
Die Ausgangslage ist optimal, doch der Aufstieg in die Kreisliga ist noch nicht in trockenen Tüchern. Wie berichtet, hatte sich der TSV Otterfing am Dienstagabend beim Relegations-Hinspiel zur Kreisliga beim TSV Burggen/Bernbeuern mit 3:0 durchgesetzt. Das Rückspiel wird am heutigen Freitag um 18 Uhr am Otterfinger Nordring angepfiffen. Für die Otterfinger ist es bereits die dritte Relegation innerhalb von sieben Jahren – organisatorisch ist man also bestens gerüstet, um die Zuschauer mit Grillspezialitäten und Getränken zu versorgen.
Sportlich ist die Zielsetzung ebenfalls klar: „Wir wollen den Aufstieg, und das wollen wir auch ab der ersten Minute auf dem Feld zeigen“, erklärt TSV-Abteilungsleiter Dominik Urban. Trotz des deutlichen Polsters werden sich die Hausherren gegen den Tabellenzwölften der Kreisliga 1 keineswegs in der Defensive einmauern, um den Vorsprung zu verteidigen. „Der offensive Fußball ist unser Spiel, daran werden wir jetzt auch nichts umstellen“, sagt Urban weiter. „Die Chancen werden auf jeden Fall da sein, denn Burggen muss kommen.“
Für die Hausherren spricht nicht nur die Ausgangslage, sondern auch der Heimnimbus der TSV-Kicker. In der vergangenen Kreisklassen-Spielzeit war der Otterfinger Nordring eine Festung: In 14 Heimspielen holte der TSV 40 Punkte, blieb ungeschlagen und musste nur ein Unentschieden gegen den späteren Meister aus Kreuth hinnehmen.
„Wir werden nicht den Fehler machen, Burggen zu unterschätzen. Das Ergebnis aus dem Hinspiel ist gefährlich. Im Fußball ist alles möglich“, warnt Urban vor den Gästen.
Personell gehen die Gastgeber nahezu in Bestbesetzung in das entscheidende letzte Saisonspiel. Einige Spieler haben in Burggen zwar leichte Blessuren abbekommen, werden aber auf die Zähne beißen. Entsprechend bleibt der Kader gleich. Auch Julian Schliersmair, der in Burggen überraschend eingewechselt werden konnte, ist wieder an Bord. Die drei Wechsel zur Pause zeigten im Hinspiel eine der großen TSV-Trumpfkarten in dieser Saison: „Diese Breite im Kader ist schon ein großer Vorteil, das hat man auch in der Rückrunde schon gesehen.“
Der Otterfinger Fußballchef erwartet ein „kampfbetontes und forderndes Spiel“. Für die Hausherren gilt es, den Kampf anzunehmen und „unser Spiel durchzudrücken“. Da die Gäste mindestens drei Tore für eine Verlängerung brauchen, sollten sich für die Heimischen Konterchancen ergeben. Diese gilt es zu nutzen, dann müssten am Freitagabend in Otterfing nach dem vergeblichen Anlauf des Vorjahres gegen 20 Uhr die Sektkorken knallen, denn aller guten Dinge sind bekanntlich drei.