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Allgemeines

TSV Köngen gewinnt im Neunmeterschießen den Supercup

Langer Hallenabend in Althengstett mit 28 Gruppenspielen, klarer Spitze und einem Finale auf Messers Schneide

von red · 31.12.2025, 00:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Verein

Der Supercup des SV Althengstett hat am gestrigen Dienstag begonnen und endete gegen Mitternacht. Das Turnier hat gehalten, was sein Modus versprochen hat: ein Abend voller Spiele, ständiger Bewegung in der Tabelle und knappe Entscheidungen. Acht Mannschaften spielten in einer gemeinsamen Gruppe im Modus „jeder gegen jeden“, elf Minuten pro Partie, ehe Halbfinals und Platzierungsspiele folgten. Am Ende setzte sich der TSV Köngen im Finale nach Neunmeterschießen gegen den SKV Rutesheim durch und krönte einen Turniertag, der von Konstanz, Belastung und späten Nervenproben geprägt war.

Ein Turnier, das Ausdauer verlangt
Der Supercup ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf. Mit 28 Gruppenspielen am Stück wurde jede Mannschaft über Stunden hinweg gefordert. Elf Minuten Spielzeit bedeuten hohes Tempo, doch die wahre Herausforderung liegt in der Wiederholung: immer wieder neu fokussieren, nach Rückschlägen reagieren, nach Siegen stabil bleiben. Die große Tabelle der Gruppe A zeigte früh, dass sich kleine Serien sofort auswirken – nach oben wie nach unten.

Rutesheim sammelt Punkte mit Konstanz
Der SKV Rutesheim ging mit bemerkenswerter Beständigkeit durch die Gruppenphase. Siege gegen Radnik Sindelfingen (3:0), Deufringen (4:3), Sindelfingen II (3:2), Gechingen (3:1) und Althengstett (2:1) brachten am Ende 16 Punkte. Dazu kam das Remis gegen Köngen (2:2). Mit 18:12 Toren stand Rutesheim an der Tabellenspitze – nicht durch einen Torrausch, sondern durch stetige Resultate über viele Spiele hinweg.

Köngen bleibt dran und nutzt seine Momente
Der TSV Köngen hielt den Druck über den gesamten Abend hoch. 14 Punkte, 20:10 Tore, nur eine Niederlage – das 3:5 gegen Althengstett blieb die Ausnahme. Köngen überzeugte mit klaren Ergebnissen wie dem 6:0 gegen Deufringen und dem 4:2 gegen Nagold im direkten Duell. Das 2:2 gegen Rutesheim hielt das Rennen offen, das späte 2:1 im Halbfinale gegen Nagold öffnete schließlich den Weg ins Endspiel.

Nagold mit Toren, aber ohne Finalticket
Der VfL Nagold stellte mit 21 Treffern die torhungrigste Mannschaft der Gruppenphase. Klare Siege wie das 5:0 gegen Deufringen, das 6:0 gegen Sindelfingen II oder das 3:1 gegen Rutesheim unterstrichen die offensive Qualität. Gleichzeitig kosteten Niederlagen gegen Gechingen (1:2) und Köngen (2:4) wichtige Punkte. Mit 13 Zählern reichte es für Rang drei – und später für Platz vier nach dem Spiel um Rang drei.

Gechingen mittendrin statt nur dabei
Die Sportfreunde Gechingen spielten einen ausgeglichenen Gruppenteil mit 12 Punkten und 15:15 Toren. Siege gegen Althengstett (5:3), Nagold (2:1) und Radnik Sindelfingen (3:5 trotz Niederlage mit offenem Schlagabtausch) hielten das Team lange im Rennen um die Spitzenplätze. Im Halbfinale war gegen Rutesheim beim 2:3 Endstation, im Spiel um Platz drei unterlag Gechingen Nagold mit 2:6.

Althengstett kämpft, aber zahlt Lehrgeld
Der gastgebende SV Althengstett zeigte Moral, blieb aber im dicht besetzten Feld oft auf der falschen Seite der Ergebnisse. Siege gegen Deufringen (3:1) und Köngen (3:2) sorgten für Höhepunkte, Niederlagen gegen Rutesheim, Nagold oder Gechingen verhinderten jedoch den Sprung nach oben. Sieben Punkte und 15:19 Tore spiegeln einen Abend wider, an dem Einsatz stimmte, die Konstanz jedoch fehlte.

Mittelfeld und Tabellenende eng beieinander
Radnik Sindelfingen schloss mit neun Punkten im Mittelfeld ab, darunter ein 5:3 gegen Gechingen und ein 2:0 gegen Althengstett. VfL Sindelfingen II und FSV Deufringen kamen jeweils auf vier Punkte. Beide Teams erlebten die Härte des Modus: kurze Pausen, viele Spiele, kaum Zeit zum Durchatmen.

Halbfinals bringen die erwartete Zuspitzung
Im ersten Halbfinale setzte sich Rutesheim mit 3:2 gegen Gechingen durch. Wenig später folgte Köngens 2:1-Erfolg gegen Nagold. Zwei enge Spiele, die zeigten, dass nach Stunden der Gruppenphase nicht mehr die Breite des Kaders, sondern Klarheit in den entscheidenden Momenten zählt.

Nagold sichert Platz drei deutlich
Im Spiel um Platz drei bestätigte der VfL Nagold seine offensive Stärke. Der Landesligist gewann mit 6:2 gegen den Bezirksligisten Gechingen. Treffer in dichter Folge sorgten für eine frühe Vorentscheidung und einen klaren Abschluss für Nagold.

Ein Finale auf Augenhöhe
Das Endspiel zwischen Rutesheim und Köngen wurde zum sportlichen Höhepunkt eines langen Abends. Nach regulärer Spielzeit fiel keine Entscheidung, erst das Neunmeterschießen brachte die Entscheidung zugunsten des TSV Köngen. In einem Duell zweier Landesligisten setzte sich Köngen mit 6:4 durch und holte den Turniersieg – gegen Mitternacht, nach einem Hallenabend, der kaum Pausen kannte.

Ein Supercup, der seinem Namen gerecht wurde
Der Supercup des SV Althengstett zeigte, wie sehr der Modus den Charakter eines Turniers prägt. Viele Spiele, wenig Erholung, ständige Bewegung in der Tabelle. Am Ende setzte sich nicht die Mannschaft mit den meisten Toren, sondern jene mit der größten Nervenstärke durch. Köngen verließ die Halle als Sieger eines Abends, der den Hallenfußball in seiner ganzen Intensität zeigte.

– Foto: Veranstalter