Dominik Huber (am Ball im grünen Trikot) wird dem ATSV Kelheim wohl lange Zeit fehlen
Dominik Huber (am Ball im grünen Trikot) wird dem ATSV Kelheim wohl lange Zeit fehlen – Foto: Nicole Seidl

Huber-Verletztung trübt Kelheimer Derby-Vorfreude

Der Co-Spielertrainer des ATSV hat sich vor dem Auftaktduell gegen den Landkreisrivalen TSV Langquaid eine schwerwiegende Knieverletzung zugezogen

Die Bezirksliga West wird am Donnerstag (Anstoß 18:45 Uhr) gleich mit einem echten Derby-Kracher eröffnet. Mit dem ATSV Kelheim und dem TSV Langquaid kreuzen zwei Landkreis-Kontrahenten die Klingen, die beide durchaus hoch eingeschätzt werden. Die Hausherren spielten eine beeindruckende Vorbereitung, unter anderem wurde Landesligist TSV Bad Abbach mit 6:2 abgeschossen und auch gegen den TSV Kareth-Lappersdorf sprang ein achtbares 1:1-Remis heraus.

ATSV Kelheim
1:0
Langquaid

Vielversprechend verlief auch die Generalprobe des ATSV Kelheim: Beim ambitionierten oberbayerischen Bezirksligisten SV Manching behielten die Niederbayern mit 2:1 die Oberhand. Allerdings wurde die Freude über den Sieg stark getrübt, denn der erst im Vorjahr gekommene Co-Spielertrainer Dominik Huber, der unter anderem schon bei der SpVgg SV Weiden und dem SV Donaustauf kickte, zog sich bereits im Laufe der ersten Hälfte eine schwere Knieverletzung zu. "Eine genaue Diagnose steht noch aus, aber Dominik hat es schlimmer erwischt. Ich befürchte, dass er uns länger fehlen wird", seufzt Kelheims Coach Tobias Schlauderer. Der Ex-Profi muss ohnehin bis auf Weiteres auf die Dienste des torgefährlichen Mittelfeldspielers Dominik Schandri verzichten, der beruflich mehrere Monate im Ausland weilt. Die Kreisstädter scheinen aber dennoch auf einem vielversprechenden Weg zu sein, denn seit der Amtsübernahme von Schlauderer setzt der Ex-Landesligist bedingungslos auf die Jugend. "Die Jungs machen ihre Sache richtig gut. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung", lobt Schlauderer seine Youngsters.

Kelheims Trainer Tobias Schlauderer ist mit der Entwicklung seiner jungen Truppe zufrieden
Kelheims Trainer Tobias Schlauderer ist mit der Entwicklung seiner jungen Truppe zufrieden – Foto: Reimund Neumaier


Vor dem TSV Langquaid hat der 37-Jährige aber jede Menge Respekt: "Langquaid hat eine gestandene Bezirksligatruppe, die mit Thomas Rappl nochmal gezielt verstärkt wurde. Ich sehe den TSV als Anwärter auf einen Spitzenplatz, daher sind wir in der Außenseiterrolle. Daheim sind wir aber stark und rechnen uns deshalb auch etwas aus." Die Hausherren müssen vermutlich noch auf weitere angeschlagene Akteure verzichten. Neben Huber und Schandri werden definitiv der vom SV Ettenkofen gekommene Keeper Christian Weinzierl sowie die noch im Aufbautraining befindlichen Max Heberlein und Jonas Tauber fehlen. Routinier Lukas Schinn ist privat verhindert.

Langquaids Trainer Andreas Müller plagen vor dem Match in Kelheim Aufstellungssorgen
Langquaids Trainer Andreas Müller plagen vor dem Match in Kelheim Aufstellungssorgen – Foto: Alfred Brumbauer



Die Gäste reisen mit jeder Menge Sorgen zum Nachbarn, denn Übungsleiter Andreas Müller hat eine lange Ausfallliste zu beklagen, auf der Martin Kokrda, Andreas Steffel, Thomas Blabl, Hannes Wagner und Johannes Pernpeintner stehen. Ob Stürmer Daniel Beerschneider auflaufen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. "Wir haben momentan einige Probleme, das macht die ohnehin kniffelige Aufgabe beim ATSV noch schwieriger. Vergleicht man die Testspielergebnisse beider Mannschaften, dann sind die Rollen klar verteilt. Dennoch werden wir alles probieren, um zumindest einen Zähler mit nach Hause nehmen zu können", lautet die Devise von Langquaids Manager Franz Fuchsbrunner.

Aufrufe: 022.7.2021, 04:00 Uhr
Thomas SeidlAutor

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