Tino macht Geschichte.„Unser Mann“ ist der dunkelhäutige Spieler (einmal links, einmal 3.v.r.) foto: bfv 
Tino macht Geschichte.„Unser Mann“ ist der dunkelhäutige Spieler (einmal links, einmal 3.v.r.) foto: bfv 

Kreisliga-Tagung Heinz Eckl: „Wer nicht tickert, dem gehe ich auf den Wecker“

Skepsis bei Spielgemeinschaften

69 von 72 – eine gute Quote, möchte man meinen. Heinz Eckl aber sieht das anders.

Drei Klubs fehlten bei der Tagung der Fußball-Kreisligisten im Kreis Zugspitze am Montag in Raisting. Wird eine Geldstrafe nach sich ziehen. „Das hätten sie sich sparen können“, betont der Kreisspielleiter.

In seinem Bericht appellierte Eckl eindringlich an die Vereinsvertreter, die Kaderlisten in der Sommerpause zu überarbeiten. Sehr zufrieden zeigte er sich bei der Bereitschaft, die Partien zu tickern. „Beide Kreisligen liegen bei fast 100 Prozent.“ In der Kreisklasse 4 sind es 90 Prozent. Erst in den Ligen darunter sei Luft nach oben „Wer nicht tickert, dem gehe ich auf den Wecker“, warnte Eckl. Mitte August soll zudem die neue Webseite des BFV online gehen. „Sie wird deutlich übersichtlicher“, erklärte Online-Beauftragter Joachim Fuchs.

Schiedsrichterobmann Michael Kögel beklagte die nach wie vor zu geringe Zahl von Unparteiischen und informierte über die neuen Regeln. „Das Spiel soll dynamischer werden und der Fairplay-Gedanke rückt in den Fokus“, urteilt Kögel, da der Referee jetzt nicht mehr „Luft“ sei und es künftig Schiedsrichterball gebe, wenn der Unparteiische vom Ball getroffen wird. Die Klarstellung beim Handspiel – künftig gibt es keine Unterscheidung zwischen absichtlich oder unabsichtlich – sieht er positiv. „Auch wenn es Diskussionspunkt bleiben wird.“ Zudem stellte er Spieler und Offizielle darauf ein, dass zukünftig Unsportlichkeiten deutlich rigoroser geahndet werden.

Mit Strafen beschäftigt sich auch Franz Pölt vom Kreisschiedsgericht. „Die Fallzahlen von rund 800 sind gegenüber dem Vorjahr etwa gleich geblieben.“ Lob für die gut 250 Zugspitz-Vereine gab es vom Ehrenamtsbeauftragten Hans Melch. Inzwischen hätten rund 60 Prozent einen Zuständigen für das Ehrenamt.

Kreis-Chef Eckl ging auf die steigende Zahl an Spielgemeinschaften ein. „Bezirksübergreifend ist das nicht möglich“ – das machte er den Vertretern klar. „Und wenn es wieder zur Trennung kommt, muss der nicht federführende Verein in der C-Klasse anfangen, überlegt euch das gut.“

Auf die Kritik am späten Saisonende in der Kreisliga und der kurzen Sommerpause für die Teams, die eventuell mehrere Relegationsrunden spielen, verwies Eckl auf einen Beschluss aus dem Kreistag. „Dafür hatten die Vereine mehrheitlich gestimmt.“ Ausdrücklich würdigte er den SV Uffing, der mit der Dritten Mannschaft in die B-Klasse 7 wechselte, um die gleiche Ligenstärke herzustellen. „Dafür bekommt ihr einen Spielball von mir“, stellte Eckl klar.

Erschreckend findet er das Interesse der Vereine am Hallenspielbetrieb: „In ganz Oberbayern haben erst 49 Teams gemeldet.“

Autor: rh

Aufrufe: 010.7.2019, 08:27 Uhr
Starnberger Merkur / Redaktion Garmisch-PartenkircAutor

Verlinkte Inhalte