
Der TSV Meerbusch hat die wichtigste Personalentscheidung für die kommende Oberliga-Saison getroffen. Johannes Dahms übernimmt zur neuen Spielzeit das Traineramt bei den Blau-Gelben. Der 38-Jährige kommt vom Ligakonkurrenten SC St. Tönis, wo er in den vergangenen beiden Jahren als Co-Trainer von Bekim Kastrati tätig war. Unterstützung erhält Dahms künftig von Marc Sanders, der bislang als Co-Trainer beim Bezirksligisten TuS Wickrath arbeitete. Moritz Körner bleibt dem Trainerteam ebenfalls erhalten.
Mit der Verpflichtung von Dahms schließt der TSV die Nachfolgeregelung nach der Trennung von Marcel Winkens Anfang März ab. Als Interimstrainer fungierte bis zum Saisonende Marc Roch, der die Mannschaft auf Rang sechs führte – und damit die beste Platzierung der Vereinsgeschichte einstellte. Roch wird künftig wieder in seinen ursprünglichen Aufgabenbereich zurückkehren und sich verstärkt um die Nachwuchsarbeit kümmern.
„Wir waren mit Johannes schon länger im Austausch“, sagt TSV-Manager Christoph Peters. Der Kontakt bestand bereits über Dahms‘ „Soccer-Performance“-Schule, die in der Vergangenheit mit den Leistungsmannschaften der Meerbuscher zusammenarbeitete. „Als sich die Situation ergeben hat, haben wir das Gespräch gesucht und sind schnell zusammengekommen“, so Peters.
Für den TSV-Manager bringe Dahms genau die Eigenschaften mit, die er sich für die künftige Ausrichtung der Mannschaft wünsche. Der neue Cheftrainer sammelte bereits Erfahrungen als U19-Trainer und Interimstrainer beim KFC Uerdingen sowie als Fitnesstrainer beim 1. FC Bocholt. Zudem kennt er die Oberliga seit Jahren aus seiner Zeit in St. Tönis. „Er ist sehr bodenständig, arbeitet akribisch und hat klare Vorstellungen“, sagt Peters. Besonders imponierte dem TSV-Manager die körperliche Verfassung der St. Töniser in den vergangenen Jahren. „Sie konnten über 90 Minuten ein hohes Tempo gehen. Diese Intensität hat uns zuletzt teilweise gefehlt.“
Auf Dahms wartet in Meerbusch ein großer Umbruch. Nach einer Saison, die trotz Rang sechs intern durchaus kritisch bewertet wurde, verändert sich das Gesicht der Mannschaft deutlich. Etwa 14 Spieler verlassen den Verein, ähnlich viele Neuzugänge sollen folgen. Peters hofft dabei nicht nur auf sportliche Qualität, sondern auch auf mehr Geschlossenheit innerhalb des Teams. „Wir hatten gute Einzelspieler, aber nicht immer die Konstanz und den Zusammenhalt, den wir uns vorgestellt haben“, sagt Peters.
Neben der Trainerfrage ist beim TSV noch eine weitere Position offen. Teammanager Horst Riege ist nach zehn Jahren aus seinem Amt ausgeschieden. Einen Nachfolger gibt es für den 73-Jährigen bislang nicht. „Horst hat über Jahre herausragende Arbeit geleistet. So jemanden ersetzt man nicht von heute auf morgen“, sagt Peters.