Der Spielleiter rief – und fast alle kamen: Gut gefüllt war der Saal im Raistinger Gasthaus „Zur Post“ bei Info-Abend, zu dem Kreisspielleiter Heinz Eckl (hinten links am Rednerpult) geladen hatte.
Der Spielleiter rief – und fast alle kamen: Gut gefüllt war der Saal im Raistinger Gasthaus „Zur Post“ bei Info-Abend, zu dem Kreisspielleiter Heinz Eckl (hinten links am Rednerpult) geladen hatte. – Foto: halmel

Kreisspielleiter Eckl wirbt bei Vereinen für Pilotprojekt

Eckl erklärt Details

Die Gruppen sind eingeteilt, jetzt ging es Heinz Eckl, Kreisspielleiter Zugspitze, noch einmal darum, den Vereinsvertretern die Details zu erklären.

Landkreis – Kreisspielleiter Heinz Eckl hat im Gasthaus zur Post in Raisting den Vereinen im Kreis Zugspitze persönlich den neuen Spielmodus erklärt, den sie in den kommenden zwei Jahren testen. Vor den rund 130 Vertretern von 66 Vereinen erklärte Eckl nochmals den Anlass der Systemänderung: Kleinere Ligen und Auf- und Abstiegsrunde nach der Winterpause sollen die Spannung erhöhen. „In der Frühjahrsrunde gab es oft Spiele, bei denen es um nichts mehr ging“, sagte Eckl. Das solle der neue Modus verhindern. Klappe das nicht, kehre man nach zwei Jahren ins alte System zurück. Dann werde es aber wohl mehr Absteiger geben.

Eckl erklärte auch Details des neuen Systems. In der Winterpause teilen er und seine Spielleiterkollegen etwa die drei Abstiegsrunden der Kreisligen mit jeweils sechs Team neu ein. Im Gegensatz zur Aufstiegsrunde, in der die jeweils drei besten Teams der vier Gruppen die Meister ausspielen, wird dies beim Kampf um den Klassenerhalt weniger eindeutig, da aus vier Ligen 18 Teams in drei Gruppen übrig bleiben. Eckl versprach: „Wir werden alles versuchen, die Einteilung gut hinzubekommen.“

Schwieriger wird künftig der Aufstieg über die Relegation. Die beiden Zweiten aus der Kreisliga-Meisterrunde bilden in der nächsten Spielzeit zusammen mit dem 13. aus der Bezirksliga Süd und einem Zweiten aus der Kreisliga München ein Quartett, das um einen freien Platz in der Bezirksliga spielt. Auch die Lucky-Loser-Regelung in der Abstiegsrelegation mit Entscheidungsspiel auf neutralem Platz entfällt.

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Eckl: Zeitpunkt für Saisonstart alternativlos

Während die Einteilung der 60 Kreisklassenmannschaften für Eckl und sein Team relativ einfach war, stellte sich die Situation in den A-Klassen mit 109 Vereinen schwieriger dar. Noch komplizierter wurde es in den B- und C-Klassen, in denen sich der Mannschaftsschwund durch Abmeldungen oder der Neugründung von Spielgemeinschaften bemerkbar machte. Eckl: „In der B-Klasse haben wir mit 94 Teams kalkuliert, letztlich hatten wir 88, dadurch sind einige Gruppengrößen geschrumpft.“

Eine Besonderheit gibt es in der C-Klasse. Aus der rückt der jeweilige Gruppenerste in die Abstiegsrunde der B-Klasse. „Wir wollten einen Anreiz schaffen, weil es in der C-Klasse ja keine eigene Abstiegsrunde gibt“, erläuterte Eckl. Die inzwischen fest verankerte Quotientenregel wolle er „nur rauskramen, wenn es sein muss“.

Pilotprojekt: Hier spielen die Vereine aus dem Landkreis Miesbach.

Die Neusortierung der Ligen im neuen Jahr wird auch Auswirkungen auf gemeinsame Heimspieltage des Klubs haben. „Da könnte es Probleme geben, das wird nicht immer funktionieren.“

Nach hinten verschieben könne er den Saisonstart Anfang August nicht, sagte Eckl mit Verweis auf die Platzverhältnisse im November. Nach der Winterpause rollt der Ball am letzten Märzwochenende 2023. Der letzte Spieltag im Kreis Zugspitze vor der kurzen Relegation ist am 28. Mai. rh

Aufrufe: 020.6.2022, 05:41 Uhr
Roland HalmelAutor