
Trotz einer Aufholjagd verlor der TSV Poing das Topspiel mit 3:4. Johannes Oswald traf viermal für die Gäste aus Grafing.
Aufgeschoben ist der Aufstieg des TSV Poing in die Kreisliga nach der 3:4-Niederlage im Spitzenspiel gegen den TSV Grafing. „Es musste keine Feier abgesagt werden. Rechnerisch wäre es heute eh noch nicht möglich gewesen“, beklagte denn auch Poings Co-Trainer Florian Muck den eventuell ausgefallenen Arbeitsmontag nicht.
Trotzdem sei es sehr ärgerlich gewesen. „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, Grafing hätte auch höher führen können. Die Leidenschaft der letzten Wochen fehlte im ersten Durchgang.“ Die Poinger Schwäche nutzte Grafings Johannes Oswald dann auch zum 0:2 (15./22.). Auch Grafings Sportlicher Leiter Quirin Kistler bestätigte Mucks Einschätzung: „Die erste Halbzeit war klar auf unserer Seite, wir hatten 70 Prozent Ballbesitz.“
Die Heimelf zeigte nach einer nicht lauten, aber doch aufrüttelnden Halbzeitansprache von Stefan de Prato und Muck die richtige Reaktion und kämpfte um die Punkte. Das nun laut Muck „wilde Spiel“ wogte hin und her, Poing stellte dreimal den Anschluss durch Nico Simicevic (49.), Daniel Graßnick (78.) und Javier Chamorro (89.) her. Aber kassierte jeweils wieder das 1:3 (78.) und das 2:4 (87.) durch einen allerdings fraglichen Strafstoß. Der Grafinger Torschütze hieß nochmals zweimal Johannes Oswald und avancierte damit zum Mann des Tages.
„Vergangene Woche hat er noch einen Elfer vergeben, dieses Mal ist er wieder angetreten und hat ihn gemacht“, lobte Kistler die Courage und die enormen Laufwege von Oswald. „Das Glück und das Momentum waren heute auf unserer Seite, der Sieg ist absolut verdient“, freute sich Kistler über die drei Punkte und die gestiegene Chance auf Tabellenrang zwei.