
Hilgertshausen verliert das Topspiel gegen Günding und gibt Platz eins in der Kreisklasse München 1 ab
Weil der TSV Hilgertshausen das Topspiel gegen Günding verlor, nutzte der TSV Indersdorf die Gunst der Stunde und kehrte an die Tabellenspitze der Fußball-Kreisklasse München 1 zurück.
TSV Indersdorf – SV Haimhausen 4:1: Beide Mannschaften tasteten sich in der ersten Halbzeit zunächst ab. Indersdorf hatte viel Ballbesitz, während Haimhausen auf Konter über seine schnellen Stürmer lauerte. So dauerte es bis zur 33. Minute, ehe Tobias Altstiel, der zuvor schon am gut reagierenden Torhüter Matthias Müller gescheitert war, per Kopf auf Tim Elstner querlegte und dieser den Ball mit dem Bauch über die Linie drückte.
Nach dem Seitenwechsel gehörten die ersten Minuten wieder den Gastgebern, die damit die Weichen auf Sieg stellten. Erst presste Elstner erfolgreich einen Haimhauser Verteidiger, der Ball kam zu Altstiel, der legte ab – und Marcel Truntschka erhöhte auf 2:0 (46.) – sein 13. Saisontor. Die offensiven Co-Produktionen gingen munter weiter: Nur vier Minuten nach dem 2:0 legte Tim Elstner ab auf Tobias Altstiel, dieser zog aus knapp 16 Metern platziert ab – und diesmal war Müller geschlagen: 3:0. Für das 4:0 sorgte dann Indersdorfs Kapitän Christian Bopfinger in der 59. Minute, der ein „Gewurschtel“ nach einer Ecke ausnutzte und plötzlich völlig frei einschoss.
Kurz wurde es nochmal unruhig, als Modibo Konaré einen Foulelfmeter zum 1:4 verwandelte (76.) und Bopfinger wegen vermeintlichen Meckerns zehn Minuten auf die Strafbank musste. Die Gastgeber verteidigten ihren Vorsprung aber konzentriert bis zum Schluss.
„Wir haben uns das Spiel Schritt für Schritt erarbeitet und in der zweiten Halbzeit zur perfekten Zeit die Tore gemacht“, so Indersdorfs Trainer Stefan Schmidl. „Die nächsten drei Wochen werden intensiv – da warten Gegner, die uns alles abverlangen werden.“
TSV Hilgertshausen – SV Günding 0:2: Nach der 0:2-Heimniederlage im Spitzenspiel der Kreisklasse München 1 musste der TSV Hilgertshausen Tabellenplatz eins räumen.
In einer ausgeglichenen Partie vor über 200 Zuschauern spielte sich die erste Halbzeit vorwiegend zwischen den Strafräumen ab. Nennenswerte Chancen gab es auf beiden Seiten keine. Beide Teams standen defensiv stabil und ließen nichts anbrennen. Kurz vor dem Pausenpfiff dann doch noch eine entscheidende Situation. Nach einem Freistoß der Gäste aus dem Halbfeld liefen Freund und Feind im Strafraum Richtung Tor, ein Gündinger kam zu Fall, Schiedsrichter Aytac Aynaci zeigte auf den Elfmeterpunkt. Christian Roth nutzte die Chance zur Gündinger Führung (43.)
In der 47. Minute hatten die Gastgeber dann die Möglichkeit zum Ausgleich, nach einer schönen Kombination zog Zvonimir Kulic den Ball jedoch rechts am Tor vorbei (47.). Nur zehn Minuten später zeigte Schiedsrichter Aynaci erneut auf den Punkt, Kulic hatte zuvor in einem Luftduell seinen Gegenspieler nach unten gezogen. Doch diesmal parierte TSV- Keeper Aron Sturm den Strafstoß und hielt Hilgertshausen im Rennen (58.)
Hilgertshausen drängte weiter auf den Ausgleich, leistete sich aber zu viele Abspielfehler. Hochkarätige Torchancen sprangen nicht heraus. Nach einem Konter machte Günding dann den Deckel drauf, Torschütze war Okan Yenisu. Hilgertshausens Abteilungsleiter Norbert Schneider befand: klare Abseitsposition. Er sagte aber auch: „Der Sieg geht in Ordnung, wir haben uns zu wenig Torchancen erspielen können, Günding war griffiger und einen Tick abgezockter.“
SV Odelzhausen – SV Niederroth 0:3: Der Gast aus Niederroth brachte bereits in der ersten Halbzeit den 3:0-Sieg unter Dach und Fach. Das Team von SVN-Coach Daniel Reisner zeigte dabei eine sehr gute Effizienz, denn das Match verlief durchaus auf Augenhöhe. Allerdings zeigten die Gäste durch Mateo Velic (14.), und zwei Mal Dominik Leisch (18./38.) ihrem Gegner, wie das Toreschießen auf dem schwer zu bespielenden Geläuf in Odelzhausen funktioniert.
Im zweiten Spielabschnitt verstrickten sich die Odelzhausener immer wieder in Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen, die bei der Roten Karte für Maurice Asimont nach einer Notbremse gipfelten (67.) SVO-Akteur Magnus Winkler konnte dann in der 85. Spielminute nach einer Zehn-Minuten-Zeitstrafe ebenfalls die Dusche alleine genießen. Unter dem Strich bleibt ein verdienter 3:0-Sieg des SV Niederroth.
