F: Gottschlich
F: Gottschlich

Die Saison im Berliner Frauenfussball

Wir geben einen Überblick über die Resultate der Saison 2016/17!


Von der zweiten Bundesliga bis zur Bezirksliga, in allen Ligen ist die Saison nun (fast) beendet. In der Bezirksliga gibt es noch eine Relegation zum Landesligaaufstieg.

Gewinner und Verlierer der Saison findet ihr im folgendem:

Zweite Bundesliga Staffel Nord


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Den ersten Aufreger in der Liga gab es bereits vor Saisonstart - Der 1.FC Lübars musste die Lizenz zurückgeben - Nutznießer war Blau-Weiß Hohen Neuendorf. Neben dem Team aus der Niederheide trat mit dem Aufsteiger 1.FC Union Berlin noch ein zweites Team in der zweiten Bundesliga an.

Blau-Weiß Hohen Neuendorf, verstärkt durch viele Spielerinnen, die vorher das Lübarser Trikot übergezogen hatten, erwischte einen holprigen Start mit Niederlagen gegen Henstedt (1-5) und im Berliner Derby gegen Union (0-1). Danach fing man sich und konnte aus den folgenden sechs Partien elf Punkt ergattern - Vor allem das 2-2 beim späteren Meister aus Bremen sollte in Erinnerung bleiben. Die Hinrunde endete, wie sie begonnen hatten, mit einer Niederlagenserie - Ganze 4 Spiele in Folge konnte nicht gepunktet werden und die Abstiegszone rückte immer näher. Dass man mit dem Abstieg nichts zu tun bekam, verdankte man erneut einem Zwischenspurt zur Mitte der Rückserie, als man sich mit Siegen gegen Union (1-0), Herford (2-1) und Bramfeld (3-2) lösen konnte. Von daher war es nicht allzu schmerzhaft, dass man aus den letzten fünf Spielen nur noch magere zwei Pünktchen holen konnte.

Im Endeffekt steht mit Platz 8 der sichere Klassenerhalt, auch wenn man vor allem durch die Verstärkungen vor der Saison mit einer etwas besseren Platzierung geliebäugelt hat.

Fast das komplette Gegenteil von HND brachte der Aufsteiger von Union Berlin auf das Parkett. Mit zwei Siegen gegen Bramfeld (3-0) und Hohen Neuendorf (1-0) gestartet ließen die nächsten Punkte fast drei Monate auf sich warten (3-1 Sieg gegen Herford Mitte Dezember). Dazwischen gab es sechs Niederlagen in Folge. Auch im neuen Jahr kamen die eisernen Ladies nicht so recht in Schwung, die Spiele fielen immer wieder aus und im folgendem straffen Spielplan sollte sich einfach kein Erfolgserlebnis einstellen, selbst das Heimspiel gegen die bis dato punktlosen Bramfelder sollte verloren gehen (0-2). So machte sich schnell der Eindruck breit, für Union reicht es in der zweiten Bundesliga einfach nicht. Die Mädels zeigten aber eindrucksvoll, dass sie mit dem Druck umgehen konnten und schlugen den BV Cloppenburg auswärts mit 2-0. Ein Hoffnungsschimmer? Dass es nicht mehr zum Klassenerhalt reichen sollte, lag auch an den Niederlagen in den direkten Duellen mit Herford (1-4) und Henstedt (1-4), die deutlich verloren gingen. Als der Abstieg dann besiegelt war, spielte die junge Truppe nochmal auf und gewann die letzten beiden Saisonspiele gegen Bielefeld (1-0) und Potsdam II (1-0).

Die junge Truppe muss durch den vorletzten Tabellenplatz aber wieder in die Regionalliga, forciert aber den sofortigen Wiederaufstieg wie bereits vor zwei Jahren.

Aufsteiger: SV Werder Bremen

Absteiger: 1. FC Union Berlin, Bramfelder SV


Die Abschlusstabelle:



Regionalliga Nordost


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Mit dem BSC Marzahn und FC Viktoria 1889 traten zwei Mannschaften aus Berlin in der Regionalliga an.

Eine durchaus erfolgreiche Saison kann man dem BSC Marzahn attestieren. Mit dem Ziel, Platz 1-3 anzugreifen, ging man optimistisch in die Saison und bestätigte diese Ziele aus eindrucksvoll. Mit 15 Punkten aus den ersten sechs Spielen, es setzte nur eine Niederlage gegen Jena 2 (2-4) stand man sehr gut da. Die unnötige Niederlage gegen Dresden (2-3) und das darauffolgende Unentschieden im Derby gegen die Viktoria (2-2) machten die Meisterschaftshoffnungen ein wenig dahin.

