Umklammerung: SG-Kapitän  Marten Dierks  (vorn) gegen Tellingstedts Patrick Wiekhorst. Foto: oj
Umklammerung: SG-Kapitän Marten Dierks (vorn) gegen Tellingstedts Patrick Wiekhorst. Foto: oj

SG Oldenswort/Witzwort: In der neuen Spielklasse angekommen

Zufriedener Rückblick auf das erste halbe Jahr in der Verbandsliga Nord

Auch wenn bei der SG Oldenswort/Witzwort in der ersten Halbserie nicht alles rund lief, können die Nordfriesen zufrieden auf das erste halbe Jahr in der Verbandsliga Nord zurückschauen. Mit der Kreisliga-Meisterschaft und dem ersten Aufstieg in eine kreisübergreifende Spielklasse hatte die SG schon zuvor den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erreicht. Als Neunter mit 19 Punkten aus 17 Spielen ist der Aufsteiger auch in der neuen Liga angekommen.

Aber ganz frei von Abstiegssorgen sind die Nordfriesen aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga noch nicht. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt zwar acht Zähler, jedoch ist das Tabellenbild wegen der vielen Spielausfälle verzerrt. Dennoch zieht SG-Trainer Rolf Flatterich bis zur Winterpause ein positives Fazit. „Als Aufsteiger wollten wir so schnell wie möglich im Mittelfeld ankommen und nichts mit den Abstiegsrängen zu tun haben. Das haben wir bislang erreicht“, sagt der 52-Jährige.

Er weiß aber auch, dass die Situation nicht so komfortabel ist, um jetzt nachzulassen. „Wir wollen nach der langen Pause gleich einen guten Start erwischen, denn es sind noch viele Mannschaften in der Tabelle eng beieinander, so dass es schnell in die eine oder andere Richtung gehen kann.“ Flatterich ist insbesondere von der Moral und mannschaftlichen Geschlossenheit seines Teams angetan. „Diese Spielklasse ist deutlich stärker als die Kreisliga. Wir mussten oft einem Rückstand hinterherlaufen und über den Kampf ins Spiel finden. Durch unseren Teamspirit und selbstbewusstes Auftreten haben wir brenzlige Situationen gemeistert und einige Spiele sogar noch gedreht.“

Gerade gegen die Spitzenmannschaften der Liga zeigte die SG couragierte Leistungen, obwohl es in den meisten Fällen nicht für Punkte reichte. Besonders die Defensive, mit 43 Gegentoren die zweitschlechteste der Liga, muss sich steigern. Die Offensive funktioniert hingegen ganz gut. Das ist vor allem dem „magischen Dreieck“ mit den beiden Topscorern Daniel Dau und Marten Dierks sowie Neuzugang Maurice Reiners zu verdanken. Das Trio war nahezu an jedem Tor beteiligt. „Wir können im Umschaltspiel trotzdem noch zulegen“, sieht Flatterich auch in diesem Bereich Reserven.

Zudem hat die SG von ihrer Standardstärke mit den torgefährlichen Abwehrspielern Tim Ruland und Henrik Jessen (je drei Treffer) nichts eingebüßt. Daneben bilden Spieler wie Matthias Schmitz, Martin Heeckt, Sascha Clasen und Bahne Hansen das Korsett des Teams, obwohl auch Akteure wie Björn Suckow, Jannek Frahm, Hendrik Seebrandt oder Nico Samow Stammplatz-Potenzial haben, oftmals aber verletzungs- oder berufsbedingt fehlten. „Wir gehen mit unverändertem Kader ins neue Jahr, weil wir von der Mannschaft überzeugt sind“, so Flatterich.
Aufrufe: 027.2.2018, 13:30 Uhr
SHZ / bjgAutor

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