Frank Schlegel im Endspurt mit seinem Hambrückener Team, dieses Mal geht´s gegen Bruder Jochen und dessen TSV Langenbrücken
Frank Schlegel im Endspurt mit seinem Hambrückener Team, dieses Mal geht´s gegen Bruder Jochen und dessen TSV Langenbrücken – Foto: Stefan Diehl

Attraktive Duelle rund um den Maifeiertag

Spitzenduell Büchenau vs. Karlsdorf II +++ Hambrücken II kann im Brüderduell der Trainer zumindest vorübergehend wieder näher rankommen +++ Dreikampf um den Klassenerhalt

Aufgrund des Maifeiertages wurden drei Spiele des 21. Spieltages auf Donnerstag bis Samstag vorverlegt. Der Tabellenzweite Hambrücken II hat letzte Woche 2 Punkte gegenüber Spitzenreiter Büchenau eingebüßt und liegt nun 4 Zähler hinter diesem zurück. Mit einem am Donnerstagabend Sieg über den fünftplatzierten TSV Langenbrücken könnte man Büchenau jedoch wieder etwas unter Zugzwang setzen. Es wird dies auch das Trainerduell der Schlegel-Brüder sein. Am Tag darauf kann auch der Vierte Forst II (aktuell 7 Punkte hinter Platz 1 zurück) mit einem Sieg über Mingolsheim II (9ter) vorlegen.
Gegen den Abstieg müssen derzeit vorrangig Stettfeld II (14 Punkte), Graben-Neudorf II (12) und Rheinhausen II (9) ankämpfen. Am Samstag besitzt der Tabellenletzte Rheinhausen II die Möglichkeit, mit einem Sieg über Kronau II (7ter) für zumindest eine Nacht den Abstiegsrang verlassen zu können.
Am 1. Mai kommt es dann zu vier weiteren Duellen, darunter zum Spitzenspiel Büchenau gegen Karlsdorf II (3ter) – Karlsdorf II liegt aktuell 6 Punkte hinter den Büchenauern. Philippsburg II (11ter) könnte bei Stettfeld II (12ter) endgültig das Abstiegsgespenst vertreiben, die Stettfelder sich dagegen mit den ersten Punkten im neuen Jahr wieder etwas Luft verschaffen. Zwei Matches in Wiesental komplettieren den Spieltag, wenn dort der FV Wiesental II (8ter) gegen Graben-Neudorf II (13ter) und der TSV Wiesental II (10ter) gegen den Sechsten Huttenheim antreten werden.

Hambrücken II
4:1
Langenbrücke
Im Aufstiegsrennen hat der FV Hambrücken II durch das 2:2-Remis bei Mingolsheim II Punkte eingebüßt und liegt nun 4 Zähler gegenüber Spitzenreiter Büchenau zurück. Der zu Saisonende scheidende FVH-Coach Frank Schlegel spricht von einem gerechten Ergebnis: „Das Unentschieden geht in Ordnung. Mingolsheim II hat unsere Fehler konsequent ausgenutzt. 3 Chancen, 2 Tore. Ja, jetzt liegen wir 4 Punkte hinten. Man sieht, wie schnell es gehen kann und man Punkte liegenlässt.“
Aufgeben im Aufstiegsrennen gilt für die Hambrückener jedoch nicht, sodass auch F. Schlegel gleich wieder nach vorne blickt: „Wir werden unsere Jungs jetzt wieder aufbauen und am Donnerstag versuchen, eine neue Serie zu starten. Langenbrücken wird ein schwerer Gegner für uns werden. Aber wir werden alles geben, um die 3 Punkte in Hambrücken zu behalten.“

Langenbrücken musste gegen den TSV Wiesental auf mehrere Stammkräfte verzichten, sodass sogar Stammhüter Olheide als Feldspieler aushelfen musste und sich beim 4:2-Sieg prompt als zweifacher Torschütze auszeichnen konnte. TSV-Coach Jochen Schlegel zeigte sich mit der Leistung seines Rumpfkaders sehr zufrieden: „Ein großes Lob an den gesamten Kader, der gegen den TSV Wiesental II zur Verfügung stand. Meine Jungs haben das super gemacht. Leider häufen sich unsere Personalsorgen von Woche zu Woche und somit fahren wir momentan auf der letzten Rille.“
J. Schlegel freut sich auf das nächste Duell, vor allem auch weil es dort zum Familienreff kommen wird: „Jetzt sind wir am Donnerstag zu Gast beim FV Hambrücken II. Bekanntlich ist hier meine Bruder Frank Chefcoach der 2. Garnitur des FVH und ich freue mich auf Fränky und seine Jungs. Wie schon bei meinem Vorbericht zum Spiel gegen Büchenau, sage ich aber auch hier: Wer aufsteigen will, muss gegen uns punkten. Wir kennen die Stärken von Fränkys Mannschaft und werden uns diesbezüglich darauf einstellen. Leider fehlen uns aus verschiedenen Gründen einige Stammspieler. Jede/r kann sich aber sicher sein, dass wir alles versuchen werden, um etwas Positives aus Hambrücken mitzubringen.“ Mit einem Zwinkern fügt J. Schlegel an: „Schau mer mal, wem von uns beiden das Bier nach dem Spiel besser schmecken wird.“

