2024-02-23T08:22:50.674Z

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Ausgebremst: Aller Voraussicht nach kann Bastian Adelwart in dieser Spielzeit nicht mehr für den TSV auflaufen. F: Mayr
Ausgebremst: Aller Voraussicht nach kann Bastian Adelwart in dieser Spielzeit nicht mehr für den TSV auflaufen. F: Mayr – Foto: Andreas Mayr

TSV Murnau gehen die Stürmer aus – Saisonende für Bastian Adelwart, lange Pause für Fabian Erhard

„Wir haben in der Offensive ein kleines Problem“

Beim TSV Murnau werden es immer weniger einsatzbereite Stürmer. In der Vorbereitung haben sich Bastian Adelwart und Fabian Erhard verletzt.

Murnau – Der Weg in die Fußball-Landesliga wird ein steiniger für den TSV Murnau. Ein paar weitere Felsbrocken sind kürzlich aufgetaucht. Die Vorbereitung beginnt mit zwei schlimmen Verletzungen, einem Meniskusriss von Bastian Adelwart sowie einem lädierten Syndesmosband bei Fabian Erhard. Murnaus Angriff verliert auf einen Schlag elf Tore und sechs Vorlagen – oder wie das Trainer Martin Wagner ausdrückt: „Wir haben in der Offensive ein kleines Problem.“

Adelwart, den Flügelflitzer, nennt Wagner einen Ausnahmespieler. Seine Knieverletzung wurde bereits im Operationssaal behandelt, er fällt aller Voraussicht nach für die ganze Rückrunde aus. Bei Erhard besteht immerhin noch die Hoffnung, dass er im Meisterrennen der Bezirksliga noch eingreifen kann. Fünf Wochen hat er seine Schiene zu tragen, sagen die Ärzte. Danach schauen sie sich die verwundete Stelle nochmals an.

Ist Michael Moser beim TSV Murnau ein Kandidat für den Sturm?

Unter diesen Vorzeichen leuchten die ersten Testspiele des TSV natürlich ganz anders. Wagner war und ist auf der Suche nach Ersatz für die Abteilung Attacke, probiert sich gerade durch die Alternativen. Michael Marinkovic, im Alter ins Mittelfeld gerückt, kehrte vorübergehend in sein angestammtes Revier zurück. Früher, zu Bayernliga- wie Landesliga-Zeiten, konnte der Mann eine Offensive alleine beleben. Marinkovic’ Renaissance gehört zu den wahrscheinlichsten Szenarien. Genauso könnte Manuel Diemb nach zwei Jahren als Abwehrchef wieder in den Sturm rücken – wie übrigens schon voriges Jahr in der Rückrunde unter Wagner, als Adelwart und Georg Kutter ausfielen.

Als ernst zu nehmende Option hat sich auch Michael Moser präsentiert, gerade 18 Jahre alt und im Sommer bereits Teil des Vorbereitungskaders. „Ein Kandidat, der sich aufdrängt. Super Ansätze“, lobt der Coach. Vom Typ erinnert Moser an Kollege Adelwart – bissig, furchtlos, emotional, ausgestattet mit dem Überraschungsmoment und viel Drang zum Tor.

Alle Spieler dürfen in den Testspielen vorspielen

Auch sportlich gab es für den TSV einen größeren Dämpfer in den ersten zwei Wochen der Testphase. Gegen Landesligist TuS Geretsried ging der Aufstiegsaspirant mit 0:5 unter. In Hälfte zwei „sind wir komplett auseinander gebrochen, waren total überfordert“, klagt Wagner. Vier Gegentore kassierten die Drachen nach ordentlicher erster Hälfte. Wagner sieht einen „kleinen Fingerzeig“, woran es noch zu arbeiten gibt. Die abgeklärte, effiziente Maschine, die der TSV zum Ende des Winters war, muss erst wieder hochgefahren werden.

Die ersten drei Tests nutzte der Trainer, um jeden Spieler im Kader einmal vorspielen zu lassen und diverse Dinge auszuprobieren. Konstantin Ott fand sich mal im Mittelfeldzentrum wieder, Moser in der Sturmspitze, und in der Abwehr sollten sich diverse Viererketten einspielen. Insofern muss man die Tests losgelöst vom Ergebnis betrachten. Gerade das Auftaktduell mit Raubling (andere Bezirksligagruppe), das 1:1 endete, habe gar keine Aussagekraft nach einer Woche hartem Training. Das 4:4 gegen Bayernligist Kottern fütterte immerhin die Moral, zumal Murnau einen 0:3-Rückstand aufholte. Es dauerte eben 30 Minuten, bis sich die Fußballer an das körperliche Level gewöhnt hatten. Danach, lobt Wagner, „war das ein richtig cooler Test“. (ANDREAS MAYR)

Aufrufe: 09.2.2024, 07:43 Uhr
Andreas MayrAutor