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TSV Heimenkirch: "Insgesamt ist die Punkteausbeute definitiv zu wenig"

FuPa-Teamcheck: TSV Heimenkirch setzt auf Kontinuität und Entwicklung

von Matthias Kloos · 17.01.2026, 14:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: SGM, Alexander Sättele

Der TSV Heimenkirch überwintert in der Landesliga, Staffel 4, auf einem Abstiegsplatz. Nach einem Trainerwechsel zu Beginn der Saison soll nun Stabilität einkehren. Nino Hartinger, der auf jeden Fall bis zum Sommer Trainer bleibt, spricht offen über Druck, Defizite und vorsichtigen Optimismus.

Ein Trainerwechsel unter schwierigen Vorzeichen

Die Saison des TSV Heimenkirch nahm früh eine unerwartete Wendung. Nachdem Adrian Philipp sein Amt krankheitsbedingt zu Beginn der Runde nicht mehr ausüben konnte, übernahm Nino Hartinger das Traineramt. Für Hartinger die erste Station als Cheftrainer. „Natürlich war es eine sehr schwierige Situation als Adrian aufhören musste, er ist/war ein herausragender Trainer, egal ob fachlich oder persönlich“, sagt Hartinger. Die Aufgabe sei „extrem schwierig“ gewesen – auch wegen der angespannten Tabellensituation und des damit verbundenen Drucks.

Tabellenlage als Spiegel der Schwierigkeiten

Nach 14 absolvierten Spielen steht Heimenkirch mit zwölf Punkten auf Rang 15. Drei Siege, drei Unentschieden und acht Niederlagen bei einem Torverhältnis von 16:30 verdeutlichen die Probleme. Hartinger bewertet die Lage realistisch: „Insgesamt ist die Punkteausbeute definitiv zu wenig, da muss in allen Bereichen mehr kommen.“ Gleichzeitig verweist er auf eine positive Entwicklung zuletzt: „In den letzten Saisonspielen war die Leistung sehr positiv zu bewerten, diese macht auch für die Rückrunde Hoffnung.“

Akzeptanz als Schlüsselthema

Für den jungen Trainer stellte sich zu Beginn eine grundlegende Frage. „Da ich selbst noch keine 30 Jahre bin und mit einigen Spielern als Fußballer auf dem Platz stand, war natürlich die Frage der Akzeptanz offen“, erklärt Hartinger. Umso wichtiger sei für ihn gewesen, wie die Mannschaft reagiert habe. „Aber wie die Jungs das angenommen und die Ideen umgesetzt haben, war beeindruckend.“ Diese Akzeptanz bildet nun die Basis für die weitere Arbeit.

Klare Baustellen, stabiles Miteinander

Sportlich benennt Hartinger die Defizite deutlich. „Die einzigen Probleme sind die Chancenverwertung, die eigenen kapitalen Fehler sowie die Punkteausbeute“, sagt er. An diesen Punkten wolle man „ab Tag eins der Vorbereitung arbeiten“. Bemerkenswert ist seine Einschätzung des Teamgefüges: „Die Stimmung im Team und das Miteinander ist und läuft sehr, sehr gut – auch wenn man es bei dem Blick auf die Tabelle nicht zwingend vermuten mag.“

Vorbereitung mit Verantwortung

Die Vorbereitung beginnt am 19. Januar. Der Fokus liegt klar auf körperlicher und inhaltlicher Arbeit. „Wir werden viel im Fitnessbereich arbeiten, unsere Art und Weise Fußball spielen zu wollen weiter vertiefen und 1–2 neue taktische Elemente einbauen“, erklärt Hartinger. Auch Teambuilding soll seinen Platz haben – allerdings bewusst gestaltet: „Wie diese aussehen, darf der Mannschaftsrat entscheiden.“

Hartinger bleibt Trainer

Ein wichtiges Signal für den Verein: Nino Hartinger bleibt bis zum Sommer Trainer des TSV Heimenkirch. Auch im Trainerteam gibt es gezielte Anpassungen. Co-Trainer Marius Diem hört wie vereinbart auf, ersetzt wird er durch André Steib. Adrian Beck bleibt dem Team als Co-Trainer und Torwarttrainer erhalten.

Kader bleibt zusammen

Auf Spielerseite setzt Heimenkirch auf Stabilität. „Aus Spielersicht gibt es keine Zu- und Abgänge“, stellt Hartinger klar. Hoffnung machen die Rückkehrer: Langzeitverletzte wie Timo Hödl und Yilmaz Özcelik wollen langsam wieder einsteigen. Zudem wird Haris Handanagic nach seinem Studium in Berlin zurückkehren und „voll da sein“.

Klassenerhalt als klares Ziel

Trotz der schwierigen Ausgangslage formuliert Hartinger das Ziel eindeutig: „Wir wollen natürlich den Klassenerhalt schaffen und jeder weiß, dass das absolut möglich ist.“ Die jüngsten Auftritte hätten gezeigt, „dass wir es schaffen können“.

Blick auf die Liga

In der Meisterfrage zeigt sich Hartinger klar. „Meister wird Türkspor Neu-Ulm.“ Der Kampf um den Klassenerhalt dagegen bleibe offen. „Wer alles am Ende gegen den Abstieg kämpfen muss, bleibt spannend – wir hoffen, dass wir es am Ende schaffen werden.“