Prognose: Will sich Hambrücken II die Aufstiegschance erhalten, muss man am Donnerstagabend gegenüber der Konkurrenz vorlegen. Die Möglichkeit, den Vorsprung Büchenaus zumindest vorübergehend auf einen Zähler zu verkürzen, dürfte Motivation genug sein. Mit Langenbrücken erwartet man jedoch einen starken Gegner, der in den letzten 11 Spielen nur vor Ostern in Büchenau verloren hat und sonst 8 Siege und 3 Remis landen konnte. Es ist ein spannendes Bruderduell zu erwarten, indem alles möglich sein wird. Für die Spannung des Aufstiegskampfes wäre ein Hambrückener Sieg wünschenswert, Langenbrücken wird dies aber natürlich komplett anders sehen.

FC Forst II
1:1
Mingolsheim II
Obwohl sich der favorisierte FC Forst II den knappen 4:3-Sieg beim Tabellenvorletzten SpG Graben-Neudorf II hart erkämpfen musste bzw. gerade auch deshalb, war FCF-Trainer Marcel Gentner mit der Leistung seines Teams einverstanden: „Grundsätzlich bin ich mit dem Spiel meiner Mannschaft zufrieden. Es war gerade in der 1. Halbzeit nicht einfach, sich gegen sehr tiefstehende Graben-Neudörfer gefährliche Abschlussmöglichkeiten zu erspielen. Die zwei unnötigen Gegentore machten uns das Leben nicht leichter. Wichtig war, dass wir noch vor der Halbzeitpause zum Anschlusstreffer kamen. Spätestens nach der Pause, und dies trotz Unterzahl über fast 40 Minuten, konnten wir dann unsere spielerische Überlegenheit durch noch mehr Willen und noch mehr Kreativität im letzten Viertel in Tore ummünzen und das Spiel meiner Meinung nach sehr verdient gewinnen. Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, wie sie dieses Spiel trotz vieler Rückschläge noch gewinnen konnte.“
Natürlich hat Gentner den starken Auftritt des kommenden Gegners Mingolsheim II gegen den Tabellenzweiten Hambrücken II registriert: „Am Freitag empfangen wir nun mit Mingolsheim den nächsten starken Gegner bei uns zu Hause. Die Schwere dieses Spiels muss ich in meiner Mannschaft niemandem erklären, denn da sollte das Ergebnis, welches Mingolsheim gegen unseren Nachbarverein erzielt hat, Warnung genug sein. Ich denke auch, dass die momentane Tabellensituation absolut nicht der Stärke Mingolsheims entspricht, da ich sie eher unter den Top6-Mannschaften in dieser Liga sehe. Wir freuen uns auf jedenfalls auf ein tolles Abendspiel bei uns in Forst und wollen natürlich nach der letzten Heimniederlage in diesem Heimspiel wieder punkten.“

Der TuS Mingolsheim II überraschte am vergangenen Sonntag beim 2:2 gegen den Tabellenzweiten Hambrücken II. Entsprechend zufrieden blickt TuS-Übungsleiter Oliver Jahnke auf diese Begegnung zurück: „Gegen den Tabellenzweiten aus Hambrücken lieferte meine Mannschaft von Beginn an einen aufopferungsvollen Kampf. Hilfreich war dabei die Tatsache, dass wir bereits mit dem ersten Angriff in Führung gehen konnten. Danach entwickelte sich das Spiel genauso, wie wir es vorher besprochen hatten. Unser Ziel war es, dem Gegner die Räume vor unserem Tor so eng wie möglich zu machen. Dazu kam eine Heimmannschaft, die sehr leidenschaftlich ihre Führung verteidigte. Der Gast aus Hambrücken hatte in der 1. Hälfte weitaus mehr Ballbesitz, aber wirkliche Chancen sprangen dabei nicht heraus. Es passt jedoch zu unserer Saison, dass wir beim Ausgleich kräftig Unterstützung leisteten. In der Halbzeitpause sprach ich nochmals an, wie wir es dem Gegner noch schwieriger machen können und wie wir vielleicht den einen oder anderen Konter zu Ende spielen können. Die 2. Hälfte begann dann auch so, wie wir es uns in der Halbzeitpause vorgestellt hatten. Ein Fehler in der Abwehr des Gegners wurde von uns eiskalt ausgenutzt und wir führten 2:1. Hambrücken II hatte in der Folge kaum nennenswerte Chancen zum Ausgleich. Wir selbst besaßen dann die Riesenchance zum 3:1, was vermutlich den Sieg bedeutet hätte, aber aus 8 Metern konnten wir den Ball leider nicht im Tor unterbringen. So kam es wie so oft im Fußball: Einmal dem Gegner vor dem Strafraum zu viel Platz gelassen und ein Schuss aus knapp 20 Metern landete im Tor. Aufgrund der kämpferischen Leistung meiner Mannschaft war der Punktgewinn für mich auch verdient.“
Jahnke möchte den Schwung aus dem Auftritt gegen Hambrücken II mitnehmen und nun mit Forst II die nächste Spitzenmannschaft ärgern: „Am Freitag in Forst erwartet uns eine schwere Aufgabe. Wir müssen kämpferisch wieder eine Topleistung abrufen und im Gegensatz zum vergangenen Sonntag nach vorne mehr Druck ausüben. Im Hinspiel war es ein ausgeglichenes Spiel, welches wir leider durch einen fragwürdigen Elfmeter verloren haben. Wir wissen, dass wir dazu in der Lage sind, die ´Großen`, mit Ausnahme von Büchenau, ärgern zu können. Das Selbstvertrauen ist da, um auch in Forst ein gutes Spiel abzuliefern und nicht ohne Punkte wieder nach Hause zu fahren.“

