Die Eckfahne in Blau und Gelb: Nur eine kleine Geste, die aber zeigt, wie groß die Solidarität im Lager der kickenden Zunft ist.
Die Eckfahne in Blau und Gelb: Nur eine kleine Geste, die aber zeigt, wie groß die Solidarität im Lager der kickenden Zunft ist. – Foto: Imago / Lackovic

BFV-Ukraine-Aktion: Solidaritätsspieltag auf allen Fußballplätzen - „Lasst uns ein Zeichen setzen“

Verbandspräsident Koch appelliert an alle Vereine

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ruft am kommenden Spieltag zur Solidarität mit den Opfern des Ukraine-Kriegs aus.

Dachau - Alle aktiven Fußballer, ehrenamtlich Engagierte sowie Fans, Zuschauer und Schiedsrichter auf Bayerns Sportplätzen haben an diesem Wochenende die Gelegenheit, ein weiteres gemeinsames Zeichen für Frieden und Solidarität zu setzen. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ruft gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und seinen weiteren 20 Landesverbänden zu einem Solidaritäts-Spieltag und zu Spenden für die Menschen in der Ukraine auf. Der DFB und die Stiftung der Nationalmannschaft werden die eingehenden Spenden um bis zu 200 000 Euro aufstocken.

„Der russische Angriff auf die Ukraine bringt für die Bevölkerung Leid und große Unsicherheit. Wir fühlen mit den Menschen in unserem europäischen Partnerland und treten gemeinsam für die Grundwerte unseres Sports – Gemeinschaft, Verständigung, Integration – ein. Lasst uns am Solidaritäts-Spieltag bayernweit ein gemeinsames Zeichen für Solidarität und Frieden setzen“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch. Er setzt darauf, „dass sich möglichst viele unserer 4 500 bayerischen Amateurklubs, die sich bereits auf ganz vielfältige Art für Geflüchtete aus der Ukraine einsetzen und diese beispielsweise in die Vereine integrieren und damit für ganz viele kleine Lichtblicke sorgen, beteiligen“.

Viele Amateurfußball-Klubs haben in den vergangenen Wochen bereits mit beeindruckenden Hilfsmaßnahmen Gelder und Güter für die Menschen in der Ukraine und für Geflüchtete gesammelt. Die DFB-Stiftung Egidius Braun und die Stiftung der deutschen Nationalmannschaft haben gemeinsam mit der Dietmar Hopp Stiftung 1,1 Millionen Euro in einen Nothilfefonds eingezahlt. Und es geht weiter: Das anstehende Wochenende soll im gesamten deutschen Fußball, von der C-Klasse bis zur Nationalmannschaft, im Zeichen der Ukraine-Hilfe stehen.

Bei jedem Spiel – von der Jugend bis zu den ersten Mannschaften, von der Regionalliga Bayern bis zum Jugend-Spiel – können die Klubs Spenden auf freiwilliger Basis sammeln oder zur Hilfe aufrufen. Geschehen kann dies beispielsweise über Durchsagen auf den Sportplätzen, Aktivitäten auf den Social-Media-Kanälen oder Spendenboxen an den Eingängen, in die Zuschauer*innen direkt einzahlen, ehe der Verein dieses Geld geschlossen an das Spendenkonto überweist. Die Teilnahme ist für alle Vereine freiwillig und soll von Herzen kommen. Jede Person hat darüber hinaus die Möglichkeit, privat zu spenden. (Rolf Gercke)

Aufrufe: 025.3.2022, 15:57 Uhr
Rolf GerckeAutor