Patrick Kepper (am Ball) und der FV Mümling-Grumbach wollen in der Fußball-Gruppenliga mit einem Heimsieg gegen den SV 07 Geinsheim den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze weiter verkürzen.
Patrick Kepper (am Ball) und der FV Mümling-Grumbach wollen in der Fußball-Gruppenliga mit einem Heimsieg gegen den SV 07 Geinsheim den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze weiter verkürzen. – Foto: Guido Schiek

Gruppenliga: Grumbach will mit Heimsiegen zum Klassenerhalt

FV Mümling-Grumbach gegen Geinsheim gefordert +++ TSV Höchst in Arheilgen Außenseiter

Odenwaldkreis. In der Gruppenliga Darmstadt plant der FV Mümling-Grumbach am Sonntag (15.) um 15.30 Uhr gegen den SV 07 Geinsheim den sechsten Heimsieg in Serie. Der TSV Höchst muss zeitgleich beim Tabellenzweiten 1. FCA Darmstadt ran.

Mü.-Grumbach
1:1
SV Geinsheim

Vier Punkte hat sich der FV Mümling-Grumbach aus den letzten beiden Spielen gesichert, hinzu kamen die drei kampflosen Zähler gegen das zurückgezogene Türk Gücü Rüsselsheim. Und plötzlich sieht die Tabelle für den FV schon wieder deutlich freundlicher aus. Von einst 13 Punkten hat die Mannschaft von Trainer Thorsten Fornoff den Rückstand inzwischen auf vier Zähler reduziert – bei fünf noch verbleibenden Spieltagen. In der Rückrundentabelle bedeutet das einen souveränen siebten Rang. „Wir haben uns da unten herausgearbeitet, versuchen weiterhin das Beste und hoffen auf den ganz großen Wurf“, bewertet Fornoff die aktuelle Situation.

Mümling-Grumbach baut auf seine Heimstärke

Der Gegner am Sonntag heißt nun SV 07 Geinsheim. Als Tabellenachter kann sich Geinsheim nur noch maximal zwei Plätze nach oben verbessern, sodass die Saison für die Elf um Torjäger Alexander Melchior eigentlich gelaufen ist. Aus dem Hinspiel hat Mümling-Grumbach definitiv noch eine Rechnung offen, als man damals chancenlos mit 0:5 unterging. „Ich rechne wieder mit einem schweren Spiel. Geinsheim ist ein ähnlicher Gegner wie Riedrode oder Höchst, und ich erwarte nicht, dass sie gegen uns irgendwas schleifen lassen. Wer besser ins Spiel kommt, wird Vorteile haben, und ich hoffe, dass wir das sind“, sagt Fornoff. Immerhin spielt der FV zuhause in einer anderen Liga und holte von seinen sieben Saisonsiegen sechs auf eigenem Platz, fünf davon in den letzten fünf Heimspielen. Seit acht Wochen haben die Mümling-Grumbacher somit daheim keinen Punkt mehr abgegeben. „Wir sind mittlerweile auch mental besser drauf, können auch mal Rückschläge wegstecken. Das Selbstbewusstsein ist da, das haben wir uns erarbeitet“, lobt der Trainer. Angeschlagen sind derzeit Fabian Hörr, Marcel Eckert und Marco Kepper. Im Kader werden voraussichtlich aber trotzdem alle drei stehen.

Vier Spiele hat der TSV Höchst in den ersten elf Mai-Tagen bereits absolviert und immerhin drei davon gewonnen. Der Lohn ist nicht nur die Rückkehr auf den als Saisonziel ausgegebenen sechsten Tabellenplatz, sondern auch der Einzug ins Kreispokalfinale am 26. Mai beim SV Hummetroth (Anstoß um 16 Uhr).

TSV-Trainer Remmers ist stolz auf das Durchhaltevermögen seiner Mannschaft

Dazwischen stehen für die Höchster aber noch zwei Partien in der Liga auf dem Plan: Am Sonntag (15.30 Uhr) beim Tabellenzweiten 1. FCA Darmstadt sowie eine Woche später gegen Spitzenreiter VfR Fehlheim. „Wir sind zuletzt gegen die Teams aus dem Tabellenkeller sehr stark aufgetreten. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir die Spannung weiter halten können“, sagt Spielertrainer Christian Remmers, der die kommenden beiden Partien gegen die Spitzenteams als „gute Vorbereitung“ auf das Pokalfinale sieht. „Diese Spiele sind rein dafür da, dass wir die Spannung halten und gefordert werden.“

Christian Remmers weiß was es am Sonntag besser zu machen gibt

Auch für den 1. FCA Darmstadt geht es nur noch darum, den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. Der Zug nach oben ist bei elf Punkten Rückstand auf den VfR Fehlheim längst abgefahren. Nach dem 1:1 im Hinspiel weiß Remmers, was es am Sonntag besser zu machen gilt: „Wir müssen 90 Minuten voll da sein. Im Hinspiel war die erste Halbzeit mittelmäßig, die zweite gut. Wenn wir das über 90 Minuten schaffen, bin ich optimistisch, dass auch in Darmstadt ein Sieg möglich ist.“ Allerdings erwartet Remmers gegen die mit Südamerikanern gespickten Arheilger „ein krass anderes Spiel“ als zuletzt. „Die Teams im Tabellenkeller spielen viele lange Bälle, da sind viele Luftkämpfe nötig. Die Südamerikaner wollen dagegen gepflegten Fußball spielen.“

Personell ist der TSV komplett besetzt, mit einer bitteren Ausnahme: Torhüter Thomas Wolf hat sich nach nur einem Spiel im Kreispokal in der Ligapartie gegen Nauheim erneut so schwer an der Schulter verletzt, dass eine Operation und ein längerer Ausfall drohen.



Aufrufe: 013.5.2022, 08:00 Uhr
Susanne MüllerAutor