Prognose: Forst II ist nicht nur Tabellenvierter, sondern auch das drittbeste Heimteam und wird damit als Favorit in die Begegnung gehen. Bei Mingolsheim II darf man gespannt sein, ob man Forst ähnlich Paroli wird bieten können, wie zuletzt Hambrücken II. Mingolsheim ist nicht zu unterschätzen, FuPa tippt dennoch auf einen Heimsieg.

Rheinhausen II
3:0
VfR Kronau II
Die angestrebte Aufholjagd des TSV Rheinhausen II hat zuletzt anhand zweier Niederlagen etwas gestockt, diese musste man jedoch gegen den Tabellendritten Karlsdorf II (1:2) und am vergangenen Sonntag beim aufstrebenden SV Philippsburg II einstecken, als der entscheidende Treffer zum 0:2 erst kurz vor Schluss fiel. Rheinhausens Spielausschuss Stefan Neher führt zur Niederlage in Philippsburg Folgendes aus: „Dieses Spiel müssen wir abhaken. Uns hat in den Zweikämpfen am Ende der letzte Biss gefehlt und dann kam auch noch Pech bei der Chancenverwertung hinzu. Dann stehst du halt am Ende ohne Punkte da.“
Nehrer blickt nach vorne und merkt zur kommenden Begegnung gegen Kronau II an: „Zum Glück besteht weiterhin die Chance, den Abstieg zu verhindern. Schon im Hinspiel gegen Kronau konnten wir die Partie lange Zeit offen gestalten, bis uns zum Schluss die Puste ausging (die Redaktion: Nach 2:0-Pausenführung noch 2:4-Niederlage). Wie werden natürlich am Samstag alles daransetzen, um die Punkte am Rhein zu behalten.“

Von der Leistung seines VfR Kronau II beim 1:1 gegen den FV Wiesental II war Spielertrainer Jens Pleger nicht gerade begeistert: „Mit unserem Spiel gegen den FV Wiesental II war ich nicht zufrieden, die Details werden intern im Laufe der Woche besprochen. Das Ergebnis geht aus meiner Sicht in Ordnung. Wiesental hatte zwar etwas mehr Spielanteile, aber wir hatten meiner Meinung nach die klareren Chancen.“
Zum Gastspiel in Rheinhausen hat Pleger die nachfolgenden Gedanken und erinnert sich dabei ebenfalls ans Hinspiel: „Rheinhausen II kämpft gegen den Abstieg, braucht jeden Punkt und dementsprechend werden sie auch auftreten. Das gilt es von Anfang an anzunehmen. Wir haben uns das Leben im Hinspiel schon sehr schwer gemacht und damals gesehen, wie es laufen kann. Wir sollten daher mehr als vorgewarnt sein. Nichtsdestotrotz haben wir den Anspruch an uns, dieses Spiel erfolgreich zu gestalten.“

Prognose: Rheinhausen II könnte mit einem Sieg am Samstag zumindest für einen Tag den letzten Tabellenplatz verlassen und dies erstmals seit dem 3. Spieltag. Diese Aussicht dürfte Kräfte freisetzen. Der Gast aus Kronau wartet seit 6 Spielen auf einen Sieg (dabei 3 Remis), zählt aber zu den besten Auswärtsteams (bereits 5 Siege in der Fremde). Von einem Heimsieg über ein Unentschieden bis hin zu einem Auswärtssieg scheint alles möglich. FuPa enthält sich mal mit einer Vorhersage.

