Muss wohl demnächst Insolvenz anmelden: Max Kothny (l.).
Muss wohl demnächst Insolvenz anmelden: Max Kothny (l.). – Foto: kolbert-press/Ulrich Gamel/Imago

Paukenschlag! Türkgücü München denkt an Insolvenzantrag

Finanzielle Probleme beim Drittligisten

Die finanziellen Probleme bei Türkgücü München verschlimmern sich immer weiter. Gerüchten zufolge wird an eine Insolvenz gedacht und ist eine sehr wahrscheinliche Option.

München - Paukenschlag bei Türkgücü München. Nachdem die finanziellen Probleme beim Drittligisten immer konkreter wurden, berichtete der Blog „sechzger.de“ über ein mögliches Insolvenzverfahren noch heute. Gerüchte über ein solches Verfahren decken sich mit den Informationen des Münchner Merkur und der tz. Jedoch soll es nach unseren Informationen noch nicht heute zu einem Insolvenzantrag kommen, es wird aber daran gedacht und ist eine sehr wahrscheinliche Option. Wie es bei Türkgücü weitergeht, ist derzeit noch unklar.

In den letzten Wochen wurde bereits über ein Leck von zwei Millionen Euro bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit berichtet. Diese Lücke konnte der Drittligist nicht schließen. Bereits am Mittwoch hatte der Verein gegenüber der „SZ“ bestätigt, dass „nicht alle erforderlichen Nachweise zur Nachlizenzierung“ vorgewiesen werden konnten. Ein Punktabzug stand zunächst im Raum, jetzt muss Türkgücü wohl sogar einen Insolvenzantrag stellen und bekommt voraussichtlich neun Punkte Abzug.

Türkgücü München vor Insolvenz: Präsident Hasan Kivran schließt Finanzlücke nicht

Die finanziellen Probleme beim Drittligisten resultieren aus der Haltung von Präsident und Geldgeber Hasan Kivran, der zuletzt seine Anteile loswerden wollte und deswegen nicht bereit war, die Finanzlücke zu stopfen. 2020 soll der 55-Jährige beispielsweise noch ein Minus von vier Millionen bei Türkgücü ausgeglichen haben. Die aktuelle sportliche Situation bei der Mannschaft von Coach Andreas Heraf schreckte jedoch neue Geldgeber ab. Türkgücü steht derzeit auf einem Abstiegsplatz in der 3. Liga.

Den Ernst der Lage zeigt eine Aktion vom vergangenen Spiel beim SC Freiburg II: Nach Informationen der „SZ“ wollte Türkgücü mit einem kleineren Kader anreisen, um Kosten zu sparen. Damit aber niemand zu Hause bleiben musste, sollen die Spieler aus der Mannschaftskasse ein zusätzliches Hotelzimmer bezahlt haben. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (nms/kk) Anmerkung der Redaktion: Trotz des gleichen Nachnamens sind der Autor des Textes und Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny weder verwandet, noch verschwägert. Er schreibt die Texte im Auftrag der Redaktion tz/Münchner Merkur/Fussball Vorort.

Aufrufe: 028.1.2022, 09:13 Uhr
Korbinian KothnyAutor