TSV Schwabhausen – SV Petershausen 3:2: Wer die Buden vorne nicht macht, der darf sich am Ende nicht wundern, dass es im eigenen Kasten einschlägt. Mit dieser Binsenweisheit musste der SV Petershausen die Heimfahrt aus Schwabhausen antreten. 2:0 geführt und dazu noch jede Menge glasklare Chancen vergeben. „Da hatte der Schwabhauser Torwart Martin Höß seinen Anteil daran, er hat einige Dinger sehr gut gehalten“, stellte SVP-Trainer Dominik Langenegger respektvoll fest. Seine Mannschaft hatte durch Marco Hochmuth (9.) und Eric Biering (38.) die 2:0-Führung herausgeschossen, doch Thomas Schneider stellte per Handelfmeter in der 42. Minute den schmeichelhaften 1:2-Halbzeitstand aus Schwabhauser Sicht sicher.
Nach der Pause waren die Gastgeber präsenter. Christian Henning (64.) und Leo Schüler (86.) per Foulelfmeter stellten den 3:2-Sieg sicher. Petershausen fiel nach der Pause nicht mehr viel ein und musste unverrichteter Dinge die Heimreise antreten.
SpVgg Erdweg – SV Ampermoching 1:2: Mit einem 2:1-Arbeitssieg für den SV Ampermoching endete das mit Spannung erwartete Match der beiden Kontrahenten. Die 150 Zuschauer sahen eine eine gute Partie, in der der Gastgeber zunächst die Akzente setzten und bei Standards gefährlich wurden, ohne sich allerdings selbst in Form von Toren zu belohnen. Mit einem 0:0 ging es in die Halbzeit. Kurz nach Wiederbeginn verwandelte SVA-Spielertrainer Max Rabe einen Elfmeter (52.), neun Minuten später stellte Tugbay Karabazar nach einer sehenswerten Kombination per Kopf auf 2:0 für den Gast (61.). Ampermoching hatte das Spiel im Griff. Der Anschlusstreffer für Erdweg in der 90.+1 Minute durch Stefan Stegmair kam zu spät. Ampermoching überstand eine Zeitstrafe für Moufid Daouda (67.) schadlos, ebenso wie die gelb-rote Karte für Edison Gjergji (90.+8). Mit dem SV Ampermoching hat der clevere Mannschaft gewonnen, für die jungen Gastgeber geht der Lernprozess weiter.
AEG Dachau – SpVgg Röhrmoos 2:3: AEG Dachau und Röhrmoos lieferten sich ein zerfahrenes Kellerduell auf überschaubarem Niveau. Beiden Teams unterliefen viele einfache Fehler. Nach einer knappen halben Stunde brachte Maximilian Schütz die Gäste in Führung, doch nur zwei Minuten später glich Dimitrios Savvidis für AEG aus. Kurz vor der Pause sorgte Lukas Kutscherauer für das 1:2.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste den dritten Treffer nach. Erneut war es Schütz, der in der 60. Minute auf 1:3 stellte. Erst in der Schlussphase gelang den Gastgebern durch Nikolaos Papadopulos der Anschlusstreffer (87.). Zu mehr reichte es nicht mehr. In der Nachspielzeit sah Papadopulos noch Rot – wohl aus Frust über zwei aberkannte Treffer und zwei mögliche, aber nicht gegebene Elfmeter. Aufsteiger Röhrmoos feierte im zwölften Spiel endlich den ersten Saisonsieg, bleibt aber Schlusslicht.
FC Tandern – TSV Bergkirchen 2:4: Der tiefe, schwer bespielbare Boden machte beiden Mannschaften zu schaffen. Tandern kam zunächst besser mit den Bedingungen zurecht und ging Mitte der ersten Hälfte durch Lukas Daumiller in Führung (19.). Weitere Chancen zum 2:0 ließ die Heimelf liegen. Bergkirchen hatte zwar mehr Ballbesitz, verlor aber zu oft leichtfertig den Ball.
Nach der Pause nahm die Partie dann richtig Fahrt auf. Zunächst glich Martin Hainzinger mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck aus (67.), bevor Patrick Sturm per Abstauber das 2:1 erzielte (77.). Nur eine Minute später glich Tandern per Handelfmeter wieder aus – eine umstrittene Entscheidung. Patrick Müller traf vomPunkt. Auch der nächste Strafstoß, diesmal auf der Gegenseite, sorgte für Diskussionen: Sturm war es egal. Er verwandelte sicher zum 3:2 (81.) und machte kurz darauf mit einem spektakulären Heber aus 40 Metern alles klar (83.).
„Ein Sieg des Willens, der uns in dieser schwierigen Phase gut tut“, so Bergkirchens Trainer Stefan Frimmer.
SF Breitbrunn – VfL Egenburg 3:1: Die ersatzgeschwächten Egenburger begannen lethargisch, Breitbrunn nutzte dies aus. Die Hausherren störten früh und zwangen den VfL zu Fehlpässen. Die Belohnung war der Führungstreffer in der 18. Minute: Nach einem Ballverlust der Egenburger in der eigenen Hälfte traf Samuel Eisele zum 1:0. Egenburg fand kaum ins Spiel und musste kurz vor der Pause den nächsten Rückschlag hinnehmen: Ein Fehlpass im Aufbau führte zum 2:0 von Michael Wagner (45.+1).
Nach dem Seitenwechsel agierte der VfL zwar etwas druckvoller, doch klare Chancen blieben aus. Gefährlich wurde es nur bei Standardsituationen – ein Treffer gelang in dieser Phase nicht. Breitbrunn blieb effizienter und erhöhte in der 70. Minute erneut durch Eisele auf 3:0. Erst in der Schlussphase trafen auch die Gäste: Nach schöner Vorarbeit von Tobias Bogenhauser verkürzte Ales Szczepurek auf 3:1 (82.). Kurz darauf hatte der Torschütze den Anschluss auf dem Fuß, doch Breitbrunns Keeper Maximilian Lang parierte stark. So blieb es beim 1:3 der Egenburger, die nun in der Winterpause Kraft und personelle Optionen sammeln wollen.