TSV Wiesent. II
3:2
Huttenheim
TSV-Trainer Yasin Salmaz spricht von einem verdienten 4:2-Sieg des Gegners Langenbrücken am vergangenen Wochenende, schließt seinen Rückblick aber auch mit einigen verärgerten Worten: „Wir waren uns bewusst, dass die Langenbrückener ihre schnellen Außenspieler in Szene setzen werden und haben mit aller Macht versucht, dies zu verhindern. In der Anfangsphase ist uns dies auch gelungen. Übers Zentrum konnten wir die Kontrolle zwischenzeitlich halten und kamen auch selbst in einige gefährliche Positionen. Unser Führungstreffer hätte unser Spiel eigentlich beflügeln sollen, entfachte aber leider die falsche Wirkung, indem vermeidbare Leichtsinnsfehler gemacht wurden. Der hoch pressende Gegner kam durch in unserer Hälfte Ballverluste im Aufbauspiel, in Ballbesitz und konnte zweimal nicht gestoppt werden. So wurde auch noch eine Standardsituation ermöglicht, die zum Eigentor führte. Wacher kamen wir zwar in die 2. Halbzeit zurück, mussten aber nach unserem Anschlusstreffer hinten aufmachen, um möglichst noch einen Punkt mitnehmen zu können. In solchen Fällen gibt es bekanntlich zwei mögliche Konsequenzen: Man erzielt ein Tor oder bekommt eines durch das schnelle Kontern des Gegners. Leider war das Letztere der Fall. Im Großen und Ganzen ein verdienter Sieg für Langenbrücken, wobei ich trotz allem sagen muss, dass ich das Pöbeln der Langenbrückener Verantwortlichen und auch das Beleidigen der Langenbrückener Spieler in unsere Richtung satthabe. Egal ob zuhause oder dort, jedes Mal ist es leider Gottes das gleiche Spiel.“
Im Hinblick auf das kommende Heimspiel gegen Huttenheim erinnert Salmaz an das Hinspiel, welches seine Mannschaft durch einen Last-Minute-Treffer mit 0:1 verloren hatte: „Am Sonntag kommt mit dem FC Huttenheim ein Gegner nach Wiesental, mit dem wir noch eine Rechnung offen haben. Im Hinspiel konnten wir trotz einer dominanten Spielführung unsere Großchancen nicht nutzen, zudem wurde uns ein reguläres Tor aberkannt. Huttenheim konnte sich erst in der 90. Minute mit einem Sonntagsschuss gegen unsere dezimierte Mannschaft durchsetzen (die Redaktion: 2 Platzverweise für Wiesental). Nun ist die Ausgangslage eine ganz andere, wir sind inzwischen stärker zusammengewachsen, spielerisch stärker geworden und auch den Gegner kennen wir nun besser. Die Parole ist ganz klar: Nichts anderes als ein Sieg zählt! Drei Punkte müssen in Wiesental bleiben!“ Auf die FuPa-Frage, ob ggf. eine Spielverlegung angedacht wurde, antwortet Salmaz: „Obwohl wir bei den Verantwortlichen in Huttenheim zweimal angefragt hatten, wollten sie das Spiel nicht verlegen. Klar werden uns deswegen einige Spieler nicht zur Verfügung stehen, dies ändert aber nichts an der Parole!“

In der Vorwochenvorschau hatte Huttenheims Co-Spielertrainer Gürkan Hambsch noch mit einem Augenzwinkern geäußert, dass man hofft, dem Tabellenersten aus Büchenau bei dessen Gastspiel in Huttenheim „vielleicht in die Suppe spucken zu können“. Leider kam es insoweit noch nicht einmal zu einem Versuch, da der FCH die Begegnung absagen musste. Angefragt nach den Gründen teilt Hambsch mit: „Frag nicht ... Beide Torhüter fielen mit Handverletzungen aus, viele Stammspieler waren verletzt, einige geschäftlich verhindert, andere wiederum krank. Es fehlten uns 9 Leute und unser Kader ist leider nicht so breit aufgestellt, um dies zu kompensieren. Wir hätten gerne gespielt, insbesondere gegen Büchenau, gegen die wir aufgrund des Hinspiels noch eine Rechnung offen hatten. Aber es war einfach personell nicht möglich. Wir müssen leider gestehen, dass wir die letzten Spiele in dieser Saison mehr damit beschäftigt sein werden, ob wir verletzungsfrei und sofern möglich, auch krankheitsfrei bleiben werden, damit wir überhaupt Spiele bestreiten können. Dies ist total ärgerlich, insbesondere für das Trainerteam. Aber es ist, wie es ist. Wir müssen das Beste draus machen!“
Auch Hambschs Vorausblick auf das Spiel beim TSV Wiesental ist von Personalsorgen geprägt: „Am Sonntag fahren wir nach Wiesental zum TSV, einem sehr unangenehmen Gegner. Dieser hat bereits im Hinspiel bewiesen, eine gute Mannschaft zu sein. Wir konnten erst in der Nachspielzeit den 1:0-Siegtreffer erzielen. Der TSV hat in den letzten 3 Spielen 8 Tore geschossen. Dies sollte genug an Warnung sein für unsere Abwehr und für den, der im Tor stehen wird. Der TSV wird alles in die Waagschale werfen, um sich weiter von der Konkurrenz im Tabellenkeller absetzen zu können. Da bin ich mir sicher. Wir für unseren Teil müssen, wie bereits oben erwähnt, personell alle Kräfte mobilisieren. Wir werden wohl wieder keinen Torwart zur Verfügung haben (beide weiterhin verletzt) und die angeschlagenen Spieler werden wohl wieder 90 Minuten durchspielen müssen. Traurig, dass einige Mannschaftskollegen die Mannschaft gewissermaßen im Stich lassen und sich einfach nicht mehr dazu motivieren können, zumindest im Sinne des Teams die Runde standesgemäß zu beenden. Dies ist natürlich keine Grundlage, um weiterhin über Siege sprechen zu können. Wir werden jedoch das Beste daraus machen, um etwas Zählbares aus Wiesental mitzunehmen.

Prognose: Bei beiden Mannschaften lief es zuletzt nicht wirklich rund, die Konstanz fehlt. Die seitens Huttenheim geschilderten eklatanten Personalprobleme sprechen jedoch für einen Sieg der gastgebenden Wiesentaler. Für diese könnte es zudem auch von Vorteil sein, am vergangenen Sonntag weitere Wettkampfpraxis gesammelt zu haben, während Huttenheim zuletzt vor Ostern gespielt hat.

