Spielertrainer Michael Kirner (l.) und Chris Ludwig stecken die Köpfe zusammen.
Spielertrainer Michael Kirner (l.) und Chris Ludwig stecken die Köpfe zusammen. – Foto: Florian Würthele

Karether Konkurrenzkampf so groß wie nie

Das TSV-Trainerduo Matthias Bösl und Michael Kirner sieht die Seinen auf einem guten Weg.

Der TSV Kareth-Lappersdorf steckt mittendrin in seiner Vorbereitung auf die neue Spielzeit in der Fußball-Landesliga Mitte, in der er im Spitzen-Klassement der Liga mitmischen will. Die Top Fünf werden in Angriff genommen. Ehrgeizig, doch das Potenzial hierfür ist vorhanden auf Kareths Höhen. Das sehen auch die Trainer so. „Der Kader ist besser als der alte. Jetzt liegt es an uns, was wir daraus machen“, umreißt es der an den Posten des Übungsleiters zurückgekehrte Matthias Bösl.

Bösls gleichgestellter Trainerpartner Michael Kirner spricht davon, dass die neuen Spieler – dreimal extern und dreimal aus dem eigenen Nachwuchs – die Qualität definitiv nochmals anheben würden. „Genau das also, was wir uns erhofft haben von den Neuzugängen, aber auch den A-Jugendlichen. Wir sind mit den ersten zweieinhalb Wochen der Vorbereitung schon zufrieden“, so der Spielertrainer.

Und das können die Trainer auch sein, denn die Neuen haben den Konkurrenzkampf in den Einheiten und Spielen gegenüber weiten Teilen der Vorsaison deutlich angeheizt. Es ist Zug im Training, jeder will sich beweisen und einen Platz in der Landesliga-Startelf ergattern. „Momentan brauchen wir das Ganze eigentlich nur laufen lassen und ein bisschen koordinieren“, schmunzelt Bösl: „Es macht wirklich richtig Spaß.“ Auch der ein oder andere Ausfall könne nun, anders als etwa im Herbst 2021, gleichwertig kompensiert werden. Mit Hinblick auf die erste Elf beim Ligaauftakt, welchen den FC Tegernheim am 15. Juli zum Eröffnungsspiel auf Kareths Höhen führt, wird es wohl harte Entscheidungen geben. Aber das ist auch gut so. „Wir haben momentan eine breite Basis, die es verdient hätte zu spielen“, ist Bösl froh. „Das ist ja das, was wir uns gewünscht haben“, ergänzt Kirner.

Offensiv – hier mit Julian Kessner – schlagfertig, offenbarte der gestrige Test in Undorf im Karether Abwehrverhalten noch Luft nach oben.
Offensiv – hier mit Julian Kessner – schlagfertig, offenbarte der gestrige Test in Undorf im Karether Abwehrverhalten noch Luft nach oben. – Foto: Florian Würthele


Drei Siege aus den drei bisherigen Vorbereitungsspielen geben zusätzlichen Auftrieb. Jeweils 4:0 wurden Bezirksligist SV Sulzbach sowie – erst am gestrigen Mittwoch – Kreisligist ASV Undorf bezwungen, zwischendrin gab es den Achtungserfolg über Regionalliganeuling DJK Vilzing (3:2), auf den Matthias Bösl so zurückblickt: „Wir haben Paroli geboten und die Tore alle schön herausgespielt.“ Luft nach oben gibt es aber natürlich immer, „am meisten vermutlich in der Stabilität in der Verteidigung“, findet Michael Kirner. Denn in der Rückwärtsbewegung agiert die junge Karether Elf teils noch zu behäbig und könne, skizziert Kirner, die ein oder andere Situation noch besser besser verteidigen. Vorne sei schon sehr viel Qualität vorhanden. „Vom Einsatz, Engagement und Tempo her haben wir bereits einen Schritt nach vorne gemacht.“

„Wenn wir das, was jetzt die Vorbereitung zeigt, in der laufenden Saison bringen können, ist mit uns zu rechnen! Es gilt, aus dem Potenzial, das wir haben, was zu machen“, so schließt Coach Bösl ab. Bereits am morgigen Freitag um 19 Uhr testet der TSV seine Form ein weiteres Mal, und zwar beim ambitionierten Nord-Bezirksligisten SC Luhe-Wildenau.

Aufrufe: 030.6.2022, 14:37 Uhr
Florian WürtheleAutor