Es läuft wieder für DJK-Kapitän Christian Kufner (am Ball) und die Vilzinger. Das bekam am Samstag der TSV Karlburg zu spüren.
Es läuft wieder für DJK-Kapitän Christian Kufner (am Ball) und die Vilzinger. Das bekam am Samstag der TSV Karlburg zu spüren. – Foto: Simon Tschannerl

Die DJK Vilzing setzt ein Zeichen

Ein 5:1-Sieg am Huthgarten – die Vilzinger lassen dem TSV Karlburg in einer einseitigen Partie keine Chance.

Es war das erwartete Zeichen an die Konkurrenz vor den anstehenden Topspiel-Wochen der DJK Vilzing und das endgültige Ende der tor-und punktlosen Talfahrt. Nach dem 2:0-Sieg gegen den 1. SC Feucht im vergangenen Heimspiel schickte die Eibl-Elf den TSV Karlburg am Samstag mit einer 5:1 (3:1)-Packung auf die Heimreise.

Dabei sahen die Zuschauer eine ausgesprochen einseitige Partie, die vor allem im zweiten Abschnitt einem Handballspiel ähnlicher war als einem Fußballspiel. Die Hausherren hatten einen Traumstart. In der dritten Minute war Kouame der Karlburger Hintermannschaft entwischt, Meyer konnte den pfeilschnellen Angreifer im Strafraum nur mit einem Foul stoppen - es gab Elfmeter für die DJK Vilzing. Milicevic trat an und verwandelte zum 1:0. Anschließend spielten die Vilzinger - ähnlich wie zu Beginn der Saison - sehr dominant weiter und ließen den TSV Karlburg kaum zur Entfaltung kommen. In der 12. Minute prüfte Kouame den Karlburger Schlussmann Fischer-Vallecilla. In der 21. Minute stellte Wabnitz mit einem Traumtor zum 1:1 den Spielverlauf auf den Kopf. Die DJK hatte in dieser Situation den Ball im Strafraum geklärt, doch er fiel 25 Meter vor dem Tor Wabnitz vor die Füße. Der nahm die Kugel volley und traf unhaltbar für Putz.

Doch die DJK Vilzing hatte im direkten Gegenzug eine Antwort parat. Milicevic setzte sich bis zur Grundlinie durch, legte er zurück auf Jim-Patrick Müller, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und zur 2:1-Führung vollendete (22.). In den folgenden Minuten entwickelte sich ein Privatduell zwischen Milicevic und Karlburgs Keeper Fischer-Vallecilla, der bei mehreren Versuchen des Vilzinger Stürmer parierte.

Doch in der 34. Minute war der TSV-Keeper machtlos. Müller hatte sich im Strafraum durchgesetzt und Milicevic bedient, der auf 3:1 erhöhte. Bis zur Pause ließ die DJK Vilzing nichts mehr zu, so dass mit einem beruhigenden Vorsprung die Seiten gewechselt wurden. Der endgültige Knock-Out ereilte Karlburg in der 47. Minute, als Meyer kurz vor dem Strafraum erneut Ben Kouame foulte und dafür mit Gelb-Rot vom Platz musste. Die Karlburger entschieden sich danach für Schadensbegrenzung und zogen sich weit an den Strafraum zurück.

Die Partie begann nun, einem Handballspiel zu ähneln. Die Vilzinger schossen aus allen Positionen, doch immer wieder war ein Bein eines Karlburgers dazwischen. Den vierten Vilzinger Treffer konnten die TSVler aber nicht verhindern. Franz Wendl hatte Jünger an der Strafraumkante bedient, der zog ab, ein Karlburger im Strafraum fälschte den Ball ab, so dass Keeper Fischer-Vallecilla keine Abwehrmöglichkeit hatte - 4:1.

20 Minuten vor dem Ende schöpfte DJK-Coach Eibl sein Wechselkontigent von fünf Spielern aus. Den Schlusspunkt hinter eine einseitige Partie setzte schließlich Jim-Patrick Müller, der völlig freistehend im Strafraum an den Ball kam und ihn zum 5:1-Endstand über die Linie beförderte (79.). Die DJK Vilzing kann nun mit breiter Brust in die nächsten entscheidenden Wochen gehen, in denen ausschließlich direkte Konkurrenten um den Aufstieg warten. Am Samstag geht es schon einmal zum ASV Neumarkt, der gegen den SV Vatanspor Augsburg überraschend verloren hat und mit einem Sieg überholt werden kann.

Trainerstimmen

Josef Eibl (DJK Vilzing): „Es war ein hochverdienter Sieg. Wir hätten zur Pause schon höher führen müssen als 3:1, da wir hochkarätige Chancen vergeben haben. In der zweiten Hälfte, das hat jeder gesehen, war es wie Handball. Dennoch haben wir am Ende fünf Tore geschossen. Wir haben sehr dominant agiert und am Ende einen nie gefährdeten Sieg eingefahren. Ich bin darüber sehr glücklich.“

Markus Köhler (TSV Karlburg): Ich denke, so schlecht waren wir in der ersten Hälfte nicht. Ich habe trotz des 1:3-Rückstandes gute Ansätze und Spielzüge von meiner Mannschaft gesehen. Es ist ganz klar, dass Vilzing eine überlegene Spielweise an den Tag gelegt hat. Spätestens nach der Gelb-Rot und bei einem 1:3 Rückstand war die Partie gelaufen. Es ist ein verdienter DJK-Sieg geworden.“

Aufrufe: 013.9.2021, 08:00 Uhr
Thomas MühlbauerAutor

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