FV Wiesental II
3:4
SG Neudorf II
Vom 1:1-Unentschieden des FV Wiesental II beim VfR Kronau II berichtet FV-Coach Marco Gerhardt, dass hier für sein Team mehr drin gewesen wäre und er geht dabei vor allem auch ausführlich auf den unglücklichen Ausgleichstreffer ein: „Das Remis entspricht nicht ganz dem Spielverlauf. Wenn man aber am Ende die sich bietenden Chancen nicht nutzt, dann muss man damit leben. Trotz des wieder einmal Fehlens diverser Spieler (Demirpolat, Wörz, Biester, Tarasov, Twardocus, Neickert und Arbogast) haben es meine Jungs richtig gut gemacht. Defensiv standen wir sehr stabil und vorne konnten wir uns einige Chancen erspielen. Die 1. Halbzeit war recht ausgeglichen mit Abschlüssen auf beiden Seiten. Die größte Chance zur Führung hatten wir. Stürmer Bertan Kervan konnte jedoch einen Freilauf auf das Kronauer Tor leider nicht nutzen. Kurz vor der Pause dann doch unsere nicht unverdiente Führung. Nach einem Schussversuch von Marco Sauer konnte Christian Becker den Ball über die Linie grätschen. In der 2. Halbzeit waren wir eigentlich komplett spielbestimmend, doch leider konnten wir die sich uns bietenden Chancen nicht nutzen. Die Kronauer hatten hier so gut wie keinen nennenswerten Torabschluss und trotzdem erzielten sie das einzige Tor. So ein Gegentor wie in dieser 54. Minute habe ich auch selten gesehen. Schuldfrage? Der Schiri? Fehlende Fairness seitens Kronau? Naivität meiner Jungs? Ich denke, dass da jeder irgendwie seinen Teil dazu beigetragen hat. Wir hatten in der gegnerischen Hälfte den Ball, unser Stürmer Marco Sauer lag verletzt auf dem Rasen, wohlgemerkt mit einer Kopfverletzung. Einige Spieler und Zuschauer riefen natürlich "Spielt den Ball ins Aus!", damit unser Mann behandelt werden kann. Gerade als Denis Bagci den Ball ins Aus spielen wollte, wurde er von einem Kronauer unter Druck gesetzt, und grätschte nun den Ball, teils aus Wut weil Kronau weiterspielte, in Richtung unseres eigenen Tores. In unserer Hälfte stand der Kronauer Mittelstürmer, etwa 10 Meter ´im Abseits`. Klar alles regelkonform, denn der Ball kam ja von uns. Mein ganzes Team hatte aber ja zuvor schon aufgehört, zu spielen, da man darauf wartete, dass wir bzw. dann die Kronauer den Ball ins Aus schießen. Auch der Schiri hätte die Partie eigentlich unterbrechen können, wenn nicht sogar müssen. Unser Torwart Eric Wittemaier, der den lang geschlagenen Ball hätte locker erlaufen können, blieb stehen und wartete auf die Unterbrechung. Doch leider nichts dergleichen. Der VfR-Stürmer rannte Richtung des in der Mitte unserer Hälfte liegenden Balles, dribbelte auf unser Tor zu und erzielte den Ausgleich. Am meisten stört mich daran die Aussage eines Kronauer Spielers, der aufgrund der vielen Beschwerden unserer Seite, dann Folgendes nach draußen rief: ´Der Schiri muss das Spiel unterbrechen, ansonsten geht's weiter." Naja, prinzipiell mag das ja stimmen, aber ganz o.k. finde ich dies nicht. Diese Aussage bekräftigte nur den Standpunkt, dass bewusst weitergespielt wurde. Naja, ich möchte dies auch nicht zu hoch hängen. Ansonsten war die Partie, bis vielleicht auf diese Szene, ja auch äußerst fair. Schlussendlich sind wir am Ausgleich selbst schuld. Das Spiel endet erst, wenn der Schiri abpfeift, und solange dies nicht passiert, muss man weiter konzentriert sein und mit allem rechnen. Man kann da nicht einfach mal ´ne Pause einlegen. Gut war aber, dass wir auch danach weiter Gas gegeben haben, das war gegen Forst vor zwei Wochen noch anders gewesen. Wir drängten auf das 2:1 und hatten teils sehr gute Möglichkeiten, u.a. ein erneuter Freilauf auf das Kronauer Tor (Maik Kauz) und dazu noch drei Freistöße aus jeweils knapp 20 Metern. Doch es sollte leider beim 1:1 bleiben. Insgesamt bin ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden. Am Ende waren es eher zwei verlorene als ein gewonnener Punkt.“
Für die Zwölfer geht es nun gegen die SpG Graben-Neudorf II, bei der man in der Vorrunde mit 7:1 hatte gewinnen können. Gerhardt erinnert sich auch daran: „Am 1. Mai spielen wir nun gegen die SG Graben Neudorf II. Ich denke, so einfach wie im Hinspiel wird es nicht werden. Die Gäste brauchen jeden Punkt, dementsprechend werden sie auftreten. Wir sind jedoch dazu in der Lage, dieses Spiel zu gewinnen, aber dazu muss die Basis stimmen. So ein ´gemütlicher Maifest-Auftritt` wird nicht reichen. Ursprünglich wollten wir eigentlich samstags spielen, da aber hier Jugendheimspiele stattfinden, haben wir es auf Sonntag belassen. Mich persönlich stört dies aber eh nicht.“