Das man mit Magdeburg und Jena zwei sehr starke Konkurrenten im Kampf um die vorderen Plätze hat, spürte man am eigenen Leib, denn aus den vier Partien konnten nur magere drei Punkte (Erster Spieltag gegen Magdeburg) gesammelt werden. In den restlichen Partien dominierte die Mannschaft von Christina Wedell häufig, sodass am Ende der Saison ein hochverdienter dritter Platz zu Buche steht. Außerdem konnte man im Pokal noch einen Erfolg feiern, nach dem 4-1 im Finale über Blau-Gelb Berlin darf man in der nächsten Saison im DFB-Pokal antreten.

Einen ähnlichen Saisonverlauf konnte man bei der Viktoria beobachten. Der ehemalige Zweitligist musste viele enge Partien bestreiten, war aber eigentlich nie chancenlos, nur im Duell gegen den späteren Meister Jena gab es eine deutliche 6-0 Klatsche. Dass sich die Viktoria nicht weiter oben platzieren konnte, lag vor allem an den vielen, oft unnötigen Unentschieden wie gegen Erfurf (0-0) und Beelitz (1-1). Im vorletzten Saisonspiel hatte man im Berliner Endspiel um Platz drei die Möglichkeit, den BSC Marzahn noch zu übertrumpfen, unterlag aber knapp mit 1-0. Somit bleibt am Ende ein guter vierter Rang für das Team aus dem Süden Berlins.


Aufsteiger: FF USV Jena II

Absteiger: FSV Babelsberg 74, FFV Leipzig (zurückgezogen wäh. der Saison)


Die Abschlusstabelle:

Berlin-Liga

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In der höchsten Liga Berlins kam es lange zu einem packendem Dreikampf um den Titel, am Ende konnte der SV Blau-Gelb Berlin seinen Titel verteidigen.

Spannend war der Titelkampf von Beginn an, mit dem SFC Stern, der Bundesligareserve vom 1.FC Union Berlin und vom Titelverteidiger SV Blau-Gelb Berlin lieferten sich drei Teams auf Augenhöhe ein Rennen um die Berliner Krone. Alle drei Teams punkteten regelmäßig und lieferten sich packende Spiele untereinander. Bis auf Blau-Gelb, welches die Unioner in der Hinrunde besiegen konnte, spielte man untereinander auch nur unentschieden. Den Sternern blieb aufgrund zu vieler Unentschieden in den restlichen Partien (in Pankow, gegen Adlershof) eine bessere Position verwehrt, allerdings blieb man wie die blau-gelben in der Hinrunde ungeschlagen.


In der Rückrunde kam es schnell zum Aufeinandertreffen zwischen Blau-Gelb und Stern, welches die Sterner deutlich mit 3-0 für sich entscheiden konnten. Damit riss die Serie von fast 2 Jahren ohne Nieder der blau-gelben. Zu diesem Zeitpunkt hatte Stern alles in der eigenen Hand, man spielte auch eine überragende Rückrunde, in der man nur ein einziges Spiel nicht gewann, dieses sollte aber entscheidend sein. Im anderen direkten Duell gegen Union hatte man mit 0-3 das Nachsehen und musste sich mit dem erneuten Vizemeistertitel zufrieden geben. Dass es für Union nicht zu mehr gereicht hat lag an den Aussetzern, die sich das Team leistete. Hervorzuheben ist die 3-1 Niederlage gegen den Aufsteiger Lichtenberg sowie das 2-2 Unentschieden zum Ende der Saison gegen Internationale. Diese Patzer erlaubten es, dem konstastenten Team erneut die Meisterschale zu erringen. Mit einem 5-1 Erfolg im letzten Saisonspiel tütete der alte und neue Meister die Titelverteidigung ein.

Auf den Aufstieg verzichtet der Meister allerdings wieder, nicht so die Teams von Stern 1900 und Union II. Da allerdings die erste Mannschaft von Union bereits in der Regionalliga spielen wird, standen die Sterner schon vor Ende der Saison als Aufsteiger fest.

Hinter dem Spitzentrio sah es lange nach einem Fünfkampf um Platz 4 aus, den der ehemalige Serienmeister Blau-Weiß Berlin aber für sich entscheiden konnte. Dahinter reihte sich Borussia Pankow ein, denen aufgrund eines Formtiefs Mitte der Rückrunde eine bessere Platzierung verwehrt blieb. Einen starken sechsten Rang sicherte sich der Aufsteiger Türkiyemspor, der vor allem durch seine Rückrunde beeindruckte. Neukölln und Adlerhof auf den Plätzen sieben und acht hatten in der Rückrunde zu arge Personalprobleme, als dass eine bessere Platzierung möglich gewesen wäre.

