
Kreisklasse kompakt: Der TSV Poing marschiert weiter. Der TSV Grafing sammelte mal wieder drei Zähler. Der ASV Glonn hat seinen Negativlauf gestoppt.
Nach drei Niederlagen in Serie hat Tabellenschlusslicht ASV Glonn wieder etwas Zählbares einfahren können. Im Kreisklasse-Auswärtsspiel beim TSV Zorneding II sicherten sich die Glonner zumindest einen Punkt. „Es war sicher gut für unsere Moral, mal wieder etwas geholt zu haben, auch wenn uns ein Sieg in unserer Situation sicher mehr gebracht hätte“, erklärte Glonns Spartenleiter und Abwehrchef Jakob Stefer. „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, Zorneding früh stören und immer wieder Nadelstiche setzen können.“ Folgerichtig gingen die Gäste durch Maximilian Bernhard (13.) in Führung, der einen Steilpass von Luis Riedhofer verwertete.
Anschließend blitzte die Qualität der Zornedinger Zweiten auf. Eine sehenswerte Ballstafette vollendete Marcel Koppitz (30.) zum 1:1. Erneut Bernhard (38.) ließ den ASV trotzdem mit einer Führung in die Pause gehen. Glonns Kapitän zog bei einem Eckball an den kurzen Pfosten und köpfte ein.
„Wir waren schläfrig und haben in der ersten Hälfte gar nicht zu unserem Spiel gefunden“, sagte Zornedings Trainer Michael Franz, dessen Elf in der Schlussphase der Begegnung per Strafstoß noch zum Ausgleich kam. Nach einem Foul an Christoph Engstler traf Maximilian Jarosch (73.) aus elf Metern. „Mehr als den einen Punkt haben wir uns heute nicht verdient“, fasste Franz zusammen. „Wir hätten gerne gewonnen, aber wir nehmen den einen Zähler mit“, gab sich auch Stefer mit dem Ergebnis zufrieden.
Man musste gar nicht so genau hinhören, um den Stein zu hören, der den Grafingern mit dem Schlusspfiff vom Herzen fiel. „Nach zwei Niederlagen war das Balsam für die Seele“, beschrieb Coach Stefan Holzmann die Gefühlslage bei den Gästen. Dass es der „erwartet dreckige 1:0-Sieg war“, der zudem „mit ein bisserl Glück zustande kam“, störte nicht wirklich. „Kein Mensch fragt in ein paar Tagen, wie der Dreier entstand.“ Es hätte auch anders ausgehen können, hätten die Markt Schwabener in der Anfangsphase ihre Offensivaktionen besser zu Ende gespielt. Grafing reagierte mit verstärkter Defensive, setzte auf Konter. Die Taktik gab den Gästen Recht.
Nach dem 0:0 zur Pause hielt Grafing die Konzentration hoch. Als Moritz Saißreiner außen einen Schwabener stehen ließ und in den Strafraum zog, war das entscheidende 0:1 fällig (75.). Die Gastgeber um Spielertrainer Wolfgang Widl, der sich kurz zuvor eingewechselt hatte, drängten nun auf den Ausgleich. Schon, um ihre Serie von zuletzt zwei gewonnenen Spielen nicht reißen zu lassen. Sie waren auch nahe am 1:1 dran, als ein FC-Spieler alleine auf Grafings Keeper Moritz Pfeifer zusteuerte, dann aber Pech hatte und letztlich den Ball verlor. „Den Rest haben wir gut weg verteidigt“, atmete Stefan Holzmann kräftig durch. Zwei Spieltage vor der Winterpause haben seine Grafinger die Spitze wieder im Visier. Markt Schwaben muss dagegen weiterhin ein sorgsames Auge auf das Geschehen im hinteren Tabellendrittel behalten.
Eine Minute trennte Hohenlinden vom Relegationsrang in der Winterpause. Nach einem ganz späten Treffer von Zoran Pejic zur vermeintlichen Entscheidung nach einem Eckball (88.) kassierte der SVH noch in der Nachspielzeit durch einen durchgerutschten Freistoß von Ömer Yaglidere (90.+1) den Ausgleich zum 1:1-Endstand und rutschte auf den dritten Rang ab. „Wir haben 1:1 verloren“, stellte Hohenlindens Abteilungsleiter Falk Hüniger geknickt fest. Die erste Halbzeit geriet auf beiden Seiten sehr zerfahren. Für den SVH verzog Manuel Fuchs mit einem Diagonalversuch am langen Pfosten vorbei, auf der Gegenseite bereinigten zwei Heimakteure kollektiv mit Ersatztorwart Gennaro Mussillo eine brenzlige Situation. Auch der zweite Durchgang brachte kein Prädikatsspiel, aber immerhin bemühtere Hohenlindener mit einigen gefährlichen Aktion.
Nach schwachem Saisonstart dominiert Poing mittlerweile die Kreisklasse 6 und baute am letzten Vorrundenspieltag die Tabellenführung durch den Hohenlindens Patzer weiter aus. „Wir sind super zufrieden mit der Hinrunde“, durfte dann auch Co-Trainer Florian Muck jubeln. Keine zehn Spielminuten brauchten die Poinger für die ersten beiden deckungsgleichen Treffer, aber mit unterschiedlichen Torschützen. Das 0:1 besorgte Maximilian Urban nach einem Zentrumspass in die Spitze (4.), das 0:2 ging auf die Kappe von Stefan de Prato nach gleichem Strickmuster (8.). Allerdings verletzte sich der Spielertrainer bei der Toraktion und musste kurz darauf mit einer Muskelverletzung vom Feld. Die Heimelf stellte anschließend um und agierte ein wenig offener, kam aber zu keinen zwingenden Möglichkeiten. „Und wir haben es nicht geschafft, den 3:0-Deckel drauf zu machen.“ Mucks Kritik blieb aber folgenlos, Poing reichten die beiden frühen Treffer zum Sieg und drei Punkten.