Nach zuletzt 2 Niederlagen mit 0:10 Toren (0:1 im Abstiegsduell gegen Rheinhausen und 0:9 beim Tabellenzweiten Hambrücken II) ging Graben-Neudorf II als klarer Außenseiter in die Heimbegegnung gegen den Dritten Forst II. Hier zeigte man jedoch ein ganz anderes Gesicht als zuvor und war drauf und dran, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Letztlich musste man sich in der 89. Minute aber doch noch mit 3:4 geschlagen geben. Coach Michael Feuerstein blickt auf die Begegnung zurück: „Wir sind richtig gut ins Spiel gestartet. Der FC Forst II hatte zwar mehr Ballbesitz, aber wir standen hinten gut und haben die Räume eng gemacht. Nach vorne konnten wir in der 1. Halbzeit immer wieder gefährlich agieren. Wir sind auch verdient mit 2:0 in Führung gegangen. Durch einen Fehler kam dann Forst jedoch zum Anschlusstreffer. In der 2. Halbzeit agierten wir nach einer Gelb-Roten Karte für den Gast dann in Überzahl, haben es aber leider nicht geschafft, ins Spiel zu kommen. Forst war trotz Unterzahl spielbestimmend und hatte dann auch noch Glück mit einem kuriosen Eigentor unsererseits. Dadurch hatte Forst dann Aufwind und ging in Führung. Wir schafften dann zwar den Ausgleich, in der Schlussminute kam Forst aber doch noch zum Siegtreffer. Ein Freistoß, ein Kopfball, der Ball wird von einem Kopf abgefälscht und fliegt dadurch unhaltbar rein. Wir haben da einfach diese Runde kein Glück.“
Feuerstein blickt auf die kommende Begegnung bei den Zwölfern voraus: „Gegen den FV Wiesental II wird es genauso schwer. Ich erwarte ein hartes Spiel, das über den Kampf gewonnen wird. Der FV wollte das Spiel zunächst verschieben, bis ihnen aufgefallen ist, dass der Sportplatz am Samstag schon von der Jugend belegt ist.“

Prognose: Hier der FV Wiesental II, der seit 5 Spielen nicht mehr gewinnen konnte (dabei aber nur 2 Niederlagen gegen 2 Top4-Teams), hier Graben-Neudorf II, das nach einem kleinen Zwischenhoch zuletzt 3 Niederlagen einstecken musste, am vergangenen Sonntag aber nur knapp einen Punktgewinn gegen den Tabellenvierten Forst II verpasste. Die Zwölfer erscheinen als leicht favorisiert und wir tippen mal vorsichtig auf deren Sieg. Graben-Neudorf ist jedoch absolut dazu in der Lage, zu überraschen.

Stettfeld II
2:2
Philippsburg II
Der TSV Stettfeld II musste die 10. Niederlage in Folge einstecken und dies zudem deutlich mit 0:6 beim Tabellendritten Karlsdorf II. Dabei hielt der TSV eine Halbzeit lang gut mit, ehe man zu Beginn der 2. Hälfte 4 Gegentore in nur 11 Minuten hinnehmen musste. Spielertrainer Christian Klink ordnet die Niederlage wie folgt ein: „Ja, es hat leider wieder einmal nicht gereicht. Wir haben aber in der 1. Hälfte gut mitgespielt und hatten auch Chancen. Wir wollten die Null hinten solange halten, wie es geht, dieses Vorhaben ist dann aber durch einen guten Eckball gescheitert. In der 2. Hälfte war dann für 20 Minuten die Luft völlig raus und wir haben es dem Gegner leicht gemacht. Hinzu kamen noch 2 Verletzungen, die uns natürlich noch mehr belastet haben. Karlsdorf hat natürlich verdient gewonnen!“
Klink hatte bereits zuletzt angekündigt, dass nun die Wochen der Wahrheit für sein Team kommen werden, jetzt beginnend gegen Philippsburg II, das aktuell gut drauf ist. Klink: „Nun geht es um alles in den nächsten paar Wochen. Ich hoffe, dass die Verletzungen nicht allzu schwer sind, damit ich auf diese Spieler wieder zurückgreifen kann, und wir erholt in die Partie gehen können! Ja, Philippsburg hat momentan einen guten Lauf. Ich hoffe natürlich darauf, dass wir diesen brechen können. Und dass es der Beginn unseres Laufes wird. Wir spielen zudem daheim, was uns evtl. auch einen guten Aufschub bringen wird. Man muss sagen, dass Philippsburg, was die Tabellensituation angeht, zuletzt auch gut für uns gespielt hat. Im Hinblick auf das Spiel am Maifeiertag hatte Philippsburg um eine Spielverlegung angefragt, wir konnten aber leider nicht zustimmen, da viele meiner Spieler am Vorabend für das Maifest am Sportplatz bereitstehen müssen.“

