2026-05-06T12:44:31.715Z

Allgemeines

TSV Peißenberg: Doppeltes Verletzungspech und Gegentor per Elfmeter

Fußball-Bezirksliga Süd

von Roland Halmel · Heute, 13:00 Uhr · 0 Leser
Szene mit Gabriel Rawitz (links)
Szene mit Gabriel Rawitz (links) – Foto: Oliver Rabuser
Ausfälle vor und nach Spielbeginn schwächen den TSV Peißenberg in der Kreisliga 1. Ein Elfmetertor kurz vor der Pause besiegelt die 0:1-Niederlage am Starnberger See.

Seitdem Heini Christl das Traineramt beim TSV Peißenberg vor gut drei Wochen übernommen hatte, sammelte das Team aus der Marktgemeinde in drei Partien sieben Punkte. Die Chancen auf den direkten Klassenerhalt hielten die Peißenberger damit am Leben. Die gute Serie endete jetzt beim MTV Berg. Bei der Truppe vom Starnberger See, die bis dato auch noch nicht gerettet war, unterlag der TSV durch ein Elfmetertor knapp mit 0:1.

Eigentlich ein Remis-Spiel

„Das war eigentlich ein typisches Unentschieden-Spiel“, urteilte Christl nach dem ereignisreichen Auftritt, der aus seiner Sicht überaus unerfreulich begann. Fünf Minuten vor Spielbeginn meldete Torhüter Adrian Erhart Probleme mit dem Finger. Schließlich stellte sich heraus, dass er beim Warmmachen einen Sehnenriss erlitten hatte. Christl musste deshalb kurzfristig Nachwuchsmann Jonas Peitinger zwischen die Pfosten stellen. Kurz nach Spielbeginn folgte der nächste Ausfall. Bergs Torhüter traf bei einem Befreiungsschlag aus kurzer Distanz Fabian Lory am Kopf. Der Peißenberger musste daraufhin mit einer Schädelprellung ausgewechselt werden. „Den Torhüter trifft keine Schuld, das war extrem unglücklich“, bekannte Christl.

Die Peißenberger ließen sich von diesen Nackenschlägen aber nicht aus dem Konzept bringen. „Unser defensives Spiel ist gut aufgegangen“, sagte Christl. Der MTV verfügte zwar über deutlich mehr Spielanteile, zwingende Abschlüsse brachten die Hausherren aber nicht zustande. „Gabriel Rawitz hatte Bergs Torjäger Marcel Höhne gut im Griff“, lobte Christl. Die gefährlicheren Aktionen verzeichneten die Gäste bei den Konterchancen von Thomas Voelkle und Lukas Hartmann. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erlaubte sich der TSV nach einer geklärten Ecke jedoch einen unsauberen Pass. Der Ball landete daraufhin bei Höhne, der von Voelkle im Strafraum zu Fall gebracht wurde. „Sehr ungeschickt“, so Christl. Der Elferpfiff war auf alle Fälle berechtigt. Der Gefoulte erzielte vom Punkt auch prompt das 1:0 (45+4.). Keeper Peitinger hatte die Ecke geahnt, kam aber nicht an den Ball.

Nach der Pause hielten die Peißenberger zunächst an ihrer defensiven Marschroute fest. Chancen blieben so Mangelware. Eine Viertelstunde vor Schluss stellte Christl um. Er beorderte Rawitz und Michael Gladiator in die Offensive. „Wir hatten aber keine zwingenden Aktionen mehr“, bedauerte Christl nach dem unerfreulichen Nachmittag. „Das ist ein Rückschlag, aber wir werden uns davon nicht aus der Spur bringen lassen“, zeigte sich der TSV-Coach danach dennoch kämpferisch.