist für meine junge Mannschaft auf jeden Fall eine Lehrzeit. Wir hatten eine ähnliche Phase am Anfang der Hinrunde und haben uns hier auch befreit. Jetzt müssen wir mit Ruhe und Intelligenz den Bock wieder umstoßen. Ein Punkt würde uns in der jetzigen Situation schon sehr weiterhelfen!“

Aufrufe: 031.3.2022, 10:00 Uhr
Dennis SpechtAutor