In seinem Rückblick auf das Rheinhausen-Spiel (2:0 für Philippsburg II) geht SVP-Trainer Kai Zieger auch auf die Frage nach der aus seiner Sicht Wichtigkeit dieses Sieges ein, hat sich seine Mannschaft doch dadurch um 9 Punkte vom Abstiegsplatz abgesetzt und sogar ans untere Tabellenmittelfeld andocken können. Zieger: „Natürlich war der Sieg sehr wichtig. Es war aus meiner Sicht ein eher mittelmäßiges B-Klassen-Spiel. Es wurde von der ersten Minute an um jeden Ball gekämpft. In der 8. Minute flankte Nico Sauer den Ball auf den langen Pfosten, wo Michael Stocker freistand und quer in die Mitte köpfte. Der Keeper war zwar noch dran, konnte den Ball aber nicht festhalten, so kam dieser vor die Füße von Salih Korkmaz und es stand 1:0. Beide Seiten hatten ihre Chancen und es war ein zäher Weg, bis wir in der 88. Minute nach einem Pass von Enes Polat auf Jonas Ullrich endlich auf 2:0 stellen konnten. Dies war dann auch der Endstand.“
Obwohl es für sein Team aktuell gut läuft, warnt Zieger: „Aber ausruhen können wir uns auf dem 9-Punkte-Vorsprung nicht, es sind noch sechs Spiele! Beim Hinspiel gegen Stettfeld II war ich krankheitsbedingt leider nicht mit dabei, aber ein paar Spieler kenne ich noch von Stettfeld. Wir wollen von dort 3 Punkte mitnehmen.“ Für Zieger ist die Begegnung am Maifeiertag wohl eine Premiere: „Wir hatten bei Stettfeld angefragt, ob das Spiel auf Samstag verschoben werden kann. Leider ging es von Seiten des TSV nicht. Mir gedenkt es nicht, dass ich schon einmal am 1. Mai gespielt habe.“

Prognose: Die Tendenz (Stettfeld zuletzt 10 mal verloren, Philippsburg aus den letzten 3 Spielen 7 Punkte und aus den letzten 5 deren 10) spricht für die Gäste. Irgendwann dürfte aber auch bei Stettfeld mal wieder der Bann gebrochen werden können. FuPa tippt auf ein Unentschieden.

FSV Büchenau
4:0
FC Karlsdorf II
Ohne selbst gespielt zu haben, war Büchenau der Gewinner des vergangenen Wochenendes. Dadurch, dass Hambrücken II 2 Punkte in Mingolsheim eingebüßt hat und man selbst deren 3 am „Grünen Tisch“ zugesprochen bekam, beträgt der Vorsprung an der Tabellenspitze nun 4 Zähler. FSV-Coach Michael Walch geht zunächst auf die abgesetzte Begegnung in Huttenheim ein: „Huttenheim konnte mangels Spieler keine Mannschaft melden. Wir haben auch erst am Freitagmittag davon erfahren. Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen, ob dies zu vermeiden gewesen wäre oder nicht. Fakt sind die drei Punkte, die wir nun am ´Grünen Tisch` bekommen haben. Ich wurde mehrmals gefragt, wie es denn sein könne, dass Huttenheims 1. Mannschaft absagen musste, während die 2. Mannschaft, die mit Rheinsheim in einer SG spielt, antreten konnte. Wie gesagt, hierzu will und kann ich mich nicht äußern.“
Walch blickt stattdessen viel lieber auf das Spitzenspiel gegen den Tabellendritten Karlsdorf II voraus: „Nun geht es am kommenden Sonntag zuhause gegen den FC Karlsdorf II, eine sehr unangenehm zu spielende Mannschaft, die physisch sehr stark ist. Eine junge, spielstarke Elf, die eine sehr starke Runde abliefert und die so sicherlich kaum einer auf dem Zettel hatte. Wir haben es im Hinspiel am eigenen Leib erfahren können/dürfen, als wir bei unserem 3.2-Auswärtssieg mehrmals das Glück des Tüchtigen hatten. Durch die überraschende Punkteteilung von Hambrücken II beim TuS Mingolsheim II hat sich unsere Situation verbessert, aber wer meint, dass es jetzt ein Selbstläufer wird, den muss ich enttäuschen. Die kommenden beiden Partien werden hoch interessant für uns werden. Karlsdorf II und der SV Philippsburg II, gegen den wir im Hinspiel nicht über ein Unentschieden hinausgekommen waren, heißen die beiden kommenden Gegner. Natürlich wollen wir gegen beide die volle Punkteausbeute einfahren. Wichtig ist es, dass wir alles selbst in der Hand haben und von keinem abhängig sind. Es sind noch 6 Partien zu absolvieren und die wollen wir so erfolgreich wie möglich gestalten. Bereits am Donnerstag spielt Hambrücken II gegen den TSV Langenbrücken. Mal schauen, was dabei herauskommen wird. Stand 26.04. können wir gegen Karlsdorf nahezu alle Spieler aufbieten. Allerdings muss man abwarten, inwieweit die Corona-angeschlagenen Spieler wieder fit sein werden. Wie schon gesagt: Wir wissen um die Stärken des Gegners, konnten wir doch Karlsdorfs Reserve auch am vergangenen Sonntag bei deren 6:0-Kantersieg gegen Stettfeld II beobachten. Wir werden sehr konzentriert an die Sache herangehen. Sollte einer meiner Spieler denken, es würde auch mit 80% gehen, wird dieser sehr schnell merken, dass er an diesem Tag, zu diesem Spiel, für unsere Interessen der falsche Mann auf dem Platz ist.“ Da einige andere Mannschaften ihre Spiele vom Maifeiertag wegverlegt haben, wurde auch Walch gefragt, ob man dies in Erwägung gezogen habe. Er schließt seine Vorschau daher mit folgender Bemerkung: „Karlsdorf II hat bei uns nachgefragt, ob wir das Spiel vom 1. Mai wegverlegen könnten. Diesem Wunsch wären wir auch grundsätzlich nachgekommen. Uns war dies aber nicht möglich, da uns samstags und unter der Woche Spieler nicht zur Verfügung stehen, wir uns im Aufstiegskampf befinden und alles daransetzen, den Aufstieg zu schaffen. Mit Andreas Weschenfelder haben wir auf Karlsdorfer Seite einen Vorstand Sport angetroffen, der Verständnis für unsere Entscheidung hatte. Hierfür nochmals vielen Dank nach Karlsdorf!“

