
Der TSV Jetzendorf schlägt Aystetten mit 1:0. Es ist der erste Sieg seit dem 11. Oktober. Trainer Pöllner fordert dennoch weitere Erfolge.
Nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben: Dieses Ziel für die laufende Saison gab Markus Pöllner, Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Jetzendorf, vor dem ersten Punktspiel des Jahres 2026 aus. Pöllners gewisse Zurückhaltung war auch darauf zurückzuführen, dass die Vorbereitung auf die Restsaison nicht das Gelbe vom Ei gewesen war. Gestern aber gelang der erhoffte Sieg. Die Jetzendorfer schlugen den SV Cosmos Aystetten zuhause 1:0 (1:0).
Pöllners Team schaffte damit die Pluspunkte 30, 31 und 32 aufs Konto und verbesserte sich auf Tabellenplatz sieben. Der FC Kempten auf dem ersten Relegationsplatz hat bislang gerade einmal 19 Punkte eingesammelt – der Vorsprung ist komfortabel.
Dass in Jetzendorf deshalb bereits jetzt die Planung für eine weitere Saison in der Landesliga beginnen kann, will Pöllners keineswegs unterschreiben. „Wir brauchen schon noch zwei, drei Siege, um sicher zu sein.“
Spötter könnten behaupten, dass sich nur mehr die Älteren an den letzten Jetzendorfer Sieg erinnerten. So schlimm ist es nicht, aber der 1:0-Erfolg bei Memmingen II datiert vom 11. Oktober, es ist ein Weilchen her. „Die Erleichterung ist groß, weil wir endlich wieder gewonnen haben“, so Pöllner.
Ihm gefiel vor allem die Defensivarbeit. Aystetten kam kaum mal gefährlich vors Tor. Mit der Chancenverwertung war Pöllner weniger glücklich: „Wir müssen früher den Deckel draufmachen.“ Einzig Stefan Nefzger traf nach Vorarbeit von Leon Nuhanovic und Julius Donnert mit einer satten Direktabnahme. Weitere Torchancen ließen die Jetzendorfer aus.
So blieb die Partie spannend. In der Nachspielzeit war tatsächlich nochmal Daniel Witetschek gefragt, Jetzendorfs Torhüter hielt den Sieg fest. Nach der durchwachsenen Vorbereitung in den Winterwochen war Pöllner unterm Strich zufrieden: „Wir haben gezeigt, dass wir noch ein paar Prozent draufpacken können, wenn es drauf ankommt.“