Pierre Mendes da Costa war in dieser Woche für den Oberligisten TuRU Düsseldorf verantwortlich.
Pierre Mendes da Costa war in dieser Woche für den Oberligisten TuRU Düsseldorf verantwortlich.

Tu­rus por­tu­gie­si­sches Bin­de­glied

Pierre Men­des da Cos­ta ar­bei­tet als Co-Trai­ner beim Fuß­ball-Ober­li­gis­ten. Der Draht zum Chef­trai­ner ist ein en­ger. Der zum Team eben­falls.

Vom Co-Trai­ner zum Chef­trai­ner – Nicht sel­ten hört und liest man im Sport von die­sem Kar­rie­re­sprung, zu­meist wenn die Er­fol­ge un­ter dem ehe­ma­li­gen Chef­trai­ner aus­ge­blie­ben sind. Beim Düs­sel­dor­fer Ober­li­gis­ten Tu­ru Düsseldorf war dies al­ler­dings kei­nes­wegs der Grund, war­um Pierre Men­des da Cos­ta an­statt Fran­cis­co Carras­co das Trai­ning und die Vor­be­rei­tung auf das Meis­ter­schafts­spiel beim FC Kle­ve über­nahm. Sei­ne Ar­beit in die­ser Funk­ti­on war auch ei­ne Wo­che be­grenzt, in der sich Carras­co zur be­ruf­li­chen Fort­bil­dung be­fand.

TuRU 80
0:1
TSV Meerbus.
„Das war für mich nur mä­ßig un­ge­wohnt, da Carras­co mir als Co-Trai­ner auch sonst vie­le Frei­hei­ten über­lässt. Ich bin im­mer für das Auf­wärm-Pro­gramm, die Gym­nas­tik-Übun­gen und das Ein­stu­die­ren von Pass­spiel­zü­gen ver­ant­wort­lich. Au­ßer­dem gibt es fast täg­lich Te­le­fo­na­te zwi­schem dem Chef und mir“, be­schreibt der 1,98 Me­ter gro­ße Por­tu­gie­se Men­des da Cos­ta sein Wir­ken bei Tu­ru.

Der in Mön­chen­glad­bach ge­bo­re­ne Süd­län­der hat in der F-Ju­gend als Feld­spie­ler be­gon­nen, be­vor schnell sein Ta­lent als Tor­hü­ter ent­deckt wur­de. Sei­ne Sta­tio­nen zwi­schen den Tor­pfos­ten führ­ten den mitt­ler­wei­le 32-Jäh­ri­gen von Weg­berg-Be­eck über den 1. FC Mön­chen­glad­bach zum Ra­ther SV. Dort ent­deck­te ihn der da­ma­li­ge Tu­ru-Vor­sit­zen­de Heinz Schnei­der und über­re­de­te ihn zu ei­nem Wech­sel zum Ober­bil­ker Ver­ein. „Ich war hin­ter so gu­ten Leu­ten wir Jo­nas Agen, Mi­cha­el Bol­vin und Björn No­wi­cki nie die Num­mer eins im Tor, hielt mich aber im­mer fit, um je­der­zeit ein­sprin­gen zu kön­nen“, er­zählt da Cos­ta wei­ter über sei­nen sport­li­chen Weg.

Als Torhüter weiter im Aufgebot

Auch jetzt steht er als Schluss­mann im Auf­ge­bot der Tu­ru. „Ich bin froh, dass mir die Ver­ant­wort­li­chen der Tu­ru da­zu die Chan­ce ge­ge­ben ha­ben, als Co-Trai­ner in der Ober­li­ga zu ar­bei­ten. Ich ver­ste­he mich gleich­zei­tig als Bin­de­glied zwi­schen uns Spie­lern, dem Chef­trai­ner Carras­co und dem Vor­stand“ um­rei­ßt er sei­ne Po­si­ti­on bei Tu­ru.

Am Sonn­tag (15.30 Uhr) ge­gen den TSV Meer­busch wird er dann wie­der hin­ter sei­nem „Vor­ge­setz­ten“ Carras­co und Stamm­tor­hü­ter Jo­han­nes Kult­scher ins zwei­te Glied rü­cken.

Aufrufe: 023.10.2021, 20:00 Uhr
RP / Manfred JohannAutor

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