Der Abstiegskampf sah bis zum Beginn der Rückrunde spannend aus, da mit Lichtenberg,Viktoria II, HND II und den Spandauer Kickers keine Mannschaft so richtig gut punkten konnte. Da dies in der Rückrunde bei den Spandauer Kickers weiterhin der Fall war, stand der Absteiger frühzeitig fest. Mit nur 5 Punkten (den einzigen der Rückrunde holte man im letzten Saisonspiel) und nur fünf geschossenen Toren muss man den Gang in die Landesliga antreten.

Aufsteiger: SFC Stern 1900

Absteiger: FSV Spandauer Kickers

Die Abschlusstabelle:

Landesliga

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Was war das denn für eine Landesliga-Saison? Mehr als die Hälfte aller Mannschaften fanden sich sowohl im Aufstiegs- als auch im Abstiegskampf wieder.

Einen großen Favouriten auf den Aufstieg konnte man irgendwie so richtig festmachen, Hertha 03, der Moabiter FSV, der SV Seitenwechsel und Aufsteiger Berolina Mitte waren am konstantesten und liefen vorneweg. Als dann die Nachricht kam, es gibt drei Aufsteiger in die BerlinLiga, und der SV Seitenwechsel verzichtet, war die Aufstiegsfrage doch schnell geklärt. Zwischen den vier Teams ging es dann noch um die Meisterschaft. Vor dem letzten Spieltag lag man maximal zwei Punkte auseinander, der SV Seitenwechsel hatte allerdings die Pole Position. Da man allerdings gegen den FSV Hansa 07 unterlag, sicherte sich Hertha 03 durch einen deutlichen Erfolg beim SV Buchholz die Meisterschaft.

Das gleiche wie für den Titelkampf galt auch für den Abstiegskampf, irgendwie war jeder mal mit dabei. Der SV Adler und der DFC Kreuzberg ließen bereits früh jegliche Landesligatauglichkeit vermissen und standen früh als Absteiger fest, zu Beginn der Rückrunde lagen zwischen Platz 12 und Platz 6 nur magere fünf Punkte. Im Saisonendspurt kristallisierten sich immer mehr die Teams von Stern II und Aufsteiger Schmöckwitz-Eichwalde heraus, da die restlichen Teams sich untereinander besiegten und Punkte sammelten. Da es den Sternern allerdings nicht gelang, aus ihrer vermeintlichen spielerischen Klassen Kapital zu schlagen, konnte sich das Team aus Schmöckwitz bereits einen Spieltag vor Schluss den Klassenerhalt sichern und schickte Stern als dritten Absteiger in die Bezirksliga.

Die Abschlusstabelle:

Bezirksliga Staffel 1


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Mit zehn Mannschaften ging die Bezirksliga Staffel 1 an den Start, mit zehn Mannschaften beendete man auch diese Saison - Dies ist nach den letzten Jahren nicht selbstverständlich.

Im Kampf um den Aufstieg machte niemand dem SC Staaken etwas vor. Zu deutlich war die Überlegenheit gegenüber den anderen Teams und so sicherte man sich souverän den Staffelsieg. Als zweiter Aufsteiger geht der 1.FC Wacker Lankwitz in Richtung Landesliga, man setze sich am Ende knapp vor den 1.FFV Spandau, der noch die Chance in der Relegation gegen den SV Pfefferwerk erhält.

Aufsteiger: SC Staaken, 1.FC Wacker Lankwitz

Relegation: 1. FFV Spandau

Die Abschlusstabelle:


Bezirksliga Staffel 2

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Wie auch die Staffel 1 blieb die Staffel 2 vollständig, allerdings nur mit 9 Teams. Parallelen gibt es auch weitere, denn auch dort stach ein Team deutlich hervor. Der Friedrichshagener SV blieb über die komplette Saison ungeschlagen, musste nur zweimal die Punkte teilen und sicherte sich damit hochverdient den Staffelsieg. Um den zweiten Aufstiegsplatz kämpften der FFC Berlin und der SV Pfefferwerk, wobei der FFC das bessere Ende für sich hatte. Der SV Pfefferwerk muss dadurch abermals in die Relegation, in der man in der letzten Saison an Berolina Mitte scheiterte.

Aufsteiger: Friedrichshagener SV, FFC Berlin

Relegation: SV Pfefferwerk

Die Abschlusstabelle:

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1526 Aufrufe9.6.2017, 14:30 Uhr
Aike FokkenaAutor

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