2018 trug Marcel Schaardt noch das weiß-rote Trikot des TSV Neckarbischofsheim gegen den TSV Helmstadt. Mittlerweile hat er die Farben gewechselt.
2018 trug Marcel Schaardt noch das weiß-rote Trikot des TSV Neckarbischofsheim gegen den TSV Helmstadt. Mittlerweile hat er die Farben gewechselt. – Foto: Berthold Gebhard

Zweites Wiedersehen binnen vier Tagen

Kreispokal Sinsheim +++ Marcel Schaardt trifft mit auf seinen Ex-Klub

Klar, dieses Duell würde ein besonderes werden für Marcel Schaardt. So viel stand bereits vor Saisonbeginn fest. Der langjährige Torjäger und Leistungsträger des TSV Neckarbischofsheim wechselte im Sommer die Farben rot-weiß gegen blau-weiß und ist seitdem Spielertrainer des TSV Helmstadt, von dem er 2015 nach "Bischesse" wechselte.

Das erste Wiedersehen gab es am Sonntag und damit man sich nicht gleich wieder aus den Augen verliert, steigt am Donnerstag die zweite Begegnung der beiden TSV´s erneut in Helmstadt. Dieses Mal sind Punkte aber uninteressant, "Siegen oder Fliegen" heißt es ab 18.30 Uhr im Viertelfinale des Kreispokals.

"Wir haben uns vor der Saison gemeinsam mit beiden Mannschaften zusammengesetzt und das Ziel Pokalfinale ausgegeben", verrät Schaardt. Seit 2018 wollen die Helmstädter nämlich Verpasstes nachholen. Damals unterlagen sie im Finale der SG Waibstadt mit 0:1. Das Endspiel-Gefühl soll wieder Einzug in den Klub halten und im Anschluss der Pokal seinen Weg in die Vitrine finden.

Damit dies gelingt, muss Neckarbischofsheim erst einmal aus dem Weg geräumt werden. Das ist alles andere als eine einfache Aufgabe, der neue Helmstadt-Trainer kennt den Kontrahenten selbstverständlich ganz genau. "Sie legen eine richtig gute Laufbereitschaft, gepaart mit dem schnellen Weg nach vorne im Anschluss an Ballgewinne an den Tag", warnt Schaardt seine eigene Truppe vor überfallartigen Kontern. Deshalb möchte er, "die Räume eng machen, um es ihnen möglichst schwierig zu machen in die gefährlichen Kontersituationen zu kommen."

An genügend Motivation mangelt es nicht. "Ich freue mich sehr darauf, zumal seit der Auslosung die eine oder andere Neckerei im Freundeskreis entstanden ist, was natürlich beide Seiten anspornt", schmunzelt der 27-Jährige. Im Austausch mit den alten Kollegen hat er zusätzlich, "nur Gutes von der Arbeit Neso Duric´ gehört." Der Verzicht auf die Landesliga scheint genau die richtige Entscheidung des TSV Neckarbischofsheim gewesen zu sein, da er sich in der Kreisliga sofort in der Spitzengruppe festgesetzt hat.

Noch terminiert werden muss das Viertelfinale des TSV Helmstadt II gegen den SV Treschklingen, das selbstverständlich nicht zeitgleich wie das Duell zwischen der Ersten und Neckarbischofsheim stattfinden kann.

Philipp Müller hat große Freude am Pokal. "Jetzt wollen wir natürlich auch den dritten Kreisligisten aus dem Wettbewerb werfen", sagt der Trainer des FVS Sulzfeld vor dem Duell mit dem TSV Obergimpern. Die bisherigen Ergebnisse und Leistungen geben ihm Recht für seinen Optimismus. Den VfB Eppingen II (2:0) und den VfL Mühlbach (2:1) haben die Sulzfelder bereits eliminiert und auch in der Kreisklasse A läuft es ganz ordentlich. Außerdem erreichten sie erst vor anderthalb Jahren das Halbfinale, in dem sie dem FC Zuzenhausen II nur knapp unterlagen.

Ein bisschen unglücklich findet Müller die Tatsache, dass der klassentiefere Klub auswärts antreten muss. "Klar, wir hätten lieber zuhause gespielt, aber dann fahren wir eben die paar Kilometer nach Obergimpern und werden alles raushausen", verspricht er. Einige Spieler, die im Schichtbetrieb arbeiten, haben sich frühzeitig darum bemüht, beim Viertelfinale mit an Bord zu sein. Diese Einstellung imponiert dem Coach und stärkt seinen Optimismus.

Über den Gegner holt er sich professionelle Tipps von seinem ehemaligen Eppinger Mitspieler Markus Stumpf, dem ersten Vorsitzenden der SG Waibstadt, ein. "Ich habe ihn schon vor dem Spiel gegen Eppingen II kontaktiert und geschadet hat es offensichtlich nicht", so Müller. Ein weiterer positiver Aspekt ergibt sich durch den Blick in die Geschichte. 2012 schlug Sulzfeld Obergimpern mit 2:1 im Kreispokalfinale. Den damaligen Trainer Gerd Doll kennt Müller ebenfalls aus vergangenen Eppinger Zeiten. Er hat die Hoffnung, "dass Gerd vielleicht zum Zuschauen kommt, denn dann, da bin ich mir sicher, gewinnen wir."

Der vierte Halbfinalist wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgespielt. Dafür muss erst noch am 18. November der Viertelfinalgegner des FC Zuzenhausen II ermittelt werden. Dann machen der Kreisligist TSV Ittlingen und der TSV Germania Dühren aus der Kreisklasse B1 unter sich aus, wer gegen die Verbandsliga-Reserve um die Vorschlussrunde und um den Startplatz für den badischen Pokal in der Saison 2022/23 antritt.

Aufrufe: 04.11.2021, 08:00 Uhr
red.Autor