
Der TSV Neu-Ulm feierte am 3. November 2024 auf dem heimischen Kunstrasen einen überzeugenden 5:0-Sieg gegen SW Donau. Doch der Weg zu diesem klaren Ergebnis war zunächst hart umkämpft, und die Partie begann deutlich ausgeglichener, als es das Endresultat vermuten lässt.
Ausgeglichene Anfangsphase mit Chancen auf beiden Seiten
In den ersten 20 Minuten tasteten sich die beiden Teams vorsichtig ab und kamen je zu einer vielversprechenden Torchance. Zuerst probierte es Neu-Ulm mit einem Schuss aus halblinker Position, der knapp am rechten Pfosten vorbeiging. Kurz darauf folgte die Antwort der Gäste: Nach einem schnellen Konter kam SW Donau gefährlich vor das Tor, doch der Neu-Ulmer Keeper parierte aufmerksam und verhinderte den Rückstand.
Harte Linie des Schiedsrichters sorgt für Diskussionen
Schiedsrichter Cafer Genc machte früh klar, dass er auf eine harte Linie setzen würde – eine Entscheidung, die am Spielfeldrand nicht bei allen Zuschauern auf Zustimmung stieß. Besonders brisant wurde es, als die Neu-Ulmer Bank nach einem strittigen Zweikampf im Strafraum lautstark einen Elfmeter forderte. Doch Genc ließ weiterspielen, was für hitzige Diskussionen sorgte.
Verletzungspech für Neu-Ulm und unerwarteter Torwartwechsel
In der 30. Minute folgte dann der erste Rückschlag für den TSV Neu-Ulm: Ersatztorhüter Etjen Sulejman musste verletzt vom Platz getragen werden. Besonders bitter, da der eigentliche Ersatzkeeper Dennis Mehl sich kurz vor dem Wintertransfer verabschiedet hat – offenbar mit anderen Plänen. So musste Torwarttrainer Janik Schilder einspringen und übernimmt den Kasten bis auf Weiteres. Trotz der ungewohnten Situation zeigte Schilder eine solide Leistung und parierte in der ersten Halbzeit noch zwei weitere Versuche der Gäste.
Neu-Ulm dreht nach der Pause auf
Nach dem Seitenwechsel nahm der TSV Neu-Ulm das Spiel endgültig in die Hand. Mit zunehmendem Druck drängten sie SW Donau in die eigene Hälfte zurück und bauten konsequent ihr Offensivspiel auf. Die Gäste hielten tapfer dagegen und spielten bis dahin spritzig auf, doch der Widerstand brach schließlich unter dem Dauerdruck zusammen.
Tore für den TSV Neu-Ulm: Kögel setzt den Schlusspunkt
R. Schuhmacher brachte Neu-Ulm in der 23. Minute mit dem ersten Treffer auf die Siegerstraße. Kurz nach Wiederanpfiff legte B. Klingen in der 47. Minute nach und erhöhte auf 2:0. Das 3:0 fiel in der 74. Minute durch P. Hanisch, der den Vorsprung weiter ausbaute. In den Schlussminuten setzte dann L. Kögel mit einem Doppelpack das i-Tüpfelchen: In der 84. und 88. Minute markierte er das 4:0 und 5:0. Besonders sein letzter Treffer war ein echtes Highlight: Agit Güngör brachte den Ball von fast der Torauslinie mit einer präzisen Flanke über die gesamte Abwehr hinweg zu Kögel, der eiskalt zum Endstand abschloss.
Die Tabellensituation bleibt spannend
Mit diesem deutlichen Sieg hält der TSV Neu-Ulm den Anschluss an die Tabellenspitze der Bezirksliga Donau/Iller. Doch das Rennen um die Führung bleibt eng: Drei Spieltage vor der Winterpause steht Neu-Ulm nun mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer SC Staig und zwei Punkten auf den Zweitplatzierten SGM Aufheim-Holzschwang. Der Abstand war erst am letzten Wochenende nach dem 1:1-Remis gegen den SV Offenhausen wieder gewachsen – umso wichtiger war der heutige Erfolg, um den Anschluss zu sichern.