Die Siegesserie des FC Karlsdorf II hält an (zuletzt 5 Siege in Folge). Das Team von Trainer Tobias Weschenfelder wird deshalb im FuPa-Powerranging aktuell auch auf Platz 1 geführt. Dennoch war Weschenfelder zuletzt nicht immer ganz mit den Leistungen der eigenen Mannschaft zufrieden. Über das 6:0 gegen Stettfeld II kann er jedoch Gutes berichten: „Das Spiel am Sonntag war mal wieder eines der besseren Sorte. In der 1. Halbzeit hatten wir noch 1, 2 Fahrlässigkeiten in unserem Spiel und es gelang uns so nicht wirklich, den letzten Pass anzubringen. Durch einen Eckball gehen wir dann aber verdient in Führung, da wir zuvor schon 2 bis 3 richtig gute Chancen hatten liegen lassen. Die 2. Hälfte hat dann so begonnen, wie wir uns dies eigentlich von Beginn an vorgestellt hatten. Es wurde sich auf das konzentriert, was jeder zu tun hat. Folgerichtig fielen dann auch die Tore. Ich denke das 6:0 geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung, wenn man überlegt, dass wir noch drei Mal Aluminiumpech hatten und zweimal frei vor dem Tor nicht getroffen haben. Alles in allem bin ich zufrieden und mit der 2. Halbzeit sogar mehr als zufrieden. Hier hat man endlich mal die Trainingsleistungen auch auf den Platz gebracht.“
Weschenfelder freut sich nun auf die Spitzenbegegnung, die sein junges Team zum FSV Büchenau führen wird: „Am Sonntag steht das Topspiel beim Ligaprimus an. Wir hatten angefragt, das Spiel um einen Tag zu verschieben, aber Büchenau konnte nicht zustimmen. Für uns auch kein Genickbruch, weil alle Mann an Bord sein werden. Natürlich fahren wir nicht nach Büchenau, um dort Aufstiegsgeschenke zu verteilen. Wir wollen selbst so viele Punkte wie möglich holen und weiterhin in der Rückrunde ungeschlagen bleiben. In der Vergangenheit war Büchenau immer ein gutes Pflaster für uns gewesen (die Redaktion: Karlsdorf II hat in den letzten beiden Spielzeiten jeweils dort gewonnen). Wir reisen am Sonntag hochmotiviert an und dann sehen wir mal, was für eine Leistung meine Jungs anbieten werden. Ich sage es immer wieder: Das Ergebnis steht und fällt mit der Leistung meiner eigenen Leute. Wir haben es auf jeden Fall drin, Büchenau zu ärgern und auch dort etwas Zählbares zu holen. Den Druck sehe ich absolut nicht bei uns. Wir sind eine junge 2. Mannschaft, die diese Saison ihr erstes Jahr gemeinsam spielt, inkl. neuem Trainer. Das war bisher überragend und im Gegensatz zu einer 1. Mannschaft wie Büchenau, werden keine Spieler eingekauft oder bezahlt. Wir müssen nicht den 1. Platz holen. Büchenau schon. Ich denke die Lasten sind hier klar verteilt. Ich gehe davon aus, dass wir auch etwas Unterstützung mitbringen werden und dann hauen wir dort alles rein. Nach dem Spiel sehen wir dann mal weiter, was passiert ist und daraus folgend noch passieren kann.“

Prognose: Kann Karlsdorf das Aufstiegsrennen spannend machen? Zuzutrauen ist es dem FCK allemal, Büchenau wird etwas dagegen haben und will sein Punktepolster verteidigen. Es wartet auf die Zuschauer ein möglicherweise vorentscheidendes Duell, zumal der FSV danach kein Team aus den Top6 mehr zum Gegner haben wird. Die Büchenauer werden es uns nachsehen, wenn wir zwecks Spannungsgehalt in der Liga mal ganz frech auf einen Karlsdörfer Auswärtssieg tippen.

Aufrufe: 027.4.2022, 11:00 Uhr
Eric WagnerAutor